Mittwoch, 18. Dezember 2013

Rezension: Aus Liebe zu meiner Tochter von Betty Mahmoody

Rezension: Aus Liebe zu meiner Tochter von Betty Mahmoody 
 
Die Inhaltsangabe von Betty Mahmoodys „Aus Liebe zu meiner Tochter“ findet ihr oben.
Mir gefällt es sehr gut zu erfahren, wie es mit Betty und Mahtab nach ihrer Flucht aus dem Iran weiterging. Wie sich Bettys Familie weiterentwickelt hat und wie sich Bettys Leben nachhaltig verändert hat.
Außerdem finde ich es sehr gut über internationale Kindesentführungen aufgeklärt zu werden, denn dieses Thema wird viel zu wenig in den Medien behandelt. Vor diesem Buch habe ich nicht darüber nachgedacht, dass es Elternteile gibt, die ihre eigenen Kinder von dem anderen Elternteil wegbringen, die Kinder in einem für sie fremden Land gefangen halten und ihnen eine fremde Kultur aufzwingen.
Ich finde es wichtig, dass dieses Thema angeschnitten wird.
Betty Mahmoody schreibt nicht nur von christlich-islamischen Ehen, sondern auch von christlich-christlichen Ehen, bei denen ein Elternteil die Kinder in ein anderes Land entführen um die Kinder für den anderen Elternteil unerreichbar zu machen. Dabei werden Kinder nicht nur in das Herkunftsland des entführenden Elternteils gebracht, sondern manchmal auch in ein ganz anderes drittes Land, dies zeigt, dass niemand vor diesen Entführungen sicher ist.
Die Ausgewogenheit in den Schicksalen, die Betty Mahmoody wiedergibt und dabei zeigt, dass es nicht nur muslimische Männer sind, die ihre Kinder entführen, finde ich sehr gut.
Am Ende des Buches „Aus Liebe zu meiner Tochter“ schreibt Betty wie Moody auf ihre erstes Buch „Nicht ohne meine Tochter“ reagiert hat.
Für mich stellt sich nur die Frage, wie die Autorin auf den Titel kam. Denn für mich hat der Titel keine Verbindung zu dem Buch. 
Auch werden die Schicksale manchmal etwas langweilig, weil sich viele der Geschichten ähneln und damit einiges wiederholt wird. Wobei ich an dieser Stelle anmerken möchte, dass keines dieser Schicksale nicht schrecklich ist und dass mir alle Eltern aber vor allem die Kinder, die in solche Verbrechen verstrickt werden unglaublich leid tun.
Betty Mahmoodys „Aus Liebe zu meiner Tochter“ ist auf jeden Fall lesenswert und sollte von jedem, der „Nicht ohne meine Tochter“ gelesen hat auch gelesen werden. Dieses Buch ist wichtig um zu verdeutlichen mit welchen Schwierigkeiten man in einer gemischt-kulturellen Ehe konfrontiert werden kann, aber um es deutlich zu machen: Diese Schicksale sind, wenn auch keine Einzelfälle, dann doch nicht die Regel, sondern eher Ausnahmen. Aber dieser Erfahrungsbericht ist auf jeden Fall zu empfehlen und gehört in jedes Bücherregal.
 

Freitag, 22. November 2013

Inhaltsangabe: Vom Umtausch ausgeschlossen von Sophie Kinsella

Inhaltsangabe: Vom Umtausch ausgeschlossen von Sophie Kinsella

Rebecca „Becky, Bex“ Brandon (geborene Bloomwood) heiratet Luke Brandon im Roman „Vom Umtausch ausgeschlossen“ von Sophie Kinsella. Zusammen machen Luke und Becky eine 10-monatige Hochzeitsreise.
Als sich die beiden kurzfristig dazu entscheiden ihre Hochzeitsreise abzukürzen und zurück nach London zu fliegen um ihre Familie und Freunde zu überraschen, stellt sich heraus, dass das Leben ihrer Familie und Freunde weitergegangen ist.
Becky und Luke wollen Beckys Eltern mit einem Besuch überraschen, doch zu ihrer Enttäuschung sind ihre Eltern nicht zuhause und als ihre Eltern Becky auf der Straße sehen, drehen sie um und scheinen zu flüchten. Die beiden verhalten sich komisch und sind nervös.
Suze ist Beckys beste Freundin, doch scheinbar hat sie sich Ersatz gesucht, während Becky auf Hochzeitsreise war. Lulu scheint Suzes neue beste Freundin zu sein, und Becky fühlt sich ausgeschlossen, missverstanden und überhaupt nicht willkommen.
Beckys Eltern gestehen ihrer Tochter, dass diese eine ältere Halbschwester namens Jess hat. Jess und Becky lernen einander kennen und kommen überhaupt nicht miteinander aus. Sie sind sehr unterschiedlich und haben verschiedene Ansichten über Geld.
Die Beziehung zwischen Jess und Becky verändert sich, ebenso wie die Beziehung zwischen Luke und seiner Frau.



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Rezension: Vom Umtausch ausgeschlossen von Sophie Kinsella

Rezension: Vom Umtausch ausgeschlossen von Sophie Kinsella

Die Inhaltsangabe von „Vom Umtausch ausgeschlossen“ von Sophie Kinsella findet ihr oben.
Der Roman hat viele Briefe von Becky, aber auch Suze und Jess schreiben Briefe oder kurze Nachrichten, die den ganzen Roman auflockern. Mir hat das sehr gut gefallen, denn gleich am Anfang lernt man die Protagonistin durch die Briefe kennen, außerdem fand ich die Briefe teilweise wirklich lustig.
So komme ich gleich zu meinem zweiten Punkt. Der Humor kommt in „Vom Umtausch ausgeschlossen“ nicht zu kurz. Mit viel Witz wird von der shopping-begeisterten Becky berichtet.
Was mir aber gar nicht gefallen hat, war die Story. Meiner Meinung nach passiert nicht wirklich viel. Becky macht Fehler (daran ist ja erst Mal nichts auszusetzen), sie gibt sogar zur, dass sie etwas falsch gemacht hat und gesteht sich ihre Fehler ein, aber sie ändert nichts an ihrem Verhalten.
Man hat das Gefühl ihre Einkaufssucht würde sich legen, wenn sie sich eingestanden hätte, dass sie süchtig ist, aber letztendlich hat sie sich nicht verändert. Becke macht also keinerleich Entwicklung durch. 
Auch ihre impulsive Art, ohne nachzudenken zu handeln und ihren Mann und ihre Familie zu belügen, wenn sie einen Fehler gemacht hat und sich in die Enge getrieben fühlt ändert sich nicht, obwohl sie genau weiß, dass sie auf Grund dieses Verhaltens ihre Ehe bereits, zumindest ihrer Ansicht nach, gefährdet hat.
Auch die vielen Rechtschreibfehler stören mich, obwohl sie mich nicht ganz so aus dem Lesefluss reißen wie es bei anderen Romanen mit vielen Rechtschreibfehlern bereits der Fall war, so sind sie dennoch störend.
Mein letztes Argument ist wieder für „Vom Umtausch ausgeschlossen“ von Sophie Kinsella. Ich mag es sehr, wie Becky die Leserin oder den Leser immer wieder anspricht mit Sätzen wie „Ich weiß, dass man so etwas nicht sollte, aber Sie verstehen doch wohl, warum ich mich so verhalten musste.“ zum Beispiel.
Sophie Kinsellas vierter Roman in der Reihe um die Schnäppchenjägerin Becky „Vom Umtausch ausgeschlossen“ ist zwar sehr witzig, inhaltlich aber eher leer und ohne Wandlung der Hauptperson, und somit nur als leichte Sommerlektüre, oder für einen gemütlichen Winterabend geeignet.

Montag, 28. Oktober 2013

Inhaltsangabe: Gefährliche Liebe von Susan Andersen

Inhaltsangabe: Gefährliche Liebe von Susan Andersen

Im Roman „Gefährliche Liebe“ von Susan Andersen geht es um die Tänzerin Amanda Rose Charles. Als Amanda und Rhonda, ihre Freundin, Kollegin und Mieterin, ihre gemeinsame Freundin Maryanne vermissen, und die Fernsehnachrichten von einem weiteren Opfer des Showgirl-Schlächters berichten, machen sie sich sorgen. Sie rufen bei der Polizei an, und identifizieren den Leichnam von Maryanne. Beide Frauen werden während der Ermittlungen zu Zeuginnen der Polizei, da der Täter es erst auf Rhonda absieht und versucht sie umzubringen, und später regelmäßig nachts bei Amanda anruft um ihr seine Bewunderung auszudrücken.
Lieutenant Tristan MacLaughlin wird aus Seattle nach Reno versetzt um die Morde an den Tänzerinnen aufzuklären. Der Mann, der emotional noch nie mit jemandem verbunden war, ist er doch im Waisenhaus aufgewachsen und hatte auf Grund seiner Schüchternheit keine Freunde, entwickelt Gefühle für Amanda.
Auch Amanda, von ihren Eltern zum emotionalen Krüppel erzogen und von ihrer geliebten Schwester viel zu früh verlassen, fällt es zu Anfang schwer die Gefühle zu dem verschlossenen Mann zuzulassen.
Trotz aller Widrigkeiten finden die beiden zueinander, doch die beiden können ihre Zweisamkeit kaum genießen, denn dann droht das zarte Band der Gefühle, das Tristan und Amanda verbindet schon zu zerreißen. 





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Rezension: Gefährliche Liebe von Susan Andersen

Rezension: Gefährliche Liebe von Susan Andersen

Die Inhaltsangabe von Susan Andersens Roman „Gefährliche Liebe“ findet ihr oben.
Ich habe gerade erst Susan Andersens „Todesspirale“ gelesen, der mir zu Anfang eigentlich ganz gut gefallen hatte, allerdings hat sich schnell heraus kristallisiert, dass Sasha Miller ziemlich naiv ist, und obwohl man die Romane auf vielerlei Ebenen vergleichen kann, so auch die Naivität von Amanda Charles, muss man doch sagen, dass sie zumindest nicht ganz so töricht handelt wie Sasha Miller.
Am Anfang hat mir Tristan MacLaughlin recht gut gefallen, weil er nicht wieder den Stereotypen eines Romanhelden dieses Genres bedient hat. Aber mit der Zeit musste ich Duke, dem Gegenspieler von Tristan und Amanda, recht geben, denn er nennt Tristan MacArschloch.
Tristan wurde mir im Laufe des Romans so unsympathisch, dass ich den Roman mehrfach aus der Hand gelegt habe, und ihn nur aus Hoffnung, dass es doch noch besser wird, weiter gelesen habe. Auch Amanda war nicht ganz nach meinem Geschmack, vielleicht fällt es mir bei diesem Roman auch nur das erste Mal richtig auf, aber ich frage mich, warum Amanda von Susan Andersen so idealisiert wurde. Sie ist blond, hat blaue Augen, sie hat einen üppigen Busen und lange Beine, und wird kurzum, zumindest äußerlich, als perfekt geschildert.
Alles das ging mir ziemlich auf die Nerven, obwohl Tristans Charakter zum Ende hin wieder aushaltbar war, vielleicht hatte ich mich auch einfach nur daran gewöhnt. Obwohl ich mit Amanda zumindest streckenweise sympathisiert habe, vermutlich, weil sie sich meiner Meinung nach, viel zu viel von Tristan MacLaughlin hat bieten lassen, hat auch sie mich ziemlich enttäuscht, gerade weil sie sich so viel hat bieten lassen, und Tristan kaum contra gegeben hat.
Im Gegensatz dazu möchte ich Susan Andersens „Alarm auf Wolke sieben“ lobend erwähnen. Die Protagonistin, Victoria, hat der männlichen Hauptperson, John, contra gegeben und sich nicht alles gefallen lassen.
Meine große Enttäuschung von diesem Roman, muss nicht nur von der mäßig interessanten Story herrühren, da ab der Mitte des Romans ziemlich klar war, wer der Schlächter sein muss. Es ist sicher einer Mischung aus der Story, den Charakteren und der Tatsache, dass ich mir deutlich mehr von dem Roman „Gefährliche Liebe“ versprochen hatte zuzuschreiben, dass ich den Roman nicht guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Samstag, 12. Oktober 2013

Inhaltsangabe: Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody

Inhaltsangabe: Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody

Betty Mahmoody beschreibt in ihrem Erfahrungsbericht „Nicht ohne meine Tochter“ wie sie ihren „Urlaub“ mit ihrem Mann Bozorg Mahmoody und ihrer Tochter Mahtab im Iran verlebt.
Bettys Mann, den sie liebevoll Moody nennt, lebt seit Jahren in den USA. Er ist dort Mediziner, er lebt und verhält sich wie ein Amerikaner, obwohl er weiterhin seine Religion praktiziert.
Im Sommer 1984 fährt die kleine Familie in Moodys Heimatland, den Iran. Obwohl Betty bei dieser Reise ein schlechtes Gefühl hat, will sie ihrem Ehemann diesen Gefallen tun, denn er freut sich wahnsinnig seine Familie, die noch im Iran lebt, endlich wieder zu sehen.
Im Iran angekommen verändert Moody sich und gesteht seiner Frau, dass er nicht vorhat wieder zurück in die USA zu fliegen. Er zwingt seiner Tochter und seiner Frau seinen Willen auf, die beiden dürfen nicht telefonieren oder ausgehen.
Betty versucht mehrmals zu fliehen, kommt aber nie weit. Als sie es endlich schafft in die Schweizer Botschaft zu gelangen, wo man für sie als Amerikanerin zuständig sein sollte, sagt man ihr, dass sie mit der Heirat eines Iraners die iranische Staatsbürgerschaft habe. Für sie bedeutet das, dass sie sich zwar scheiden lassen kann, und dann ohne Probleme das Land verlassen kann, aber sie müsste ihre kleine Tochter zurücklassen.
Für Betty ist klar: Ich gehe nicht ohne meine Tochter!
Doch das bedeutet für die beiden entweder weiter mit Moody unter einem Dach zu wohnen, oder auf illegalem Wege aus dem Land zu fliehen.
Betty und Mahtab entscheiden sich für letzteres, obwohl die Flucht viele Gefahren für sie birgt.




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Rezension: Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody

Rezension: Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody 

Die Inhaltsangabe von „Nicht ohne meine Tochter“ von Betty Mahmoody findet ihr oben.
Von vielen Kritikern wird immer wieder hervorgehoben, dass dieser Erfahrungsbericht sehr einseitig ist, denn Betty beschreibt sehr negativ die Umstände unter denen sie - Mahtab und Betty mit Moody und seiner Familie - im Iran leben mussten.
Ihrer Meinung nach ist das Haus, in das sie nach der Ankunft im Iran kommen dreckig, sie findet es befremdlich, dass dort bewaffnete Wachen herumlaufen, und dass man sie zwingt ihre Haare zu verbergen. Man muss beachten, dass sie unter vollkommen anderen Umständen aufgewachsen ist, und damit in eine andere Welt kommt, als sie in Moodys Heimat kommt.
Außerdem finden viele Kritiker, dass das Buch von den Iranern als Volk viel zu negativ berichtet. Dazu muss man natürlich sagen, dass Betty, wenn ihre Geschichte so stimmt wie sie sie erzählt, die Iraner im Allgemeinen als eher negativ kennengelernt hat. Schließlich hat sich Moodys gesamte Familie gegen sie zusammengeschlossen, sie abgehört und beobachtet, und umgehend Moody Bericht erstattet. Allerdings erzählt sie von ihren Fluchthelfern, die ja zumindest teilweise Iraner und Iranerinnen aber auch Moslems im Allgemeinen waren sehr positiv, und sie drückt meiner Meinung nach auch ihre tiefe Dankbarkeit diesen mutigen Männern und Frauen gegenüber aus.
Der Film zum Buch ist weitaus einseitiger, da man in diesem nicht gut erkennt, dass es sich um einen subjektiven Erfahrungsbericht handelt, sondern ihn leicht als Dokumentation missverstehen kann.
Natürlich muss man dieses Thema einer gemischtreligiösen Ehe und den beiden Kulturen, die dabei aufeinander prallen, und die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft im Islam und im Christentum differenziert betrachten, und darf nicht nur eine Seite sehen. Dabei vergessen viele Kritiker, dass Betty Mahmoody in „Nicht ohne meine Tochter“ ihre eigenen Erfahrungen widergibt, die teilweise als politisch inkorrekt angesehen werden könnten. 
Meiner Meinung nach, darf man einer Frau aber nicht ihre Stimme verbieten, nur weil man ihre Meinung nicht gut findet, deshalb kann ich dieses Buch weiterempfehlen, wobei natürlich immer im Hinterkopf bleiben sollte, dass dies ein subjektiver Bericht ist.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Inhaltsangabe: Dark Water von Kôji Suzuki

Inhaltsangabe: Dark Water von Kôji Suzuki

In seinem Roman „Dark Water“ hat Kôji Suzuki sowohl sieben Kurzgeschichten als auch Prolog und Epilog zusammengefasst. Er lässt immer neue Charaktere entstehen und bringt die Geschichten innerhalb von ungefähr 50 Seiten zum Ende. Deshalb eignen sie sich gut als „Snack für Zwischendurch“.

In Kôji Suzukis Kurzgeschichte „Dunkles Wasser“ lebt die alleinerziehende Mutter Yoshimi mit ihrer 6-jährigen Tochter Ikuko zusammen in einem Mietshaus, das auf einem Berg Müll, zur Wohnraumgewinnung, in der Tokioter Bucht erbaut wurde. Gerade als die beiden anfangen sich dort wohl zu fühlen geschieht Rätselhaftes. Yoshimi erfährt von einer Tragödie, die ihre Schatten bis in die Gegenwart wirft und auch Ikuko bleibt davon nicht unberührt.

Die nächste Kurzgeschichte von Kôji Suzuki heißt „Die einsame Insel“. Kensuke Suehiro ist der Protagonist dieser Geschichte. Er ist Lehrer und trifft einen alten Freund wieder, bei dem ihn immer wieder ein seltsames Gefühl beschleicht. Als sein Freund einige Zeit später stirbt, ist ihm klar, was sein Freund von ihm wollte. Er wollte sich verabschieden.
Die Frau, mit der er bei einem seiner letzten Besuche zusammen war, ist nach dessen Tod wie vom Erdboden verschluckt.
Als Kensuke nun 10 Jahre später zu Forschungszwecken auf eine einsame Insel vor der Küste Japans aufbricht, führt ihn eine seltsame Spur zum Mittelpunkt der Insel. Irgendetwas verbindet die Insel mit seinem alten Schulfreund.

„Strafe“ heißt die nächste Kurzgeschichte von Kôji Suzuki aus seinem Roman „Dark Water“. Hiroyuki ist verzweifelt: Wo kann seine Frau bloß stecken? Überall hat er sie gesucht. So viele Menschen hat er gefragt, ob sie sie gesehen haben. Aber niemand konnte ihm weiterhelfen.
Mit seinem kleinen Sohn Katsumi hat er sich auf den Weg in den Park gemacht. Aber auch dort hat niemand, den er fragt, seine Frau gesehen.
Zuhause angekommen überprüft er zuerst, ob sie inzwischen zurückgekehrt ist. Fehlanzeige. Nur seine Tochter und sein Vater sind zuhause.
Hiroyuki bleibt keine andere Wal als sein Leben wie gehabt fortzusetzen. Als er am nächsten Tag wieder zum Fischen aufs Meer fährt, beschleicht ihn ein seltsames Gefühl. Seine tote Frau liegt aufgedunsen in der Bünn seines Schiffs.
Seltsame Dinge geschehen und seine Frau beginnt sich scheinbar für die Gemeinheiten zu rächen, die er ihr angetan hat, als sie noch am Leben war.

In der Kurzgeschichte „Traumschiff“ von Kôji Suzuki fährt Masayuki Enoyoshi mit Ushijima und dessen Frau Minako auf See, denn die beiden wollen Enoyoshi anwerben, damit er beginnt für ihre Firma zu arbeiten.
Das Verkaufsgespräch findet auf der Yacht des Ehepaares auf dem Meer statt. Als sie kurz vor der Küste Probleme mit dem Motor bekommen entscheidet sich Ushijima, obwohl es bereits dunkel ist, dafür ins Wasser zu springen.
Scheinbar gerät Ushijima unter Wasser in Panik, denn Enoyoshi hat große Probleme ihn wieder auf die Yacht zu ziehen. Erst als Ushijima langsam wieder zu sich kommt, kann er den beiden anderen erzählen, was er gesehen hat: Einen kleinen Jungen, mit aufgedunsenem Gesicht, der sich verzweifelt am Boot festklammert.
Aber noch haben sie keine Lösung für ihr Problem gefunden: Wie kommen sie wieder zurück auf das Festland?

„Die Flaschenpost“ ist eine der letzten Kurzgeschichte aus Kôji Suzukis Roman „Dark Water“. Kazuo ist Seemann und er lebt seit fast einem Jahr auf dem Fischereischiff Wakashio Maru VII. Kurz bevor sie die Küste Japans und ihren Heimathafen erreichen entdeckt die Mannschaft eine einsam auf dem Meer treibende Yacht. Kazuo meldet sich freiwillig um auf der Yacht die Stellung zu halten, während sie, von der Wakashio Maru VII ins Schlepptau genommen, Richtung Heimathafen fahren.
Kazuo sucht auf der Yacht nach dem Eigentümer und dessen Familie. Aber die Yacht ist leer. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass ein Kampf auf ihr stattgefunden hat, außerdem gibt es keine Hinweise wo die Familie stecken könnte.
Als er einschläft, spürt er die Anwesenheit von jemand anderem, er spürt, dass ihn eine unsichtbare Macht versucht dazu zu bringen, sich selbst zu verstümmeln. Und Kazuo ist klar: Er muss so weit, von dieser unheilbringenden Yacht weg, wie möglich.

Die Kurzgeschichte „Wassertheater“ von Kôji Suzuki befasst sich mit der Schauspieltruppe Kairin Maru. Die Schauspieltruppe spielt in der ehemaligen Diskothek „Mephisto“ ihr neustes Stück und hat damit großen Erfolg. Yuichi Kamiya ist eines der Mitglieder der Truppe. Aufgrund von Unstimmigkeiten mit dem Regisseur des Stücks verlor Kamiya seine Rolle.
Während der Premiere des Stücks muss Kamiya, der inzwischen für den Ton bei den Aufführungen verantwortlich ist, ein Problem lösen, das auftrat: Von der Decke über der Bühne beginnt während der Aufführung Wasser zu tropfen.
Kamiya versucht das Problem zu lösen, und stößt dabei auf ein neues, viel unheimlicheres Problem, das hinter einer verschlossenen Tür, in der Dunkelheit, lauert.

Die letzte Kurzgeschichte „Der unterirdische See“ ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil spielt im Frühwinter 1975, und der zweite Teil knappe 20 Jahre später im Sommer 1995.
Sugiyama und Sakakibara wollen zusammen eine bisher unentdeckte Höhle erforschen. Immer wieder beschleicht Sugiyama eine böse Vorahnung, dass etwas passieren könnte und dennoch kann er sich der magischen Anziehung der Höhle nicht entziehen. Während ihrem Abstieg geschieht ein Unglück und Sugiyama muss sehen, wie er einen anderen Ausgang aus seiner misslichen Lage findet.
20 Jahre später findet Sugiyamas Sohn Takehiko den Weg in die Höhle, die damals sein Vater entdeckte. Er erkundet sie und versucht das nachzuerleben, was sein Vater vor ihm erlebte, und entdeckt dabei ebenfalls die geheimnisvollen Anziehungskräfte dieser Höhle.

Leseprobe: Dark Water von Kôji Suzuki

Leseprobe: Dark Water von Kôji Suzuki

Immer wenn ihr Sohn mit seiner Familie aus Tokio zu einem längeren Besuch da war, pflegte Kayo frühmorgens mit ihrer Enkelin Yuko spazieren zu gehen. Ihr Ziel war stets das Kap Kannon an der östlichsten Spitze der Miura-Halbinsel. Die Runde um die Landzunge herum und zurück nach Hause war keine drei Kilometer lang und damit genau das Richtige für einen gemütlichen Spaziergang. Wenn sie die große Aussichtsplattform erreichten, von der aus man einen fantastischen Blick hatte, zerrte Yuko stets ungeduldig an der Hand ihrer Großmutter und bestürmte sie mit Fragen. Dabei zeigte sie auf alles weit draußen auf dem Meer, das ihre Neugier weckte. Kayo wimmelte ihre Enkelin nicht ab, sondern gab geduldig Antwort auf alles, was sie wissen wollte.
Yuko war am Vortag angekommen, um einen Teil der Sommerferien bei ihrer Großmutter zu verbringen. Sie erklärte, sie müsse erst in einer Woche nach Hause zurückfahren. Kayo freute sich riesig, so viel Zeit mit ihrer Enkelin verbringen zu dürfen.
Die entferntesten Ecken der Bucht von Tokio jenseits des Ballungsgebiets von Tokio und Yokohama lagen im Dunst. Obwohl man nur selten klare Sicht über die ganze Bucht hatte, wurde rasch deutlich, dass sie größer war, als man auf den ersten
Blick glaubte. Die Berge der Boso-Halbinsel jenseits des Uraga-Sundes dagegen waren deutlich zu sehen - hohe, scharfe Umrisse, die vom Nokogiriyama bis zum Kanozan reichten.
Yuko ließ das Geländer los und streckte die Arme aus, als wollte sie in der Luft irgendetwas fangen. Eine lange, schmale Sandbank erstreckte sich vom Kap Futtsu auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht ins Meer. Man hatte wirklich das Gefühl, sie berühren zu können, wenn man nur die Hand weit genug ausstreckte.
Kap Futtsu und Kap Kannon markierten quasi die Einfahrt zur Bucht von Tokio. Zahlreiche Frachtschiffe pendelten in zwei getrennten Fahrrinnen zwischen den beiden ins Meer ragenden Landzungen hin und her. Yuko winkte den Frachtern zu, die von ihrem Platz auf der Aussichtsplattform aussahen wie Spielzeugboote. An den Stellen mit starker Strömung waren die Fahrrinnen mit gestreiften Bojen markiert. Jede Flut füllte die Bucht mit Wasser vom offenen Meer, das sich mit der Ebbe wieder zurückzog. Aus diesem Grund heißt es wahrscheinlich so oft, dass der gesamte Müll aus der Bucht von Tokio an Kap Kannon und Kap Futtsu angespült wird. Man stelle sich die Bucht von Tokio wie ein riesiges Herz vor, an dem die Landzungen zu beiden Seiten genau wie Herzklappen funktionieren und den Unrat herausfiltern, der durch den sanften Strom der Gezeiten im Wasser herumgetrieben wird.
Die Ähnlichkeit geht über den Kreislauf des Meerwassers hinaus: Die Flüsse Edo, Ara, Sumida und Tama dienen als Blutgefäße, die die Bucht von Tokio mit frischem Wasser versorgen. Unter dem angespülten Treibgut findet sich alles Mögliche, von alten Autoreifen, Schuhen und Kinderspielzeug bis hin zu den Trümmern leckgeschlagener Fischerboote und hölzernen Türschildern mit Adressen aus weit entfernten Städten wie Hachioji. Viele Menschen wundern sich darüber. Wie um alles in der Welt gelangen all diese Sachen ins Meer? Die Liste ließe sich endlos fortsetzen: Bowlingkegel, Rollstühle, Trommelschlägel und sogar Damenunterwäsche.
Jedes Stück Treibgut, das auf die Küste zuschwamm, faszinierte Yuko.
Auch die Fantasie von Strandgutsammlern wird von den angespülten Dingen angeregt und treibt mitunter seltsame Blüten. So kann man sich beim Anblick eines auf dem Wasser schaukelnden Motorradbeiwagens gut einen heißen Ofen vorstellen, der einen Pier entlangrast und schließlich ins Meer stürzt. Eine Plastiktüte voller gebrauchter Spritzen dagegen riecht womöglich nach kriminellen Machenschaften. Jedes Stück Treibgut, das an Land gespült wird, hat seine eigene Geschichte. Jeder, der auf ein besonders faszinierendes Exemplar stößt, täte gut daran, noch einmal zu überlegen, bevor er es aufliest, denn sobald solche Fundsachen in unachtsame Hände geraten, werden ihre verborgenen Geheimnisse gelüftet. Das ist gut und schön, wenn dabei eine harmlose, herzerwärmende Geschichte herauskommt. Dagegen kann es einen ganz schön durcheinander bringen, wenn etwas so Grauenhaftes zutage tritt, dass einem das Blut in den Adern gefriert.
Wenn du das Meer liebst, ist das erst recht ein Grund, einen kühlen Kopf zu bewahren. Du hebst etwas auf, das wie ein Gummihandschuh aussieht, nur um festzustellen, dass es in Wirklichkeit eine abgehackte Hand ist. Nach so einem Erlebnis willst du vielleicht nie wieder am Strand spielen. Wie sollst du jemals vergessen, was für ein Gefühl es war, als dir dämmerte, dass du gerade eine abgehackte Hand aufgelesen hattest?
Mit derartigen beiläufigen Bemerkungen pflegte Kayo ihrer Enkelin Angst einzujagen. Jedes Mal, wenn Yuko darum bettelte, dass ihre Großmutter noch eine ihrer Gruselgeschichten erzählte, erfand Kayo ein Abenteuer zu einem Stück Treibgut. Sie wusste, dass Yuko in der kommenden Woche wahrscheinlich jeden Tag um eine neue Gruselgeschichte bitten würde, sobald sie zu ihrem Morgenspaziergang aufbrachen. Doch Kayo kannte eine Menge Geschichten - und was für welche! Jener überraschende Fund, den sie vor zwanzig Jahren eines Morgens am Strand gemacht hatte, war wie ein Zündfunke für ihre Fantasie gewesen und es bis heute geblieben. Seither konnte sie um jedes beliebige Stück Treibgut, das am Ufer schwamm, bizarre Geschichten erfinden.
"Es war bestimmt schon einmal ein Schatz dabei, oder?" Yuko wollte wissen, ob jemals etwas richtig Wertvolles angespült worden war, nicht nur die üblichen gruseligen Sachen. Alle möglichen Schiffe, von winzigen Booten bis hin zu riesigen Frachtern, pflügten eifrig durch die schmalen Fahrrinnen unten in der Bucht. Yuko war der Gedanke gekommen, dass doch sehr gut einmal eine Schatztruhe oder Ähnliches aus einer der Kabinen gefallen sein konnte.
"O ja, das wird wohl so sein", orakelte Kayo gedehnt.
"Das will ich", verlangte Yuko, machte allerdings keinerlei Anstalten zu erklären, was sie damit meinte.
"Du könntest schon einen Schatz haben", erwiderte Kayo. Es war klar, dass mit diesem Angebot eine Bedingung verknüpft war.
"Wenn was?"
"Wenn du mir nächste Woche auf meinen Spaziergängen Gesellschaft leistest."
"Ja klar, mache ich."
"Dann bekommst du deinen Schatz an dem Morgen, bevor du wieder nach Tokio fährst." "Versprochen?"
Um den Handel zu besiegeln, leisteten sie einen Schwur, indem sie sprachen: "Ehrenwort, Hand aufs Herz."
Kayo wusste nicht genau, ob Yuko mit dem Schatz, den sie für sie bereithielt, zufrieden sein würde.






Quelle: http://www.amazon.de/Dark-Water-Koji-Suzuki/dp/3770461207 28.8.2013

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Interview: "Wir haben gemeinsam geatmet" von Bozorg Mahmoody

Interview: "Wir haben gemeinsam geatmet" von Bozorg Mahmoody
Damit eine differenzierte Meinungsbildung möglich ist, habe ich das Interview von Bozorg Mahmoody auch eingestellt:


vom 22.07.1991

Wir haben gemeinsam geatmet

SPIEGEL-Interview mit Bozorg Mahmoody über seine Frau Betty und deren Buch "Nicht ohne meine Tochter"


SPIEGEL: Warum reagieren Sie auf das Buch Ihrer Frau erst heute, nachdem es bereits 1987 in den USA erschienen ist?
MAHMOODY: Ich bin ein sehr aktiver Mensch, ich arbeite in verschiedenen Krankenhäusern, unterrichte in der Universität, ich habe 24 Stunden am Tag zu tun. Ich bin Anästhesie-Spezialist und ständig im Einsatz. Bisher bin ich einfach nicht dazu gekommen.
SPIEGEL: Warum sind Sie 1984 gemeinsam mit Ihrer Frau Betty und Tochter Mahtab in den Iran gekommen?
MAHMOODY: Jeder, der im Ausland lebt, hat das Bedürfnis, irgendwann in seine Heimat zurückzukehren. Zum einen wollten wir Besuche abstatten, zum anderen wollte ich meinen Landsleuten meine Dienste erweisen.
SPIEGEL: Welche Dienste?
MAHMOODY: Ärztliche. Im Operationssaal und in der Universität.
SPIEGEL: Wollten Sie auch die Revolution unterstützen?
MAHMOODY: Auf jeden Fall. Als wir in den Iran zurückkehrten, befand der Iran sich auf dem Höhepunkt der Revolution. Außerdem kämpften wir in einem uns aufgezwungenen Krieg.
SPIEGEL: Sie reden von politischer Verantwortung gegenüber Ihrem Land. Ihre Frau hat dagegen ein Buch geschrieben, in dem sie den Islam angreift.
MAHMOODY: Ich habe das Buch nicht gelesen. Ich weiß nicht, was sie über meine Person, über iranische Kinder oder die Revolution geschrieben hat.
SPIEGEL: Warum haben Sie das Buch nicht gelesen?
MAHMOODY: Zunächst wußte ich doch nichts davon.
SPIEGEL: Und welches Gefühl hatten Sie, als Sie dann von dem Buch gehört haben?
MAHMOODY: Ich habe mich gewundert, worüber sie ein Buch geschrieben haben konnte. Solange wir zusammen waren, hatten wir keine so großen Meinungsunterschiede, daß sie später hätte ein Buch darüber schreiben können. Ich war ihr ein sehr guter Ehemann und habe sie in jeder Hinsicht mehr als hinreichend versorgt. Es fehlte ihr an nichts.
SPIEGEL: Haben Sie Ihrer Frau, als Sie sie kennenlernten, verschwiegen, daß Sie Moslem sind?
MAHMOODY: Nein, wir haben gleich darüber geredet. Als wir heiraten wollten und weil sie wußte, daß ich ein islamisches Leben führte, trat auch sie in einer Moschee in Houston dem Islam bei.
SPIEGEL: Wie charakterisieren Sie Betty?
MAHMOODY: Sie ist eine sehr fleißige Person, sie hat einen guten Geschmack, sie kann gut kochen, sie kann nähen. Sie ist clever und liebenswert.
SPIEGEL: Lieben Sie sie noch?
MAHMOODY: Sie ist die Mutter meiner Tochter. Aber jemand, der einseitig die Familienbande auseinanderreißt, jemand, der nicht bedenkt, daß sein eigenes Kind, genauso wie es eine Mutter braucht, auch einen Vater braucht, und jemand, der auf diese Weise seinem Heim entflieht und seinem Kind die väterliche Liebe und Zuwendung entzieht, den kann man als Ehepartner nicht mehr lieben. Betty hat alle familiären Werte mit den Füßen getreten. Wir hatten eine sehr warme Gemeinschaft, meine Frau, meine Tochter Mahtab und ich. Das war offensichtlich, man merkte es sowohl an Mahtabs Verhalten als auch an ihren guten Schulnoten. Sie war die beste Schülerin ihrer Klasse.
SPIEGEL: Ihre Frau behauptet in dem Buch, die Tochter habe unter den häuslichen Verhältnissen entsetzlich gelitten.
MAHMOODY: Wir hatten eine warme und zarte Beziehung. Und dann wurde ich eines Tages für einen Notfall ins Krankenhaus gerufen, ein Soldat hatte eine Chemieverletzung. Als ich wieder nach Hause kam, war sie weg und meine Tochter auch. Sie war weg, weg, weg. So etwas Herzloses! Mahtab ist doch auch meine Tochter.
SPIEGEL: Betty Mahmoody schreibt, sie habe alles zum Wohle ihres Kindes getan.
MAHMOODY: Wer sein Kind liebt, dem muß doch klar sein, daß es sowohl Mutter- als auch Vaterliebe braucht. Hätte ich dem Kind die Mutterliebe entzogen, dann wäre ich für jeden ein herzloser, skrupelloser Mensch. Betty aber hat geglaubt, das Kind braucht nur eine Mutter und keinen Vater. Ist das vielleicht nicht herzlos? Mir hat sie die Liebe meiner Tochter entzogen und Mahtab die Liebe des Vaters.
SPIEGEL: Ihre Frau wirft Ihnen vor, Sie hätten Ihre Tochter geschlagen.
MAHMOODY: Das ist absolut falsch.
SPIEGEL: Warum haben Sie nicht versucht, mit Ihrer Tochter Kontakt aufzunehmen?
MAHMOODY: Genauso wie Betty ihren ersten Mann in den Augen ihrer beiden Söhne angeschwärzt hat - sie hat ihnen erzählt, er sei bösartig und hartherzig -, genauso ein Monster wird sie meiner Tochter gegenüber aus mir gemacht haben.
SPIEGEL: Wann fingen die Schwierigkeiten zwischen Ihnen und Ihrer Frau an?
MAHMOODY: Schon in Amerika mochte sie es nicht, wenn ich meinen religiösen Pflichten nachging. Im Fastenmonat Ramadan haben wir Moslems die Möglichkeit, Körper und Seele zu reinigen. An manchen Abenden bleiben wir auf und beten bis zum Morgen. Normalerweise beten wir in diesen Nächten gemeinsam mit anderen Moslems. Ich war der einzige Moslem in unserer Gegend - außer Betty natürlich, die nicht mitbeten wollte. Da saß ich nun also allein und betete, versuchte zu beten, denn immer wieder kam Betty und meinte, ich solle endlich ins Bett kommen, es sei Schlafenszeit.
SPIEGEL: Warum, glauben Sie, ist sie Ihre Frau geworden?
MAHMOODY: Ich bin sicher, sie liebte mich. Sie hatte gesagt: "Honey, I will go with you to any place in the world, just to be with you." Außerdem hat sie freiwillig meine Religion angenommen. Sie hat für uns und unsere Freunde persisch gekocht, nach persischer Art, und zur Freude aller haben wir das Gedeck auf dem Boden ausgebreitet.
SPIEGEL: Glauben Sie, daß Betty Ihre Frau wurde, weil sie den Wunsch nach einem besseren Leben hatte?
MAHMOODY: Das ist wohl wahr. Das Leben in dem kleinen Elsie in Michigan war nicht gerade besonders aufregend. Betty hatte eine gescheiterte Ehe hinter sich, zwei halbwüchsige Söhne, und sicher versprach sie sich eine bessere gesellschaftliche Stellung als Arztfrau. Sie brauchte einen Vater für ihre Söhne, finanzielle Absicherung, und sie wollte in eine größere Stadt. Alles dieses habe ich ihr geboten.
SPIEGEL: Ihre Frau schreibt, daß sie einen amerikanischen Moody geliebt habe, den sie auch geheiratet habe. Abgelehnt habe sie Sie erst, als Sie sich zur eigenen Kultur und Religion bekannt hätten.
MAHMOODY: Für Betty, wie für viele andere Amerikaner auch, ist alles Nichtamerikanische verpönt und schlecht. Für die zählt nur Amerika und noch mal Amerika, that''s it. Outside USA is hell on earth. Ich dachte, Betty sei anders. Wir hatten eine große Doppelgarage, die hatten wir ausgeräumt und als Gebetraum für die Islamische Gemeinschaft Südtexas eingerichtet. Das war 1978. Und Betty war die Sekretärin dieser Gemeinschaft.
SPIEGEL: Wie wichtig war Geld für Betty? _(* Im Mai in Hamburg. )
MAHMOODY: Sie hat sehr viel Wert darauf gelegt, viel Geld zu haben. Von dem Geld, das ich verdiente, hat sie hin und wieder auch ihre Familie unterstützt. Wir hatten immer gemeinsame Konten, und Betty hatte vollkommen freien Zugriff. Ich habe Betty vertraut, schließlich war sie meine Frau, wir haben das Leben geteilt, oder - wie wir sagen - wir haben gemeinsam geatmet. Ich habe sie geehrt und nichts vor ihr verborgen. Eines Tages kam die Frau eines befreundeten ägyptischen Arztes zu mir und erzählte mir, daß Betty unser gesamtes Bankguthaben von unserem Konto abgehoben und versteckt habe. Als ich Betty gefragt habe, warum sie das denn nur getan habe, antwortete sie, sie sei sauer und wolle mich verlassen. Das war 1978 oder ''79.
SPIEGEL: Als Sie dann im Iran waren, haben Sie Betty geschlagen?
MAHMOODY: Das ist eine Lüge. Obwohl ich manchmal den Eindruck hatte, sie wäre gern von mir geschlagen worden.
SPIEGEL: Wie kommen Sie darauf?
MAHMOODY: Betty hatte zwei Schwestern und drei Brüder. Ken, der Mann ihrer Schwester Caroline, war Landwirt. Oft kam Betty zu mir und erzählte, Ken habe Caroline blau und grün geschlagen. Offensichtlich waren Prügel in ihrer Familie üblich.
SPIEGEL: Haben Sie sie nun geschlagen oder nicht?
MAHMOODY: Sehen Sie, ich bin ein religiöser Mann. Der Islam schreibt mir vor, meine Frau zu ehren und zu achten. Niemals habe ich die Hand gegen sie erhoben, obschon - und wie bereits gesagt - ich den Eindruck hatte, sie wünschte sich, von mir geschlagen zu werden. Sie stellte die Prügel, die Caroline von Ken bezog, so schillernd dar, daß ich den Eindruck gewann, Betty wolle damit mich animieren, sie zu schlagen.
SPIEGEL: Wollen Sie sagen, Betty sei masochistisch veranlagt?
MAHMOODY: So scheint es. Ich zog es jedoch vor, mich entsprechend meines Standes, meiner Ausbildung, meiner Religion und meines Alters zu verhalten und mit ihr die Probleme zu besprechen. Ich habe sie weder geschlagen noch beschimpft. In den gesamten 20 und mehr Jahren, die ich in Amerika verbrachte, habe ich nicht ein einziges Mal dieses gängige Wort mit den vier Buchstaben in den Mund genommen. Dazu schäme ich mich zu sehr.
SPIEGEL: Betty beschwert sich über die schlechte Behandlung durch Sie und Ihre Familie.
MAHMOODY: Da sehen Sie es. Im Flughafen wurden wir wärmstens empfangen mit Blumen und Goldarmreifen für Betty und Mahtab. Wirklich, unsere Familie und unsere Freunde hätten nicht herzlicher und liebevoller sein können. Mit dem bißchen Englisch, das meine Familie konnte, nannte sie Betty liebevoll "Sister Betty". Die Familie hatte sie ins Herz geschlossen.
SPIEGEL: Warum haben Sie Betty nicht von Anfang an gesagt, daß Sie vorhatten, im Iran zu bleiben?
MAHMOODY: Sie wußte, wie sehr ich den Iran liebe und daß man mir im Krankenhaus in Amerika gesagt hatte, daß ich, wenn ich in meine Heimat ginge, nicht wieder zurückzukommen brauchte. Wo hätte ich arbeiten sollen in den Staaten? Ich hatte Freunde und Anwälte gebeten, sich nach Arbeit für mich umzusehen. Hoffnungslos.
SPIEGEL: Betty behauptet, im Iran festgehalten worden zu sein.
MAHMOODY: Das ist doch lächerlich. Hätte ich meine Familie tatsächlich beauftragt, sie zu bewachen, wäre sie heute noch im Iran. Im Gegenteil, als ihr Vater krank war und im Sterben lag, habe ich ihr einen Hin- und Rückflug gekauft und für die Geschenke, die sie ihrer Familie mitnehmen sollte, im voraus 25 Kilogramm Übergepäck bezahlt.
SPIEGEL: Sie hatten ihr aber verboten, Ihre Tochter mitzunehmen.
MAHMOODY: Mahtab ging damals in die Schule, es war mitten im Schuljahr, ich hatte gerade angefangen zu arbeiten, bekam also auch gar keinen Urlaub. Außerdem verdiente ich noch nicht soviel Geld, aber ich hatte ihr zugesichert, daß wir im Sommer alle zusammen fliegen würden. Und dann war sie plötzlich verschwunden - und meine Tochter auch. Ich war zu Tode geängstigt: eine Amerikanerin ohne besondere Sprachkenntnisse, die Tasche voll Geld und Gold, allein in einer Metropole mitten im Krieg. Ich hatte Angst um das Leben meiner Frau und meiner geliebten Tochter.
SPIEGEL: Sie ist geflohen, weil sie von Ihnen im Iran gefangengehalten wurde.
MAHMOODY: Gefangen?! Sie hatte die Schlüssel zum Haus, das Telefon zur freien Verfügung, sie konnte kommen und gehen, wann immer sie wollte, wohin immer sie wollte. Glauben Sie mir, wenn ich sie hätte festhalten wollen, wäre sie heute noch hier.
SPIEGEL: Sowohl im Buch als auch im Film werden Sie als ein immer aggressiver werdender Mensch dargestellt, der zum Schluß sogar seine Tochter schlägt.
MAHMOODY: Ich liebe meine Tochter, ich liebe sie über alles. Ich selbst habe meine Mutter sehr früh als Junge verloren. Als Mahtab geboren wurde, habe ich das Antlitz meiner Mutter in ihr gesehen. Mahtab ist für mich, wie wir im Persischen sagen, mein Leben - verzeihen Sie die Tränen -, für mich grenzte das an ein Wunder, als wenn meine verstorbene Mutter durch Mahtab wieder zum Leben gefunden hätte.
SPIEGEL: Im deutschen Fernsehen war Ihre Frau mit einer Pistole zu sehen. Sie sagte, sie fürchte sich vor dem Tag, an dem sie Sie töten müsse.
MAHMOODY: Ich frage Sie, kann eine Frau, die in der Lage ist, auch nur daran zu denken, den Vater ihres Kindes zu ermorden, ernsthaft Liebe für ihr Kind empfinden? Sie ist so egoistisch und unfair zu Mahtab. Weiter sage ich nichts. Urteilen Sie selbst.
SPIEGEL: Ihre Frau sagt, sie erziehe Mahtab bikulturell. Sie erzähle ihr von Ihnen und feiere für Mahtab das iranische Neujahrsfest.
MAHMOODY: Sie lügt! Wäre das wahr, würde sie mich zu Neujahr anrufen und Mahtab die Gelegenheit geben, mir ein gutes neues Jahr zu wünschen, und mir die Gelegenheit, meiner Tochter Glück zu wünschen.
SPIEGEL: In ihrem Buch schwört Ihre Frau Rache.
MAHMOODY: Was ist das für eine Rache, die eigene Tochter vom Vater zu trennen. Im Persischen gibt es für jede Situation ein geeignetes Sprichwort oder eine Redewendung. Auf diese Situation würde folgendes zutreffen: Sie ist gegangen, um ein Taschentuch zu kaufen, und weil sie es nicht bekommen konnte, hat sie den ganzen Basar abgebrannt.
SPIEGEL: Ihre Aussagen und die Ihrer Frau sind vollkommen widersprüchlich. Wem sollen wir glauben?
MAHMOODY: Wenn Sie sonst nichts aus diesem Interview mitnehmen, dann bitte nur dieses: Diese Frau braucht psychologische Hilfe. *VITA-KASTEN-1 *ÜBERSCHRIFT:
Bozorg Mahmoody *
lebt und arbeitet als Anästhesist und Chiropraktiker im Iran. Der gläubige Moslem war 1964 zum Studium in die USA gekommen, praktizierte in den Staaten als Arzt und heiratete 1977 eine Amerikanerin. 1984 fuhr er mit seiner Frau Betty und der gemeinsamen Tochter Mahtab zu einem Verwandtenbesuch in den Iran. Nach Angaben von Betty Mahmoody sollte dies nur ein vorübergehender Aufenthalt sein. Dagegen bestätigt Bozorg Mahmoody, 54, heute, daß er von Anfang an geplant habe, in seiner Heimat zu bleiben. Betty Mahmoody fühlte sich schon bald im Iran als Fremde. Ihr Mann wollte sie aber nur unter der Bedingung ziehen lassen, daß die Tochter bei ihm bleibe. So entschloß sich Betty Mahmoody zur Flucht mit ihrer Tochter. Über ihre Erlebnisse im Land und die Flucht schrieb sie - gemeinsam mit dem Autor William Hoffer - das Buch "Nicht ohne meine Tochter", das 1987 in den USA erschien und schon bald ein internationaler Bestseller wurde. Allein die deutsche Ausgabe hat inzwischen eine Auflage von mehr als drei Millionen Exemplaren. Auch der nach dem Buch gedrehte Hollywood-Film mit Sally Field in der Hauptrolle wurde ein Erfolg. In zahlreichen Talk-Shows berichtete Betty Mahmoody von ihren Erlebnissen. Die Universität Michigan zeichnete sie mit einem Ehrendoktortitel aus, die Brigham Young University in Utah verlieh ihr den Freedom Award. Doch wurde auch heftige Kritik geübt. Vor allem mit Moslems verheiratete Frauen in den USA und in der Bundesrepublik Deutschland warfen ihr vor, mit ihrem Buch und ihren Auftritten die Vorurteile gegen bikulturelle Ehen zu schüren. In einem SPIEGEL-Interview, das im Iran auf persisch geführt wurde, äußert sich Bozorg Mahmoody erstmals zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. SPIEGEL TV Reportage dokumentiert das Gespräch am Dienstag abend (23.05 Uhr, Sat 1).
* Im Mai in Hamburg.



Quelle: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13490005.html 28.8.2013

Donnerstag, 12. September 2013

Inhaltsangabe: Shadowkiller - und niemand hört deinen Schrei von Jordan Dane

Inhaltsangabe: Shadowkiller - und niemand hört deinen Schrei von Jordan Dane

Der Roman „Shadowkiller - und niemand hört deinen Schrei“ von Jordan Dane befasst sich mit den Abgründen der menschlichen Seele.
Detective Rebecca Montgomery ist eine erstklassige Polizistin in San Antonio bis zu dem Tag an dem ihre kleine Schwester Danielle verschwindet. Doch die Täter hinterlassen Spuren, die grauenvolles erahnen lassen.
Monate später wird Detective Montgomery zu einem abgebrannten Theater gerufen. Hinter einer Mauer wurde der skelettierter Leichnam einer jungen Frau gefunden. Zu Anfang beschleicht Detective Montgomery der Verdacht, dass sie ihre Schwester gefunden haben könnte, doch dieser Verdacht wird schnell zerstreut.
Als sie aber vor dem Theater einen verdächtigen Mann sieht, der sie dazu bringt ihr zu folgen und sie warnt seinem Arbeitgeber nicht zu nahe zu kommen.
Doch Rebecca gibt nicht auf und sucht nicht nur nach dem Mörder der jungen Frau aus dem Theater, sondern auch den Serienmörder der sie eins von ihrer Schwester trennte.
Der mysteriöse Mann, den Rebecca zu Anfang GQ nennt geht ihr seither nicht mehr aus dem Kopf und auch er scheint mehr für sie zu empfinden, denn er lässt sie nicht mehr aus den Augen. Doch diese Gefühle werden für Rebecca zur Gefahr, denn nun rückt sie ins Interesse des Serienmörders und seiner Komplizen.



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Leseprobe: Shadowkiller - und niemand hört deinen Schrei von Jordan Dane

Leseprobe: Shadowkiller - und niemand hört deinen Schrei von Jordan Dane

South Padre Island, Texas Mitte Juni, nach Mitternacht

Irgendwo in ihrem tiefsten Inneren wusste Danielle Montgomery, dass es nicht richtig war, und ihr Schuldbewusstsein hatte ein Gesicht. Das Gesicht von Momma. Mit störender, beharrlicher Regelmäßigkeit blitzte in ihrem Kopf die Erinnerung an ihre Mutter auf.
»Natürlich sind das typisch katholische Schuldgefühle«, murmelte sie leise vor sich hin, drehte den Ring ihrer Abschlussklasse an ihrem Finger und atmete tief ein. »Aber wozu geht man regelmäßig zur Beichte, wenn man trotzdem nie was Neues zu erzählen hat?«
Sie hielt ihren Arm in das dämmrige Licht einer Straßenlaterne und sah auf ihre Uhr. Inzwischen stand sie seit geschlagenen zwanzig Minuten hier herum. Hatte sie ihn vielleicht falsch verstanden? Daneben ging ihr auch noch eine andere, wesentlich unangenehmere Frage durch den Kopf. Weshalb hatte sie überhaupt versprochen, sich hier mit ihm zu treffen?
Er war ein völlig Fremder, von dem sie am Strand angesprochen worden war.
Die Avancen eines Typs vom College hatten ihr, vor allem gegenüber ihren Klassenkameradinnen, das Gefühl gegeben, etwas Besonderes zu sein. Vor allem hatte er einfach fantastische blaue Augen, doch sie hatte das Gefühl, Momma wäre von dem jungen Mann weniger beeindruckt gewesen. Vielleicht hatte sie gerade deshalb ja gesagt. Jetzt lief sie vor dem Nebeneingang der Disko auf und ab und schnipste die Asche einer Zigarette auf die Straße - auch dieser Ritus des Erwachsenwerdens hätte Momma sicher nicht gerade entzückt.
Dann hatte sie plötzlich wieder das Gefühl, beobachtet zu werden. Noch intensiver als beim letzten Mal.
Ihr Blick wanderte in die dunkle Gasse hinter ihr. Sie war schmal und voller dunkler Schatten, sonst war nichts zu sehen.
Dann blickte sie in Richtung der dunklen Fenster über ihrem Kopf. Vielleicht stand ja dort irgendein Perverser in der Dunkelheit und verfolgte, was sie tat. Also bitte, Dani, langsam wirst du wirklich paranoid.
Sie nahm den nächsten Zug von ihrer Zigarette und blies Rauchringe in die Luft. Während die Musik hinter der Metalltür wummerte, starrte sie in den sternenüber-säten Nachthimmel hinauf. Er war völlig klar.
Über der Tür der Diskothek flackerten kleine Lichter im Rhythmus der Musik. Genau wie er versprochen hatte, war in diesem Schuppen der Bär los. Da sie allerdings noch minderjährig war, käme sie ohne seine Hilfe nicht hinein.
Sie sah zu, wie sich die Rauchringe in Luft auflösten, als ihr mit einem Mal ein anderer Gedanke kam.
»Nie im Leben. Der Kerl hat mich ganz sicher nicht versetzt«, machte sie sich Mut.
Gleichzeitig hatte sie jedoch vor lauter Frustration einen dicken Kloß im Hals. Sie warf ihren Zigarettenstummel auf die Erde, stieß mit der Spitze ihres Schuhs gegen eine zerbrochene Bierflasche und hörte das Klirren auf dem Asphalt.
Sie hatte ihre Freundinnen im Hotel zurückgelassen und ihnen dafür, dass sie sie nicht verrieten, einen ausführlichen Bericht von ihrem Abend zugesagt. Nur, dass es nichts zu berichten geben würde, wenn nicht bald etwas geschah. So viel dazu, dass sie die neue Legende der St. Joseph's Highschool daheim in San Antonio würde, dachte sie gereizt.
Unwillig, ihr Vorhaben einfach aufzugeben, fächerte sie sich etwas Luft mit einer Hand zu. »Verdammt. Ich wette, mein Mascara ist schon total verschmiert. Wahrscheinlich sehe ich wie ein verfluchter Waschbär aus.«
Die feuchtheiße Luft klebte an ihrer Haut, mischte sich mit ihrem Schweiß und verdrängte den Duft ihres Parfüms. Und was noch schlimmer war, durch ihren leichten Sonnenbrand wurde das Gefühl der Hitze noch verstärkt. Blonde Strähnen fielen schwer und feucht auf ihre nackten Schultern und auf ihren Rücken, selbst ohne Spiegel wusste sie, dass ihre Frisur unrettbar verloren war. Die feuchte, salzhaltige Luft, die vom Ozean herüberwehte, hatte den üblichen Schaden angerichtet. Sie hatte sich zwei Stunden lang zurechtgemacht. Davon aber war jetzt nicht mehr viel zu sehen.
»Verdammt, Brandon. Wo bleibst du?«
Sie überlegte, ob sie sich ein Taxi nehmen sollte, um wieder ins Hotel zurückzufahren, dann blickte sie im fahlen Licht der Straßenlaterne an sich herab. Sie wollte, dass er sie in diesem Outfit sah. Durch die hautenge Jeans wurde ihre Figur und durch das blaue Träger-Top wurde ihre Augenfarbe vorteilhaft betont.
Plötzlich hörte sie ein Geräusch vom Eingang der Gasse, das Knirschen von Reifen und das Dröhnen eines Motors. Eilig sah sie auf, wurde aber vom Licht der
Scheinwerfer geblendet, weshalb sie die Augen zusammenkniff und eine Hand vor ihre Augen hob. Ein dunkler Van.
»Brandon?«, rief sie krächzend. »Brandon, bist du es?« Keine Antwort.
Der Fahrer stieg aus und warf die Tür des Vans hinter sich zu. Da die Laterne in seinem Rücken war, lag sein Gesicht im Schatten. Irgendetwas stimmte einfach nicht.
»Er konnte leider nicht kommen, Süße.« Die leise, dunkle Stimme des Mannes kroch ihr wie eine Spinne über die Haut. »Aber vielleicht nimmst du ja auch mich.«
Danielles Kehle war wie zugeschnürt. Sie ließ ihre Taschen fallen und fing an zu rennen. Vielleicht begnügte er sich ja mit Geld.
Doch das Glück hatte sie nicht. Hinter sich hörte sie schwere Schritte, die immer näher kamen, als ihr gellender Schrei die Luft durchschnitt, erschien plötzlich direkt vor ihr ein zweiter Mann. Sie versuchte, an ihm vorbeizurennen, doch er packte sie grob am Arm und kugelte ihr fast die Schulter aus.
»Neeeein!«
Der Mann riss sie zu sich herum, da sie keine andere Wahl mehr hatte, ballte sie kampfbereit die Fäuste und trat ihm, so fest es ging, gegen das Bein. Ohne auch nur zu zucken, schlug er ihr mit dem Handrücken ins Gesicht.
Der Schlag traf sie so hart am Kopf, dass sie das Gefühl hatte, ihr Schädel explodiere, sie fiel zu Boden, weil sie nur noch Sterne sah. Ihre nackte Haut schrammte über den Asphalt, dabei riss sie sich die Handballen und Ellenbogen auf.
Ich darf nicht aufgeben! Sie kämpfte darum, nicht das Bewusstsein zu verlieren. Wenn ich jetzt aufgebe, sterbe ich!
Zwei Schatten beugten sich so dicht über sie, dass sie nichts mehr von dem Licht am Ende der Gasse sah.
Danielle rollte sich auf den Rücken und schlug und trat nach allem, was ihr in die Quere kam. Dann wurde sie gepackt, eine Hand wurde ihr über den Mund gelegt, das Gewicht von einem Knie auf ihrer Brust raubte ihr die Luft. Ihre Lungen brannten, und sie atmete panisch durch die Nase ein.
Plötzlich spürte sie das Pieken einer Nadel in ihrem Genick, außer vor Schmerzen bekam sie vor lauter Angst am ganzen Körper eine Gänsehaut. Ihr Nacken brannte höllisch, und eine totengleiche Stille senkte sich über sie, als sie leblos in sich zusammensank und die Arme schlaff herunterhängen ließ.
Oh Gott, bitte, schrie sie in ihrem Kopf, brachte aber keinen Ton heraus.
Die Männerhand auf ihrem Mund drohte sie zu ersticken. Während das Betäubungsmittel sich in ihrem Blut verteilte, blickte sie ein letztes Mal zum Himmel auf. Sie sah das schimmernde Licht der Sterne, und wie in einem alten Film tauchten Bilder ihrer Mutter vor ihrem geistigen Auge auf.





Hier die Quelle: http://www.amazon.de/Shadowkiller-niemand-deinen-Schrei-Roman/dp/product-description/3442370973 12. September 2013

Sonntag, 8. September 2013

Inhaltsangabe: Die Wanderhure von Iny Lorentz

Inhaltsangabe: Die Wanderhure von Iny Lorentz

Marie Schärerin ist die Protagonistin in dem Roman „Die Wanderhure“ von Iny Lorentz. „Die Wanderhure“ spielt zu Anfang im Jahre der Herrn 1410 und beginnt in Konstanz.
Dort lebt Marie mit ihrem Vater, der ein wohlhabender Geschäftsmann ist. Die 16-jährige Marie wird mit einem unehelichen Sohn eines Grafen verlobt. Während die Hochzeitsvorbereitungen laufen, wurde der Ehevertrag schon unterschrieben.
Plötzlich tauchen Männer auf, die behaupten Marie habe mit ihnen Unzucht getrieben und sich der Wollust hingegeben und dafür sogar Geschenke und Geld entgegengenommen.
Maries Zimmer wird durchsucht, als Beweise gefunden werden, wird sie verhaftet und in einen einsamen Turm gesperrt. Dort wird sie vergewaltigt und am nächsten Morgen wird ihr der Prozess gemacht, gleich danach wird sie ausgepeitscht, in den Schandkittel gesteckt und aus der Stadt gejagt.
Hiltrud, die junge Wanderhure findet die junge Frau halbtot am Wegesrand, und bringt es nicht über ihr Herz die Frau einfach sterben zu lassen. Also lädt sie sie auf ihre Wagen und schleppt sie mit sich. Sie behandelt Maries Wunden und versorgt die neue Freundin mit Essen und Trinken.
Marie hofft noch ein paar Tage, dass ihr Vater sie findet und zurück bringt. Nachdem ihr Vater nicht aufgetaucht ist, muss sie irgendwie ihr Überleben sichern und arbeitet fortan ebenfalls als Wanderhure.
Als Marie sich an das Leben als Wanderhure gewöhnt hat, versucht sie herauszufinden, warum ihr Vater ihr nicht gefolgt ist, und wie es sein konnte, dass sie innerhalb weniger Stunden angeklagt und verurteilt wurde. Sie kommt zu dem Schluss, dass nur ihr ehemaliger Verlobter Ruppertus Splendidus diesen Stein ins Rollen gebracht haben konnte, der ihr letztendlich zum Verhängnis wurde. Deshalb begibt sich Marie in große Gefahr und geht sogar Bündnisse mit Männern ein, die vor Verbrechen nicht zurückschrecken.
Während Iny Lorentz beschreibt, was Marie auf ihrem Weg als Wanderhure alles durchmachen muss und welche Abenteuer sie zusammen mit ihrer einzigen Verbündeten Hiltrud erlebt, hält Marie eisern an ihren Rachegelüsten fest.



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Dienstag, 3. September 2013

Inhaltsangabe: Todesspirale von Susan Andersen

Inhaltsangabe: Todesspirale von Susan Andersen

In dem Roman „Todesspirale“ von Susan Andersen geht es um die Eisläuferin Sasha Miller. Sie und ihr Partner, Lon Morrison waren die glänzenden Sterne am Eislauf-Himmel bis Lon einen gewaltigen Fehler begeht und dafür für fünf Jahre ins Gefängnis geht.
Sashas Leben geht weiter. Sie wird Einzelläuferin, nimmt an der Olympiade teil und gewinnt die Silbermedaille. Damit öffnen sich ihr alle Türen: Sie spielt in einer bekannten Eisshow mit.
Kurz bevor Lon wieder aus dem Gefängnis entlassen wird, bittet er sie, ihm einen Job zu besorgen, außerdem bekommt die Eislauftruppe, die sich „Follies on Ice“ nennt, einen neuen Manager namens Mick Vinicor.
Mick Vinicor ist ein DEA (Drug Enforcement Administration)-Agent, der in einem Fall ermittelt, in dem er verdeckt in der Eislauftruppe arbeitet. Zu Anfang ist Sasha seine Hauptverdächtige, weil es das gleiche Heroin war, mit dem Lon vor fünf Jahre gedealt haben soll und wegen dem er verurteilt wurde.
Aber Mick kommt der schönen Eisprinzessin Sasha näher als es ihm lieb ist und dabei verschmelzen ihre Herzen bei dem Feuer, das Sasha auf das Eis zaubert.
Sasha Miller gerät währenddessen in das Visier des wahren Dealers.

Rezension: Todesspirale von Susan Andersen

Rezension: Todesspirale von Susan Andersen

Die Inhaltsangabe von Susan Andersens „Todesspirale“ findet ihr oben.
Grundsätzlich finde ich die Geschichte um die Eisläufer sehr interessant, außerdem gefällt mir der Zusammenhalt von Sasha und Lon, und von Sasha und ihrer Freundin in der Truppe Connie Nakamura sehr gut. 
In Todesspirale werden die Techniken der Eisläufer beschrieben, was erstens den Roman interessanter und lebendiger macht und zweitens zeigt, dass sich die Autorin vorher mit dem Thema genauer beschäftigt hat. 
Allerdings stört mich, dass Susan Andersen öfters die Szenerie, die beteiligten Personen und die Räumlichkeiten wechselt ohne es vorher zu kennzeichnen, das passiert dann mittem im Absatz. Dies stört mich, weil man immer wieder darüber nachdenken muss, was als letztes in der Szene mit diesen Personen geschehen ist. Und wie diese Personen gerade zueinander stehen.
Daraus ergibt sich, was ich wiederum oben schon kurz angeschnitten habe: Die Freundschaft und auch Feinschaft zwischen verschiedenen Parteien entwickelt sich weiter und aus Feinden werden Freunde, oder zumindest gute Bekannte, und aus Freunden werden Feinde.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich mir mehr von „Todesspirale“ erhofft hatte und deshalb von diesem Roman von Susan Andersen nicht sonderlich beeindruckt bin.

Montag, 2. September 2013

Inhaltsangabe: Alarm auf Wolke sieben von Susan Andersen

Inhaltsangabe: Alarm auf Wolke sieben von Susan Andersen
Dies ist der dritte Teil der Marine-Serie

Susan Andersen schreibt in „Alarm auf Wolke sieben“ von der reichen Victoria Hamilton, die mit ihrer fünf-jährigen Tochter Esme in London lebt, weit weg von ihrem geliebten Bruder Jared und genauso weit weg von ihrem Vater, dem sie es ohnehin niemals recht machen konnte.
Als ihr Vater eines Abends ermordet wird und ihr Bruder spurlos verschwindet, kommt Victoria zurück in ihre Heimat in der Nähe von Denver. Da die Polizei sich sicher ist, dass Jared der Mörder ist, muss Victoria ihn dringend finden. Zu diesem Zweck heuert sie einen Privatdetektiv an.
Als John Miglionni plötzlich vor ihr steht und kaum die Augen von ihr lassen kann, entdeckt auch sie ihre Gefühle für den Mann wieder, den sie nur als Rocket kannte und mit dem sie einst einen heißen Urlaub voller Leidenschaft verbrachte. Tori hat damals ein besonderes Geschenk aus diesem Urlaub mitgebracht, von dem sie Rocket niemals etwas mitteilte.
Rocket versucht Jared zu finden, den Mord an Ford Evans Hamilton aufzuklären, und ganz nebenbei noch die Herzen der beiden Hamilton-Frauen zu erobern.
Bei dem ganzen Chaos gilt im Hamilton-Anwesen nur eins: Alarm auf Wolke sieben.

Hier geht es zum ersten Teil der Reihe: Nicht schon wieder Liebe von Susan Andersen
und hier geht es zum zweiten Teil der Reihe: Mach mich glücklich von Susan Andersen

Rezension: Alarm auf Wolke sieben von Susan Andersen


Die Inhaltsangabe von „Alarm auf Wolke sieben“ von Susan Andersen findet ihr oben.
Man sieht sich immer zwei Mal im Leben: So kann man die Geschichte um John und Victoria, die sich vor Jahren im Urlaub kennenlernten und seitdem nichts mehr von einander gehört haben, wohl am besten beschreiben. Und genau das hat mich so sehr an diesem Roman fasziniert.
Das Schicksal führt zwei vollkommen unterschiedliche Menschen, die von selbst nicht wieder zusammen gefunden hätten wieder zusammen, weil sie noch etwas zu klären hatten.
Der Aufbau der Geschichte hat mir gut gefallen, außerdem finde ich die Marine-Serie, obwohl ich davon erst zwei Teile gelesen habe, sehr interessant, denn man erfährt, dadurch, dass die Figuren in mehr als einem Teil vorkommen, viele Details, die die Charaktere lebendig machen.
Man kann die einzelnen Teile auch lesen, ohne die vorangegangen zu kennen, denn Susan Andersen beschreibt die Beziehung zu Johns beiden ehemaligen Marine-Kumpels, Zachariah und Cooper, noch einmal kurz.
Alarm auf Wolke sieben“ ist ein wundervoller, spritziger Roman, mit einer aufgeweckten, jungen Frau, die sich von dem ruppigen Ex-Marine John Miglionni nichts gefallen lässt, und selbst auch die Initiative ergreift, deshalb kann ich den Roman absolut empfehlen für ein entspanntes Wochenende.

Sonntag, 1. September 2013

Inhaltsangabe: Eiskalte Verführung von Linda Howard

Inhaltsangabe: Eiskalte Verführung von Linda Howard

In Linda Howards Roman „Eiskalte Verführung“ besucht Lolly Helton ihre Heimatstadt um in ihrem ehemaligen Haus ein paar Sachen zusammen zu packen.
Auf dem Berg, auf dem ihr Haus steht wird sie von einem Schneesturm überrascht. Der Sheriffssohn Gabriel McQueen ist auf dem Weg zu ihr, um sie vor dem Unwetter zu warnen und sie zurück in die Stadt zu holen. Aber er kommt zu spät.
Der Schneesturm bricht bereits los, als er noch auf dem Weg zu ihr ist, auch Lolly kann nicht mehr rechtzeitig von dem Berg entkommt.
Zu allem Überfluss versucht ein Junkiepärchen Lolly auszurauben und sperrt sie in ein Zimmer im Obergeschoss ihres eigenen Hauses.
Zwar kann Lolly flüchten, aber die Junkies merken bald, dass ihre Gefangene entkommen ist. Jetzt müssen Lolly und Gabriel nicht nur miteinander klar kommen, obwohl sie sich schon in ihrer Kindheit nicht leiden konnten, sondern auch gegen den Eissturm und das Verbrecherpärchen zusammenhalten.
Die beiden halten sich mit ihren Körpern gegenseitig warm. Bis ihre Retter endlich zu ihnen vordringen können, entwickelt sich zwischen den beiden ein Zauber, der sie unaufhaltsam zueinander zieht. 



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Mittwoch, 28. August 2013

Inhaltsangabe: Danger - Gefahr von Linda Howard

Inhaltsangabe: Danger - Gefahr von Linda Howard

Linda Howard beschreibt im Roman „Danger – Gefahr“ wie Bailey Wingates nach dem Tod ihres Mannes die Nachlassverwaltung seiner Kinder übernimmt. Die beiden, eigentlich alt genug, sich um ihr Erbe selbst zu kümmern, sind davon gar nicht begeistert und bedrohen die zweite Frau ihres Vaters immer wieder.
Als Bailey in einem Privatflugzeug zusammen mit dem Piloten Cam Justice über den Rocky Mountains abstürzt, glaubt sie schon ihr Ende sei gekommen. Doch gemeinsam schaffen es die beiden ihr Überleben zu sichern. Dabei kommen die beiden sich, erzwungener maßen nicht nur körperlich, sondern auch emotional näher. Beide erkennen wie sie sich im anderen getäuscht haben und verlieben sich ineinander. Währenddessen suchen Cams Geschäftspartner und Baileys Bruder fieberhaft nach dem, der diesen „Unfall“ ausgelöst hat.
Als Bailey und Cam von einem Suchteam gerettet werden, können sie die Antwort auf diese Frage liefern...



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Dienstag, 27. August 2013

Inhaltsangabe: Unter die Haut von Susan Andersen

Inhaltsangabe: Unter die Haut von Susan Andersen

In Susan Andersens Roman „Unter die Haut“ behandelt die junge Ärztin Doktor Ivy Pennington eines Nachts ein Vergewaltigungsopfer, dort zieht sie die Aufmerksamkeit des Mannes, der dafür sorgte, dass das Vergewaltigungsopfer in der Notaufnahme landete, auf sich.
Ivys Eltern sind seit Jahren tot, und sie wurde von ihrem Onkel Mack und ihrer Tante Babe aufgezogen, auch zu ihren Cousins und Cousinen hat sie ein gutes Verhältnis.
Als sie, nachdem sie ihre neue Wohnung bezogen hatte, den scheinbar immer übellaunigen Polizisten Vincent D'Ambruzzi kennen lernte, fühlte sie sich sofort zu ihm hingezogen. Und obwohl auch er sich zu der starken Rothaarigen hingezogen fühlt, kann er seine Gefühle weder begreifen, noch mit ihnen umgehen.
Der Vergewaltiger kommt Ivy Schritt für Schritt immer näher, während sie sich mit großen Schritten ihrem neuen Nachbarn nähert. Nicht nur auf sexueller Ebene kommen sich die beiden näher, und doch schafft es der Mann, der sich an Ivys Fersen geheftet hat, Misstrauen in Ivy bezüglich Vincents Gefühle für sie zu streuen.
Und so wird dieser fremde Mann für Ivy zu einer doppelten Gefahr.





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Montag, 26. August 2013

About Susan Andersen

About Susan Andersen

1950 wurde Susan Andersen geboren, und wuchs in Seattle in Washington zusammen mit ihren beiden älteren Brüdern auf.
Sie lernte Zahnarzthelferin, obwohl es ihr nicht gefiel für Zahnärzte zu arbeiten.
Mit 30 Jahren hatte Susan Andersen das Gefühl, dass sie genug Lebenserfahrung gesammelt hatte um ein Buch zu vollenden. Im Jahr 1989 wurde ihr erster Roman „Shadow Dance“ veröffentlicht.
Zusammen mit ihren beiden Katern und ihrem Ehemann lebt sie heute an Pazifikküste Washingtons.
Sie sagt von sich selbst, dass sie viele interessante Hobbys hat: einen erwachsenen Sohn, Skifahren, Modeschmuck, Inline-Skating und ihre zwei verspielten Kater.
Susan Andersen war für einige Preis nominiert und gewann unter anderem den Romantic Times Career Achievement Award.
Neben einigen Einzelromanen hat sie auch viele Serien herausgebracht, darunter die Baby-Serie, die Marine-Serie, die Las Vergas' Showgirl-Serie und die Schwestern Tagebuch-Serie.

Samstag, 24. August 2013

Inhaltsangabe: Vor Jahr und Tag von Linda Howard

Inhaltsangabe: Vor Jahr und Tag von Linda Howard

Im Roman „Vor Jahr und Tag“ von Linda Howard kannte Karen Whitlaw eigentlich ihr ganzes Leben lang nur ihre Mutter, sie war eigentlich alles für sie: Mutter, Vater und beste Freundin. Ihr Vater, Dexter, durch die Abwesenheit in Karens Kindheit und Jugend, mehr ein Fremder als ein Verwandter, schickt Jeanette, Karens Mutter ein Päckchen kurz nachdem diese gestorben war.
Karen ignoriert das Päckchen von ihrem Vater und lässt es mit den restlichen Sachen ihrer Mutter einlagern. Als sie einige Monate später einen Anruf von einem Polizisten aus New Orleans erhält, hat sie das Päckchen lange wieder vergessen. Dem Polizist Marc Chastain, der Karen zuerst für kalt hält, wird schnell klar, warum sie sich so seltsam verhält. Sie ist verletzt von ihrem Vater, sie trauert um ihn und kann sich sein Verhalten in den Jahren und ihre jetzige Reaktion absolut nicht erklären. Die beiden kommen sich näher und gleichzeitig macht ein Unbekannter Jagd auf Karen, da er Angst hat, Karen könnte über Informationen verfügen, die ihm gefährlich werden könnten.
Und dieser Mann gibt nicht auf bis er sicher sein kann, dass sein dunkles Geheimnis niemals aufgedeckt wird...



Dieser Roman gehört zur CIA - John Medina - Serie. John Medina kommt auch in Mörderische Küsse von Linda Howard, wenn auch nur als Randfigur, vor.

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Freitag, 23. August 2013

Inhaltsangabe: Ein tödlicher Verehrer von Linda Howard

Inhaltsangabe: Ein tödlicher Verehrer von Linda Howard

Linda Howard schreibt in ihrem Roman „Ein tödlicher Verehrer“ von der Butlerin Sarah Stevens, was aber weniger bekannt ist: sie ist auch Bodyguard.
Eines Nachts wird sie wach, weil es im Haus viel zu ruhig ist. Sarahs erster Gedanke: Ein Stromausfall. Allerdings stellt sich schnell heraus, dass es nicht deshalb so ruhig ist, denn zwei Einbrecher treiben in dem großen Haus ihr Unwesen. Sarah stellt die beiden und überwältigt sie.
Da sie aber überall nur als Butlerin bekannt ist, wird die Geschichte in den Medien groß aufgezogen. Es wird sogar im Fernsehen von ihr berichtet.
Ein besessener Mörder ist von der gutaussehenden Butlerin voll und ganz hingerissen und versucht sie abzuwerben, aber Sarah bleibt dem pensionierten Richter, für den sie arbeitet treu. Da der Mann, der von Sarah besessen ist, dies nicht akzeptieren kann, muss der Richter sterben und auch die Menschen, für die Sarah danach arbeitet stehen der Verbindung von Sarah und ihrem Stalker entgegen.

Am Ende gibt es für den Mann nur eines: Er muss Sarah besitzen.



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Donnerstag, 22. August 2013

Inhaltsangabe: Im Schutz der Nacht von Linda Howard

Inhaltsangabe: Im Schutz der Nacht von Linda Howard

Der Roman „Im Schutz der Nacht“ von Linda Howard hat zur Protagonistin die Witwe und junge Mutter Cate Nightingale, die in den Rocky Mountains eine kleine Frühstückspension betreibt, in der meist Bergsteiger und Kletterer absteigen.
Die 4-jährigen Zwillinge Tucker und Tanner machen das ganze Gelände unsicher. Cate hingegen macht sich große Sorgen, da sie alleine für die beiden aufgeweckten Jungs sorgen muss. Als ihre Mutter sie mal wieder besuchen kommt, ist sie sehr erleichtert und freut sich riesig mal wieder mit ihrer Mutter reden zu können, doch die hat noch einen Anschlag auf ihre Tochter vor. Sie will die beiden Zwillinge mit zu sich nach hause nehmen, damit Cate mal wieder ein paar Tage für sich hat. Diese, zu erst gar nicht begeistert von der Idee, ist später doch ganz glücklich, dass ihre Söhne mal für ein paar Tage bei ihren Großeltern sind. Erst ist sie glücklich mal wieder zum Friseur zu können, doch als der Gast, der ein paar Tagen zuvor verschwand, ein paar unangenehme Besucher nach sich zieht, die unbedingt und mit Waffengewalt das Gepäck des Verschollenen einfordern, ist sie doppelt froh, dass ihr Kinder bei ihrer Mutter sind.
Zwar kann der mutige Ex-Militär Calvin Harris Goss und Toxtel, die beiden unangenehmen Besucher, vertreiben, allerdings kommen die, wütend über den unfreundlichen Rausschmiss, mit einigen Kollegen zurück. Die kleine, paramilitärische Gruppe beschießt das kleine Dorf aus verschiedenen Richtungen, und nur Cate und Calvin können das Dorf jetzt noch retten und dabei kommen sich die beiden auch emotional näher.



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Mittwoch, 21. August 2013

Inhaltsangabe: Mitternachtsmorde von Linda Howard

Inhaltsangabe: Mitternachtsmorde von Linda Howard

„Mitternachtsmorde“ ist kein gewöhnlicher Linda Howard Roman, denn in dieses Werk hat die Autorin Sciene Fiction Elemente eingearbeitet.
Die 30-jährige FBI Agentin Nikita Stover kommt aus dem Jahr 2207 und reist in der Zeit zurück in das Jahr 2005. Ihr Auftrag lautet den unbefugten Transitreisenden zu verhaften, denn dieser scheint auch vor Mord nicht zurückzuschrecken.
Ermittler Knox Davis soll einen Mord aufklären. Dabei stößt er auf die atemberaubende Nikita. Kurz nach ihrem Kennen lernen ist sie gezwungen ihn in ihr größte Geheimnis einzuweihen: Sie kommt aus dem Jahr 2207.
Während die beiden versuchen die Mordfälle, die sich im Jahr 2005 ereigneten zu lösen, ist jemand hinter Nikita her, der es auf die Formel abgesehen hat, die das Zeitreisen überhaupt erst möglich macht.



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Rezension: Mitternachtsmorde von Linda Howard

Rezension: Mitternachtsmorde von Linda Howard

Die Inhaltsangabe von Mitternachtsmorde von Linda Howard findet ihr oben.
Zu Anfang war ich von dem Roman nicht gerade begeistert, weil ich mit Sciene Ficiton nichts anfangen konnte, doch mit der Zeit wird der Roman richtig spannend und man fiebert mit den Charakteren mit.
Durch die Zeitreisen, und die vielen Charaktere, die sehr zwei dimensional bleiben, und meist als Gegenspieler von Nikita und Knox agieren, wird der Roman sehr verworren. Die Motive der verschiedenen Gegenspieler werden erst nach und nach sichtbar. Dies erhält selbstverständlich die Spannung, macht es auf der anderen Seite aber sehr schwierig der Geschichte zu folgen.
Neben Knox und Nikita wird auch die eine oder andere Figur genauer charakterisiert. So zum Beispiel Ruth Lacey, weshalb man ihr Verhalten besser nachvollziehen kann, allerdings wird, wie oben beschrieben, das Verhalten von anderen erst am Ende des Romans deutlich.
Wo ich gerade schon am Ende bin: Mir treibt das Ende die Tränen in die Augen, weil es nicht nur traurig, sondern gleichzeitig auch glücklich ist.
Diese pure Emotionalität macht „Mitternachtsmorde“ zu einem absoluten Muss für viele Howard-Fans.
Allerdings muss man das Buch vielleicht ein zweites Mal lesen, damit einem alle Zusammenhänge wirklich klar werden, aber gerade deshalb gehört dieser Roman von Linda Howard für mich in jedes Bücherregal.

Montag, 19. August 2013

Inhaltsangabe: Der Tod trägt dein Gesicht von Ginna Gray

Inhaltsangabe: Der Tod trägt dein Gesicht von Ginna Gray

Der Roman „Der Tod trägt dein Gesicht“ von Ginna Gray ist auch als Lady Thriller ausgezeichnet und schon der Klappentext lässt darauf schließen, dass hier das Verbrechen nicht zu kurz kommt.
Die Protagonistin ist die 29-jährige Polizistin Casey O'Toole. Die junge Frau wurde vom Schicksal schwer gebeutelt, aber gerade deshalb scheint sie die Richtig für die Aufklärung der Serienmorde, die in Mears geschehen sind, zu sein.
Während der Ermittlungen von Casey und ihrem Partner Dennis Shanon lernen sie ein paar Verdächtige kennen. Einer von ihnen flirtet sehr offensiv mit Casey, die das nicht zu merken scheint, denn erst letztes Jahr hat sie ihren geliebten Ehemann verloren.
Casey und ihr Partner sind nicht nur Freunde, sondern auch miteinander verwandt. Ihr Partner hat Caseys Cousine Mary Kate geheiratet, die gerade mit Zwillingen schwanger ist.
Obwohl es am Anfang kaum Beweise gibt, die Polizisten vielen Hinweisen nachjagen, die ins nichts führen und einige Kollegen aus dem Departement des Sheriffs den Ermittlern Steine in den Weg legen, kommt die Sondereinheit auf die Spur des Mörders.
Doch während der Ermittlungen kommt ihr auch ein anderer Mann näher, und der hat es, zumindest in emotionaler Hinsicht ganz und gar auf Casey O'Toole abgesehn.




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Rezension: Der Tod trägt dein Gesicht von Ginna Gray

Rezension: Der Tod trägt dein Gesicht von Ginna Gray

Die Inhaltsangabe zum Roman „Der Tod trägt dein Gesicht“ von Ginna Gray findet ihr oben.
Casey O'Tooles Charakter gefällt mir zu Anfang nicht wirklich. Sie legt immer wieder Züge an den Tag, mit denen ich mich nicht anfreunden kann, aber grundsätzlich wirkt sie sympathisch auf den Leser.
Schon gleich am Anfang ist fast klar, wer der Täter sein muss. Für mich blieben vier Männer als mögliche Täter übrig und nachdem die FBI-Agentin ein Profil erstellt hatte, bleiben noch zwei Männer übrig, umso weiter der Roman fortschreitet desto klarer wird, wer der Täter ist, was der Spannung einen leichten Abbruch tut.
Außerdem bleiben für mich am Ende des Buches ein paar Fragen offen, die ich gerne beantwortet hätte. Dies führt dazu, dass ich das Buch mit einem unguten Nachgeschmack aus der Hand gelegt habe.
Casey O'Tolles Ehemann starb im letzten Jahr, im Roman trifft sie sich aber bereits mit einem neuen Mann, obwohl sie immer wieder beteuert ihren Ehemann über alles geliebt zu haben, und dass ihre Liebe etwas ganz besonderes war, was man aufgrund der Geschichte, die die beiden verbindet auch glaubt. Aber die Tatsache, dass ihre Trauerphase bereits nach einem Jahr vorbei ist, hat auf mich eigenartig gewirkt.
Außerdem wirkt die Liebesgeschichte, die Ginna Gray zwischen Casey und Mark aufzieht nur halbherzig, was daran liegen kann, dass ich intensiveres gewohnt bin. Die beiden kennen sich nicht, als sie schon planen zu heiraten. Bei anderen, ähnlichen Geschichten, bei denen die Protagonisten schon nach kurzer Zeit heiraten wollen, hatte ich immer das Gefühl, dass die beiden sich besser kennen, als es Casey und Mark tun.
Über die paar Rechtschreibfehler, kann man meiner Meinung nach zwar hinwegsehen, da ich bei Romanen schon weitaus „schlimmere“ Erfahrungen gemacht habe, aber für Romanleser(innen), die Erfahrungen dieser Art noch nicht gemacht haben, könnten die Rechtschreibfehler zum Abbruch des Lesevergnügens führen, da man immer wieder kurz unterbrechen muss, um herauszufinden, was die Autorin eigentlich meinte.
Was man in Ginna Grays „Der Tod trägt dein Gesicht“ positiv erwähnen sollte, dass Ginna Gray zumindest ein paar Charaktere einbaut, die der Beschreibung des Täters entsprechen und somit nicht gleich von Anfang an klar war, wer der Täter ist, was der Spannung nicht zuträglich hätte sein können.
Aufgrund vieler Dinge, die mir an dem Lady Thriller „Der Tod trägt dein Gesicht“ von Ginna Gray nicht zugesagt haben, würde ich ihn nicht weiterempfehlen, obwohl er natürlich auch seine positiven Seiten hat, sodass es auch Gründe gibt ihn weiterzuempfehlen.

Freitag, 16. August 2013

Inhaltsangabe: Mach mich glücklich von Susan Andersen

Inhaltsangabe: Mach mich glücklich von Susan Andersen
Dies ist der zweite Teil der Marine-Serie

Im Roman „Mach mich glücklich“ von Susan Andersen geht es um die selbstbewusste und lebenslustige Lily Morrisette. Sie wohnt zur Zeit bei einer Freundin namens Glynnis, die mit ihrem Verlobten zu dessen Familie gefahren ist. Zachary wollte seiner Schwester eigentlich einen Besuch abstatten, trifft aber nur auf die fremde, junge Frau Lily Morrisette.
Als Zach und Lily bei den Eltern von Glynnis' Verlobtem ankommen, stellt sich heraus, dass Glynnis und ihr Verlobter verschwunden sind, und ein Erpresser Geld fordert um sie wieder frei zu lassen.
Als Glynnis und ihr Verlobter, David, wieder auftauchen wird Zach vor ein neues Problem gestellt: Ein Mann aus seiner Vergangenheit, der sein Gesicht vor seinem Dorf verloren hat und dafür Zach die Schuld gibt, will sich an Zach rächen und ihm deshalb seine Frau nehmen.

Hier geht es zum ersten Teil der Reihe: Nicht schon wieder Liebe von Susan Andersen
und hier geht es zum dritten Teil der Reihe: Alarm auf Wolke sieben von Susan Andersen