Mittwoch, 30. November 2016

Inhaltsangabe: Das fremde Kind aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Inhaltsangabe: Das fremde Kind aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

In dieser Erzählung „Das fremde Kind“ aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann geht es um zwei Kinder, Felix und Christlieb, die zusammen im Wald spielen und mit ihren Eltern zusammen in einem Haus außerhalb eines kleinen Dorfes leben.
Die Familie bekommt Besuch von Verwandten, die ihnen Geschenke und ihre Kinder mitbringen. Die Kinder sind seltsam, sitzen still am Tisch, essen nichts von dem Kuchen, sondern den Zwieback, den sie von ihren Eltern bekommen und benehmen sich auch sonst nicht wie normale Kinder.
Felix und Christlieb hingegen spielen viel lieber im Wald und langweilen sich zu Tode als sie an diesem Tag des Besuches nicht raus zum Spielen dürfen, sondern in der Stube sitzen müssen.
Draußen im Wald lernen sie ein fremdes Kind kennen. Sie können sich nicht darauf einigen, ob das Kind ein Knabe oder ein Mädchen ist, ansonsten sind sie sich aber einig, dass das Kind sehr schön ist und ihnen wundervolle Spiele zeigt. Es baut einen Palast aus den Dingen, die sie im Wald finden und lassen sich Märchen vom rauschenden Bach erzählen.
Als dann das fremde Kind erzählt woher es kommt, dass seine Mutter die Feen-Königin ist und über ein wundervolles Königreich herrscht, dass vor allem Kindern gut gefällt und auch erzählt, dass dieses Königreich von einem Feind angegriffen wurde, der dann von den Ministern der Königin verjagt wurde, da kriegen Felix und Christlieb Angst, denn das fremde Kind läuft ständig Gefahr von dem bösen Minister eingefangen zu werden.
Gerade an diesem Tag bekommen die Kinder einen Hauslehrer, der scheußlich anzusehen ist und der sie sehr an den bösen Minister erinnert.
Wie sich bald herausstellt, ist es der böse Minister, der es den Kindern schwer macht und der, als sie einmal einen Spaziergang im Wald machen, Blumen ausreißt und Vögel mit Steinen tot schmeißt. Felix und Christlieb finden das schrecklich, erzählen ihren Eltern davon und lassen den „Magister Tinte“ oder die Fliege von ihren Eltern wegjagen.
Aber im Wald können die Kinder nicht mehr spielen, denn das fremde Kind taucht dort nicht auf und die Spielsachen, die sie von dem Besuch geschenkt bekommen hatten, dann beim Spielen aus Versehen zerbrochen und weggeworfen hatten, machen ihnen Angst und lassen ihnen keine Ruhe mehr im Wald.

Dienstag, 29. November 2016

Steckbrief: Der Tod trägt dein Gesicht von Ginna Gray

Steckbrief: Der Tod trägt dein Gesicht von Ginna Gray

Titel: Der Tod trägt dein Gesicht
Autor: Ginna Gray
Reihe: -
Originaltitel: Fatal Flaw (2005)
Genre: Lady-Thriller (Krimi und Romantik)
Verlag: Mira Verlag
Seitenanzahl: 380
Erscheinungsjahr: 2008
Preis: 7,95€
ISBN: 978-3-89941-482-0
Protagonisten: Polizisten Casey O'Toole und Dr. Mark Adams

Sonntag, 27. November 2016

Inhaltsangabe: Der Dekamerone – Masetto von Lamporecchio stellt sich stumm und wird Gärtner in einem Nonnenkloster, dessen Bewohnerinnen um die Wette bei ihm schlafen. von Giovanni Boccaccio

Inhaltsangabe: Der Dekamerone – Masetto von Lamporecchio stellt sich stumm und wird Gärtner in einem Nonnenkloster, dessen Bewohnerinnen um die Wette bei ihm schlafen.von Giovanni Boccaccio

In dieser Novelle aus dem Dekamerone von Giovanni Boccaccio geht es um Masetto. Masetto hört von seinem Freund Nuto, der unglücklich für ein Nonnenkloster arbeitete, dass diese jemand neuen suchen, der sich um ihren Garten kümmert. Weil Masetto ein schöner, junger, starker Mann ist, tut er so, als sei er stumm um im Kloster angestellt zu werden. Weder die Äbtissin, noch der Meier, der Masetto anstellte, ahnen, dass der junge Mann ihren acht Nonnen gefährlich werden könnte. Die erste der Nonnen, die von mehreren Frauen gehört hat, dass das schönste Gefühl die Wollust wäre, die man fühle, wenn an von einem Mann beschlafen würde, erzählt ihrer Gefährtin davon. Gemeinsam hecken sie den Plan aus, dass sie beide einmal ausprobieren wollen, ob dieses Gerede stimmt und so führt die erste der beiden Nonnen Masetto in eine Hütte, während ihre Freundin Wache hält. Auch die andere Nonne schläft in der Hütte mit ihm und da diese Freuden mit dem Stummen so groß sind, beschließen sie in der Zukunft öfter mit ihm zu schlafen. Die Nonnen reden nicht nett von Masetto und bezeichnen ihn als Tölpel und sehen auch keinen Grund nicht mit ihm zu schlafen, da er sie aufgrund seiner Stummheit sie nicht verraten könne. Nachdem die Nonnen am Anfang vorsichtig waren und aufpassten, dass sie nicht beobachtet wurden, werden sie nachlässig und werden von den anderen Nonnen gesehen, die beschließen sie nicht bei der Äbtissin zu verraten, sondern Masettos Künste selbst einmal auszuprobieren. Als Masetto sich überfordert sieht, neun Frauen gleichzeitig glücklich zu machen, beschließt er, sich der Äbtissin zu entdecken, sodass diese von ihm erfährt, dass er nicht mehr stumm ist und alle Nonnen mit ihm geschlafen haben. Nachdem der Meier gerade gestorben war, beschließen die Nonnen samt der Äbtissin, dass sie Masetto zum neuen Meier machen und seine Aufgaben so verteilen, dass er weiterhin in der Lage ist, sie zu beglücken. Vor den Menschen, die um das Kloster herum wohnen, halten sie dieses Verhalten geheim, obwohl sie sich einige Kinder von Masetto zeugen lassen. Nachdem die Äbtissin gestorben war, ließen die Nonnen, den inzwischen alt gewordenen Masetto fort, der sich nicht um die Kinder, die er gezeugt hatte, kümmern musste und reich geworden war. Masetto pflegte zu sagen, dass Gott so mit denen verfahre, die ihm Hörner aufsetzten.

Freitag, 25. November 2016

Dantons Tod von Georg Büchner

Dantons Tod von Georg Büchner

Und wenn es ginge – ich will lieber guillotiniert werden, als guillotinieren lassen.“ 
 
Danton sagt dies zu seinen Kameraden Camille und Lacroix. Er ahnt zu diesem Zeitpunkt schon, dass er am Ende guillotiniert werden wird und man erfährt, dass er, das Stück spielt während der französisch Revolution, lieber selbst guillotiniert wird, als zuzulassen, dass das Morden während der Revolution weitergeht. An diesem Zitat wird deutlich wie Dantons Charakter beschaffen ist.
Außerdem sieht man hier die aktive und auch die passive Möglichkeit des Guillotinierens.
Alles in allem fasst dieses Zitat gut zusammen worum es geht: Um die französische Revolution, um einen Mann, der dem Blutvergießen ein Ende machen will und damit die Grausamkeit der Revolution und die Güte seines Charakters zeigt.

Mittwoch, 23. November 2016

Rezension: Das fremde Kind aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Rezension: Das fremde Kind aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Die Inhaltsangabe zum Märchen „Das fremde Kind“ aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann findet ihr oben.
Diese Geschichte ist in mehrere Abschnitte unterteilt, die das ganze Märchen gliedern. Die gefiel mir recht gut, weil man durch eine recht lange Überschrift eine kurze Zusammenfassung des folgenden Abschnitts erhält.
Hier wird zwar kurz erzählt, woher das fremde Kind kommt, sodass wir auch hier wieder eine explizite Verschmelzung der Erzählebenen haben, aber auch eine implizite, bei der nicht immer wirklich klar ist, auf welcher Ebene man sich befindet, denn Felix und Christlieb spielen mit dem fremden Kind im Wald, wo besondere wunderbare Dinge geschehen.
Oftmals habe ich hier wieder Parallelen zu der Geschichte vom Nussknacker und Mausekönig gezogen, da auch dort die Kinder oder zumindest Marie in eine andere Welt abtauchen/t und dort spielt.
Was mir sehr gut gefiel war, dass wir uns hier nicht sicher sein konnten, was wirklich passiert, was im Traum oder in der Fantasie der Kinder stattfindet. Die Eltern schieben die Erzählungen der Kinder immer wieder auf Träume und auf die kindliche Fantasie. Aber da der Vater am Ende sagt, dass er das fremde Kind früher selbst kannte und mit ihm gespielt hat, ist wieder unklar, ob das wirklich passierte oder es hat zumindest den Anschein, dass die Dinge wirklich geschehen sind, was aber in unserer „richtigen Welt“ nicht geschehen sein kann.
Alles in allem fand ich diese Geschichte sehr schön, sehr fantastisch und doch kam hier das Serapiontische Prinzip nicht in der Kunst, sondern nur in der Fantasie und den Erzählungen der Kinder vor. Schade, dass diese Geschichte außerhalb der Serapions-Brüder nicht sonderlich bekannt ist, denn man kann mit ihr wirklich viel Spaß haben und ich kann sie nur weiterempfehlen.

Dienstag, 22. November 2016

Steckbrief: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Steckbrief: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Titel: Serapions-Brüder
Autor: E.T.A. Hoffmann
Geschichte: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen
Seitenanzahl: ca. 70
Erzähler: Sylvester
Erscheinungsjahr: 1817/1818

Sonntag, 20. November 2016

Rezension: Der Dekamerone – Masetto von Lamporecchio stellt sich stumm und wird Gärtner in einem Nonnenkloster, dessen Bewohnerinnen um die Wette bei ihm schlafen.

Rezension: Der Dekamerone – Masetto von Lamporecchio stellt sich stumm und wird Gärtner in einem Nonnenkloster, dessen Bewohnerinnen um die Wette bei ihm schlafen. 
 
Die Inhaltsangabe zu dieser Novelle aus dem Dekamerone von Giovanni Boccaccio findet ihr oben.
Diese Novelle aus dem Dekamerone fand ich sehr interessant, weil sie anders war als die Erzählungen vom Stricker. Diese Novelle endet nicht moralisch und negativ wie die Erzählungen des Strickers. Wir haben auch hier ein Ende, bei dem explizit gesagt wird, wie die Welt funktioniert. Aber dieses Ende ist nicht so, dass jemand eine Lehre zieht, weil er für sein Verhalten bestraft wurde, sondern endet diese Novelle sowohl für Masetto also auch für die Frauen, die mit ihm schlafen positiv. Sie können weiterhin der Lust frönen und werden auch am Ende nicht für ihr unmoralisches Verhalten bestraft, sondern werden sie weder entdeckt, noch müssen sie Konsequenzen aus ihrem Verhalten ziehen.
An sich fand ich diese Geschichte auch sehr freizügig für die Zeit, aus der diese stammt, denn Giovanni Boccaccio hat im vierzehnten Jahrhundert gelebt. Der Autor beschreibt das Verhalten – laut der Übersetzung, die ich gelesen habe – der Nonnen und der Äbtissin wie auch Masettos sehr explizit, sodass wenig Spielraum für Interpretationen bleibt.
Insgesamt gibt es viele Novelle aus dem Dekamerone, wobei ich nur diese eine gelesen habe und so keine großartigen Vergleiche ziehen kann, wobei ich hoffe, dass dieses Novelle möglichst beispielhaft für alle Geschichten ist.
Ich fand diese Novelle „Masetto von Lamporecchio stellt sich stumm und wird Gärtner in einem Nonnenkloster, dessen Bewohnerinnen um die Wette bei ihm schlafen“ aus dem Dekamerone sehr interessant und gerade für die Zeit, aus der sie stammt, sehr anzüglich, aber insgesamt ist es eine schöne Novelle mit einer – gerade im Kontext der Zeit – spannenden Botschaft.

Freitag, 18. November 2016

Honett

Honett

Honett“ ist ein Adjektiv, das ich in einem Theaterstück das erste Mal gelesen habe. Zu diesem Zeitpunkt kannte ich das Wort nicht, habe es mir aber hergeleitet, was es wohl heißen muss. Zum einen war der Kontext dabei hilfreich, zum anderen kannte ich die „honor“, das auf deutsch ja bekanntlich „Ehre“ bedeutet.
Honett“ ist eine Person also wenn sie ehrenhaft und anständig ist (vergleiche dazu den Eintrag im Duden-online), wobei dieses Wort schon älter und damit wohl nicht mehr im aktiven Sprachgebrauch der meisten Menschen zu finden ist.

Mittwoch, 16. November 2016

Inhaltsangabe: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Inhaltsangabe: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann
 
In dieser Geschichte „Meister Martin der Küfner und seine Gesellen“ von E.T.A. Hoffmann aus den Serapionsbrüdern geht es um den Küfner Meister Martin, der eine bildschöne Tochter namens Rosa hat. Spangenberg und Ratsherr Jacobus Paumgartner besuchen ihren Freund und wollen ihn überreden seine Tochter zu verheiraten, das will Meister Martin aber nicht und er meinte, dass er seine Tochter niemals zwingen würde zu heiraten, wenn sie es nicht wollte. Aber am liebsten würde er sie mit einem Küfnermeister verheiraten, denn seiner Ansicht nach wurde das von einer Großmutter geweissagt. Als die junge Witwe eines seiner Arbeiter mit ihren Kindern bei Meister Martin im Hausflug steht, bietet er ihr und den Kindern an zusammen mit ihrem Vater, also dem Großvater der Kinder dort einzuziehen, denn ihr Mann starb an einer Wunde, die er sich in der Werkstatt Meister Martins zuzog.
Draußen vor der Stadt treffen die beiden Gesellen Friedrich und Reinhold aufeinander, eigentlich sind die beiden Künstler, doch weil sie die Tochter von Martin heiraten wollen und der aufgrund der Prophezeiung seine Tochter Rosa nur an einen Küfner verheiraten will, müssen sie das Küfnerhandwerk lernen. Sowohl Reinhold und Friedrich, als auch der dritte Geselle, Konrad, sind mit dem Küfnerhandwerk nicht besonders glücklich, singen aber dennoch bei der Arbeit. Die drei kämpfen um Rosa, welche sich aber nicht für einen der Gesellen entscheiden kann.
Conrad flieht nach einem Streit aus der Werkstatt, Reinhold wird verletzt und findet so zurück zu seiner Kunst, denn er erkennt, dass Rosa nur als Idealbild gelten kann. Friedrich soll, damit er Rosa heiraten darf, ein Meisterfass herstellen, allerdings gesteht er seinem Meister, dass er eigentlich Goldschmied sein will, sodass dieser ihn verstößt. Aber Friedrich macht einen Kelch mit dem er die Prophezeiung erfüllt und Rosa heiraten darf. Am Ende sind dieses Mal alle glücklich: Conrad bekommt einer Frau, die ihn glücklich macht und auch Rosa heißt, Reinhold wird mit seiner Kunst glücklich und Friedrich heiratet seine Rosa.

Dienstag, 15. November 2016

Steckbrief: Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann

Steckbrief: Der Sandmann von E.T.A. Hoffmann

Titel: Der Sandmann
Autor: E.T.A. Hoffmann
Reihe: -
Originaltitel: -
Genre: Erzählung
Verlag: Suhrkamp
Seitenanzahl: 50
Erscheinungsjahr:
Preis:
ISBN:
Protagonisten: Nathanael, seine Mutter, sein Vater, Clara, Lothar, Olimpia, Professor Spalanzani, Coppelius, der Wetterglashändler

Sonntag, 13. November 2016

Inhaltsangabe: Wer zuletzt lacht, küsst am besten von Rachel Gibson

Inhaltsangabe: Wer zuletzt lacht, küsst am besten von Rachel Gibson 
 
In diesem dritten Band der Lovett-Texas Reihe „Wer zuletzt lacht, küsst am besten“ von Rachel Gibson geht es um Sadie Jo Hollowell. Sadie kommt um die Hochzeit ihrer jüngeren Cousine zu feiern zurück in ihre alte Heimatstadt. Nach dem College hat sie sich ein eigenes Leben fernab ihrer Heimat, fernab der Ranch ihres Vaters aufgebaut. An der Straße gabelt sie einen Fremden auf, der ebenfalls nach Lovett will und dessen Auto liegen geblieben war. Vincent „Vince“ Haven war früher Soldat, kommt jetzt nach Lovett um etwas mit seiner Tante zu besprechen.
Sadie und Vince kommen sich näher und haben viel Kontakt miteinander. Nicht nur im Bett knistert es zwischen den beiden, denn sie haben einen One Night Stand. Aus dieser einen Nacht wird aber mehr, sodass sie sich fortan öfter sehen und sich miteinander vergnügen.
Sadie muss regelmäßig in die nächstgrößere Stadt, denn ihr Vater hatte einen Unfall und liegt im Krankenhaus. Der ältere Rancher wurde beim Deckvorgang vom Hengst getreten, dabei werden ihm Rippen gebrochen und er muss längere Zeit im Krankenhaus bleiben, bevor er dann in die Reha kommt.
Als sie eines Morgens den Anruf erhält, dass ihr Vater im Schlaf starb, fällt sie aus allen Wolken. Vollkommen ausgelöst macht sie sich auf den Weg in die Reha-Klinik. Auf dem Weg kommt sie an der Tankstelle vorbei, die Vince seiner Tante aufgekauft hatte und die er nun renoviert um sie mit Gewinn weiterverkaufen zu können. Sie erzählt ihm, was passiert ist und er beschließt sie nicht alleine fahren zu lassen, da er erkennt, dass sie unter Schock steht. In den folgenden Tagen ist er an ihrer Seite und hilft ihr alles zu regeln, was von nun an auf sie zukommt. Als sie ihm aber eines Abends nach einem schockierenden Erlebnis gesteht sich doch in ihn verliebt zu haben, obwohl sie das am Anfang nicht wollten, stößt Vince sie von sich. Er kann nicht nur nicht damit umgehen, dass sie sich in ihn verliebt hat, denn er hat auch Gefühle für sie, gleichzeitig ist er schockiert, dass sie ihn in einer so schrecklichen Situation vorgefunden hat. Vince leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Er träumt von dem Tag an dem sein Kamerad und Freund starb und schlafwandelt. Als sie ihn versucht vorsichtig zu wecken, ist sie schockiert und kann nur schwer damit umgehen, dass dieser Mann, der Mann, den sie liebt, so leidet.
Und wer das Ende schon wissen möchte:
Letztendlich gesteht sich aber auch Vince nicht nur seine Schwäche, seine schlimmen Träume, sondern auch seine Liebe zu Sadie ein und bittet sie ihn zu heiraten.

Freitag, 11. November 2016

Blind-Date um Mitternacht II von Lori Foster

Blind-Date um Mitternacht von Lori Foster

'Publikum' bezog sich auf drei alte Damen, die sich hinter einem Strauch verbargen, und zwei Männer, die vorgaben, sich zu unterhalten, während sie in Wahrheit lauschten.“
In diesem Zitat geht es darum, dass Nick mit Josie sprachen möchte, sie sich aber vor ihrem Appartmenthaus befinden, in dem viele ältere Menschen leben, damit Josie, die als Pflegekraft arbeitet, es nicht so weit zur Arbeit hat. Diese älteren Menschen beobachten nun Nick und Josie wie diese sich darüber streiten, ob sie miteinander reden müssen oder nicht, dabei will Nick kein Publikum haben, sodass er sie auffordert in ihre Wohnung zu gehen, sodass sie ungestört sind.
Ich fand dieses Zitat einfach lustig, es zeigt, dass der Roman, so langweilig und so wenig ich ihn ansonsten auch empfehlen kann, doch eine witzige Stelle hat. Ich kann mir dieses Szene ganz wunderbar vorstellen und finde es einfach lustig, wie schön offensichtlich manche Menschen neugierig sind.

Mittwoch, 9. November 2016

Rezension: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Rezension: Meister Martin der Küfner und seine Gesellen aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Die Inhaltsangabe zur Geschichte „Meister Martin der Küfner und seine Gesellen“ von E.T.A. Hoffmann findet ihr oben.
Von seinen Zeitgenossen wurde diese Geschichte „Meister Martin der Küfner und seine Gesellen“ von E.T.A. Hoffmann durchweg positiv rezipiert, später wurde diese immer schlechter bis heute diese idealisierte Darstellung nur noch kritisiert wurde. Das Ende ist durchweg positiv und versteht mich nicht falsch. Ich mag positive Enden eigentlich, das sieht man ja schon an meinen ganzen Rezensionen und daran welche Bücher ich hier rezensiere. Aber irgendwie fand ich diese Geschichte nicht so toll.
Auch hier lassen sich wieder ein paar Parallelen zu anderen Geschichten aus den Serapionsbrüdern ziehen. Wir haben zum Beispiel wieder den Künstler, der in einen inneren bzw. äußeren Konflikt mit einem Handwerk kommt wie zum Beispiel in „die Berwerke zu Falun“. In dieser Geschichte will der Protagonist Elis Bergbauer werden, damit er Ulla, die Tochter seines Chefs heiraten kann. Allerdings scheitert er an seinem Ideal, wobei ihm auch immer wieder der Geist eines Bergbauers erscheint, der ihm Weissagungen bezüglich seiner beruflichen Zukunft macht. Bei „Meister Martin der Küfner und seine Gesellen“ steht dem komplett entgegen. Jeder wird glücklich und zufrieden, niemand scheitert an seinen Idealen.
Auch hier haben wir wieder eine Dopplung vielleicht sogar eine Tripplung der Rosa. Conrad heiratet eine „andere“ Rosa, Friedrich heiratet die Original-Rosa und Reinhold behält die Ideal-Rosa im Kopf, mit der er seine Kunst verfolgen kann.
Dieses Bild eines Ideals haben wir auch im Artushof, in dem Traugott am Ende zwar recht glücklich wird, aber sein Idealbild der Felicitas nicht wirklich erreicht, weil er eine Frau heiratet, die Felicitas zwar unheimlich ähnlich sieht, aber eben nicht das Original.
Mir gefällt es ja immer, wenn man zwischen einzelnen Geschichten Parallelen ziehen kann, auch die Überschriften für die einzelnen Abschnitte finde ich gut, wobei mir das Ende zu sehr idealisiert war und ich damit nicht so wirklich was anfangen kann, aber diese Geschichte steht in einem spannenden Gegensatz zu anderen Geschichten Hoffmanns, weshalb man ihr besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen sollte.

Dienstag, 8. November 2016

Steckbrief: Eine Spukgeschichte aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Steckbrief: Eine Spukgeschichte aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Titel: Serapions-Brüder
Autor: E.T.A. Hoffmann
Geschichte: Eine Spukgeschichte
Seitenanzahl: ca. 10
Erzähler: Cyprian
Erscheinungsjahr: 1819

Sonntag, 6. November 2016

Rezension: Wer zuletzt lacht, küsst am besten von Rachel Gibson

Rezension: Wer zuletzt lacht, küsst am besten von Rachel Gibson 
 
Die Inhaltsangabe zu diesem Roman „Wer zuletzt lacht, küsst am besten“ von Rachel Gibson findet ihr oben.
Da ich bereits den Nachfolger „Küssen gut, alles gut“ gelesen habe, hatte ich natürlich auch Interesse daran, diesen Teil noch zu lesen.
Mir persönlich war Sadie recht sympathisch. Ich fand ihren Charakter größtenteils eigentlich ziemlich zugänglich. Sie versucht ihr eigenes Leben zu leben ohne sich auf das Geld ihrer Eltern zu verlassen. Ihre Mutter starb früh und ihr strenger Vater kann ihr nicht zeigen wie sehr er sie liebt, was natürlich Mitleid (im positiveren Sinne) erregte.
Auf der einen Seite fand ich sehr gut, dass wir mal eine weibliche Protagonistin hatten, die nicht mehr komplett unschuldig ist, denn oftmals haben wir Frauen, die im Gegensatz zu den männlichen Protagonisten recht zurückhaltend sind im sexuellen Sinne. Eine Frau, die macht, was sie möchte, unabhängig ist und mit so vielen Männern schläft wie sie will und sich nicht deshalb verurteilen lässt.
Leider ist Sadie aber doch nicht so selbstsicher wie sie am Anfang wirkt, denn sie möchte nicht alleine auf der Hochzeit erscheinen, da sie sich mit Sicherheit einiges anhören wird, wenn sie dort ohne Ehemann auftaucht. Natürlich ist sie jahrelang von ihrem Umfeld, von ihrer Heimatstadt geprägt worden, sodass ihre Verunsicherung verständlich ist. Diese Spannung in ihrem Charakter gibt Sadie natürlich auch einen besonderen Charme. Wie langweilig wären denn Charaktere, die immer nach dem selben Schema handeln?
In Vince erhalten wir auch Einsicht. Wir lernen ihn und seine Vergangenheit bei den Seals kenne. Wir erfahren, dass er Albträume hat seitdem sein Kamerad in seinen Armen starb und dass er sich zumindest einen Mitschuld an dessen Tod gibt. Außerdem erfahren wir, dass Vince sich rührend um seine Schwester und seinen Neffen kümmerte, inzwischen aber auf der Suche nach einer Aufgabe ist, die ihn ausfüllt. Diese ganzen Charakterzüge machen die Protagonisten zu Figuren und heben sie aus der Verurteilung wiedermal nur Typen zu sein.
Was mir persönlich fehlte war die kriminalistische Note, was ich aber der Autorin nicht anlasten kann, wenn ich mir doch einen Roman ohne kriminalistische Note kaufe.
Alles in allem habe ich den Roman „Wer zuletzt lacht, küsst am besten“ von Rachel Gibson regelrecht verschlungen, er machte Spaß und war kurzweilig. Die Charaktere haben ihre eigene Spannung, auch wenn mir einige ihrer Charakterzüge nicht zu hundert Prozent gefielen. All das führt dazu, dass ich diesen Roman von Rachel Gibson gerne weiterempfehle.

Freitag, 4. November 2016

Elaboriert

Elaboriert 
 
Dieses Adjektiv habe ich das erste Mal in der Uni gehört. Damals ging es darum, dass es einen elaborierten Code gibt, also einen Code, der höher gestochen klingt, der eher offiziell klingt und dass je nach Welt und Gesellschaft, in der man sich bewegt, ein Code angebrachter sein kann, dass aber kein Code besser oder schlechter ist als ein anderer. Laut Duden-online bedeutet „elaboriert“, dass etwas differenziert ausgebildet bzw. hoch entwickelt ist. Mir persönlich gefiel das Wort, weil es so schön hochgestochen klingt, gleichzeitig aber auch „hoch entwickelt“ bedeutet.

Mittwoch, 2. November 2016

Inhaltsangabe: Eine Spukgeschichte aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

Inhaltsangabe: Eine Spukgeschichte aus den Serapions-Brüdern von E.T.A. Hoffmann

In der "Spukgeschichte" erzählt Cyprian von einer Begebenheit, bei der er wohl teilweise anwesend war. Cyprian war in Kontakt mit einem Obristen, den er besuchte. Dort lernt er die Frau des Obristen und seine beiden Töchter kennen. Die Ältere der beiden Schwestern hieß Auguste, welche sehr sprunghaft gewesen sein soll. Sie konnte sich weder für eine Beschäftigung noch für eine Gefühlslage entscheiden. Ihre Schwester war anders. Sie war zwar hübsch, aber ihr Aussehen wirkte kränklich, allerdings war ihr innerstes recht schön, außerdem war sie sehr ruhig und in sich gekehrt.
An einem Abend schicken die Eltern und die Schwester und dazu die Gouvernante, eine Französin, die junge Frau ins Bett wie ein Kind, obwohl es erst 8 Uhr ist und das Abendessen noch nicht genommen wurde. Als der Erzähler daraufhin nachfragt, sagte man ihm, dass sie aufgrund ihres kränklichen Zustandes und damit einhergehenden Fieberschüben, die immer um 9 Uhr über sie herfielen, es für die junge Frau besser sei, sich früh hinzulegen.
In einer Anachronie erzählt der Erzähler daraufhin, wie die junge Frau diese komische Krankheit bekam. An ihrem 14. Geburtstag spielte sie mit ihren Kameradinnen und sie spaßten. Adelgunde wollte sich einen Spaß machen und so tun als sei sie die weiße Frau. Zu diesem Zweck wollte sie aber zu einer eingefallenen Mauer. Dort angekommen schlägt es neun und plötzlich erscheint ihr der schwebende Geist einer Frau aus den Nebelschwaden. Sie ist die Einzige, die ihn sehen kann. Als sie sich aber relativ schnell von ihrem Schrecken erholt, gehen alle davon aus, dass dieser Vorfall ohne Folgen bleiben wird.
Am nächsten Abend um Punkt 9 Uhr fährt Adelgunde auf und wird von dem Geist der Frau vom vorherigen Tag geplagt. Ihre Familie versucht sie mit allen möglichen Mitteln zu heilen, weiß sich aber irgendwann auch nicht mehr anders zu helfen, sodass sie den Rat eines bekannten Mediziners annehmen. Dieser rät ihnen alle Uhren im Haus und sogar die Dorfuhr umzustellen, sodass Adelgunde gar nicht mehr auf die Idee kommen kann ihren Spuk, der nach Meinung des Arztes ihrer Fantasie entspringt, pünktlich auszuführen. Allerdings erscheint Adelgunde der Spuk an diesem Tag eine Stunde früher, als es gerade 8 Uhr schlägt, was ja eigentlich bereits 9 Uhr ist.
Ihre Eltern und ihre Schwester sehen nichts, obwohl Adelgunde bezeugt, dass der Geist da ist. Als der Geist einen Teller von Adelgunde entgegennimmt, diesen durch den Raum schweben lässt und dann ganz sanft wieder auf dem Tisch absetzt ist die Familie geschockt. Der Vater muss mit diesem Schock klarkommen und verändert sich, die Mutter stirbt an den Folgen des Schocks und die ältere Tochter Auguste wird wahnsinnig. Nur die Französin, die während des gesamten Vorfalles gebetet hat, bleibt verschont und auch Adelgunde scheint geheilt von diesem Spuk zu sein. Gemeinsam pflegen sie die wahnsinnige Schwester. Allerdings hält sich Adelgunde von nun an selbst für den Geist, sodass sie sich nicht mehr traut zu atmen oder sich zu bewegen, wenn fremde Menschen dabei sind.
Die Serapionsbrüder sind von dieser Geschichte nicht sonderlich angetan, sodass diese von ihnen verrissen wird, auch wenn sie die besondere Wirkung dieses Spuks anerkennen und sie durchaus schaurig finden.

Dienstag, 1. November 2016

Steckbrief: Geschichten vom Herrn Keuner von Berolt Brecht

Steckbrief: Geschichten vom Herrn Keuner von Berolt Brecht

Titel: Geschichten vom Herrn Keuner
Autor: Bertolt Brecht
Reihe: -
Originaltitel: -
Genre: Kurzgeschichten
Verlag: Insel Verlag
Seitenanzahl: 103
Erscheinungsjahr: 1996 (1. Auflage)
Preis: 7 DM
ISBN: 3-458-18021-4
Ausgewähltes Zitat: „Woran arbeiten Sie?“ wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete: „Ich habe viel Mühe, ich bereite meinen nächsten Irrtum vor.“