Donnerstag, 16. November 2017

Rezension: Farm der Tiere von Georg Orwell



Rezension: Farm der Tiere von Georg Orwell 

Die Inhaltsangabe zur Dystopie Farm der Tiere von Georg Orwell findet ihr oben.
In dieser Dystopie Farm der Tiere von Georg Orwell geht es um ein Farm voller Tiere, die sich ihr Leben aufbauen und versuchen möglichst keine der Fehler, die sie jahrelang bei den Menschen zu sehen bekommen und vor allem auch zu spüren bekommen hatten, zu reproduzieren. Die Tiere wollen am Anfang nichts weiter als sich selbst ein normales Leben aufzubauen, doch als sie merken, dass man dies gut schaffen kann, wollen sie immer mehr Luxus und auch die Tiere, die merken, wie schön es doch sein kann, wenn die anderen Tiere auf einen hören, wollen dieses Privileg nicht mehr missen, weshalb sie immer mehr Macht an sich reißen, teilweise ohne, dass ihre Mittiere es merken, aber selbst wenn sie es merken, sagen sie nichts, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben. Sobald dieses System soweit verkommen ist, dass die Tiere Angst voreinander haben, ist es eigentlich dem Untergang geweiht, denn die Möglichkeit zum offenen Dialog ist den Tieren damit genommen.
Diese Parabel ist ein wundervolles Beispiel dafür, dass Regeln zwar schön und gut sind, aber so lange sie nicht von anderen beaufsichtigt werden, wie den Machthabern, sind sie absolut austauschbar und können deshalb sogar einfach weggelassen werden. Zu Anfang hatten die Tiere ein Abstimmungssystem, mit dem sie wichtige Entscheidungen trafen, allerdings wurde dieses irgendwann abgeschafft. Die Pensionswiese, die es auf der Farm für Tiere, die ein gewisses Alter erreicht hatten, gab, existierte dann irgendwann auch nicht mehr. All diese Aspekte sind Punkte, die wir auch aus unserem eigenen Alltag und vor allem aus unserem Land kennen. Was passiert wenn diese demokratischen, sozialen Punkte einfach abgeschafft werden? Wie sollen sich die Menschen oder Tiere dagegen wehren? Und egal wie gut das neue System, der Gesellschaftsentwurf ausgearbeitet ist, wenn er sich nicht selbst erhalten kann, verändert er sich so weit, dass man die Menschen, die nach diesen idealisierten Maßstäben leben irgendwann nicht mehr erkennt.
Ich mag Dystopien, weil man sich dabei immer so schön Gedanken darüber machen kann, wie man selbst dazu steht. Wie man sich selbst verhalten würde und was man tun würde, wenn man in einer solchen Gesellschaft leben würde. Wie würde man mit Menschen umgehen, die sich immer weiter verschlimmern und so drehen, das System mit sich in die Tiefe zu stürzen – um es mal ganz theatralisch auszudrücken. Dystopien geben uns Lesern die einmalige Möglichkeit uns selbst, unser Leben und unser Verhalten, sodass sie erlauben, dass wir etwas verändern können. Alles in allem möchte ich die Dystopie Farm der Tiere von Georg Orwell also sehr gerne weiterempfehlen.

Dienstag, 14. November 2017

Inhaltsangabe: Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens



Inhaltsangabe: Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens

Diese Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens ist in fünf Abschnitte eingeteilt. Der erste Abschnitt handelt von Marleys Geist, der zweite Abschnitt den ersten Geist und der dritte Abschnitt den zweiten Geist, im vierten Abschnitt geht es um den letzten Geist und im fünften Abschnitt das Ende. Ebenezer Scrooge ist ein hartherziger Mann, der als Warenhausbesitzer arbeitet und einen Angestellten hat, Bob Cratchit, den er nicht besonders gut bezahlt. Am Abend vor Weihnachten kommt Marleys Geist zu Scrooge um ihn zu warnen. Dieser Eindruck ist für Scrooge sehr prägend, sodass er sich von den Geistern, die ihn in dieser Nacht noch besuchen wollen, leichter beeinflussen lässt. Marley ist der ehemalige Geschäftspartner von Scrooge und war ihm recht ähnlich. Er prophezeit ihm, dass er genauso herumgeistern wird, wenn er sich nicht schon zu Lebzeiten ändert. Als der erste Geist (der vergangenen Weihnachtsfeste) zu ihm kommt, wird Scrooge in seine Kindheit entführt. Er sieht einen Weihnachtball bei einem Kaufhausbesitzer, bei dem er früher gearbeitet hat und dessen Tochter er eigentlich heiraten wollte. Dort liegt der Grund für seine Hartherzigkeit, denn er war damals sehr strebsam und wollte immer erfolgreicher sein, sodass er seine Verlobte soweit vernachlässigt hatte, dass sie sich schließlich trennten. Der erste Geist zeigt ihm zum Abschluss noch seine Verlobte mit ihrer Familie, ihrem Mann und ihren Kindern. Der zweite Geist zeigt ihm wie schön das Weihnachtsfest bei seinem Neffen ist, dem gegenüber verhält sich Scrooge auch sehr abweisend. Obwohl sein Neffe nie etwas von ihm gefordert hat, ist er ihm gegenüber immer wieder abweisend. Bei seinem Neffen wird zu Weihnachten gespielt und die Gesellschaft hat dort viel Spaß. Auch das Weihnachtsfest bei Familie Cratchit wird gezeigt. Die Familie hat einen kränklichen Sohn, der auch aufgrund des kleinen Gehalts, das sein Vater gezahlt bekommt, nicht geheilt werden kann. Der letzte Geist verängstigt Scrooge, da er nicht spricht. Er zeigt ihm, wie schlimm es um die Gesellschaft steht und er führt ihn an das Grab von Scrooge, sodass dieser sieht wie die Menschen um ihn herum, mit seinem Tod umgehen und merkt, dass niemand um ihn trauert und die Leute sich an seinem Leichnam noch bereichern, indem sie ihm Dinge klauen. Dies tun sie mit der Begründung, dass sie es nicht hätten tun müssen, wenn er zu seinen Lebzeiten freundlicher und spendabler gewesen wäre.

Samstag, 11. November 2017

Rezension: Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens



Rezension: Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens

In der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens geht es um Ebenezer Scrooge, welcher sich seinen Mitmenschen gegenüber sehr unhöflich, knauserig und grantig verhält und erst durch den Besuch von drei beziehungsweise vier Geistern freundlicher wird. Wir haben hier also einen sehr krassen Wandel des Protagonisten und obwohl man einen Wandel in vielen Romanen findet, ist ein solch großer Wandel doch eher selten, weshalb diese Geschichte wirklich gut zu Weihnachten passt und mich persönlich auch an den kleinen Lord erinnert hat, welcher es ja auch schafft, seinen knauserigen, grantigen Großvater zum Umdenken zu bewegen. Die Wege, die die beiden Charaktere gehen, sind zwar recht unterschiedlich, aber letztendlich kommen sie beide zur gleichen Schlussfolgerung. Im Grund geht es aber um nichts anderes, als um diesen Weg, sodass man nicht auf so viel mehr eingehen kann in dieser Rezension.
Wobei den ein oder anderen Punkt gibt es da schon noch. Die Geister, die kommen um Scrooge zu besuchen spielen eine große Rolle, wenn diese auch ziemlich austauschbar sind. Sie bringen in eine Geschichte, die unter Umständen rational erklärbar wäre, ein paar phantastische Elemente. Die Geister, könnte man mit Nebenwirkungen von Medikamenten erklären – ist Scrooge doch kein junger Mann mehr und nimmt unter Umständen irgendwelche Sachen (ich weiß nicht, ob es sowas früher schon gab, denke aber, dass es so etwas früher schon gegeben haben könnte). Man könnte sie auch mit den Halluzinationen eines überarbeiteten, alten, einsamen Mannes erklären, der so vielleicht versucht einen Grund zu finden, sich zu ändern. Oder der Mann träumt einfach nur. Egal welche Erklärung am Wahrscheinlichsten wäre, diese werden nämlich in dem Text nicht angeführt. In der ansonsten real anmutenden Welt passieren plötzlich seltsame Dinge, indem prophezeiende Geister, neben zeitreisenden Geistern durch die Gegend schweben. Diese Aspekte sind durchaus phantastisch und sind zeitlich etwa 25 Jahre nach E.T.A. Hoffmann zu verorten, obwohl Hoffmann natürlich Deutscher und Dickens Engländer war. Auch die sozialkritischen Aspekte machen, neben den phantastischen Ansätzen, dieses Werk Eine Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens lesenswert und es bietet sich gerade zu Weihnachten die Lektüre an.