Sonntag, 17. September 2017

Inhaltsangabe: Die Verlobung in St. Domingo von Heinrich von Kleist

Inhaltsangabe: Die Verlobung in St. Domingo von Heinrich von Kleist

In der kurzen Erzählung „Die Verlobung in St. Domingo“ von Heinrich von Kleist geht es um eine Insel, auf der alle Weißen von der schwarzen Bevölkerung getötet werden, da diese sich lange genug dem Joch der Weißen hat unterordnen müssen. Der Schwarze Congo Hoango wurde von seinem ehemaligen Besitzer reich beschenkt, allerdings kann dieser die Tatsache, dass er jahrelang ein Sklave war, nicht vergessen und rächt sich deshalb an allen Weißen, die auf der Insel leben. Seine Frau und die Tochter lässt er in dem gemeinsamen Haus zurück als er ausreitet zu einem Schlag gegen die Weißen. In der Zwischenzeit klopft ein Weißer an die Tür seines Hauses. Dieser wird von seiner Frau und seiner Tochter hereingelassen und sie behaupten, dass sie den Weißen, weil sie Mischlinge seien, helfen, dafür aber schon öfter bestraft wurden. Der Weiße, der sich als Schweizer Gustav von Ried vorstellt, erzählt ihnen, dass seine Familie sich draußen versteckt halte und bittet darum ihr zu helfen und ihnen Essen zu schicken. 

Babekan, die Mutter, beschließt, dass dieser Mensch samt seiner Familie getötet werden muss, entschließt sich aber zu einer List. Sie will die Familie pünktlich herlocken. Wenn ihr Mann zurück ist, soll dieser mit seiner Meute die Familie töten und ausplündern. Toni verliebt sich aber in den fremden Mann, als sie ihm ein Fußbad bereitet und beschließt so ihm zu helfen. Heimlich schleicht sie sich in das Zimmer, in dem der Fremde schläft, aber dann hört sie Stimmen darunter auch die Congo Hoangos und beschließt ihre Familie mit einer List zu überzeugen, dass sie den Weißen verraten hat, was ihr auch gelingt. Unterdessen passt sie die Familie Gustavs ab, die sie zuvor schon hatte holen lassen und erklärt ihr die Situation. Gemeinsam können sie zwar Gustav befreien, allerdings kann dieser Tonis Verrat nicht verstehen und versteht auch nicht, dass sie maßgeblich an seiner Rettung beteiligt war und sie sich somit gegen ihre Familie gestellt hat, weshalb er sie in einem Wutanfall erschießt. Als seine Vettern und deren Vater ihm erzählen, dass sie ihn gerettet hat, kann er mit der Schande nicht leben und tötet sich selbst.

Freitag, 15. September 2017

Dysphemismus

Dysphemismus

Ein Dysphemismus ist das Gegenteil vom Euphemismus und bedeutet so viel, dass ein Gegenstand ein sehr negatives Konnotat erhält. Ein Begriff wird in sehr starker Weise herabgesetzt, zum Beispiel Regime für Regierung.
Der Begriff kommt aus dem Griechischen. Das Präfix Dys-, welche etwas unglückliches oder Widriges bedeutet. Dyspehmia bedeutet 'Worte von übler Vorbedeutung' oder 'Schmährede'.
Ich hatte dieses Wort bisher noch nicht gehört und fand es sehr interessant, denn das Gegenteil den 'Euphemismus' verwende ich tatsächlich regelmäßig in meiner Alltagssprache.

Sonntag, 10. September 2017

Rezension: Die Verlobung von St. Domingo von Heinrich von Kleist

Rezension: Die Verlobung von St. Domingo von Heinrich von Kleist

Die Inhaltsangabe zu der Erzählung „Der Verlobung in St. Domingo“ von Heinrich von Kleist findet ihr oben. 

Irgendwie erwartet man bei einem solchen Titel doch eigentlich eine schöne Erzählung, vielleicht ein bisschen romantisch mit einer Heirat am Ende oder zumindest mit einer prunkvoll gefeierten Verlobung, aber hier finden wir das Gegenteil. Der Verlobung findet im Kleinen, heimlichen statt, nachdem sich die beiden keine zwei Stunden kennen. Gustav verliebt sich in sie und überzeugt sie davon, dass sie heiraten sollten. Ob die beiden miteinander geschlafen haben, weiß ich nicht, aber es wird krude angedeutet, sodass man hier eventuell den Grund für die überhastete Verlobung vermuten könnte. 
Die Darstellung der Figuren war sehr interessant, man erfährt über Congo Hoango so einiges, der aber für den weiteren Verlauf nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, da er in weiten Teilen der Erzählung gar nicht vorkommt. Aber dennoch scheint diese Darstellung notwendig, da man verstehen können sollte, weshalb er so handelt, wie er handelt, wobei ich nicht sicher bin, ob dieses Hintergrundwissen wirklich durchkommt, oder ob das einfach eine Kritik an seinem Verhalten sein soll. Hoango wird von Kleist mit den schlechtesten Eigenschaften ausgestattet, die man sich denken kann: Er ist untreu gegen seine Frau, zeugt dabei sogar Kinder mit anderen Frauen, er ist blutrünstig, brutal, glaubt zwar seiner Frau, aber wendet sich deshalb gegen seine Tochter ohne den Sachverhalt näher zu prüfen, er ist undankbar gegen seinen Herrn, denn dieser beschenkt ihn reich und gibt ihm sehr viel als Lohn. Alles in allem wird auch Babekan nicht besser dargestellt, denn sie legt den Fremden rein, drängt ihre Tochter an den Greueltaten teilzunehmen und ihr ist es egal, welcher Nation der Fremde angehört, denn er ist weiß und damit hat er, in ihren Augen, den Tod verdient. 
Toni wird anders dargestellt. Sie ist das unschuldige Mädchen, das sich zwar an schlimmen Dingen beteiligt hat, diese Schuld aber versucht wieder gut zu machen, sie ist bereit ihr Leben zu opfern um ihren Verlobten zu retten und ihr Blut zu geben um ihre Schuld zu sühnen. 
Alles in allem eine sehr interessante, packende und überraschende Erzählung von Heinrich von Kleist, die man, da man sie meistens nicht in der Schule liest, gerne einmal lesen kann, allerdings sollte man „Die Verlobung in St. Domingo“ nicht rassenkritisch betrachten, denn dieser Aspekt würde die Erzählung zerstören und es könnte passieren, dass man zu viel in sie hinein interpretiert.

Freitag, 8. September 2017

Korrumpieren

Korrumpieren

Das Verb korrumpieren kommt aus dem Lateinischen corrumpere und heißt verderben, verschlechtern; verführen, verleiten und „[durch Bestechung] für zweifelhafte Interessen, Ziele gewinnen; zu verachtenswerten Handlungen verleiten“. So negativ war das Verb zwar nicht verwendet als ich es aufschnappte, aber irgendwie kann ich mir anhand dieser Wortbedeutung ganz gut vorstellen, was es genau heißt. Ich finde es immer schwierig nur anhand von einer Bedeutung ein Gefühl für ein Wort zu kriegen und es dementsprechend richtig zu verwenden. Ob ich das Wort wirklich öfter verwende, weiß ich nicht, aber zu wissen, was es heißt, schadet vermutlich nicht.

Sonntag, 3. September 2017

Inhaltsangabe: Lenz von Georg Büchner

Inhaltsangabe: Lenz von Georg Büchner

In dieser Novelle „Lenz“ von Georg Büchner geht es um den Vagabunden Lenz, der nach Waldbach kommt, nachdem er lange durch die winterliche Landschaft des Gebirges gewandert ist. Er scheint ein wenig verwirrt zu sein, denn nachdem er bei dem Pfarrer Oberlin für einige Stunden verköstigt wurde, wird er ins Schulhaus quartiert. Dort hat er sein Lager, schläft aber schlecht und badet deshalb im Brunnen, denn das kalte Wasser sorgt für Linderung seiner Leiden. Als der Pfarrer für einige Tage verschwindet und er von einem Kaufmann gebeten wurde mit zu kommen um zu seinem Vater zurückzukehren, geht es ihm schlechter. Er wandert durch die Berge und kommt in eine Hütte, in der eine alte Frau, ein Mann und ein recht junges Mädchen leben, dort betet er inbrünstig, wie er es in den Wochen zuvor auch schon immer wieder tat. 

Er läuft eines Tages von einem Grab zurück nach Waldbach und wiederholt den Vorgang immer wieder, allerdings behauptet er von Zeit zu Zeit immer wieder, dass müde sei, dann geht er wieder schneller und scheint sich frisch zu fühlen, sodass sich seine Meinung immer wieder zu ändern scheint. 
Lenz geht es zunehmend schlechter, die Mägde haben Angst und laufen vor ihm weg, die Familie des Pfarrers betet täglich für ihn. 
Am Ende versucht Lenz sich selbst umzubringen, allerdings wird er lebend vorgefunden, nachdem er aus dem Fenster gesprungen war, danach wird er nach Straßburg gebracht, wo man versucht ihn zu behandeln, dort lebt er dann in Ruhe.

Freitag, 1. September 2017

Impertinent

Impertinent

Das Adjektiv impertinent bedeutet so viel wie frech, unverschämt oder in herausfordernder Weise ungehörig. Ich finde, dass es viel schöner klingt, wenn mich jemand als impertinent bezeichnet als wenn er mich frech oder gar unverschämt nennt. Wobei ich vermutlich egal wie man es ausdrückt so oder so nicht glücklich damit wäre. Aber ich finde, man kann zumindest so viel Respekt vor mir haben, dass man sich die Mühe macht klug klingende Worte auswendig zu lernen bevor man mich beleidigt. Oder aber auf der anderen Seite, wirkt es doch viel toller, wenn ich jemanden impertinent nenne und der erst einmal gar nicht weiß, was ich damit gesagt habe, als wenn er es sofort weiß. Aber warum sollte man dieses Wort eigentlich in seinem aktiven Wortschaft verwenden? Ich finde es nicht notwendig solche Worte zu verwenden, aber in welchem Kontext sollte man dieses Wort sonst verwenden wenn nicht in diesem?

Sonntag, 27. August 2017

Rezension: Lenz von Georg Büchner

Rezension: Lenz von Georg Büchner

Die Inhaltsangabe zur Novelle „Lenz“ von Georg Büchner findet ihr oben. 

Genau wie der Charakter des Lenz ist auch die Novelle von Büchner sehr unstet, was dazu führt, dass man viele Dinge nur im Ansatz versteht, allerdings ist es auch ein sehr interessanter Kniff, dass der Charakter und die Novelle zusammenpassen. Die damit einhergehenden Ortswechsel nervten mich aber ein bissen, denn wenn man diese Novelle nicht am Stück liest, kann man bei der Art wie sie geschrieben ist und den damit einhergehenden Ortswechseln leicht verwirrt sein. 
Was mir wiederum sehr gut gefiel war, dass Lenz auf der Suche nach Ruhe ist. Mir gefallen meistens die Protagonisten, die auf der Suche nach Glück sind und für Lenz scheint die Ruhe, die er sucht unumgänglich mit dem Glück verbunden zu sein. 
Schade fand ich es, dass Lenz nicht ausführlicher beschrieben wird und sein Innenleben nicht ausreichend dargestellt wird, denn das wäre, meiner Ansicht nach für Georg Büchners Aufgabe gewesen, damit man Lenz besser versteht und auch klar wird, dass er anscheinend an einer Geisteskrankheit leidet. 
Alles in allem ist diese Novelle „Lenz“ von Georg Büchner sehr nah am Woyzeck dran, der ja auch auf einer wahren Person beruht und sich mit dem Thema Geisteskrankheit befasst, sodass ich diese Novelle unter Vorbehalt empfehlen kann, denn die Naturbeschreibungen und die Sinnsuche haben mir gut gefallen.

Freitag, 25. August 2017

Polemisch

Polemisch

Das Adjektiv polemisch ist mir auch in meinem universitären Alltag in letzter Zeit unter gekommen, wobei ich finde, dass man es gerne auch in seinem „normalen Alltag“ ab und zu verwenden kann. Polemisch bedeutet (laut Duden-online) „in der Art, in der Form einer Polemik; als Polemik gemein; scharf, unsachlich“ und so würde ich es dann auch aktiv verwenden so im Sinne: „Deine Argumente sind aber polemisch.“ Irgendwie klingt das Adjektiv schöner als aggressiv, bissig oder feindselig, obwohl es genau das bedeutet.

Sonntag, 20. August 2017

Inhaltsangabe: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury

Inhaltsangabe: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury

In dem dystopischen Roman „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury geht es um den Feuerwehrmann Guy Montag. Er lebt in einer Welt, in der es keine Bücher mehr gibt, man lernt mithilfe von Lehrfilmen und Bücher, die in der Vergangenheit geschrieben wurden, werden verbrannt. Die Feuerwehr verbrennt alle verbotenen Bücher, nachdem die Leute zuvor bei dieser angezeigt wurden. Guy Montag trifft Clarisse McCellan auf der Straße. Die 17-Jährige geht nicht in die Schule und streift stattdessen durch die Natur, sie weiß, dass Löwenzahn das Kinn färbt, wenn man verliebt ist. Guy fängt an über seine Arbeit bei der Feuerwehr nachzudenken und darüber, dass er Bücher verbrennt. Sie sammeln die Bücher zusammen und werfen sie auf einen Haufen, dann werden sie zusammen verbrannt. Irgendwann steckte Guy in den letzten Jahren, die er bei der Feuerwehr arbeitete Bücher ein, diese zeigt er in einem Wutanfall seiner Frau Mildred, die er meistens Millie, nennt. Millie ist systemhörig, sie schaut immer nur in riesige Wände, die so eine Art interaktives Fernsehen sind. Diese Wände zeigen „die Familie“, mit welcher man enger verbunden scheint als mit der eigenen Familie. Als Guy eines Abends krank ist, macht sie die Familie nicht leiser, damit er sich ausruhen kann, auch die Freundinnen, die seine Frau für einen Abend eingeladen hat, scheinen keine Gefühle für ihre Kinder zu haben, allerdings lieben diese auch ihre Mutter nicht, so behauptet es zumindest die Frau. Und auch Ehen werden anscheinend nur zum Spaß eingegangen, denn eine der Frauen war drei Mal verheiratet, ihr erster Mann verließ sie und der zweite starb, was ihr beides nichts ausmacht. Dann bricht der Krieg über das Land hinein, aber Montag, der zu diesem Zeitpunkt schon mitten in der Sache drin steckt, kann sich damit noch nicht auseinander setzen. Er hatte sich zuvor mit einem Mann getroffen, den er vor einiger Zeit einmal traf und mit dem er sich lange Zeit in einem Park unterhielt. Guy wusste, dass dieser Mann, Literaturprofessor, Bücher liebte und bittet ihn ihm zu helfen, denn Guy will jetzt selbst herausfinden, ob diese verhassten Bücher wirklich so schädlich sind und will sich seine eigene Meinung bilden. Am Ende tötet Montag sogar einen seiner Kollegen aus Notwehr, damit er fliehen kann. Er schafft es aus der Stadt raus und trifft auf ein paar Landstreicher, die seine Ansichten teilen. Zusammen entschließen sie sich, in die vom Krieg zerstörte Stadt zurückzukehren.

Freitag, 18. August 2017

Ische

Ische

Das Substantiv Ische ist umgangsprachlich und veraltet, allerdings verwende ich es in letzter Zeit öfter mal. Es ist natürlich abwertend gemeint und ich sollte es wohl nicht verwenden, aber natürlich kommt es immer auf das Konnotat an. Duden-online sagt, dass das Substantiv „Mädchen oder junge Frau (aus der Sicht eines Jungen, jungen Mannes)“ heißt, wobei ich nicht weiß, warum das Wort nur aus der Sicht eines jungen Mannes oder Jungen Mädchen oder junge Frau bedeuten kann.

Sonntag, 13. August 2017

Rezension: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury

Rezension: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury

Die Inhaltsangabe zum Roman „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury findet ihr oben. 

Dieser dystopische Roman „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury ist einer der großen Klassiker. Alleine deshalb lohnt es sich schon diesen mal zu lesen. Aber davon abgesehen ist der Roman recht kurz, was natürlich den unzweifelhaften Vorteil hat, dass man ihn mal eben zwischendurch lesen kann, aber es ist natürlich auch schwierig in so wenigen Zeichen einen konsistenten Roman zu konzipieren, was dem Autor, allerdings, meiner Ansicht nach, in weiten Strecken gut gelungen ist. Was ich gar nicht leiden kann, ist, wenn man am Ende offene Fragen hat, die zurückbleiben. So fragte ich mich am Ende zum Beispiel, warum diese Stadt in Asche gelegt wurde? Okay, das hatte offensichtlich irgendwas mit dem Krieg zu tun. Aber wer hat diese Stadt zerbombt? Das wurde mir zum Beispiel nicht klar. Warum geht Guy Montag nicht nach St. Louis? Ist Clarisse wirklich tot? Warum überprüft er das nicht? Und da es einige Grundsatzfragen waren, die mir nicht beantwortet wurden, wurde ich ein bisschen unruhig zurückgelassen. Sich in Guy Montag hineinzuversetzen fiel mir auch schwer, da er sich teilweise irrational verhält. Und wohin genau der Roman gehen sollte, war mir auch nicht klar. Was ist das Ziel? Welche Lösung streben Guy und Faber an? Aber abgesehen von diesen Dingen, die mich ein bisschen gestört haben, fand ich den Roman sehr gelungen, ich würde ihn daher jedem geneigten Leser gerne weiterempfehlen.

Freitag, 11. August 2017

Pimpf

Pimpf

Okay, das Substantiv Pimpf ist sicherlich nicht bildungssprachlich und es ist mir auch in meinem Privatleben begegnet. Ich verwende das Wort gerne hin und wieder, weil ich es im Vergleich recht harmlos finde. Neulich lief mir ein Pimpf über den Weg, der auf dicke Hose machte, aber wirkte wie ein zwölfjähriger Sunny-Surfer-Boy. Dieses Verhalten fand ich einfach so lustig, dass ich ihn unwillkürlich als Pimpf bezeichnen wollte. Natürlich habe ich das so nicht ausgesprochen. Aber auch in Film und Fernsehen habe ich das Wort bereits gehört.

Sonntag, 6. August 2017

Inhaltsangabe: Buddenbrooks von Thomas Mann

Inhaltsangabe: Buddenbrooks von Thomas Mann

In diesem Gesellschaftsroman „Buddenbrooks“ von Thomas Mann geht es um die angesehene Kaufmannsfamilie Buddenbrook. 1835 beginnt der Roman, der die Entwicklung der Familie über drei Generationen hinweg erzählt. Zu Anfang lernen wir noch Johann Buddenbrooks kennen zusammen mit seiner Gattin bilden sie die Elterngeneration der Familie, im Laufe der Handlung sterben sie, während deren Kinder zu Anfang Johann Buddenbrook der Jüngere die Firma übernimmt. Außerdem lernen wir dessen Frau Elisabeth und die drei Kinder Thomas, Antonie genannt Tony und Christian kennen. Die Kinder dieser Generation wachsen heran und heiraten. Tony, welche sich immer etwas auf ihren Wohlstand einbildete und sich selbst für eine kleine Prinzessin hält, heiratet einen Mann namens Grünlich. Die beiden kriegen eine Tochter namens Erika, welche später heiratet. Tony ist nicht glücklich damit, dass ihre Eltern sie zu dieser Ehe drängen, denn viel lieber würde sie einen anderen Mann heiraten, den sie aber schnell zu vergessen scheint, nachdem sie einmal verheiratet ist. Allerdings verläuft die Ehe nicht glücklich und nach einigen Jahren stellt sich heraus, dass die Bücher von Grünlich gefälscht waren, er ist hoch verschuldet und bittet seinen Schwiegervater ihm aus der Klemme zu helfen, allerdings ist dieser nicht bereit dazu, denn seine Tochter gesteht ihm, dass sie sich lieber scheiden lassen würde und so zieht Antonie samt Tochter wieder zurück in ihr Elternhaus. Ein zweites Mal heiratet Tony, zieht zu ihrem Mann nach München, ist aber auch dort nicht glücklich, denn sie fühlt sich an eine Stelle verpflanzt, an der sie keine Wurzen schlagen kann. Nach einem Streit mit ihrem Mann kehrt sie zurück, denn sie hatte ihr Kind verloren und ihr Mann trauerte nicht lange genug um das Totgeborene, wie Tony fand und so wurde auch die zweite Ehe von Tony Buddenbrook geschieden. Thomas hingegen ist mit Gerda verheiratet, einer Jugendfreundin von Tony, mit dieser ist er auch glücklich, sie kriegen den lange erwarteten Sohn, den sie Justus Johann Kaspar taufen lassen, allerdings nur Hanno nennen. Tony ist ganz vernarrt in den Kleinen. Nachdem Johann, das Familienoberhaupt starb, übernahm der ältestes Sohn Thomas die Firma. Einige Jahre später stirbt Clara, die jüngste Schwester und veranlasst, dass das Erbe, das sie von ihrer noch lebenden Mutter erhalten hätte, an ihren Mann übergeht, als ihre Mutter einige Jahre später stirbt, erhält Claras Mann das Erbe, worüber niemand sonderlich glücklich ist, allerdings kann man sich gegen das Testament der Mutter auch nicht wehren. Thomas baut ein neues Haus, in das sie, Gerda samt Hanno und Thomas ziehen. Christian beschließt eine Frau zu heiraten, die unter seiner Würde ist und wird kurze Zeit später in eine psychiatrische Klinik in Hamburg eingeliefert. Thomas spürt, dass es mit der Familie abwärts geht, was Tony aber nicht wahr haben will. Die Geschäfte laufen nicht sonderlich gut, außerdem scheint sein Sohn kein würdiger Nachfolger zu sein, außerdem vermutet er, dass seine Frau ihn betrügt und er verwünscht, dass er das neue Haus hat bauen lassen. Nach einem Zahnarztbesuch bricht Thomas auf offener Straße zusammen und stirbt, zwei Jahre später stirbt Hanno, womit die direkte Linie der Familie Buddenbrook beendet ist, denn da Christian zwar ein Kind, aber nur eine Tochter hat und auch Tony hatte nur eine Tochter geboren, stirbt der Name Buddenbrook mit Hanno.

Freitag, 4. August 2017

Sublim

Sublim

Ich muss sagen, das Adjektiv sublim ist mir schon vor einigen Monaten mal über den Weg gelaufen. Nun habe ich das Wort aber noch einmal gehört und bringe es deshalb gleich mal in einem Beitrag. Es bedeutet (laut Duden-online) „nur mit großer Feinsinnigkeit wahrnehmbar, verständlich; nur einem sehr feinen Verständnis, Empfingen zugänglich“ oder „von Feinsinnigkeit, einem feinen Verständnis, Empfinden zeugend“. Ein schönes Wort, dessen Synonyme wir in unserem aktiven Sprachgebrauch verwenden, welches die wenigsten aber direkt verwenden.

Dienstag, 1. August 2017

Steckbrief: Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody

Steckbrief: Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody

Titel: Nicht ohne meine Tochter
Autor: Betty Mahmoody
Reihe: -
Originaltitel: Not withour my Daughter (1987)
Genre: Erfahrungsbericht
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 538
Erscheinungsjahr: 1. Auflage von 1988; 1990
Preis: 16,80DM
ISBN: 3-404-61130-6
Protagonisten: Betty Mahmoody mit ihrer Tochter Mahtab und ganz vielen mutigen Menschen, außerdem ihr Ehemann Moody

Sonntag, 30. Juli 2017

Rezension: Buddenbrooks von Thomas Mann

Rezension: Buddenbrooks von Thomas Mann

Die Inhaltsangabe des Romans „Buddenbrooks“ von Thomas Mann findet ihr oben.
Wie ihr nach dem Lesen der Inhaltsangabe vielleicht gemerkt habt, ist dieser Roman recht verworren, was mit Sicherheit daran liegt, dass wir drei Generationen begleiten. Vor allem wie Tony, Christian und Thomas aufwachsen erlebt man hautnah mit, denn sie sind zu Beginn des Romans gerade im Grundschulalter. Außerdem haben wir drei Männer, die Johann heißen, was es auch nicht gerade leichter macht, auch wenn Hanno nicht Johann, sondern bei seinem Spitznamen genannt wird.
Gerade weil man Tony auch von Anfang an kennen lernt, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen auch wenn ich sie ziemlich arrogant und überheblich fand. Ihr Bruder Thomas ist nach dem Tod ihres Vaters alles für sie, denn sie erhofft sich aus seinem Erfolg persönlichen Ruhm und Anerkennung, obwohl sie zwei Ehen hat scheiden lassen, nachdem sie – wohlgemerkt nicht viel dafür konnte – aber mit ihrer Einstellung auch nicht gerade zum Fortgang dieser Ehen beitrug. Tony erinnerte mich ein bisschen an eine schuldlose Schuldige. Sie lässt sich von Grünlich scheiden, weil der sie von Anfang an belogen und betrogen hat. Obwohl ich Tony natürlich auch nicht zu sehr loben will, denn sie hat auch ihre gemeinen Seiten.
Andere Familienmitglieder vor allem die Frauen werden nicht sonderlich ausführlich beleuchtet, wodurch es mir schwerer fiel mich in diese hineinzuversetzen, zum Beispiel erfahren wir über Erika nur sehr wenig.
Buddenbrooks ist ein sehr gesellschaftskritischer Roman, zumindest würde ich ihn so werten, denn die Hagenströms arbeiten sich beständig nach vorne, sind am Ende sogar erfolgreicher als Buddenbrooks und dennoch oder gerade deshalb lässt Tony kein gutes Haar an ihnen.
Sehr gut hat mir gefallen, dass Tony, obwohl dieser Roman im 19. Jahrhundert spielt, die Möglichkeit hatte sich zwei Mal scheiden zu lassen, auch wenn sie dann in ihr Elternhaus zurückkehren musste und mit ihrer Tochter in deren Haus umzieht, so hat es doch etwas sehr modernes, meiner Ansicht nach, dass Tony diese Türe offen stand. Auch das Verhältnis von Johann dem Jüngeren zu seiner Tochter Antonie hat mir gut gefallen.
Insgesamt ist der Gesellschaftsroman „Buddenbrooks“ von Thomas Mann ein schöner Roman, der das Leben, den Auf- und Niedergang einer Familie sehr eindrucksvoll zu skizzieren vermag und ein jeder sollte einmal davon gehört haben.

Freitag, 28. Juli 2017

Selbstplagiat

Selbstplagiat

Dass ich das Substantiv Selbstplagiat offensichtlich aus meinem universitären Alltag habe, brauchte ich wohl nicht vorab zu erwähnen. Ich fand nicht das Wort Plagiat so interessant (das war in den letzten Jahren viel zu oft in den Schlagzeilen), sondern das Kompositum. Ich habe mich gefragt: Was soll bitte ein Selbstplagiat sein? Ich meine, es ist klar, was es bedeutet, aber ich konnte und kann mir auch bisher nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. Für mich bedeutet Plagiat, dass man die Gedanken eines anderen als seine eigenen ausgibt. Diese Definition schlägt auch Duden-online vor. Aber wie kann ich mir den meine eigenen Gedanken klauen und die als meine eigenen ausgeben? Natürlich ist gemeint, dass ich heute eine wissenschaftliche Arbeit veröffentliche, in der ich behaupte, dass das, was ich schreibe, gerade von mir erdacht wurde, das aber eigentlich schon vor Jahren von mir erdacht und veröffentlicht wurde, aber irgendwie...ich tue mich wirklich schwer zu behaupten, dass ich mich selbstplagiieren kann.

Sonntag, 23. Juli 2017

Inhaltsangabe: Dantons Tod von Georg Büchner

Inhaltsangabe: Dantons Tod von Georg Büchner

In diesem Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner geht es um die französische Revolution und hauptsächlich geht es um Danton. Danton ist einer der Hauptdrahtzieher der Revolution, man macht ihm zum Vorwurf, dass er nicht ausschließlich moralisch handelt und er macht sich innerhalb der Revolution Feinde. Diese beschließen ihn zu verunglimpfen und er wird von ihnen und vom Volk verurteilt. Ihm entgegen stehen St. Just und Robespierre. Robespierre sei jemand, der sich immer moralisch verhält, allerdings die Gewalt unterstützt und im Gegensatz zu Danton bereit ist die Revolution blutig durchzusetzen. Das Volk lässt sich leicht beeinflussen. Immer wieder ändert es seine Meinung, was daran liegt, dass sie unter der andauernden Armut leiden muss. Es hat nichts zu essen und die Kleidung ist kaputt. In einer Szene beschließt das Volk jeden zu hängen, der Kleidung ohne Löcher trägt. Robespierre versucht Danton niederzuwerfen, da diesem immer wieder vorgeworfen wird, dass er sich unmoralisch verhalte. Zum Beispiel wird ihm vorgeworfen, dass er mit anderen Frauen schläft, obwohl er verheiratet ist. Danton, inzwischen aufgeklärt, dass man gegen ihn arbeitet, vertraut aber darauf, dass er genug Freunde in der Revolution hat, sodass er sich nicht sorgt bis er verhaftet wird. Dann erfahren einige seiner Freunde, die mit ihm verhaftet wurden darunter Camille, dass Danton von den Intrigen gegen ihn wusste, allerdings nicht damit rechnete, dass er wirklich verhaftet werden könnte. Vor dem Ausschuss spricht er noch einmal und appelliert an das Volk und die Geschworenen, allerdings wird ihm dieses Verhalten zum Verhängnis, denn man bricht den Prozess ab und verurteilt ihn gleich, da er sich gegen die Revolution gewendet habe, auch mit seiner Rede. Das Volk, das am Anfang noch hinter ihm stand, wird kurzerhand von Robespierre umgestimmt und stimmt dann gegen Danton.

Freitag, 21. Juli 2017

Krude

Krude

Das Adjektiv krude kommt aus dem Lateinischen crudus und heißt auf deutsch roh oder grausam, veraltet bedeutet es immer noch roh bzw. ungekocht oder unverdaulich, bildungssprachlich passt es eher auf die andere Wortbedeutung von roh und bedeutet ungeschliffen, unfein oder nicht kunstvoll (laut Duden-online). Dieses Wort kam mir in einem Gespräch unter und ich muss sagen, mir gefiel es echt gut und ich kannte dieses Mal sogar die Wortbedeutung, obwohl mir krude im Sinne von roh also ungekocht nicht geläufig war. Auch heute noch ein Wort, das man gerne mal in ein Gespräch einfließen lassen kann.

Sonntag, 16. Juli 2017

Rezension: Dantons Tod von Georg Büchner

Rezension: Dantons Tod von Georg Büchner

Die Inhaltsangabe zum Drama „Dantons Tod“ von Georg Büchner findet ihr oben. Was mir an diesem Drama von Georg Büchner nicht so wirklich gut gefiel war, dass wir sehr viele Figuren haben, die zwar am Anfang im Nebentext beschrieben werden, aber für mich klangen die französischen Namen bis zum Schluss alle sehr ähnlich, natürlich gab es Figuren, bei denen ich wusste, dass sie „zu den Guten“ oder eben „zu den Bösen“ gehören, aber am Ende verschwamm das alle für mich. So ein paar Namen sollte man aber doch kennen, darunter Camille, Danton, Robespierre, St. Just, welche immer wieder vorkommen und auch tragende Rollen spielen. Robespierre und St. Just kollaborieren gegen Danton und versuchen ihn zu stürzen, dahingegen scheinen Camille und Danton Freunde und Partner zu sein. Auch gehört Büchner nicht zu meinen Lieblingsautoren. Ich kann nicht einmal genau sagen, woran es liegt, sodass diese Einschätzung rein subjektiv ist, aber vielleicht gefiel es mir auch deshalb nicht so gut. Die Orte und die Zeit im Drama „Dantons Tod“ bleiben für mich auch recht undurchsichtig. Wie lange dauert die Handlung? Und wo genau spielt das alles? Es sind auf jeden Fall mehrere Orte, aber welche genau? Für mich bleibt da der Nebentext sehr undurchsichtig, sodass ich mir darunter nicht so viel vorstellen konnte und ich meine Schwierigkeiten hatte mir alles vorzustellen. 

Wenn man das alles zusammen nimmt, also sowohl die undurchsichtigen Orts- und Zeitangaben als auch die vielen, französischen Namen und dahinter liegenden Figuren, waren für mich schwierig. Deshalb würde ich dieses Drama nicht unbedingt weiterempfehlen, allerdings kann es sicherlich schön sein, wenn man es mehrfach liest und man muss ihm zumindest zugutehalten, dass es ein recht offenes Drama ist.

Freitag, 14. Juli 2017

Indignation

Indignation

Die Indignation ist ein Substantiv, das laut Duden-online „Unwillen, Entrüstung, Abscheu“ bedeutet. Mir sagte das Wort sogar was, wobei ich es nicht so richtig zuordnen konnte. Ich weiß, dass das bei einigen der hier vorgestellten Worte so ist, aber warum sollte ich auch Worte vorstellen, die mir nichts besonderes zu sein scheinen? Aber die Indignation kennt nicht einmal mein Programm. Tragisch, dass es mir das Wort als falsch anzeigt. Das Wort kommt aus dem Lateinischen indignatio. Das Verb indignieren gehört dazu, ist allerdings veraltet.

Sonntag, 9. Juli 2017

Inhaltsangabe: Der Hessische Landbote von Georg Büchner

Inhaltsangabe: Der Hessische Landbote von Georg Büchner

In dieser Flugschrift „Der Hessische Landbote“ von Georg Büchner geht es um die Unzufriedenheit Büchners, der sich in diesem Flugblatt Luft macht. Am Anfang bittet Büchner den Leser darum, dass Pamphlet nur an Leute weiterzugeben, die diese Sache nicht verraten, auch weitere Richtlinien werden dort dargestellt.
Grundsätzlich geht es darum, dass der Verfasser nicht zufrieden ist mit den gesellschaftlichen und sozialen Verhältnissen der Zeit. Seine Vorwürfe gehen darauf zurück, dass er spöttisch fragt, ob der Bauer und die Handwerker an einem anderen Tag von Gott geschaffen wurden, als die anderen vornehmlich die Adligen.
Büchner verweist immer wieder auf die Bibel und bringt ganz nüchtern Zahlen wie teuer die verschiedenen Staatsausgaben sein dürften, und wie hoch die Steuern sind und beweist so, dass die Steuern viel zu hoch sind und dass die Adeligen ihre Bewohner ausnutzen.
Am Ende verweist Büchner also darauf, dass eine Revolution notwendig sei und dass diese Verhältnisse so nicht weitergehen dürfen und sollten.

Freitag, 7. Juli 2017

Artifiziell

Artifiziell

Das Adjektiv artifiziell bedeutet künstlich, gekünstelt (laut Duden-online). Ich hörte das Wort in einer Vorlesung und konnte mir nicht auf den ersten Blick (oder Horch?) erklären was es bedeutet, sodass ich es dann einfach mal googelte und als ich es dann in geschriebener Form las, war mir auch recht klar, wo es herkommt. Eigentlich hätte man sich auch hier denken können, was es bedeutet, wenn man englisch kann. Wie dem auch sei, obwohl mir das Wort recht gut gefällt, werde ich es wohl kaum in meinen aktiven Sprachgebrauch aufnehmen. Wie würde das denn auch klingen, wenn man in einem Gespräch einfach mal sagt: „Du benimmst dich heute aber artifiziell.“?

Mittwoch, 5. Juli 2017

Letzter Post Wilhelm Busch

Letzter Post Wilhelm Busch


Das waren nun die sechs Geschichten aus dem Sammelband von Wilhelm Busch. Es waren Max und Moritz, Maler Klecksel eine lustige Bildergeschichte, Schnurrdiburr oder die Bienen, Hans Huckebein der Unglücksrabe, Fips der Affe und seine lustigen Abenteuer und Plisch und Plum. Diese Geschichten sind eine interessante Mischung, die Themen wie Erziehung, aber auch Selbstverwirklichung und Gewalt bringen, wobei diese nicht so gut strukturiert sind wie die von Heinrich Hoffmann, welche oftmals im gleichen Atemzug genannt werden.
Die meisten der Geschichten sind auch nicht wirklich bekannt, so kannte ich beispielsweise nur Max und Moritz von Wilhelm Busch, und ein paar andere, die ich dem Wikipedia-Artikel zu ihm entnommen hatte, die aber in der Sammlung nicht vorkamen. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich fand es ziemlich schade, dass so wenig so bekannt ist von ihm. Man merkt auf jeden Fall, dass er gerne zeichnet und malt (ich gehe einfach mal davon aus, dass die Zeichnungen von ihm sind). Die Zeichnungen sind nicht notwendig um die Geschichten zu verstehen, aber sie helfen sicherlich.
Oftmals fand ich die Geschichten nicht so witzig wie sie angepriesen waren, was vielleicht daran liegt, dass Wilhelm Busch im 19. Jahrhundert lebte und dementsprechend vielleicht einfach einen anderen Humor hatte, allerdings weiß ich nicht, wie sie damals aufgenommen wurden. Warum die Geschichten in einem Atemzug mit Heinrich Hoffmann genannt werden, liegt nahe, wenn man sich die Entstehenszeit anschaut, schließlich sind beide Autoren im 19. Jahrhundert angesiedelt.
Alles in allem ist Wilhelm Busch ein Kinderbuchautor, der Geschichten schreibt und illustriert, welche heutzutage aber nicht mehr so häufig rezipiert werden, denn sie sind nicht mehr zeitgemäß und werden wohl hauptsächlich aus sentimentalen Gründen gelesen und vorgelesen, denn viele kennen sie wohl noch aus der Kindheit und so werden sie eben an die eigenen Kinder weitergegeben, wobei die in der Sammlung verwendeten Geschichten wohl tatsächlich zu den bekannteren gehören. Unerwähnt soll hier natürlich auch nicht bleiben, dass neben der Gewalt, die ich ja bereits oben erwähnt hatte, auch Antisemitismus in seinen Geschichten durchkommt, wobei ich das selbst nicht direkt bestätigen kann, aber vielleicht kenne ich mich mit diesem Thema einfach nicht gut genug aus um die entsprechenden Formulierungen zu finden, ohne es vorher zu wissen, aber in Wikipedia wird es zumindest erwähnt. Auch, dass man Wilhelm Buschs Stil als Vorform des modernen Comics verstehen kann, wird dort erwähnt und das möchte ich auf jeden Fall bestätigen, denn hin und wieder finden sich ganz lustige, manchmal auch einfach traurige Passagen, die mit den übertriebenen Versen (die ihre Komik wohl aus den vielen betonten Silben erhalten) Komik erzeugen wollen, wobei hier keine Gedichtanalyse erfolgen soll. Ob man Wilhelm Busch mag, hängt wohl von der persönlichen Perspektive ab, aber als Literaten kann man ihn zumindest in Grundzügen weiterempfehlen und ihn zumindest mal lesen, sodass ich dies an dieser Stelle gerne mache.

Sonntag, 2. Juli 2017

Rezension: Der Hessische Landbote von Georg Büchner

Rezension: Der Hessische Landbote von Georg Büchner

Die Inhaltsangabe von der Flugschrift „Der Hessische Landbote“ von Georg Büchner findet ihr oben.
Natürlich ist es sinnvoll, wenn man schon in Hessen wohnt, mal etwas von Büchner zu lesen, so ist er auch Standard für das hessische Abitur. Deshalb ist es sinnvoll von Büchner auch einmal den „Hessischen Landbote“ zu lesen. Im historischen Kontext lohnt es sich sicherlich auch, dieses Flugblatt einmal zu lesen und auch wer sich für die Gattungsart Pamphlet interessiert, kann mit diesem von Büchner geschriebenen sicherlich nicht viel falsch machen.
Ich persönlich konnte damit nicht so viel anfangen, denn Büchner gehört nicht zu meinen Lieblingsautoren und da ich nicht Geschichte studiere, war es von diesem Standpunkt auch nicht so sonderlich interessant für mich, was natürlich nicht heißt, dass mich das pamphletische daran nicht interessiert.
Insgesamt kann man dieses Werk „Der Hessische Landbote“ von Georg Büchner auf jeden Fall mal lesen, wenn man ihn ohnehin mitkauft, auch davon abgesehen, kann man es gerne mal lesen um einmal in den zeitlichen Kontext und die Gattung hinein zu schnuppern.

Mittwoch, 28. Juni 2017

Plisch und Plum von Wilhelm Busch

Plisch und Plum von Wilhelm Busch

In der Geschichte Plisch und Plum von Wilhelm Busch geht es um zwei Hunde und zwei Jungen, welche die Hunde vor dem Ertrinken retten, denn ihr eigentlicher Besitzer schmiss sie in einen Teich um sie ertrinken zu lassen. Die Jungs nehmen ihre Hunde mit nach Hause, wo die Eltern erst einmal nicht so sonderlich begeistert sind, sich aber dem Willen ihrer Kinder fügen. Die Hunde fressen den Abendessentisch leer und der Mann, der zuvor die Hunde versuchte zu töten, Schlich mit Namen, ist schadenfroh. Als die Jungs dann zu Bett gehen, meinen die Hunde, dass es sich ebenfalls um ihre Betten handelt und klettern in diese bis sie rausgeschmissen werden. Deshalb machen sie sich über die Kleidung der beiden Knaben her, was der Vater nicht gut findet. Dieser will die Jungs schlagen, allerdings hält ihn die Mutter davon ab. Die Hunde müssen unterdessen in die Hundehütte und als sie die Jungs in den Dreck stoßen bei ihrem Spiel, den Garten der Nachbarin zurichten und einen Vorbeigehenden attackieren, meint man schon fast, dass die beiden nichts mehr entzweien kann bis eine Hundedame daherkommt. Über diese streiten sich Plisch und Plum, was dazu führt, dass sich auch Peter und Paul, die Jungs streiten und prügeln, denn das leckere Abendessen liegt auf dem Boden und sie beginnen die Hunde zu prügeln. Der Vater will die Jungen bestrafen und geht auf sie los, was dazu führt, dass die Jungs ihre Hunde anketten müssen. In der Schule lernen sie vom Lehrer die Bestrafung mit dem Rohrstock, die sie nun auch bei ihren Hunden anwenden, die daraufhin beginnen brav zu werden und sogar Kunststücke lernen.
An dieser Geschichte von Wilhelm Busch Plisch und Plum merkt man, wie schnell sich ein gewaltsamer Erziehungsstil verbreiten kann. Die Kinder, die zuhause schon mehrfach beinahe verprügelt worden waren, werden in der Schule vom Lehrer gezüchtigt und kommen dann auf Idee so auch ihre Hunde zu erziehen. Mir will einfach nicht in den Kopf, wie man aus körperlicher Züchtigung solch einen Schluss ziehen kann, denn sicher kann man sich wohl sein, dass ihnen diese nicht gefallen hat. Vielleicht liegt es einfach daran, dass sie sich vorher so oft über ihre Hunde geärgert haben und die beiden haben ja auch wirklich viel angestellt, aber der erzieherische Wert, den Wilhelm Busch hier deutlich macht, ist heute nicht mehr angemessen. Die Jungs werden geschlagen, benehmen sich gut, sehen beinahe aus wie gut erzogene, junge Herren und züchtigen daraufhin sogar ihre Hunde, welche nicht aus der Ordnung ausbrechen und nicht nur hören, sondern sogar dazu in der Lage sind, Kunststücke, wenn auch nur kleine, zu erlernen, obwohl sie vorher nicht einmal an einem Garten vorbeigehen konnten ohne diesen zu verwüsten. Alles in allem hat mir die Geschichte Plisch und Plum von Wilhelm Busch nicht wirklich gefallen, denn abgesehen von den bisweilen recht brutalen Motiven und dem schadenfrohen Herrn Schlich, ist auch die Pädagogik und der Erziehungsstil schon nicht mehr fragwürdig, sondern im höchsten Grade verwerflich, sodass ich diese Geschichte nicht weiterempfehle.

Sonntag, 25. Juni 2017

Inhaltsangabe: Absurda Comica oder Herr Peter Squenz von Andreas Gryphius

Inhaltsangabe: Absurda Comica oder Herr Peter Squenz von Andreas Gryphius

In dieser Komödie von Andreas Gryphius „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ geht es um einen Lehrer, der versucht ein Stück zu schreiben. Er schreibt es zusammen mit einem Bekannten, gemeinsam mit einigen Handwerkern soll dieses Stück der königlichen Familie vorgeführt werden. Im ersten Akt sprechen die an dem Stück beteiligten Personen darüber wer für welche Rolle am Besten geeignet sei und entwerfen das Stück, das sie dem König und seiner Familie am Hof vorspielen wollen.
Im zweiten Akt spricht Peter Squenz beim König vor, diesem wurde zuvor eine Liste mit einigen Schauspielen vorgelegt, aus welchen er eines auswählen darf, damit ihnen dieses von den Schauspielern vorgeführt wird. Allerdings beherrscht die Truppe nur ein einziges Stück weshalb Peter Squenz einige Ausreden und Entschuldigungen erfinden muss, weshalb die Stücke nicht aufgeführt werden können. Letztendlich entscheidet sich der König dann für das von Squenz bearbeitete Stück „Pyramus und Thisbe“.
Im dritten Akt wird dann das Stück aufgeführt, allerdings stellen sich die Schauspieler nicht besonders gut an und vertauschen die Reime am Ende der Verse und verwechseln ihren Text. Auf dieses Ungeschick reagieren die Handwerker indem sie sich auf der Bühne streiten und sich sogar schlagen. Der König und seine Familie sind belustigt und bezahlen die Schauspieler gut für ihre nicht gerade gute Leistung.

Mittwoch, 21. Juni 2017

Fips der Affe und seine lustigen Abenteuer von Wilhelm Busch

Fips der Affe und seine lustigen Abenteuer von Wilhelm Busch

Fips wird von einem Mann festgehalten, der ihn aufessen will, Fips will das aber nicht mit sich machen lassen und so lässt er dem Mann von einem Baum die Nase abreißen. Danach will ein Mann Fips einfangen, dieser schleppt ihn mit und verkauft ihn an einen Friseur. Der Friseur ist nicht besonders glücklich mit Fips, da dieser einen seiner Kunden übel zurichtet. Dann klaut Fips aus einer Bäckerei Gebäck und von einem Herren gefangen. Dort ärgert er das Kindermädchen Jette, welche ihrerseits den Fips geärgert hatte. Auch mit der Katze und dem Hund aus der Familie kommt er nicht klar und so fetzen sich die Drei hin und wieder. Am Ende spielt Fips noch auf einem Klavier und die Katze und der Hund jaulen dazu, damit ist der Besitzer überhaupt nicht glücklich.
Ich muss sagen, dass mir diese Geschichte nicht wirklich gut gefiel, denn hier werden die Katze und der Hund unnötig gequält und da ich Tiere – und vor allem Hunde und Katzen – sehr gerne mag, mochte ich diese Geschichte überhaupt nicht. Natürlich lässt sich jetzt sagen, dass Fips nur so viel anstellt, weil ihn nie jemand Moral gelehrt und erzogen hat. Das war natürlich sehr schade, denn es führt dazu, dass er sich überhaupt nicht benimmt. Auch, dass man ihn nur mit Prügeln straft und er sonst keinerlei Strafen kennt, ist natürlich schade und tragisch, denn eigentlich müsste man an dieser Stelle auch mit dem Affen Mitleid haben, der ja nun mal nichts für sein Verhalten kann, aber dennoch hart dafür bestraft wird. Vielleicht ist Fips auch einfach leichtsinnig und macht gerne Unsinn, das wäre auch noch eine Möglichkeit, aber wenn man bedenkt, wie die Geschichte anfängt, wirkt es nicht so. Denn er wird dazu getrieben sich gegen die Menschen zu wehren, die ihnen entweder aufessen oder fangen und verkaufen. Am Ende sind es dann zwar andere, die unter diesem Verhalten zu leiden haben, natürlich von Fips einmal abgesehen, kann der Kunde des Friseurs nichts dafür wie Fips zuvor behandelt wurde und dennoch wird gerade ihm das Ohr abgeschnitten. Man kann also natürlich erzieherisch und moralisch so einiges aus dieser lustigen Bildergeschichte lernen, wobei ich sie nicht wirklich lustig fand, aber vielleicht traf sie den Humor der damaligen Zeit. Wilhelm Busch ist ja in den meisten (zumindest in den Geschichten, die ich bisher von ihm gelesen habe) nicht zimperlich mit seinen Figuren, welche entweder tot oder zumindest verletzt enden.
Alles in allem ist Fips der Affe und seine lustigen Abenteuer keine besonders erbauliche Geschichte, kann aber vielleicht Spaß machen aber man lernt auf jeden Fall etwas aus ihr, wenn ich auch noch nicht sicher bin, was genau, sodass ich sie nicht unbedingt weiterempfehlen würde.

Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension: Absurda Comica oder Herr Peter Squenz von Andreas Gryphius

Rezension: Absurda Comica oder Herr Peter Squenz von Andreas Gryphius

Die Inhaltsangabe zur Komödie „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ von Andreas Gryphius findet ihr oben.
Da diese Komödie „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt, ist die Sprache doch ein bisschen gewöhnungsbedürftig und schwieriger zu verstehen, wobei ich aber nach ein bisschen Recherche herausfand, dass ich wohl alles wichtige verstanden hatte. In der Reclamausgabe finden sich verschiedene Begriffserklärungen, welche dafür sorgen, dass man einige unklare Wörter besser versteht, was vor allem an einer Stelle relativ wichtig war, denn dort hatte sich die Wortbedeutung derart verändert, dass man, wenn man die Aussage wörtlich genommen hätte, genau das Gegenteil verstanden hätte.
Mit den Figuren konnte ich mich nicht so wirklich identifizieren, denn diese werden nur recht oberflächlich beschrieben, was vielleicht auch mit an der alten Sprache liegt. Außerdem ist es für den Autoren nicht wichtig, dass er die Figuren gut ausarbeitet, denn es sind nur Stereotypen, die dort aufgezeigt werden. Hier findet man schlichtweg eine Kritik an den ungebildeteren Ständen, welche versuchen sich größer zu machen und versuchen sich selbst als gebildeter darzustellen als sie es sind.
Im heutigen Kontext könnte man auch eine Königs- oder Adelskritik darin lesen, denn der König macht sich mit seiner Familie lustig über die Handwerker, obwohl er zuvor schon ahnt, dass sie es nicht besonders gut hinkriegen werden dieses Stück aufzuführen.
Wir finden in diesem Stück ein Stück, denn die Personen planen ein Theaterstück, das sie aufführen wollen. Diese doppelte Erzählebene finde ich total spannend und interessant.
Insgesamt ist diese Komödie „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ von Andreas Gryphius natürlich schon recht alt und dementsprechend ist die Sprache schwierig zu verstehen. Allerdings sollte man diese Komödie nicht zu leicht nehmen und damit rechnen, dass man nicht alles auf den ersten Blick versteht, aber wem das nichts ausmacht, der kann damit zumindest ein bisschen Spaß haben, sodass ich dieses Theaterstück gerne weiterempfehle.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Hans Huckebein der Unglücksrabe von Wilhelm Busch

Hans Huckebein der Unglücksrabe von Wilhelm Busch

Hans Huckebein der Unglücksrabe von Wilhelm Busch ist eine Geschichte, die aus vier recht kurzen Geschichten besteht. Die erste Geschichte heißt Hans Huckebein der Unglücksrabe, in dieser geht es um einen Raben, der von einem kleinen Jungen eingefangen und nachhause gebracht wird. Dort streitet sich der Rabe mit einem Hund und einer Katze, womit sie einiges in Unordnung bringen, so stößt der Rabe einen Eierkorb um, dann einen Krug mit Wasser, auch schmeißt er einige Teller aus einem Regal und verschmutzt die weiße, saubere Wäsche. Am Ende betrinkt er sich mit einem Wein, den er auf einem Tisch findet, außerdem torkelt er dermaßen, dass er sich in den Stricksachen, der Dame des Hauses verfängt, womit er sich selbst erhängt.
In der zweiten Geschichte Die kleinen Honigdiebe von Wilhelm Busch versuchen zwei Buben Honig zu stehlen, allerdings werden sie bei dem Versuch von Bienen gestochen, sodass sie ganz geschwollene Gesichter haben.
Die dritte Geschichte heißt der Hahnenkampf, in ihr geht es um zwei Hähne, die sich um einen Topf voll Brühe streiten, womit sie in den großen Topf fallen, als dann der Schnauzer kommt, vertreibt er die Kampfhähne, und so ist er es, der alleine etwas von dem Futter hat.
In der vierten und letzten Geschichte, die Eine milde Geschichte heißt, geht es um einen Betrunkenen, der auf dem Heimweg über einen Karren stolpert, als er endlich zuhause ist, legt er sich in den Teig, doch in diesem droht er zu ertrinken. Als er in Panik gerät, fällt er gemeinsam mit dem vorbereiteten Teig, der über Nacht gehen sollte, zu Boden. Sie befreit ihren Mann von dem Teig, kann nun aber nicht mehr backen.
Diese Geschichten sind alle zusammen 20 Seiten lang, wobei die erste, was man vermutlich auch an der Länge der Inhaltsangabe sieht, mit 12 Seiten mit Abstand die längste ist. Die anderen drei Geschichten sind jeweils zwei bis drei Seiten lang. Alle gehen mehr oder weniger schlecht aus für die Protagonisten. Vor allem Hans Huckebein, der von einem Kind eingefangen wird, endet ziemlich schlecht, da er sich aus Versehen in betrunkenem Zustand am Strickzeug erhängt. Er kann nichts dafür, denn weder ist er selbst dort eingedrungen, noch hat er sich den Wein geholt oder das Strickzeug dorthin gelegt. Auch für die anderen enden die Geschichten nicht besonders gut. Die beiden Jungs, die den Honig stehlen, müssen unter ihrem eigenen Fehler leiden. In der dritten Geschichte müssen auch die beiden Streithähne unter ihrem Fehler leiden, in der letzten Geschichte leiden sowohl der Mann als auch die Frau unter dem Fehler des Mannes, denn dieser ist über und über mit Teig bedeckt, die Frau hingegen hat sich die Mühe mit dem Teig ganz umsonst gegeben und muss nun auch noch ihren Mann mitten in der Nacht vom Teig befreien. Insgesamt weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll, denn natürlich verdienen es Jungs, die Honig stehlen wollen, durchaus eine kleine Strafe dafür, denn es ist ja nun wirklich nur eine temporäre Strafe, aber sowohl die Frau als auch der Rabe, konnten nichts dafür, sodass eine Strafe unfair ist. Alles in allem ist diese Geschichte Hans Huckebein der Unglücksrabe nett, aber nichts besonderes, sodass ich sie für ein paar langweilige Stunden zwar durchaus empfehlen kann, sie aber nicht zum Kauf empfehlen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Inhaltsangabe: Des Teufels General von Carl Zuckmayer

Inhaltsangabe: Des Teufels General von Carl Zuckmayer


In dem Drama „Des Teufels General“ von Carl Zuckmayer wurde 1946 uraufgeführt. Das Hauptthema dieses Drama ist die Kritik am nationalsozialistischen Regime. Es geht um den General Harras, der bereits im ersten Weltkrieg als Pilot gedient hatte, nun dient er im zweiten Weltkrieg. Allerdings äußert er sich im ersten Akt bei einer Feier mit Parteimitgliedern eher abgeneigt dem Regime gegenüber. Seine Freunde und Kollegen wissen davon und schaffen es damit umzugehen, wobei sie allerdings lernen sich von ihm zu distanzieren als es ihm an den Kragen geht. Harras erfährt, dass mehrere Maschinen, die ihm unterstehen, abgestürzt sind. Er kann sich aber nicht erklären woran es liegt, denn die Maschinen werden immer wieder kontrolliert, weshalb er Sabotage vermutet. Harras verschwindet, bis er einige Wochen später wieder zu sich in die Wohnung kommt. Korrianke, sein Chauffeur, wartet voller Anspannung auf Harras. Auch Lüttjohann wartet dort in Harras' Wohnung. Harras, in Diddo verliebt, freut sich als diese kurz nach seinem Eintreffen in seiner Wohnung auftaucht. Die beiden beschließen zu heiraten, lösen ihre Verlobung aber noch am selben Abend, da es sich herausstellt, dass ein guter Bekannter namens Eilers mit einer der defekten Maschinen abgestürzt ist, was die Lage für den General noch verschlimmert. Er hat noch zehn Tage bis zu seiner Deadline, dann muss er entweder herausgefunden haben, wer für die Sabotagen verantwortlich ist, oder er wird selbst zur Rechenschaft gezogen, da er als Chef dieser Einheit für die Sicherheit seiner Männer und der Maschinen verantwortlich ist.
Am letzten Abend konfrontiert ihn Anne Eilers mit schweren Vorwürfen, denn sie gibt ihm die Schuld am Absturz ihres Mannes. Allerdings nicht so wie man es sich vorstellen würde, sondern sagt sie, dass er von Anfang wusste, dass dieser Krieg ungerecht geführt würde, sodass es seine Pflicht gewesen wäre mit Eilers darüber zu sprechen und ihm aufzuzeigen, dass seine Ideologien nicht haltbar sind.
Harras findet zu guter Letzt heraus, wer hinter der Sabotage steckt, allerdings entscheidet er sich dafür, die Schuld zu übernehmen und sein Geheimnis mit ins Grab zu nehmen, dann unterschreibt er den Bericht bevor er sich in die Schwestermaschine von der setzt, in der Eilers abstürtzte.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Schnurrdiburr oder die Bienen von Wilhelm Busch

Schnurrdiburr oder die Bienen von Wilhelm Busch

In der Bildergeschichte Schnurrdiburr oder die Bienen von Wilhelm Busch geht es um einen Bienenstock in dem Garten von Hans Dralle, allerdings wollen die Bienen weg von ihm und so ziehen sie an einen Ast an einem Baum, wovon Dralle sie allerdings zurückholen will. Dabei fällt er aber von einer Leiter, Kinder wollen die Bienen mit Wasser abspritzen und ein Jäger schießt nach ihnen, auf ihrem Weg richten die Bienen noch viel Chaos an bis sie sich in einen Baum verkriechen. Dort will Eugen sich ein wenig Honig stibitzen, allerdings bleibt er im Baum stecken. Als dann ein Bär kommt, versucht er zu flüchten, was ihm allerdings erst gelingt, nachdem der Bär Hans Dralle, der inzwischen ankam, angreift. Als sie dann die Bienen aus dem Baum befreien wollen, sägen sie zu diesem Zwecke den Stamm unten ab und kürzen seine Stiefel. Eugen wird von dem Schwarm angegriffen, flüchtet sich in einen Teich, schluckt dabei einen Frosch, der Arzt kommt um ihn zu behandeln und er kommt auf die Idee, Dralle den Honig vom Board über dem Bett zu stehlen.
Diese Geschichte von Wilhelm Busch Schnurrdiburr oder die Bienen gefiel mir nicht so gut, wobei ich nicht genau sagen kann, weshalb. Irgendwie fand ich es nicht so toll, dass die Geschichte so viele Kettenreaktionen nach sich zog, ohne sich damit zu beschäftigen, was mit dem Bienenschwarm am Ende passierte, denn diese verlieren ihren Honig an ihren Imker. Was danach mit den Bienen passiert, erfährt man nicht. Auch die Tatsache, dass Hans Dralle immer wieder versucht seine Bienen einzufangen, sich dabei selbst verletzt und so verletzt sich deshalb auch Eugen mehrfach, außerdem werden beide von einem Bären angegriffen. Und am Ende erhält Dralle nichts weiter als einen gestohlenen Honigtopf, sodass seine gesamte Mühe vollkommen umsonst war. Eugen erhält zwar etwas für seine Mühe, aber irgendwie musste er auch ziemlich leiden dafür. Was lernt man daraus? Dass es nicht so nett ist, wenn man jemanden ausbeutet und dass man am Ende nichts für seine Arbeit bekommt. Von daher, hat diese Geschichte durchaus eine Moral, auch, dass Eugen, obwohl er mit den Bienen eigentlich nichts zu tun hatte, am Ende Honig erhält, zeigt die Moral noch einmal auf. Einzig war es schade, dass die Bienen nicht für ihre Arbeit entlohnt wurden, denn damit hätte mir die Geschichte vielleicht wirklich gut gefallen. Alles in allem, empfehle ich Schnurrdiburr oder die Bienen von Wilhelm Busch zwar weiter, aber so wirklich überzeugt davon war ich nicht.

Sonntag, 4. Juni 2017

Rezension: Des Teufels General von Carl Zuckmayer

Rezension: Des Teufels General von Carl Zuckmayer

Die Inhaltsangabe zum Drama „Des Teufels General“ von Carl Zuckmayer findet ihr oben.
Obwohl ich für dieses Drama ein paar Wochen gebraucht habe, fand ich es ziemlich gut. Die Charaktere haben mir besonders gut gefallen. Wir haben auf der einen Seite Harras, der sich gegen das Regime sträubt, aber, weil er sich in Sicherheit wiegt, denn er meint, er sei unersetzlich. Er sträubt sich dagegen, weil er weiß, was diese Ideologien bedeuten und dass sie Schwachsinn sind, aber er unterstützt das Regime, weil seine Berufung das Fliegen ist. Dann haben wir Anne und Friedrich Eilers, die dem Regiem hörig sind und es unterstützten, außerdem glauben sie an die Ideologien bis Anne zur Witwe wird. Korrianke und Lüttjohann sind auch gegen das Regime, obwohl sie sich nicht für unersetzlich halten. Waltraut von Mohrungen genannt Pützchen ist regimetreu, ihre Familie ist in der Partei und glaubt an die nationalsozialistischen Ideologien. Pützchen macht Fortbildungen zum Thema Reichsfrauen und sie ist bereit Harras zu verraten als dieser sie zurückweist. Sie traut dem Regime und den Ideologien und lässt sich nicht von diesem Glauben abhalten. All diese Charaktere entwickeln sich weiter, der ein oder andere Charakter eher zum Negativen, aber in gewisser Weise machen sie alle eine Entwicklung durch.
Die Geschichte hatte im Kontext als dieses Drama veröffentlicht und inszeniert wurde, sehr viel Aktualität, diese ist bis heute nicht wirklich verloren gegangen. Auch heute ist es noch sinnvoll über diese Themen nachzudenken und sich klarzumachen, dass diese Zeit noch gar nicht so lange vorbei ist.
Auch interessant ist es, dass Harras das Regime kritisiert, offen kritisiert und sogar Witze über die Ideologien macht, aber sich dennoch bereit erklärt diese Regierung zu unterstützen. Er fliegt, weil er gerne fliegt, aber er kann mit den Haltungen der Nazis nicht nur nichts anfangen, sondern verurteilt sie auch noch, allerdings ist er nicht bereit etwas gegen das Regime aktiv zu tun. Erst am Ende entscheidet er sich aktiv gegen das Regime und beschützt die Saboteure, die für die Abstürze verantwortlich sind.
Alles in allem ein ziemlich tolles Drama, dass sich im ersten Akt ein bisschen gezogen hat, aber ansonsten habe ich daran absolut nichts auszusetzen und empfehle dieses Werk von Carl Zuckmayer „Des Teufels General“ sehr gerne weiter.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Maler Klecksel eine lustige Bildergeschichte von Wilhelm Busch

Maler Klecksel eine lustige Bildergeschichte von Wilhelm Busch

In der lustigen Bildergeschichte Maler Klecksel von Wilhelm Busch geht es um einen Jungen, der schon als Säugling fasziniert von Licht und Schatten und Farben war, immer mehr lernt er und malt, sodass er dann in der Schule sein Können unter Beweis stellen möchte, der Lehrer ist nicht so begeistert, sodass der Maler den Lehrer mit roter Farbe bespritzt. Maler Klecksel bemalt für sein Leben gerne Tiere, was seinem Chef bei der Arbeit nicht so besonders gut gefällt und ihn bestraft. Später rächt sich Klecksel bei ihm. Er zieht weiter und findet einen Kunstkritiker, mit dem er auch in Streit gerät. Danach will er eine ältere Dame zeichnen, die zu ihm kommt, als er gerade Besuch von einer Freundin hat. Dann wird der Spitz auf die hinter der Staffelei sitzende Freundin von Klecksel aufmerksam und wirft die Staffelei um.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit dieser Geschichte nicht so wirklich viel anfangen konnte. Maler Klecksel scheint eine nicht so bekannte Geschichte von Wilhelm Busch zu sein, außerdem ist auch hier das Ende jeder Begebenheit sehr dramatisch. Denn so frech wie der Maler ist, rächt er sich an jedem, der seine Kunst nicht zu schätzen weiß, was ich auf der einen Seite natürlich nachvollziehen kann. Jeder will für die Sachen, die er besonders gerne hat, anerkannt werden. Andererseits ist es natürlich nicht besonders nett, jemanden im Bett mit Klebstoff und Federn zu bekleben oder jemanden mit Farbe zu bespritzen oder jemanden in den Popo zu pieksen mit einem Bleistift. Allerdings scheint er dafür nicht die gerechte Strafe zu erhalten. Auch muss ich sagen, dass ich nicht sicher bin, wie die Geschichte ausgegangen ist, ob ich sie also richtig verstanden habe. Alles in allem ist die Bildergeschichte Maler Klecksel von Wilhelm Busch nicht die lustigste, aber vielleicht im historischen Kontext nicht unkomisch, weshalb ich sie weiterempfehle.

Sonntag, 28. Mai 2017

Inhaltsangabe: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Inhaltsangabe: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

In diesem Reiseroman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne geht es um den Professor Otto Lidenbrock, der zusammen mit seinem Neffen Axel und seiner Haushälterin in einem Haus wohnt. Der Professor ist berühmt-berüchtigt für seine Wutausbrüche. Allerdings kommt Axel mit seinem Oheim relativ gut klar bis er eines Tages von ihm relativ dringend gerufen wird. Axel läuft zu ihm ins Arbeitszimmer, dort sprechen sie über ein geheimnisvolles, altes Buch, das Lidenbrock gefunden hat. Aus diesem Buch fällt ein altes Blatt Papier auf dem eine geheime Nachricht steht, nach langem Rätseln finden sie heraus, dass dort ein Hinweis darauf vermerkt ist mit dessen Hilfe sie in das Innere der Erde hinabsteigen können. Lidenbrock und Axel machen sich gleich auf den Weg nach Island, dort mieten sie sich einen Führer, der sie zu einem erloschenen Vulkan führt, in diesen müssen sie steigen um den Weg in das Erdinnere zu finden, allerdings müssen sie dafür das richtige Loch finden, welches sie nach einem Warten ermitteln können. Dann steigen sie zu dritt hinab an einem langen Seil, unten angekommen müssen sie durch lange Tunnel und kommen an eine Weggabelung. An dieser Gabelung gehen sie in die falsche Richtung, was der Professor allerdings nicht wahrhaben will. Sie gehen also weiter bis auf eine Sperre auf dem Weg finden, von dort an müssen sie zurück, allerdings gehen ihnen die Wasservorräte aus. Axel wird ohnmächtig, weshalb sich Hans auf den Weg macht um Wasser zu finden, er findet es, aber hinter einer dicken Steinwand. Nachdem sie es mit einer Spitzhacke freigelegt haben, können sie sich erfrischen und folgen dem Hansbach. Axel verirrt sich und schafft es mithilfe von akustischen Phänomenen unter der Erde zurück zu seinem Oheim und Hans zu gelangen. Sie finden nach einiger Zeit eine riesige Blase, in dieser finden sie ein Meer und einen Wald aus Pilzen, als sie das Meer überfahren haben finden sie dort einen Strand mit einem Friedhof, einen riesigen Menschen und eine Herde mit urzeitlichen Elefantentieren. In dem Meer schwammen riesige Ungeheuer und sie mussten einem gefährlichen Sturm und Unwetter trotzen. Axel und der Professor finden bei einem Erkundungsgang die Initialien von Arne Saknussem, dem Mann, von dem sie den Hinweis gefunden haben wie man in das Innere der Erde kommt. Sie verfolgen seinen Weg weiter und werden geradewegs in den Grater eines noch aktiven Vulkans gespült.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Inhaltsangabe: Max und Moritz eine Bubengeschichte in sieben Streichen von Wilhelm Busch

Inhaltsangabe: Max und Moritz eine Bubengeschichte in sieben Streichen von Wilhelm Busch

Die Bubengeschichte Max und Moritz von Wilhelm Busch ist, wie im Titel beschrieben, in sieben Streiche aufgeteilt, welche teilweise Auswirkungen aufeinander haben, aber im Grunde in sich abgeschlossen sind. Im ersten Streich Witwe Bolte, füttern die beiden Jungs drei Hühnern und einem Hahn jeweils ein Stückchen Brot, das an einer Schnur festgebunden ist. Diese Schnüre sind miteinander verbunden und sorgen dafür, dass sich die Hühner selbst an einem Baum erdrosseln. Im zweiten Streich beschließt die Witwe ihre Hühner zu braten, als sie gerade im Keller ist um noch eine Portion Sauerkohl zu holen, angeln sich Max und Moritz, die auf dem Dach sitzen die Hühner durch den Schornstein. Der Spitz der Witwe bellt zwar, aber dennoch denkt diese, dass sich der Spitz an ihrem Herd bedient hat und sie bestraft ihn. Im dritten Streich sägen Max und Moritz die Brücke an, die über den Fluss zu Meister Böcks Haus führt. Die Jungs locken ihn raus, dieser geht über die Brücke, welche seinem Gewicht nicht stand hält und so bricht sie ein und der Schneider landet im Wasser und wird von seiner Frau mit dem Bügeleisen aufgewärmt. Im vierten Streich stopfen Max und Moritz Pulver in den Pfeifenkopf des Lehrers Lämpel. Als dieser seine Pfeife anzündet explodiert sie und der Lehrer wird verletzt, er überlebt aber. Der fünfte Streich endet nicht gut für Onkel Fritz, denn ihm stecken die beiden Käfer in sein Bett. Als Onkel Fritz nun ins Bett geht, fängt es an ihn zu krabbeln und als er aus dem Bett springt, schlägt er auf alles ein, das sich bewegt. Im sechsten Streich brechen Max und Moritz in eine Backstube ein, dort werden sie erst voller Rus und dann voller Mehl, als sie dann Gebäck vom Regal stehlen wollen, fallen sie in den fertigen Teig. Der Bäcker verarbeitet die Jungs zu Brot und steckt sie in den Ofen. Aus dem Brotmantel können sich die Jungs herausknabbern, doch dann folgt der letzte Streich. Im letzten Streich schneiden Max und Moritz Getreidesäcke auf, sodass dort Weizen herausrieselt. Als der Bauer dies merkt, packt er die Übeltäter in einen Sack und bringt sie dem Müller, dort werden die beiden geschrotet und werden von Enten aufgepickt.

Sonntag, 21. Mai 2017

Rezension: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Rezension: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Die Inhaltsangabe zum Reiseroman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne findet ihr oben.
Die Charaktere von Professor Lidenbrock und Axel kamen mir ein wenig bekannt vor, denn man kann in ihnen leicht Phileas Fogg und Passepartout zumindest ansatzweise wiedererkennen. Professor Lidenbrock ist auch ein verschrobener, seltsamer bisweilen sogar verrückter Kerl, Axel ist sein teuer Gehilfe, manchmal ein wenig ängstlich doch meistens doch recht wacker und immer darauf bedacht seinen Oheim dazuzubewegen umzukehren. Aber ein paar Unterschiede gab es dann doch. Axel zum einen ist ein richtiger Hasenfuß, zumindest kam er mir meistens so vor und erst am Ende der Reise wird er immer mutiger. Er ist es auch der meistens irgendwie angeschlagen ist, was vermutlich daran liegt, dass Hans es nicht sein durfte, da er ja der Hoffnungsträger dieser Reise war und der Professor durfte es nicht sein, weil er ja der war, der immer weiter auf das Vorwärtskommen drängen musste. Axel verletzt sich ständig, fällt in Ohnmacht, hat Angst und drängt darauf zurückzukehren. Diese Darstellung ernscheint mir sehr unwacker, weshalb ich nicht verstehe, warum er denn mitgefahren ist, wenn er sich ein solches Unternehmen nicht zutraut und nicht glaubt, dass das Unternehmen mit Erfolg gekrönt sein könnte. Daraus kann man wohl entnehmen was ich von den Charakteren der Reisegruppe hielt.
Die Geschichte hingegen gefiel mir wirklich gut, was auch daran lag, dass sie nicht abgekupfert ist. Noch nie davor hat jemand soetwas geschrieben, was diesem Roman eine gewissen Pionierrolle zusichert. Auch die Tatsache, dass viele bis dahin als wissenschaftlich anerkannte Tatsachen über den Haufen geworfen wurden, gefiel mir gut. Denn es zeigt, dass man niemals von Tatsachen ausgehen kann und man immer wieder zweifeln sollte wie es schon Descartes tat.
Letztendlich gilt, dass man an einem Roman von Jules Verne großen Spaß haben kann umso größeren wenn man seine bekannteren Bücher einmal liest und mit eventuell bekannteren Verfilmungen vergleicht und Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen vermag, sodass ich diesen Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne mit gutem Gewissen weiterempfehle.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Rezension: Max und Moritz von Wilhelm Busch

Rezension: Max und Moritz von Wilhelm Busch

Die Inhaltsangabe zur Geschichte Max und Moritz von Wilhelm Busch findet ihr oben. 

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich durch meine Kindheit eine enge Verbindung zu Wilhelm Busch habe, und auch die Geschichte von Max und Moritz öfter auf Kassette gehört habe, sodass ich Max und Moritz sehr gerne habe. Natürlich ist das Ende von Max und Moritz nicht wirklich gut für Kinder geeignet, sodass ich vorsichtig damit wäre, es Kindern zu empfehlen, allerdings gehört Wilhelm Busch und vor allem seine Bildergeschichten zur deutschen Geschichte und zur deutschen Kultur, gerade deshalb würde ich diese Geschichte weiterempfehlen. Aber natürlich gibt es noch andere Gründe, warum man sie weiterempfehlen sollte, so zum Beispiel, die einzelnen Streiche, die die beiden Jungs den anderen spielen beispielsweise ihrem Lehrer Lämpel, ihrem Onkel Fritz, einem Müller und einem Bäcker. Interessanterweise überleben sie, dass sie vom Bäcker in einem Brotteig gebacken werden, aber nicht, dass der Bauer sie beim Müller zerschroten lässt, und dann werden sie auch noch aufgefressen vom Federvieh. Auch dass Max und Moritz nicht nur drei Hühner und einen Hahn auf ziemlich gemeine Weise töten und sie dann als sie gebraten werden, stehlen und essen, fand ich ziemlich gemein. Alles in allem empfehle ich die Bubengeschichte in sieben Streichen Max und Moritz von Wilhelm Busch sehr gerne unter gewissen Einschränkungen weiter.

Sonntag, 14. Mai 2017

Inhaltsangabe: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

Inhaltsangabe: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

In diesem Roman von Jules Verne „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ geht es um den reichen Londoner Phileas Fogg und seinen Diener Passepartout. Passepartout ist gerade erst zu Herrn Fogg gestoßen als der mit seinen Freunden aus dem Reformclub eine Wette eingeht. Er behauptet, dass man in 80 Tagen um die Welt reisen könne, nachdem er dies in einer Zeitung gelesen hatte. Daraufhin wird eine Wette durch Handschlag besiegelt, die Fogg dazu veranlasst postwendend nachhause zurückzukehren um sämtliche Vorbereitungen zu treffen London noch am selben Abend zu verlassen. Zusammen verlassen sie die Insel in Richtung Paris und weiter mit dem Orientexpress in Richtung Osten. Unterwegs werden ihnen immer wieder Unwegsamkeiten in den Weg gestellt. So wird Phileas Fogg eines Bankraubes bezichtigt und von dem Kommissar der londoner Polizei verfolgt, dieser versucht die Reise von Herrn Fogg noch auf englischem Boden zu beenden, da er den Haftbefehl braucht um Fogg versetzen zu können, dieser wird ihm aber von Station zu Station hinterher geschickt, sodass er sich an Foggs Fersen heftet, denn zu damaliger Zeit gehörten Indien und auch Hongkong noch zur englischen Kolonie und waren damit englischer Grund und Boden.
Auch werden die Reisepläne Herrn Foggs durcheinander gebracht, da er das ein oder andere Transportmittel nicht rechtzeitig erreicht, was Gift für seinen Plan ist, denn sollte er einer Abfahrt verpassen so muss er auf seinen Anschluss verzichten und kann die 80 Tage unmöglich einhalten. In Indien begegnen sie einer Prozession, die zu einer gewollten Tötung führt. Eine Frau wird mit ihrem toten Mann auf dem Scheiterhaufen bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Frau hat allerdings keine große Wahl, denn die Alternative wäre, dass sie von ihrer Familie verstoßen wird und so ein trostloses Leben fristen müsste. Sie retten diese Frau, was sie ihren Vorsprung kostet. Passepartout will einen Tempel erkunden, allerdings weiß er nicht, dass er als Christ diesen Tempel gar nicht besuchen dürfte, außerdem muss man eigentlich seinen Schuhe und Socken ausziehen um diesen Tempel von ihnen betrachten zu können, auch dies versäumt er. Diese Versäumnisse führen dazu, dass er später mit seinem Herrn und Frau Auda, die sie gerettet haben, festgesetzt werden. Auch ein Überfall auf der Bahnlinie quer durch die USA hält die Reisegesellschaft auf, sodass sie den Dampfer von New York nach London in ernsthafte Gefahr gerät und die Wette kaum noch gewonnen werden kann. Allerdings wäre Phileas Fogg nicht Phileas Fogg wenn er so einfach aufgeben würde, so chartert er ein kleineres Dampfschiff und übernimmt es bald ganz und lässt den Kapitän einsperren. Damit haben sie noch eine geringe Chance pünktlich zu kommen, allerdings schwindet diese als die Kohlen mitten auf dem Atlantik ausgehen.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Erster Post Wilhelm Busch

Erster Post Wilhelm Busch

Wilhelm Busch schreibt in seinem Vorwort zu meiner Auflage etwa zwei Seiten über sich, er beschreibt darin seinen Lebensweg. Darunter auch, dass er im April 1832 in Wiedensahl geboren wurde, dass er der Älteste von sieben Kindern war und dass sein Vater heiter und arbeitsfroh und seine Mutter still und fromm war. Außerdem schreibt er, dass er zu seinem Onkel kam, und nach der Schule an die polytechnische Schule in Hannover kam, auch von seiner Weiterentwicklung zum Maler schreibt er. Außerdem beschreibt er, wie er auf die Geschichte mit Plisch und Plum kam und wie er zu Schnurrdiburr kam, wobei er diese Anreize nur andeutet.
So viel also aus dem Vorwort. Ich mochte Wilhelm Busch schon früher und habe eine Verbindung zu ihm schon seit meiner Kindheit, so wurde mir zum Beispiel schon in meiner Kindheit Wilhelm Busch vorgelesen und vor allem an sein – ich würde es durchaus so nennen – Hauptwerk kann ich mich noch gut erinnern. Ich mochte die Geschichte von Max und Moritz, wobei mir natürlich nicht nur die Hühner und der Hahn, sondern auch die Menschen leid taten, die unter den Streichen der beiden ungezogenen Buben zu leiden hatten. So erklärt sich also meine Verbindung zu diesem Sammelband, der immerhin sechs der Bildergeschichten mitsamt der Verse abbildet, welche es möglich machen, dass man einzelne Passagen, oder vielleicht sogar ganze Geschichten besser auswendig zu lernen. Diese Technik hat man schließlich schon vor mehreren tausend Jahren angewendet um sich die Geschichten besser merken und weitererzählen zu können.
Und warum sollte es dieses Blogprojekt gerade jetzt geben? Naja, die Antwort darauf ist denkbar einfach und genauso pragmatisch: Ich habe das Buch beim Ausmisten gefunden und da es mir schon so zufällig in die Hände fiel und ich damit so viel verband, brachte ich es einfach nicht über 's Herz es wegzuwerfen, weshalb ich mich entschloss es mir noch einmal anzuschauen und mich damit auseinanderzusetzen.
Da die Geschichten meistens, obwohl sie in meiner Sammlung alle jeweils 20 Seiten umfassten, nicht besonders lang und damit nicht besonders ergiebig waren, habe ich es dieses Mal so gemacht, dass die Inhaltsangabe und die Rezension nur ein Post umfasst, außer bei Max und Moritz, welche auch bei mir eine Ausnahme machen, sodass dieses Blogprojekt sieben Posts zu den Geschichten umfasst.
Auch wenn Wilhelm Busch als Mensch vielleicht nicht der netteste und beste Mensch war, den es jemals gab – das weiß ich schließlich nicht, ich kenne ihn ja nicht persönlich – gehört er zu den Helden meiner Kindheit und ich hoffe, dass ich auch euch damit eine Freude machen kann.

Sonntag, 7. Mai 2017

Rezension: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne



Rezension: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

Die Inhaltsangabe zum Roman „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ von Jules Verne findet ihr oben.
Dieser Roman von Jules Verne „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ thematisiert die Reise von Phileas Fogg und Passepartout um die Welt. Tatsächlich und weil es kein Zeil außer die Rückreise nach London gibt, welches den beiden Reisenden ja bekannt ist, dreht es sich in dem Roman wirklich hauptsächlich um die Reise selbst. Auch die Länderbeschreibungen treten in den Hintergrund. Fogg zum Beispiel hat überhaupt kein Auge für die Landschaft und die Besonderheiten der Länder durch die sie reisen, Passepartout hat im Gegensatz dazu aber Spaß daran die Länder, Städte und Häfen zu durchstreifen und zu erkunden. Bei einer seiner Erkundungen geht er in eine Pagode, allerdings ist ihm nicht bewusst, dass er dies eigentlich nicht darf, da er Christ ist und davon abgesehen müsste auch ein Hindu seine Schuhe ausziehen, was Passepartout auch nicht weiß und deshalb versäumt er es zu tun, dieser Zwischenfall führt später auf der Reise dazu, dass sie also er und sein Meister verhaftet werden. Gerade diese Hindernisse werden immer wieder relativ detailiiert beschrieben. Im Gegensatz dazu werden dann Wegstrecken auf denen nicht viel passiert, sehr stark gerafft.
Diese Erzählweise kam mir recht unbekannt vor und ich fand sie durchaus sehr interessant und bemerkenswert.
Phileas Fogg ist wirklich ein seltsamer Kerl. Er kümmert sich zwar um seinen Diener und rettet eine vollkommen fremde Frau, aber er schaut sich in den fremden Ländern nicht mal um und scheint keinerlei Interesse an den Kulturen dieser Länder zu haben, andererseits ist er ein sehr ruhiger Charakter, was bedeutet, dass er nicht sehr viel redet aber auch seine Ruhe behält, wenn irgendwelche Unwegsamkeiten sich ihm und seinen Kameraden in den Weg stellen.
Passepartout fand ich eigentlich recht sympathisch, aber warum er seinem Herrn nicht erzählt, dass ein Polizist hinter ihnen her ist, verstand ich leider nicht, da es Herrn Fogg möglich gewesen wäre sich auf die Verhaftung vorzubereiten, wenn er vorher davon gewusst hätte.
Alles in allem war mir weder Fogg noch Passepartout richtig sympathisch, da ich bei beiden nicht wusste wie ich sie einschätzen soll. Die Parallelen zwischen Verne und Hoffmann sind offensichtlich, da beide in den Mittelpunkt ihrer Erzählungen verschrobene, beinahe verrückte Charaktere stellen. Wer mit diesen komischen Charakteren klarkommt und auch über die bisweilen seltsame Erzählweise und Wortwahl nicht stolpert, sollte sich mal an eines der bekanntesten Werke von Jules Verne machen, denn man kann mit diesem Reiseroman „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ auf jeden Fall ein paar spannende Stunden füllen.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Letzter Post

Letzter Post

Heinrich Hoffmann bringt in seiner Geschichtensammlung Der Struwwelpeter ganz verschiedene Geschichten zusammen, in denen Kinder erzogen werden oder eben auch nicht. Alle Kinder begehen eine Verfehlung wie zum Beispiel seine Suppen nicht zu essen, bei Sturm hinaus zu gehen oder mit Streichhölzern zu spielen. Dieses "schlechte" Verhalten wird bestraft entweder mit einer Verletzung oder sogar mit dem Tod oder Verschwinden.
Daran ist ja schon zu sehen wie alt diese Sammlung ist, denn heute würden die wenigstens Geschichten für Kinder solch tragische Enden haben. Die Geschichten werden heute verschieden interpretiert und in verschiedenen Disziplinen betrachtet, so haben die Texte vermutlich ihren Platz genauso in der Literaturwissenschaft wie auch in der Pädagogik, wenn auch unter Umständen als Negativbeispiele. Was man aus den Geschichten herausholt ist also ganz verschieden. Und gerade das gefällt mir an ihnen, auch, dass ich eine emotionale Bindung an die meisten habe, da ich sie noch aus meiner Kindheit kenne, hat dieses Projekt für mich so reizvoll gemacht. Aber diese romantische Erinnerung an diese Geschichten sorgt nicht dafür, dass ich sie uneingeschränkt weiterempfehle. Manche von ihnen sind wirklich toll und man kann vielleicht sogar über sie schmunzeln, wenn man sie nicht als realistische Erziehungsratschläge versteht. Wer dies allerdings tut, sollte wirklich vorsichtig sein, denn eine Hierarchisierung konnte ich bei den Vergehen und den darauf folgenden Strafen der Kinder nicht erkennen. Man sollte also vorsichtig sein, diese Geschichten seinen Kindern zu erzählen und man sollte mit ihnen darüber reden, warum diese Strafen gewählt wurden, und vielleicht auch, dass Erziehung früher anders gesehen wurde und dass es strengere Regeln gab.
Alles in allem ist der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann wohl vielen ein Begriff und so verbindet jeder etwas anderes mit ihm, aber man muss darauf achten, die Geschichten im historischen Kontext zu betrachten und darauf zu achten, dass die Erziehungsmethoden nicht mehr eins zu eins umsetzbar sind, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Ich empfehle das Geschichtenbuch der Struwwelpeter also weiter, allerdings mit einem Verweis auf meine obigen Ausführungen.


Sonntag, 30. April 2017

Inhaltsangabe: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist

Inhaltsangabe: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist


In diesem Drama „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist geht es um den Prinzen Friedrich, der im Garten in der Nacht liegt und träumt, er findet einen Handschuh, der ihn zu Tagträumen verleitet, sodass er die militärische Besprechung verträumt und nicht zuhört, als besprochen wird, wie in den nächsten Tagen in der Schlacht gegen Schweden verfahren werden soll. So macht Homburg einen folgenschweren Fehler und handelt ohne die Erlaubnis des Kurfürsten abzuwarten. Er gewinnt zwar die Schlacht, aber da er gegen einen direkten Befehl einen Angriff befahl, verstößt er gegen Kriegsrecht, sodass dieses fordert, dass er zum Tode verurteilt wird. Das Todesurteil wird zwar nicht vollstreckt, allerdings versucht der Prinz sich selbst zu retten und bettelt die Kurfürstin an, um sein Leben zu bitten. Diese sagt ihm, dass sie es bereits versuchte, dass es allerdings nichts gebracht hat. Auch Nathalie die Nichte der Kurfürstin, die von dieser aufgezogen wurde, bittet um das Leben Homburgs. Der Kurfürst lässt Homburg sein Leben, allerdings erkennt dieser, dass er gegen das Kriegsrecht verstoßen hat und dass er den Tod verdient hat. Auch seine Soldaten versuchen mithilfe einer Unterschriftensammlung zu verhindern, dass Homburg getötet wird. Am Ende wird Homburg doch verschont als er schon glaubt, dass er jetzt sterben müsse, sodass sie erneut gegen die Schweden in den Krieg ziehen, um dieses Mal nicht nur die Schlacht, sondern den gesamten Krieg zu gewinnen.

Mittwoch, 26. April 2017

Die Geschichte vom fliegenden Robert

Die Geschichte vom fliegenden Robert

In Die Geschichte vom fliegenden Robert von Heinrich Hoffmann geht es um einen Jungen namens Robert, der bei Sturm mit einem Regenschirm draußen herumläuft. Er wird von einer Windböe erfasst und davon getragen, weshalb er schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen wurde.
Ich wüsste nicht, was ich dazu hier groß schreiben sollte. Was soll man aus dieser Geschichte lernen? Man soll nicht bei Sturm und Regen raus gehen? Na gut, das mache ich ohnehin recht selten, aber ich achte darauf. Vielleicht war das früher eher Thema, da Kinder nicht wussten, wie sie sich zuhause im Wohnzimmer oder im Kinderzimmer beschäftigen sollten und heute sind Kinder vielleicht ohnehin mehr drin, mehr daran gewöhnt, wissen wie sie sich drin auch mal alleine beschäftigen können. Das wäre zumindest eine Erklärung, die für mich auf den ersten Blick recht schlüssig erscheint. Schade ist natürlich, dass das Kind nicht ermahnt wurde. Anscheinend gibt es keinen Erwachsenen, der sich a) dafür interessiert, dass das Kind bei Regen rausgeht, noch b) dafür interessiert, wo das Kind nach dem Regen hin ist. Man erfährt auch nicht, ob der Junge überlebt hat oder nicht, denn man erfährt nur, dass er nicht mehr gesehen wurde, das kann natürlich zweierlei bedeuten. Ich finde, es ist aber eine recht grausame Bestrafung für das Kind, egal, ob es nun tot ist, oder nur sehr weit weg von zuhause, denn damit wäre es ja auf sich selbst gestellt. Dieses lockere, offene Ende, lässt natürlich Spielraum für Interpretationen und würde heutzutage auch eine Fortsetzung möglich machen und wäre heute vermutlich sogar so verwendet worden.
Ansonsten weiß ich leider wirklich nicht, was ich dazu noch schreiben soll und so endet unsere letzte Struwwelpeter-Geschichte Die Geschichte vom fliegenden Robert von Heinrich Hoffmann, bei der ich wirklich nicht weiß, ob ich sie speziell empfehlen würde, aber tendenziell fällt mir nichts an, was absolut dagegen sprechen würde.

Sonntag, 23. April 2017

Rezension: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist

Rezension: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist


Die Inhaltsangabe des Dramas „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist findet ihr oben.
Am Anfang fand ich das Drama sehr langatmig und ich hatte das Gefühl, obwohl ich ungefähr wusste, worum es geht, dass ich keine Ahnung habe, was gerade passiert und ich wollte Kleist eigentlich keine neue Chance gehen, obwohl ich die Marquise von O... gar nicht mal so schlecht fand.
Wie oben bereits angedeutet ist der Anfang ein bisschen verworren, undurchsichtig und düster, allerdings wird alles, jede Unklarheit im Laufes des Dramas aufgeklärt, sodass es durchaus dramaturgisch sinnvoll sein kann, dass man den Anfang so offen lässt. Homburg erlebt etwas im Traum, sodass die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen, was ich ja ganz gerne mag, seitdem ich Hoffmann kennen gelernt habe.
Sehr ironisch fand ich es, dass der Prinz am Anfang um sein Leben fleht, dann aber seinen Fehler einsieht und dann um seinen Tod bittet und sich auch von seinem Grab nicht mehr abschrecken lässt. Homburg ist bereit sein Leben zu lassen um seinen Fehler wieder gutzumachen, der eigentlich aber zu einem Sieg führte. Seine Soldaten setzen sich, obwohl sie ja eigentlich auch dem Kriegsrecht unterstellt sind, für ihn ein und versuchen ihn von seinem Schicksal zu bewahren, obwohl sie ja durch sein unbedachtes Handeln in Gefahr gebracht wurden. Nicht nur die Ironie, sondern auch die Unklarheit und die Verschwommenheit der Ebenen, der Strafe und des Rechts, haben diese Verwicklungen für mich sehr interessant gemacht.
Letztendlich gehört das Drama „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist nicht zu den besten, klassischen Werken, die ich jemals gelesen habe, aber da man am Ende eine halbwegs kluge Auflösung erhält und Kleist nuneinmal zu den Klassikern gehört, muss bzw. sollte man dieses Drama wohl lesen – und man kann, aufgrund der enthaltenen Gesellschaftskritik, es auch gut lesen, wenn man sich vom Anfang nicht abschrecken lässt.

Mittwoch, 19. April 2017

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft von Heinrich Hoffmann beschreibt einen Jungen, der nicht darauf achtet wohin er geht und ständig Löcher in die Luft starrt, vor allem den Himmel findet er besonders interessant. Auf dem Schulweg sieht er den Bach einmal nicht und stürzt mitsamt seiner Mappe hinein. Glücklicherweise sehen dies zwei Männer, die ihn herausfischen, allerdings schwimmt seine Mappe weg, sodass er dann betröppelt am Ufer steht.
Man kennt das ja, dass man mal vor sich hin träumt, aber dass man dermaßen versunken ist, dass man den Bach nicht sieht, das erscheint mir doch sehr komisch. Natürlich kann ich mir dies durchaus vorstellen, schließlich kann es schon mal passieren, dass man eine Sekunde zu spät aus seinen Tagträumen erwacht und so die Haltestelle verpasst, aber dass man im Straßenverkehr rumläuft ohne darauf zu achten, wohin man läuft? Das kenne ich eigentlich nur von Menschen, die auf ihr Handy schauen und deshalb nicht auf Autos, Busse und Bahnen achten. Vielleicht sind die Handys die neuen Tagträume?
Interessant ist hier, dass der Junge von zwei Männern gerettet wird, und deshalb keine schlimmeren Folgen zu befürchten hat, als dass er Ärger bekommt, weil seine Mappe weg ist. Dass der Ärger mit den Eltern, ob der verschlampten Mappe und mit dem Lehrer, nicht nur weil die Mappe weg ist, sondern vielleicht auch weil die Hausaufgaben darin waren, schlimm genug sein kann, kennt wohl jeder. Aber interessant wäre es mal eine Hierarchie der Werte von Heinrich Hoffmann, die er in seinen Geschichten erwähnt und wie sie bestraft werden, aufzustellen.
Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft ist durchaus realistisch, denn jeder kennt es wohl, dass man aus Müdigkeit oder aus Langeweile vor sich hin träumt und daraus negative Konsequenzen erwachsen, sodass man sich mit Hanns durchaus identifizieren kann. Die verhältnismäßig milde Strafe, die Heinrich Hoffmann hier beschreibt, sei an dieser Stelle noch erwähnen, denn nicht nur deshalb, empfinde ich diese Geschichte als durchaus lesenswert und kann sie weiterempfehlen.


Sonntag, 16. April 2017

Inhaltsangabe: Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll

Inhaltsangabe: Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann von Heinrich Böll

Katharina Blum kommt aus einem nicht besonders guten Elternhaus, über ihre Mutter kursieren Gerüchte im Ort, ihr Vater war griesgrämig und arbeitete sich zu Tode, der Bruder wird kriminell. Katharina versucht aus diesem Sumpf herauszukommen indem sie einen Mann heiratet. Als ihr Mann aber zudringlich wird, entscheidet sie sich sich scheiden zu lassen und wird schließlich schuldig geschieden. Katharina wird zur Fastnacht auf eine Party bei ihrer Patentante, auf dieser Feier tanzt sie mit einem Ludwig Götten von dem sie bis zum Schluss behauptet nicht zu wissen wer er ist, außerdem sagt sie, dass sie ihn vorher nicht kannte und ihn erst dort kennen lernte. Diese Ereignisse werden von einem Erzähler in einem Bericht rückblickend dargestellt, sodass dieser schon weiß, wie dieser Bericht ausgeht und dies auch an den Leser weitergibt. Innerhalb weniger Tage muss Katharina sich nun den Verhören der Polizei stellen, denn diese glauben am Anfang, dass sie nicht nur wusste, wer Götten war, sondern auch wenn kein Umschlagplatz oder Treffpunkt in ihrer Wohnung war, so war sie doch an den Überfällen beteiligt. Auch die ZEITUNG verunglimpft Katharina. Diese Zeitung verdreht die Aussagen der Beteiligten, behauptet, dass Katharina am Tod ihrer Mutter Schuld sei und bezeichnet sie als habgierig, kaltblütig und so weiter. Außerdem behauptet diese Zeitung, dass Katharina Herrenbesuch gehabt haben soll, was diese aufgrund ihrer Persönlichkeit aus der Fassung bringt.
Auch Katharinas Arbeitgeber werden in diesen Skandal verwickelt, da der Ehemann des Paares, für das sie arbeitet, Anwalt ist und versucht Katharina zu helfen und sie zu befreien. Da sie an Katharinas Unschuld glauben und ihr helfen wollen, werden sie von Freunden und Bekannten der gehobeneren Gesellschaft gemieden, außerdem vernachlässigt der Anwalt sein Äußeres, sodass er bald in Verruf gerät, auch zwischen den Eheleuten kommt es zu Konflikten, da das Gerücht gestreut wurde, dass die beiden sich scheiden lassen wollen.
Am Ende tötet Katharina den Journalisten, der für all die schändlichen Dinge verantwortlich war, die über sie geschrieben wurden.

Mittwoch, 12. April 2017

Die Geschichte vom Zappel-Philipp

Die Geschichte vom Zappel-Philipp

In der Geschichte vom Zappel-Philipp geht es um einen Jungen, der bei Tisch immer wieder mit dem Stuhl kippelt, obwohl es ihm seine Eltern verbieten. Irgendwann kommt es wie es kommen muss, er stürzt nach hinten, packt in Panik das Tischtuch und reißt alles mit sich nach hinten. Die Eltern sind bestürzt, denn ihr Essen liegt nun am Boden.
Gekippelt haben wohl die meisten von uns schon, schließlich ist das in der Schule vor allem in der Grundschule so eine Art Nationalsport. Dass man trotz der Ermahnungen der Lehrer nicht einsah, dass es gefährlich sein könnte und dass durchaus die Möglichkeit bestehen könnte, dass man stürzt, erkennt man als Kind auch noch nicht an. Ich hatte sogar einen Mitschüler, der mit seinem Stuhl kippte, aber dennoch wurde weiter gekippelt in meiner Klasse. Weshalb ich dieses Verhalten durchaus nachvollziehen kann und auch glaube, dass es durchaus realistisch ist, dass der Junge nach hinten fällt und dass er auch die Ermahnungen seiner Eltern nicht hört.
In der heutigen Rezeption wurde anscheinend immer wieder thematisiert, dass es sich auch hier um ein aufmerksamkeitsgestörtes Kind handeln könnte. Ob dies stimmt, weiß ich nicht, denn danach wäre mindestens die Hälfte aller Grundschüler aufmerksamkeitsgestört, was ich mir nicht vorstellen kann. Natürlich könnte es an der Schulstruktur liegen, dass Schüler einfach gelangweilt sind, sodass sie sich versuchen abzulenken, denn kippeln erfordert durchaus Konzentration, wenn auch auf andere Dinge als das Geschehen an der Tafel.
Interessant ist hier auch wieder das Frauenbild, denn – obwohl ich geschrieben habe, dass die Eltern es verbieten – ist es hauptsächlich der Vater, der sowohl seinen Sohn ermahnt als auch am Ende wütend wird. Die Mutter scheint eher unbeteiligte Zuschauerin zu sein. Vielleicht weil sie ihren Sohn nicht ausschimpfen will, vielleicht weil er ohnehin nicht hört (unter Umständen nicht mal nur nicht auf sie hört, sondern sie sieht, dass er auch auf den Vater nicht hört, sodass sie meint, sich die Mühe sparen zu können). Wie man dies alles interpretieren kann, überlasse ich den entsprechenden Stellen.
Die Geschichte vom Zappel-Philipp von Heinrich Hoffmann hat also Potenzial und es gibt sicherlich einige Ansatzpunkte, mit denen man an diese Geschichte herangehen kann. Ob sie didaktisch viel ausrichten kann, weiß ich nicht, aber ich vermute mal, dass sie das nicht kann, dennoch würde ich sie weiterempfehlen.

Sonntag, 9. April 2017

Rezension: Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll



Rezension: Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann von Heinrich Böll

Die Inhaltsangabe des Berichts „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll findet ihr oben.
Besonders interessant an diesem Werk ist natürlich, dass es gerade erst – zumindest für literarische Verhältnisse – geschrieben wurde und damit auf politische Ereignisse Bezug nimmt, die noch gar nicht so lange her sind, auch vom Stil her, gefällt es mir recht gut, denn ich stehe auf einen moderneren Stil – zumindest meistens.
Dass der Bericht aus einer Retrospektive geschrieben wurde, macht ihn auch interessant, denn der Erzähler weiß schon wie er endet und offenbart es gleich zu Anfang dem Leser. Diese Erzählweise verschiebt den Blick nicht so sehr auf das Ende, sondern darauf wie es soweit kommen konnte und dafür um diese Erklärung möglichst authentisch bringen zu können, sind die Zeitungsartikel beziehungsweise Ausschnitte aus diesen und die Kopfzeilen und Überschriften oder Schlagworte besonders geeignet.
Die Mischung aus dem nüchternen Erzählstil eines Berichts und den polarisierend Passagen der Zeitung und des Erzählers, der auch eine gewisse Zuneigung zu Katharina zu haben scheint, wirken im Gesamtkonzept der Erzählung wirklich spannungsgeladen. Nicht, dass dieser Stil den Leser aus dem Fluss bringt oder ihn unruhig macht, das gar nicht mal, aber er bringt eine Spannung und einen Witz in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, den man dort nicht erwarten würde und der durchaus zu einem Schmunzeln führt, obwohl es das Thema eigentlich nicht erlaubt. An Katharina mochte ich, dass sie eine Figur war, in die man sich reinfühlen konnte, obwohl sie auch ihre negativen Seiten hat und auch weil man weiß, dass sie sich am Ende an dem Journalisten rächen wird.
Insgesamt war das einer der Punkte, die mir besonders gut gefallen haben und ich habe große Lust ein weiteres Werk von Heinrich Böll zu lesen, denn dieser Autor gefällt mir von seinem Stil her und auch die Konzeption der Figuren und der Geschichte, aber auch des Erzählers geben sicherlich viel her, was man analysieren könnte, sodass ich diesen Bericht beziehungsweise diese Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll sehr gerne weiterempfehle.

Mittwoch, 5. April 2017

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann beschreibt einen Jungen, der ein bisschen dick ist und auf einmal beschließt, dass er seine Suppe nicht mehr essen mag, sodass er über die Tage immer mehr abnimmt bis er nur noch ein Strich in der Landschaft ist. Am fünften Tag ist der Suppen-Kaspar schließlich tot.
Dass ein Junge, der ein bisschen übergewichtig ist, nach fünf Tagen fasten stirbt, ist sehr unwahrscheinlich, sodass ich diese Übertreibung irgendwie doof fand, da sie den Kindern nur zeigen soll, dass man entweder ist, was auf den Tisch kommt, oder eben hungrig ins Bett geht und am Ende stirbt. Natürlich müssen Kinder lernen, dass es Arbeit kostet und Geld wenn man kocht, aber diese drastische Zuspitzung fand ich unverhältnismäßig. Mich persönlich hätte noch interessiert, warum der Junge so empfindlich auf die Suppe reagiert. Warum mag ein Junge, der offensichtlich nicht ungern gegessen hat, so scheint es zumindest am Anfang, auf einmal seine Suppe nicht mehr essen? Dies wurde, meiner Ansicht nach, überhaupt nicht geklärt, was ich sehr schade fand, weil die ganze Geschichte für mich ohne Erklärung keinen Sinn ergibt.
Das Verhalten des Kindes könnte auf eine Aufmerksamkeitsstörung hinweisen, wie es in der heutigen Literatur öfter interpretiert worden scheint. Diese Deutung erscheint mir irgendwie sinnvoll und dass man früher nicht wusste, wie man mit diesen Kindern am Besten umgeht, ist auch kein Geheimnis, von daher scheint dieses Geschichte große Differenzen in der Erziehung deutlich zu machen.
Seltsam war auch, dass die Eltern nichts taten dagegen, dass ihr Sohn nichts essen wollte, denn wenn ich merke, dass mein Kind seit Tagen nichts mehr isst, würde ich doch mal nachfragen woran es liegt und ob ich nicht irgendwas dagegen tun kann und würde dann eventuell etwas anderes kochen (lassen).
Letztendlich ist die Geschichte vom Suppen-Kaspar also nicht gerade mein Liebling dafür hat sie einfach zu viele Schwächen, deshalb würde ich sie tendenziell nicht weiterempfehlen.


Sonntag, 2. April 2017

Inhaltsangabe: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson

Inhaltsangabe: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson

'Du solltest dich mal Folgendes fragen. Meinst du, du hast Glück gehabt? Na, sag schon, Bengel.' […] 'Ja, das meine ich', sagte er. 'Ich bin ein äußerst glücklicher Bengel.'“

In diesem Roman „Das muss Liebe sein“ von Rachel Gibson geht es um die ein wenig abgedrehte Gabrielle Breedlove und den Detective Joe Shanahan. Gabrielle überwältigt den verdächtigen Mann, den sie für einen Stalker hält und der sie schon seit einigen Tagen verfolgt im Park. Er schafft es dennoch sie zu verhaften und ist auch von der quirligen Rothaarigen nicht wirklich angetan. Im Verhör findet sie heraus, dass sie verdächtigt wird an mehreren Diebstählen beteiligt zu sein, denn ihr Laden wurde im Zusammenhang mit einem großen Kunstraub von einem Dieb genannt. Gabrielle weiß von nichts und kann sich auch nicht vorstellen, dass ihr Geschäftspartner Kevin Carter damit etwas zu tun haben soll, schließlich kennt sie ihn und arbeitet seit Jahren mit ihr zusammen. Gemeinsam besitzen sie einen Laden für Kuriositäten, angefangen bei Antiquitäten über Kristallnippes zu ätherischen Ölen. Um sowohl ihre als auch die Unschuld ihres Geschäftspartners zu beweisen, lässt Gabrille als geheime Informantin Joe Shanahan in ihrem Laden arbeiten, obwohl sie den griesgrämigen Detective gar nicht gerne in ihrer Nähe hat, denn er besitzt eine schwarze Aura. Mit den komischen Dingen, die Garbrielle über Meditation, Seele, Karma und Aromatherapie sagt, verunsichert sie den Detective, der seinerseits mit ihr und ihren Weltansichten nicht viel anzufangen weiß. Als Gabrielles Freund getarnt soll Joe einige Renovierungsarbeiten im Laden übernehmen und dabei ganz heimlich Kevin ausspionieren. Gabrielle, die dabei ein furchtbar schreckliches Gewissen hat, muss sich immer wieder einreden, dass sie ja schließlich nur versucht auch Kevins Unschuld zu beweisen. Zwischen Joe und Gabrielle knistert es ganz ordentlich und so geben die beiden ihren Gefühle in Form von leidenschaftlichen Küssen hin und wieder nach, allerdings darf nicht mehr zwischen den beiden geschehen, da Joe sonst Schwierigkeiten kriegen könnte und da er im letzten Jahr in eine tötliche Schießerei verwickelt worden war, darf er sich keinen Patzer erlauben. Bei einer Party in Kevins Haus finden sie schließlich einige der gestohlenen Gegenstände und so müssen sich Joe und Gabrielle heimlich aus dem Haus schleichen. Joe meldet die Fundstücke und so wird Kevins Haus durchsucht und er wird verhaftet. Joe hingegen hält sich bei Gabrielle auf um endlich mit ihr zu schlafen, da sie nicht mehr seine Informantin ist. Wütend über sich und dass er die Verhaftung verpasst hat, kommt er abends zurück zu Gabrielle. Sie sagt ihm, dass sie ihn liebt, er allerdings sagt nur, dass der Sex ein Fehler war und dass er sie nicht liebt. Er geht und lässt sie mit gebrochenem Herzen zurück. Gabrielle, nachdem sie sich einen Monat zurückgezogen hatte, kommt zurück um mit Kevin, der in Untersuchungshaft sitzt, zu sprechen, außerdem geht sie zu einer Party, auf die auch Joe eingeladen ist. Dort treffen sich die beiden und Gabrielle hofft dadurch endlich einen Schlussstich unter die Sache mit Joe zu setzten, zumal sie herausfindet, dass er sich während sie sich noch kannten mit einer anderen Frau traf. Joe versucht zwar die Sache zu erklären, aber Gabrielle hat keine Ohren für ihn und so ist sie besonders überrascht als sie am nächsten Tag nicht nur drei Rosensträuße von Joe überreicht bekommt...