Mittwoch, 21. Juni 2017

Fips der Affe und seine lustigen Abenteuer von Wilhelm Busch

Fips der Affe und seine lustigen Abenteuer von Wilhelm Busch

Fips wird von einem Mann festgehalten, der ihn aufessen will, Fips will das aber nicht mit sich machen lassen und so lässt er dem Mann von einem Baum die Nase abreißen. Danach will ein Mann Fips einfangen, dieser schleppt ihn mit und verkauft ihn an einen Friseur. Der Friseur ist nicht besonders glücklich mit Fips, da dieser einen seiner Kunden übel zurichtet. Dann klaut Fips aus einer Bäckerei Gebäck und von einem Herren gefangen. Dort ärgert er das Kindermädchen Jette, welche ihrerseits den Fips geärgert hatte. Auch mit der Katze und dem Hund aus der Familie kommt er nicht klar und so fetzen sich die Drei hin und wieder. Am Ende spielt Fips noch auf einem Klavier und die Katze und der Hund jaulen dazu, damit ist der Besitzer überhaupt nicht glücklich.
Ich muss sagen, dass mir diese Geschichte nicht wirklich gut gefiel, denn hier werden die Katze und der Hund unnötig gequält und da ich Tiere – und vor allem Hunde und Katzen – sehr gerne mag, mochte ich diese Geschichte überhaupt nicht. Natürlich lässt sich jetzt sagen, dass Fips nur so viel anstellt, weil ihn nie jemand Moral gelehrt und erzogen hat. Das war natürlich sehr schade, denn es führt dazu, dass er sich überhaupt nicht benimmt. Auch, dass man ihn nur mit Prügeln straft und er sonst keinerlei Strafen kennt, ist natürlich schade und tragisch, denn eigentlich müsste man an dieser Stelle auch mit dem Affen Mitleid haben, der ja nun mal nichts für sein Verhalten kann, aber dennoch hart dafür bestraft wird. Vielleicht ist Fips auch einfach leichtsinnig und macht gerne Unsinn, das wäre auch noch eine Möglichkeit, aber wenn man bedenkt, wie die Geschichte anfängt, wirkt es nicht so. Denn er wird dazu getrieben sich gegen die Menschen zu wehren, die ihnen entweder aufessen oder fangen und verkaufen. Am Ende sind es dann zwar andere, die unter diesem Verhalten zu leiden haben, natürlich von Fips einmal abgesehen, kann der Kunde des Friseurs nichts dafür wie Fips zuvor behandelt wurde und dennoch wird gerade ihm das Ohr abgeschnitten. Man kann also natürlich erzieherisch und moralisch so einiges aus dieser lustigen Bildergeschichte lernen, wobei ich sie nicht wirklich lustig fand, aber vielleicht traf sie den Humor der damaligen Zeit. Wilhelm Busch ist ja in den meisten (zumindest in den Geschichten, die ich bisher von ihm gelesen habe) nicht zimperlich mit seinen Figuren, welche entweder tot oder zumindest verletzt enden.
Alles in allem ist Fips der Affe und seine lustigen Abenteuer keine besonders erbauliche Geschichte, kann aber vielleicht Spaß machen aber man lernt auf jeden Fall etwas aus ihr, wenn ich auch noch nicht sicher bin, was genau, sodass ich sie nicht unbedingt weiterempfehlen würde.

Sonntag, 18. Juni 2017

Rezension: Absurda Comica oder Herr Peter Squenz von Andreas Gryphius

Rezension: Absurda Comica oder Herr Peter Squenz von Andreas Gryphius

Die Inhaltsangabe zur Komödie „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ von Andreas Gryphius findet ihr oben.
Da diese Komödie „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt, ist die Sprache doch ein bisschen gewöhnungsbedürftig und schwieriger zu verstehen, wobei ich aber nach ein bisschen Recherche herausfand, dass ich wohl alles wichtige verstanden hatte. In der Reclamausgabe finden sich verschiedene Begriffserklärungen, welche dafür sorgen, dass man einige unklare Wörter besser versteht, was vor allem an einer Stelle relativ wichtig war, denn dort hatte sich die Wortbedeutung derart verändert, dass man, wenn man die Aussage wörtlich genommen hätte, genau das Gegenteil verstanden hätte.
Mit den Figuren konnte ich mich nicht so wirklich identifizieren, denn diese werden nur recht oberflächlich beschrieben, was vielleicht auch mit an der alten Sprache liegt. Außerdem ist es für den Autoren nicht wichtig, dass er die Figuren gut ausarbeitet, denn es sind nur Stereotypen, die dort aufgezeigt werden. Hier findet man schlichtweg eine Kritik an den ungebildeteren Ständen, welche versuchen sich größer zu machen und versuchen sich selbst als gebildeter darzustellen als sie es sind.
Im heutigen Kontext könnte man auch eine Königs- oder Adelskritik darin lesen, denn der König macht sich mit seiner Familie lustig über die Handwerker, obwohl er zuvor schon ahnt, dass sie es nicht besonders gut hinkriegen werden dieses Stück aufzuführen.
Wir finden in diesem Stück ein Stück, denn die Personen planen ein Theaterstück, das sie aufführen wollen. Diese doppelte Erzählebene finde ich total spannend und interessant.
Insgesamt ist diese Komödie „Absurda Comica oder Herr Peter Squenz“ von Andreas Gryphius natürlich schon recht alt und dementsprechend ist die Sprache schwierig zu verstehen. Allerdings sollte man diese Komödie nicht zu leicht nehmen und damit rechnen, dass man nicht alles auf den ersten Blick versteht, aber wem das nichts ausmacht, der kann damit zumindest ein bisschen Spaß haben, sodass ich dieses Theaterstück gerne weiterempfehle.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Hans Huckebein der Unglücksrabe von Wilhelm Busch

Hans Huckebein der Unglücksrabe von Wilhelm Busch

Hans Huckebein der Unglücksrabe von Wilhelm Busch ist eine Geschichte, die aus vier recht kurzen Geschichten besteht. Die erste Geschichte heißt Hans Huckebein der Unglücksrabe, in dieser geht es um einen Raben, der von einem kleinen Jungen eingefangen und nachhause gebracht wird. Dort streitet sich der Rabe mit einem Hund und einer Katze, womit sie einiges in Unordnung bringen, so stößt der Rabe einen Eierkorb um, dann einen Krug mit Wasser, auch schmeißt er einige Teller aus einem Regal und verschmutzt die weiße, saubere Wäsche. Am Ende betrinkt er sich mit einem Wein, den er auf einem Tisch findet, außerdem torkelt er dermaßen, dass er sich in den Stricksachen, der Dame des Hauses verfängt, womit er sich selbst erhängt.
In der zweiten Geschichte Die kleinen Honigdiebe von Wilhelm Busch versuchen zwei Buben Honig zu stehlen, allerdings werden sie bei dem Versuch von Bienen gestochen, sodass sie ganz geschwollene Gesichter haben.
Die dritte Geschichte heißt der Hahnenkampf, in ihr geht es um zwei Hähne, die sich um einen Topf voll Brühe streiten, womit sie in den großen Topf fallen, als dann der Schnauzer kommt, vertreibt er die Kampfhähne, und so ist er es, der alleine etwas von dem Futter hat.
In der vierten und letzten Geschichte, die Eine milde Geschichte heißt, geht es um einen Betrunkenen, der auf dem Heimweg über einen Karren stolpert, als er endlich zuhause ist, legt er sich in den Teig, doch in diesem droht er zu ertrinken. Als er in Panik gerät, fällt er gemeinsam mit dem vorbereiteten Teig, der über Nacht gehen sollte, zu Boden. Sie befreit ihren Mann von dem Teig, kann nun aber nicht mehr backen.
Diese Geschichten sind alle zusammen 20 Seiten lang, wobei die erste, was man vermutlich auch an der Länge der Inhaltsangabe sieht, mit 12 Seiten mit Abstand die längste ist. Die anderen drei Geschichten sind jeweils zwei bis drei Seiten lang. Alle gehen mehr oder weniger schlecht aus für die Protagonisten. Vor allem Hans Huckebein, der von einem Kind eingefangen wird, endet ziemlich schlecht, da er sich aus Versehen in betrunkenem Zustand am Strickzeug erhängt. Er kann nichts dafür, denn weder ist er selbst dort eingedrungen, noch hat er sich den Wein geholt oder das Strickzeug dorthin gelegt. Auch für die anderen enden die Geschichten nicht besonders gut. Die beiden Jungs, die den Honig stehlen, müssen unter ihrem eigenen Fehler leiden. In der dritten Geschichte müssen auch die beiden Streithähne unter ihrem Fehler leiden, in der letzten Geschichte leiden sowohl der Mann als auch die Frau unter dem Fehler des Mannes, denn dieser ist über und über mit Teig bedeckt, die Frau hingegen hat sich die Mühe mit dem Teig ganz umsonst gegeben und muss nun auch noch ihren Mann mitten in der Nacht vom Teig befreien. Insgesamt weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll, denn natürlich verdienen es Jungs, die Honig stehlen wollen, durchaus eine kleine Strafe dafür, denn es ist ja nun wirklich nur eine temporäre Strafe, aber sowohl die Frau als auch der Rabe, konnten nichts dafür, sodass eine Strafe unfair ist. Alles in allem ist diese Geschichte Hans Huckebein der Unglücksrabe nett, aber nichts besonderes, sodass ich sie für ein paar langweilige Stunden zwar durchaus empfehlen kann, sie aber nicht zum Kauf empfehlen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Inhaltsangabe: Des Teufels General von Carl Zuckmayer

Inhaltsangabe: Des Teufels General von Carl Zuckmayer


In dem Drama „Des Teufels General“ von Carl Zuckmayer wurde 1946 uraufgeführt. Das Hauptthema dieses Drama ist die Kritik am nationalsozialistischen Regime. Es geht um den General Harras, der bereits im ersten Weltkrieg als Pilot gedient hatte, nun dient er im zweiten Weltkrieg. Allerdings äußert er sich im ersten Akt bei einer Feier mit Parteimitgliedern eher abgeneigt dem Regime gegenüber. Seine Freunde und Kollegen wissen davon und schaffen es damit umzugehen, wobei sie allerdings lernen sich von ihm zu distanzieren als es ihm an den Kragen geht. Harras erfährt, dass mehrere Maschinen, die ihm unterstehen, abgestürzt sind. Er kann sich aber nicht erklären woran es liegt, denn die Maschinen werden immer wieder kontrolliert, weshalb er Sabotage vermutet. Harras verschwindet, bis er einige Wochen später wieder zu sich in die Wohnung kommt. Korrianke, sein Chauffeur, wartet voller Anspannung auf Harras. Auch Lüttjohann wartet dort in Harras' Wohnung. Harras, in Diddo verliebt, freut sich als diese kurz nach seinem Eintreffen in seiner Wohnung auftaucht. Die beiden beschließen zu heiraten, lösen ihre Verlobung aber noch am selben Abend, da es sich herausstellt, dass ein guter Bekannter namens Eilers mit einer der defekten Maschinen abgestürzt ist, was die Lage für den General noch verschlimmert. Er hat noch zehn Tage bis zu seiner Deadline, dann muss er entweder herausgefunden haben, wer für die Sabotagen verantwortlich ist, oder er wird selbst zur Rechenschaft gezogen, da er als Chef dieser Einheit für die Sicherheit seiner Männer und der Maschinen verantwortlich ist.
Am letzten Abend konfrontiert ihn Anne Eilers mit schweren Vorwürfen, denn sie gibt ihm die Schuld am Absturz ihres Mannes. Allerdings nicht so wie man es sich vorstellen würde, sondern sagt sie, dass er von Anfang wusste, dass dieser Krieg ungerecht geführt würde, sodass es seine Pflicht gewesen wäre mit Eilers darüber zu sprechen und ihm aufzuzeigen, dass seine Ideologien nicht haltbar sind.
Harras findet zu guter Letzt heraus, wer hinter der Sabotage steckt, allerdings entscheidet er sich dafür, die Schuld zu übernehmen und sein Geheimnis mit ins Grab zu nehmen, dann unterschreibt er den Bericht bevor er sich in die Schwestermaschine von der setzt, in der Eilers abstürtzte.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Schnurrdiburr oder die Bienen von Wilhelm Busch

Schnurrdiburr oder die Bienen von Wilhelm Busch

In der Bildergeschichte Schnurrdiburr oder die Bienen von Wilhelm Busch geht es um einen Bienenstock in dem Garten von Hans Dralle, allerdings wollen die Bienen weg von ihm und so ziehen sie an einen Ast an einem Baum, wovon Dralle sie allerdings zurückholen will. Dabei fällt er aber von einer Leiter, Kinder wollen die Bienen mit Wasser abspritzen und ein Jäger schießt nach ihnen, auf ihrem Weg richten die Bienen noch viel Chaos an bis sie sich in einen Baum verkriechen. Dort will Eugen sich ein wenig Honig stibitzen, allerdings bleibt er im Baum stecken. Als dann ein Bär kommt, versucht er zu flüchten, was ihm allerdings erst gelingt, nachdem der Bär Hans Dralle, der inzwischen ankam, angreift. Als sie dann die Bienen aus dem Baum befreien wollen, sägen sie zu diesem Zwecke den Stamm unten ab und kürzen seine Stiefel. Eugen wird von dem Schwarm angegriffen, flüchtet sich in einen Teich, schluckt dabei einen Frosch, der Arzt kommt um ihn zu behandeln und er kommt auf die Idee, Dralle den Honig vom Board über dem Bett zu stehlen.
Diese Geschichte von Wilhelm Busch Schnurrdiburr oder die Bienen gefiel mir nicht so gut, wobei ich nicht genau sagen kann, weshalb. Irgendwie fand ich es nicht so toll, dass die Geschichte so viele Kettenreaktionen nach sich zog, ohne sich damit zu beschäftigen, was mit dem Bienenschwarm am Ende passierte, denn diese verlieren ihren Honig an ihren Imker. Was danach mit den Bienen passiert, erfährt man nicht. Auch die Tatsache, dass Hans Dralle immer wieder versucht seine Bienen einzufangen, sich dabei selbst verletzt und so verletzt sich deshalb auch Eugen mehrfach, außerdem werden beide von einem Bären angegriffen. Und am Ende erhält Dralle nichts weiter als einen gestohlenen Honigtopf, sodass seine gesamte Mühe vollkommen umsonst war. Eugen erhält zwar etwas für seine Mühe, aber irgendwie musste er auch ziemlich leiden dafür. Was lernt man daraus? Dass es nicht so nett ist, wenn man jemanden ausbeutet und dass man am Ende nichts für seine Arbeit bekommt. Von daher, hat diese Geschichte durchaus eine Moral, auch, dass Eugen, obwohl er mit den Bienen eigentlich nichts zu tun hatte, am Ende Honig erhält, zeigt die Moral noch einmal auf. Einzig war es schade, dass die Bienen nicht für ihre Arbeit entlohnt wurden, denn damit hätte mir die Geschichte vielleicht wirklich gut gefallen. Alles in allem, empfehle ich Schnurrdiburr oder die Bienen von Wilhelm Busch zwar weiter, aber so wirklich überzeugt davon war ich nicht.

Sonntag, 4. Juni 2017

Rezension: Des Teufels General von Carl Zuckmayer

Rezension: Des Teufels General von Carl Zuckmayer

Die Inhaltsangabe zum Drama „Des Teufels General“ von Carl Zuckmayer findet ihr oben.
Obwohl ich für dieses Drama ein paar Wochen gebraucht habe, fand ich es ziemlich gut. Die Charaktere haben mir besonders gut gefallen. Wir haben auf der einen Seite Harras, der sich gegen das Regime sträubt, aber, weil er sich in Sicherheit wiegt, denn er meint, er sei unersetzlich. Er sträubt sich dagegen, weil er weiß, was diese Ideologien bedeuten und dass sie Schwachsinn sind, aber er unterstützt das Regime, weil seine Berufung das Fliegen ist. Dann haben wir Anne und Friedrich Eilers, die dem Regiem hörig sind und es unterstützten, außerdem glauben sie an die Ideologien bis Anne zur Witwe wird. Korrianke und Lüttjohann sind auch gegen das Regime, obwohl sie sich nicht für unersetzlich halten. Waltraut von Mohrungen genannt Pützchen ist regimetreu, ihre Familie ist in der Partei und glaubt an die nationalsozialistischen Ideologien. Pützchen macht Fortbildungen zum Thema Reichsfrauen und sie ist bereit Harras zu verraten als dieser sie zurückweist. Sie traut dem Regime und den Ideologien und lässt sich nicht von diesem Glauben abhalten. All diese Charaktere entwickeln sich weiter, der ein oder andere Charakter eher zum Negativen, aber in gewisser Weise machen sie alle eine Entwicklung durch.
Die Geschichte hatte im Kontext als dieses Drama veröffentlicht und inszeniert wurde, sehr viel Aktualität, diese ist bis heute nicht wirklich verloren gegangen. Auch heute ist es noch sinnvoll über diese Themen nachzudenken und sich klarzumachen, dass diese Zeit noch gar nicht so lange vorbei ist.
Auch interessant ist es, dass Harras das Regime kritisiert, offen kritisiert und sogar Witze über die Ideologien macht, aber sich dennoch bereit erklärt diese Regierung zu unterstützen. Er fliegt, weil er gerne fliegt, aber er kann mit den Haltungen der Nazis nicht nur nichts anfangen, sondern verurteilt sie auch noch, allerdings ist er nicht bereit etwas gegen das Regime aktiv zu tun. Erst am Ende entscheidet er sich aktiv gegen das Regime und beschützt die Saboteure, die für die Abstürze verantwortlich sind.
Alles in allem ein ziemlich tolles Drama, dass sich im ersten Akt ein bisschen gezogen hat, aber ansonsten habe ich daran absolut nichts auszusetzen und empfehle dieses Werk von Carl Zuckmayer „Des Teufels General“ sehr gerne weiter.

Mittwoch, 31. Mai 2017

Maler Klecksel eine lustige Bildergeschichte von Wilhelm Busch

Maler Klecksel eine lustige Bildergeschichte von Wilhelm Busch

In der lustigen Bildergeschichte Maler Klecksel von Wilhelm Busch geht es um einen Jungen, der schon als Säugling fasziniert von Licht und Schatten und Farben war, immer mehr lernt er und malt, sodass er dann in der Schule sein Können unter Beweis stellen möchte, der Lehrer ist nicht so begeistert, sodass der Maler den Lehrer mit roter Farbe bespritzt. Maler Klecksel bemalt für sein Leben gerne Tiere, was seinem Chef bei der Arbeit nicht so besonders gut gefällt und ihn bestraft. Später rächt sich Klecksel bei ihm. Er zieht weiter und findet einen Kunstkritiker, mit dem er auch in Streit gerät. Danach will er eine ältere Dame zeichnen, die zu ihm kommt, als er gerade Besuch von einer Freundin hat. Dann wird der Spitz auf die hinter der Staffelei sitzende Freundin von Klecksel aufmerksam und wirft die Staffelei um.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit dieser Geschichte nicht so wirklich viel anfangen konnte. Maler Klecksel scheint eine nicht so bekannte Geschichte von Wilhelm Busch zu sein, außerdem ist auch hier das Ende jeder Begebenheit sehr dramatisch. Denn so frech wie der Maler ist, rächt er sich an jedem, der seine Kunst nicht zu schätzen weiß, was ich auf der einen Seite natürlich nachvollziehen kann. Jeder will für die Sachen, die er besonders gerne hat, anerkannt werden. Andererseits ist es natürlich nicht besonders nett, jemanden im Bett mit Klebstoff und Federn zu bekleben oder jemanden mit Farbe zu bespritzen oder jemanden in den Popo zu pieksen mit einem Bleistift. Allerdings scheint er dafür nicht die gerechte Strafe zu erhalten. Auch muss ich sagen, dass ich nicht sicher bin, wie die Geschichte ausgegangen ist, ob ich sie also richtig verstanden habe. Alles in allem ist die Bildergeschichte Maler Klecksel von Wilhelm Busch nicht die lustigste, aber vielleicht im historischen Kontext nicht unkomisch, weshalb ich sie weiterempfehle.

Sonntag, 28. Mai 2017

Inhaltsangabe: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Inhaltsangabe: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

In diesem Reiseroman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne geht es um den Professor Otto Lidenbrock, der zusammen mit seinem Neffen Axel und seiner Haushälterin in einem Haus wohnt. Der Professor ist berühmt-berüchtigt für seine Wutausbrüche. Allerdings kommt Axel mit seinem Oheim relativ gut klar bis er eines Tages von ihm relativ dringend gerufen wird. Axel läuft zu ihm ins Arbeitszimmer, dort sprechen sie über ein geheimnisvolles, altes Buch, das Lidenbrock gefunden hat. Aus diesem Buch fällt ein altes Blatt Papier auf dem eine geheime Nachricht steht, nach langem Rätseln finden sie heraus, dass dort ein Hinweis darauf vermerkt ist mit dessen Hilfe sie in das Innere der Erde hinabsteigen können. Lidenbrock und Axel machen sich gleich auf den Weg nach Island, dort mieten sie sich einen Führer, der sie zu einem erloschenen Vulkan führt, in diesen müssen sie steigen um den Weg in das Erdinnere zu finden, allerdings müssen sie dafür das richtige Loch finden, welches sie nach einem Warten ermitteln können. Dann steigen sie zu dritt hinab an einem langen Seil, unten angekommen müssen sie durch lange Tunnel und kommen an eine Weggabelung. An dieser Gabelung gehen sie in die falsche Richtung, was der Professor allerdings nicht wahrhaben will. Sie gehen also weiter bis auf eine Sperre auf dem Weg finden, von dort an müssen sie zurück, allerdings gehen ihnen die Wasservorräte aus. Axel wird ohnmächtig, weshalb sich Hans auf den Weg macht um Wasser zu finden, er findet es, aber hinter einer dicken Steinwand. Nachdem sie es mit einer Spitzhacke freigelegt haben, können sie sich erfrischen und folgen dem Hansbach. Axel verirrt sich und schafft es mithilfe von akustischen Phänomenen unter der Erde zurück zu seinem Oheim und Hans zu gelangen. Sie finden nach einiger Zeit eine riesige Blase, in dieser finden sie ein Meer und einen Wald aus Pilzen, als sie das Meer überfahren haben finden sie dort einen Strand mit einem Friedhof, einen riesigen Menschen und eine Herde mit urzeitlichen Elefantentieren. In dem Meer schwammen riesige Ungeheuer und sie mussten einem gefährlichen Sturm und Unwetter trotzen. Axel und der Professor finden bei einem Erkundungsgang die Initialien von Arne Saknussem, dem Mann, von dem sie den Hinweis gefunden haben wie man in das Innere der Erde kommt. Sie verfolgen seinen Weg weiter und werden geradewegs in den Grater eines noch aktiven Vulkans gespült.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Inhaltsangabe: Max und Moritz eine Bubengeschichte in sieben Streichen von Wilhelm Busch

Inhaltsangabe: Max und Moritz eine Bubengeschichte in sieben Streichen von Wilhelm Busch

Die Bubengeschichte Max und Moritz von Wilhelm Busch ist, wie im Titel beschrieben, in sieben Streiche aufgeteilt, welche teilweise Auswirkungen aufeinander haben, aber im Grunde in sich abgeschlossen sind. Im ersten Streich Witwe Bolte, füttern die beiden Jungs drei Hühnern und einem Hahn jeweils ein Stückchen Brot, das an einer Schnur festgebunden ist. Diese Schnüre sind miteinander verbunden und sorgen dafür, dass sich die Hühner selbst an einem Baum erdrosseln. Im zweiten Streich beschließt die Witwe ihre Hühner zu braten, als sie gerade im Keller ist um noch eine Portion Sauerkohl zu holen, angeln sich Max und Moritz, die auf dem Dach sitzen die Hühner durch den Schornstein. Der Spitz der Witwe bellt zwar, aber dennoch denkt diese, dass sich der Spitz an ihrem Herd bedient hat und sie bestraft ihn. Im dritten Streich sägen Max und Moritz die Brücke an, die über den Fluss zu Meister Böcks Haus führt. Die Jungs locken ihn raus, dieser geht über die Brücke, welche seinem Gewicht nicht stand hält und so bricht sie ein und der Schneider landet im Wasser und wird von seiner Frau mit dem Bügeleisen aufgewärmt. Im vierten Streich stopfen Max und Moritz Pulver in den Pfeifenkopf des Lehrers Lämpel. Als dieser seine Pfeife anzündet explodiert sie und der Lehrer wird verletzt, er überlebt aber. Der fünfte Streich endet nicht gut für Onkel Fritz, denn ihm stecken die beiden Käfer in sein Bett. Als Onkel Fritz nun ins Bett geht, fängt es an ihn zu krabbeln und als er aus dem Bett springt, schlägt er auf alles ein, das sich bewegt. Im sechsten Streich brechen Max und Moritz in eine Backstube ein, dort werden sie erst voller Rus und dann voller Mehl, als sie dann Gebäck vom Regal stehlen wollen, fallen sie in den fertigen Teig. Der Bäcker verarbeitet die Jungs zu Brot und steckt sie in den Ofen. Aus dem Brotmantel können sich die Jungs herausknabbern, doch dann folgt der letzte Streich. Im letzten Streich schneiden Max und Moritz Getreidesäcke auf, sodass dort Weizen herausrieselt. Als der Bauer dies merkt, packt er die Übeltäter in einen Sack und bringt sie dem Müller, dort werden die beiden geschrotet und werden von Enten aufgepickt.

Sonntag, 21. Mai 2017

Rezension: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Rezension: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Die Inhaltsangabe zum Reiseroman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne findet ihr oben.
Die Charaktere von Professor Lidenbrock und Axel kamen mir ein wenig bekannt vor, denn man kann in ihnen leicht Phileas Fogg und Passepartout zumindest ansatzweise wiedererkennen. Professor Lidenbrock ist auch ein verschrobener, seltsamer bisweilen sogar verrückter Kerl, Axel ist sein teuer Gehilfe, manchmal ein wenig ängstlich doch meistens doch recht wacker und immer darauf bedacht seinen Oheim dazuzubewegen umzukehren. Aber ein paar Unterschiede gab es dann doch. Axel zum einen ist ein richtiger Hasenfuß, zumindest kam er mir meistens so vor und erst am Ende der Reise wird er immer mutiger. Er ist es auch der meistens irgendwie angeschlagen ist, was vermutlich daran liegt, dass Hans es nicht sein durfte, da er ja der Hoffnungsträger dieser Reise war und der Professor durfte es nicht sein, weil er ja der war, der immer weiter auf das Vorwärtskommen drängen musste. Axel verletzt sich ständig, fällt in Ohnmacht, hat Angst und drängt darauf zurückzukehren. Diese Darstellung ernscheint mir sehr unwacker, weshalb ich nicht verstehe, warum er denn mitgefahren ist, wenn er sich ein solches Unternehmen nicht zutraut und nicht glaubt, dass das Unternehmen mit Erfolg gekrönt sein könnte. Daraus kann man wohl entnehmen was ich von den Charakteren der Reisegruppe hielt.
Die Geschichte hingegen gefiel mir wirklich gut, was auch daran lag, dass sie nicht abgekupfert ist. Noch nie davor hat jemand soetwas geschrieben, was diesem Roman eine gewissen Pionierrolle zusichert. Auch die Tatsache, dass viele bis dahin als wissenschaftlich anerkannte Tatsachen über den Haufen geworfen wurden, gefiel mir gut. Denn es zeigt, dass man niemals von Tatsachen ausgehen kann und man immer wieder zweifeln sollte wie es schon Descartes tat.
Letztendlich gilt, dass man an einem Roman von Jules Verne großen Spaß haben kann umso größeren wenn man seine bekannteren Bücher einmal liest und mit eventuell bekannteren Verfilmungen vergleicht und Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen vermag, sodass ich diesen Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne mit gutem Gewissen weiterempfehle.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Rezension: Max und Moritz von Wilhelm Busch

Rezension: Max und Moritz von Wilhelm Busch

Die Inhaltsangabe zur Geschichte Max und Moritz von Wilhelm Busch findet ihr oben. 

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich durch meine Kindheit eine enge Verbindung zu Wilhelm Busch habe, und auch die Geschichte von Max und Moritz öfter auf Kassette gehört habe, sodass ich Max und Moritz sehr gerne habe. Natürlich ist das Ende von Max und Moritz nicht wirklich gut für Kinder geeignet, sodass ich vorsichtig damit wäre, es Kindern zu empfehlen, allerdings gehört Wilhelm Busch und vor allem seine Bildergeschichten zur deutschen Geschichte und zur deutschen Kultur, gerade deshalb würde ich diese Geschichte weiterempfehlen. Aber natürlich gibt es noch andere Gründe, warum man sie weiterempfehlen sollte, so zum Beispiel, die einzelnen Streiche, die die beiden Jungs den anderen spielen beispielsweise ihrem Lehrer Lämpel, ihrem Onkel Fritz, einem Müller und einem Bäcker. Interessanterweise überleben sie, dass sie vom Bäcker in einem Brotteig gebacken werden, aber nicht, dass der Bauer sie beim Müller zerschroten lässt, und dann werden sie auch noch aufgefressen vom Federvieh. Auch dass Max und Moritz nicht nur drei Hühner und einen Hahn auf ziemlich gemeine Weise töten und sie dann als sie gebraten werden, stehlen und essen, fand ich ziemlich gemein. Alles in allem empfehle ich die Bubengeschichte in sieben Streichen Max und Moritz von Wilhelm Busch sehr gerne unter gewissen Einschränkungen weiter.

Sonntag, 14. Mai 2017

Inhaltsangabe: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

Inhaltsangabe: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

In diesem Roman von Jules Verne „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ geht es um den reichen Londoner Phileas Fogg und seinen Diener Passepartout. Passepartout ist gerade erst zu Herrn Fogg gestoßen als der mit seinen Freunden aus dem Reformclub eine Wette eingeht. Er behauptet, dass man in 80 Tagen um die Welt reisen könne, nachdem er dies in einer Zeitung gelesen hatte. Daraufhin wird eine Wette durch Handschlag besiegelt, die Fogg dazu veranlasst postwendend nachhause zurückzukehren um sämtliche Vorbereitungen zu treffen London noch am selben Abend zu verlassen. Zusammen verlassen sie die Insel in Richtung Paris und weiter mit dem Orientexpress in Richtung Osten. Unterwegs werden ihnen immer wieder Unwegsamkeiten in den Weg gestellt. So wird Phileas Fogg eines Bankraubes bezichtigt und von dem Kommissar der londoner Polizei verfolgt, dieser versucht die Reise von Herrn Fogg noch auf englischem Boden zu beenden, da er den Haftbefehl braucht um Fogg versetzen zu können, dieser wird ihm aber von Station zu Station hinterher geschickt, sodass er sich an Foggs Fersen heftet, denn zu damaliger Zeit gehörten Indien und auch Hongkong noch zur englischen Kolonie und waren damit englischer Grund und Boden.
Auch werden die Reisepläne Herrn Foggs durcheinander gebracht, da er das ein oder andere Transportmittel nicht rechtzeitig erreicht, was Gift für seinen Plan ist, denn sollte er einer Abfahrt verpassen so muss er auf seinen Anschluss verzichten und kann die 80 Tage unmöglich einhalten. In Indien begegnen sie einer Prozession, die zu einer gewollten Tötung führt. Eine Frau wird mit ihrem toten Mann auf dem Scheiterhaufen bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Frau hat allerdings keine große Wahl, denn die Alternative wäre, dass sie von ihrer Familie verstoßen wird und so ein trostloses Leben fristen müsste. Sie retten diese Frau, was sie ihren Vorsprung kostet. Passepartout will einen Tempel erkunden, allerdings weiß er nicht, dass er als Christ diesen Tempel gar nicht besuchen dürfte, außerdem muss man eigentlich seinen Schuhe und Socken ausziehen um diesen Tempel von ihnen betrachten zu können, auch dies versäumt er. Diese Versäumnisse führen dazu, dass er später mit seinem Herrn und Frau Auda, die sie gerettet haben, festgesetzt werden. Auch ein Überfall auf der Bahnlinie quer durch die USA hält die Reisegesellschaft auf, sodass sie den Dampfer von New York nach London in ernsthafte Gefahr gerät und die Wette kaum noch gewonnen werden kann. Allerdings wäre Phileas Fogg nicht Phileas Fogg wenn er so einfach aufgeben würde, so chartert er ein kleineres Dampfschiff und übernimmt es bald ganz und lässt den Kapitän einsperren. Damit haben sie noch eine geringe Chance pünktlich zu kommen, allerdings schwindet diese als die Kohlen mitten auf dem Atlantik ausgehen.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Erster Post Wilhelm Busch

Erster Post Wilhelm Busch

Wilhelm Busch schreibt in seinem Vorwort zu meiner Auflage etwa zwei Seiten über sich, er beschreibt darin seinen Lebensweg. Darunter auch, dass er im April 1832 in Wiedensahl geboren wurde, dass er der Älteste von sieben Kindern war und dass sein Vater heiter und arbeitsfroh und seine Mutter still und fromm war. Außerdem schreibt er, dass er zu seinem Onkel kam, und nach der Schule an die polytechnische Schule in Hannover kam, auch von seiner Weiterentwicklung zum Maler schreibt er. Außerdem beschreibt er, wie er auf die Geschichte mit Plisch und Plum kam und wie er zu Schnurrdiburr kam, wobei er diese Anreize nur andeutet.
So viel also aus dem Vorwort. Ich mochte Wilhelm Busch schon früher und habe eine Verbindung zu ihm schon seit meiner Kindheit, so wurde mir zum Beispiel schon in meiner Kindheit Wilhelm Busch vorgelesen und vor allem an sein – ich würde es durchaus so nennen – Hauptwerk kann ich mich noch gut erinnern. Ich mochte die Geschichte von Max und Moritz, wobei mir natürlich nicht nur die Hühner und der Hahn, sondern auch die Menschen leid taten, die unter den Streichen der beiden ungezogenen Buben zu leiden hatten. So erklärt sich also meine Verbindung zu diesem Sammelband, der immerhin sechs der Bildergeschichten mitsamt der Verse abbildet, welche es möglich machen, dass man einzelne Passagen, oder vielleicht sogar ganze Geschichten besser auswendig zu lernen. Diese Technik hat man schließlich schon vor mehreren tausend Jahren angewendet um sich die Geschichten besser merken und weitererzählen zu können.
Und warum sollte es dieses Blogprojekt gerade jetzt geben? Naja, die Antwort darauf ist denkbar einfach und genauso pragmatisch: Ich habe das Buch beim Ausmisten gefunden und da es mir schon so zufällig in die Hände fiel und ich damit so viel verband, brachte ich es einfach nicht über 's Herz es wegzuwerfen, weshalb ich mich entschloss es mir noch einmal anzuschauen und mich damit auseinanderzusetzen.
Da die Geschichten meistens, obwohl sie in meiner Sammlung alle jeweils 20 Seiten umfassten, nicht besonders lang und damit nicht besonders ergiebig waren, habe ich es dieses Mal so gemacht, dass die Inhaltsangabe und die Rezension nur ein Post umfasst, außer bei Max und Moritz, welche auch bei mir eine Ausnahme machen, sodass dieses Blogprojekt sieben Posts zu den Geschichten umfasst.
Auch wenn Wilhelm Busch als Mensch vielleicht nicht der netteste und beste Mensch war, den es jemals gab – das weiß ich schließlich nicht, ich kenne ihn ja nicht persönlich – gehört er zu den Helden meiner Kindheit und ich hoffe, dass ich auch euch damit eine Freude machen kann.

Sonntag, 7. Mai 2017

Rezension: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne



Rezension: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

Die Inhaltsangabe zum Roman „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ von Jules Verne findet ihr oben.
Dieser Roman von Jules Verne „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ thematisiert die Reise von Phileas Fogg und Passepartout um die Welt. Tatsächlich und weil es kein Zeil außer die Rückreise nach London gibt, welches den beiden Reisenden ja bekannt ist, dreht es sich in dem Roman wirklich hauptsächlich um die Reise selbst. Auch die Länderbeschreibungen treten in den Hintergrund. Fogg zum Beispiel hat überhaupt kein Auge für die Landschaft und die Besonderheiten der Länder durch die sie reisen, Passepartout hat im Gegensatz dazu aber Spaß daran die Länder, Städte und Häfen zu durchstreifen und zu erkunden. Bei einer seiner Erkundungen geht er in eine Pagode, allerdings ist ihm nicht bewusst, dass er dies eigentlich nicht darf, da er Christ ist und davon abgesehen müsste auch ein Hindu seine Schuhe ausziehen, was Passepartout auch nicht weiß und deshalb versäumt er es zu tun, dieser Zwischenfall führt später auf der Reise dazu, dass sie also er und sein Meister verhaftet werden. Gerade diese Hindernisse werden immer wieder relativ detailiiert beschrieben. Im Gegensatz dazu werden dann Wegstrecken auf denen nicht viel passiert, sehr stark gerafft.
Diese Erzählweise kam mir recht unbekannt vor und ich fand sie durchaus sehr interessant und bemerkenswert.
Phileas Fogg ist wirklich ein seltsamer Kerl. Er kümmert sich zwar um seinen Diener und rettet eine vollkommen fremde Frau, aber er schaut sich in den fremden Ländern nicht mal um und scheint keinerlei Interesse an den Kulturen dieser Länder zu haben, andererseits ist er ein sehr ruhiger Charakter, was bedeutet, dass er nicht sehr viel redet aber auch seine Ruhe behält, wenn irgendwelche Unwegsamkeiten sich ihm und seinen Kameraden in den Weg stellen.
Passepartout fand ich eigentlich recht sympathisch, aber warum er seinem Herrn nicht erzählt, dass ein Polizist hinter ihnen her ist, verstand ich leider nicht, da es Herrn Fogg möglich gewesen wäre sich auf die Verhaftung vorzubereiten, wenn er vorher davon gewusst hätte.
Alles in allem war mir weder Fogg noch Passepartout richtig sympathisch, da ich bei beiden nicht wusste wie ich sie einschätzen soll. Die Parallelen zwischen Verne und Hoffmann sind offensichtlich, da beide in den Mittelpunkt ihrer Erzählungen verschrobene, beinahe verrückte Charaktere stellen. Wer mit diesen komischen Charakteren klarkommt und auch über die bisweilen seltsame Erzählweise und Wortwahl nicht stolpert, sollte sich mal an eines der bekanntesten Werke von Jules Verne machen, denn man kann mit diesem Reiseroman „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ auf jeden Fall ein paar spannende Stunden füllen.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Letzter Post

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Heinrich Hoffmann bringt in seiner Geschichtensammlung Der Struwwelpeter ganz verschiedene Geschichten zusammen, in denen Kinder erzogen werden oder eben auch nicht. Alle Kinder begehen eine Verfehlung wie zum Beispiel seine Suppen nicht zu essen, bei Sturm hinaus zu gehen oder mit Streichhölzern zu spielen. Dieses "schlechte" Verhalten wird bestraft entweder mit einer Verletzung oder sogar mit dem Tod oder Verschwinden.
Daran ist ja schon zu sehen wie alt diese Sammlung ist, denn heute würden die wenigstens Geschichten für Kinder solch tragische Enden haben. Die Geschichten werden heute verschieden interpretiert und in verschiedenen Disziplinen betrachtet, so haben die Texte vermutlich ihren Platz genauso in der Literaturwissenschaft wie auch in der Pädagogik, wenn auch unter Umständen als Negativbeispiele. Was man aus den Geschichten herausholt ist also ganz verschieden. Und gerade das gefällt mir an ihnen, auch, dass ich eine emotionale Bindung an die meisten habe, da ich sie noch aus meiner Kindheit kenne, hat dieses Projekt für mich so reizvoll gemacht. Aber diese romantische Erinnerung an diese Geschichten sorgt nicht dafür, dass ich sie uneingeschränkt weiterempfehle. Manche von ihnen sind wirklich toll und man kann vielleicht sogar über sie schmunzeln, wenn man sie nicht als realistische Erziehungsratschläge versteht. Wer dies allerdings tut, sollte wirklich vorsichtig sein, denn eine Hierarchisierung konnte ich bei den Vergehen und den darauf folgenden Strafen der Kinder nicht erkennen. Man sollte also vorsichtig sein, diese Geschichten seinen Kindern zu erzählen und man sollte mit ihnen darüber reden, warum diese Strafen gewählt wurden, und vielleicht auch, dass Erziehung früher anders gesehen wurde und dass es strengere Regeln gab.
Alles in allem ist der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann wohl vielen ein Begriff und so verbindet jeder etwas anderes mit ihm, aber man muss darauf achten, die Geschichten im historischen Kontext zu betrachten und darauf zu achten, dass die Erziehungsmethoden nicht mehr eins zu eins umsetzbar sind, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Ich empfehle das Geschichtenbuch der Struwwelpeter also weiter, allerdings mit einem Verweis auf meine obigen Ausführungen.


Sonntag, 30. April 2017

Inhaltsangabe: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist

Inhaltsangabe: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist


In diesem Drama „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist geht es um den Prinzen Friedrich, der im Garten in der Nacht liegt und träumt, er findet einen Handschuh, der ihn zu Tagträumen verleitet, sodass er die militärische Besprechung verträumt und nicht zuhört, als besprochen wird, wie in den nächsten Tagen in der Schlacht gegen Schweden verfahren werden soll. So macht Homburg einen folgenschweren Fehler und handelt ohne die Erlaubnis des Kurfürsten abzuwarten. Er gewinnt zwar die Schlacht, aber da er gegen einen direkten Befehl einen Angriff befahl, verstößt er gegen Kriegsrecht, sodass dieses fordert, dass er zum Tode verurteilt wird. Das Todesurteil wird zwar nicht vollstreckt, allerdings versucht der Prinz sich selbst zu retten und bettelt die Kurfürstin an, um sein Leben zu bitten. Diese sagt ihm, dass sie es bereits versuchte, dass es allerdings nichts gebracht hat. Auch Nathalie die Nichte der Kurfürstin, die von dieser aufgezogen wurde, bittet um das Leben Homburgs. Der Kurfürst lässt Homburg sein Leben, allerdings erkennt dieser, dass er gegen das Kriegsrecht verstoßen hat und dass er den Tod verdient hat. Auch seine Soldaten versuchen mithilfe einer Unterschriftensammlung zu verhindern, dass Homburg getötet wird. Am Ende wird Homburg doch verschont als er schon glaubt, dass er jetzt sterben müsse, sodass sie erneut gegen die Schweden in den Krieg ziehen, um dieses Mal nicht nur die Schlacht, sondern den gesamten Krieg zu gewinnen.

Mittwoch, 26. April 2017

Die Geschichte vom fliegenden Robert

Die Geschichte vom fliegenden Robert

In Die Geschichte vom fliegenden Robert von Heinrich Hoffmann geht es um einen Jungen namens Robert, der bei Sturm mit einem Regenschirm draußen herumläuft. Er wird von einer Windböe erfasst und davon getragen, weshalb er schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen wurde.
Ich wüsste nicht, was ich dazu hier groß schreiben sollte. Was soll man aus dieser Geschichte lernen? Man soll nicht bei Sturm und Regen raus gehen? Na gut, das mache ich ohnehin recht selten, aber ich achte darauf. Vielleicht war das früher eher Thema, da Kinder nicht wussten, wie sie sich zuhause im Wohnzimmer oder im Kinderzimmer beschäftigen sollten und heute sind Kinder vielleicht ohnehin mehr drin, mehr daran gewöhnt, wissen wie sie sich drin auch mal alleine beschäftigen können. Das wäre zumindest eine Erklärung, die für mich auf den ersten Blick recht schlüssig erscheint. Schade ist natürlich, dass das Kind nicht ermahnt wurde. Anscheinend gibt es keinen Erwachsenen, der sich a) dafür interessiert, dass das Kind bei Regen rausgeht, noch b) dafür interessiert, wo das Kind nach dem Regen hin ist. Man erfährt auch nicht, ob der Junge überlebt hat oder nicht, denn man erfährt nur, dass er nicht mehr gesehen wurde, das kann natürlich zweierlei bedeuten. Ich finde, es ist aber eine recht grausame Bestrafung für das Kind, egal, ob es nun tot ist, oder nur sehr weit weg von zuhause, denn damit wäre es ja auf sich selbst gestellt. Dieses lockere, offene Ende, lässt natürlich Spielraum für Interpretationen und würde heutzutage auch eine Fortsetzung möglich machen und wäre heute vermutlich sogar so verwendet worden.
Ansonsten weiß ich leider wirklich nicht, was ich dazu noch schreiben soll und so endet unsere letzte Struwwelpeter-Geschichte Die Geschichte vom fliegenden Robert von Heinrich Hoffmann, bei der ich wirklich nicht weiß, ob ich sie speziell empfehlen würde, aber tendenziell fällt mir nichts an, was absolut dagegen sprechen würde.

Sonntag, 23. April 2017

Rezension: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist

Rezension: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist


Die Inhaltsangabe des Dramas „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist findet ihr oben.
Am Anfang fand ich das Drama sehr langatmig und ich hatte das Gefühl, obwohl ich ungefähr wusste, worum es geht, dass ich keine Ahnung habe, was gerade passiert und ich wollte Kleist eigentlich keine neue Chance gehen, obwohl ich die Marquise von O... gar nicht mal so schlecht fand.
Wie oben bereits angedeutet ist der Anfang ein bisschen verworren, undurchsichtig und düster, allerdings wird alles, jede Unklarheit im Laufes des Dramas aufgeklärt, sodass es durchaus dramaturgisch sinnvoll sein kann, dass man den Anfang so offen lässt. Homburg erlebt etwas im Traum, sodass die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen, was ich ja ganz gerne mag, seitdem ich Hoffmann kennen gelernt habe.
Sehr ironisch fand ich es, dass der Prinz am Anfang um sein Leben fleht, dann aber seinen Fehler einsieht und dann um seinen Tod bittet und sich auch von seinem Grab nicht mehr abschrecken lässt. Homburg ist bereit sein Leben zu lassen um seinen Fehler wieder gutzumachen, der eigentlich aber zu einem Sieg führte. Seine Soldaten setzen sich, obwohl sie ja eigentlich auch dem Kriegsrecht unterstellt sind, für ihn ein und versuchen ihn von seinem Schicksal zu bewahren, obwohl sie ja durch sein unbedachtes Handeln in Gefahr gebracht wurden. Nicht nur die Ironie, sondern auch die Unklarheit und die Verschwommenheit der Ebenen, der Strafe und des Rechts, haben diese Verwicklungen für mich sehr interessant gemacht.
Letztendlich gehört das Drama „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist nicht zu den besten, klassischen Werken, die ich jemals gelesen habe, aber da man am Ende eine halbwegs kluge Auflösung erhält und Kleist nuneinmal zu den Klassikern gehört, muss bzw. sollte man dieses Drama wohl lesen – und man kann, aufgrund der enthaltenen Gesellschaftskritik, es auch gut lesen, wenn man sich vom Anfang nicht abschrecken lässt.

Mittwoch, 19. April 2017

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft von Heinrich Hoffmann beschreibt einen Jungen, der nicht darauf achtet wohin er geht und ständig Löcher in die Luft starrt, vor allem den Himmel findet er besonders interessant. Auf dem Schulweg sieht er den Bach einmal nicht und stürzt mitsamt seiner Mappe hinein. Glücklicherweise sehen dies zwei Männer, die ihn herausfischen, allerdings schwimmt seine Mappe weg, sodass er dann betröppelt am Ufer steht.
Man kennt das ja, dass man mal vor sich hin träumt, aber dass man dermaßen versunken ist, dass man den Bach nicht sieht, das erscheint mir doch sehr komisch. Natürlich kann ich mir dies durchaus vorstellen, schließlich kann es schon mal passieren, dass man eine Sekunde zu spät aus seinen Tagträumen erwacht und so die Haltestelle verpasst, aber dass man im Straßenverkehr rumläuft ohne darauf zu achten, wohin man läuft? Das kenne ich eigentlich nur von Menschen, die auf ihr Handy schauen und deshalb nicht auf Autos, Busse und Bahnen achten. Vielleicht sind die Handys die neuen Tagträume?
Interessant ist hier, dass der Junge von zwei Männern gerettet wird, und deshalb keine schlimmeren Folgen zu befürchten hat, als dass er Ärger bekommt, weil seine Mappe weg ist. Dass der Ärger mit den Eltern, ob der verschlampten Mappe und mit dem Lehrer, nicht nur weil die Mappe weg ist, sondern vielleicht auch weil die Hausaufgaben darin waren, schlimm genug sein kann, kennt wohl jeder. Aber interessant wäre es mal eine Hierarchie der Werte von Heinrich Hoffmann, die er in seinen Geschichten erwähnt und wie sie bestraft werden, aufzustellen.
Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft ist durchaus realistisch, denn jeder kennt es wohl, dass man aus Müdigkeit oder aus Langeweile vor sich hin träumt und daraus negative Konsequenzen erwachsen, sodass man sich mit Hanns durchaus identifizieren kann. Die verhältnismäßig milde Strafe, die Heinrich Hoffmann hier beschreibt, sei an dieser Stelle noch erwähnen, denn nicht nur deshalb, empfinde ich diese Geschichte als durchaus lesenswert und kann sie weiterempfehlen.


Sonntag, 16. April 2017

Inhaltsangabe: Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll

Inhaltsangabe: Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann von Heinrich Böll

Katharina Blum kommt aus einem nicht besonders guten Elternhaus, über ihre Mutter kursieren Gerüchte im Ort, ihr Vater war griesgrämig und arbeitete sich zu Tode, der Bruder wird kriminell. Katharina versucht aus diesem Sumpf herauszukommen indem sie einen Mann heiratet. Als ihr Mann aber zudringlich wird, entscheidet sie sich sich scheiden zu lassen und wird schließlich schuldig geschieden. Katharina wird zur Fastnacht auf eine Party bei ihrer Patentante, auf dieser Feier tanzt sie mit einem Ludwig Götten von dem sie bis zum Schluss behauptet nicht zu wissen wer er ist, außerdem sagt sie, dass sie ihn vorher nicht kannte und ihn erst dort kennen lernte. Diese Ereignisse werden von einem Erzähler in einem Bericht rückblickend dargestellt, sodass dieser schon weiß, wie dieser Bericht ausgeht und dies auch an den Leser weitergibt. Innerhalb weniger Tage muss Katharina sich nun den Verhören der Polizei stellen, denn diese glauben am Anfang, dass sie nicht nur wusste, wer Götten war, sondern auch wenn kein Umschlagplatz oder Treffpunkt in ihrer Wohnung war, so war sie doch an den Überfällen beteiligt. Auch die ZEITUNG verunglimpft Katharina. Diese Zeitung verdreht die Aussagen der Beteiligten, behauptet, dass Katharina am Tod ihrer Mutter Schuld sei und bezeichnet sie als habgierig, kaltblütig und so weiter. Außerdem behauptet diese Zeitung, dass Katharina Herrenbesuch gehabt haben soll, was diese aufgrund ihrer Persönlichkeit aus der Fassung bringt.
Auch Katharinas Arbeitgeber werden in diesen Skandal verwickelt, da der Ehemann des Paares, für das sie arbeitet, Anwalt ist und versucht Katharina zu helfen und sie zu befreien. Da sie an Katharinas Unschuld glauben und ihr helfen wollen, werden sie von Freunden und Bekannten der gehobeneren Gesellschaft gemieden, außerdem vernachlässigt der Anwalt sein Äußeres, sodass er bald in Verruf gerät, auch zwischen den Eheleuten kommt es zu Konflikten, da das Gerücht gestreut wurde, dass die beiden sich scheiden lassen wollen.
Am Ende tötet Katharina den Journalisten, der für all die schändlichen Dinge verantwortlich war, die über sie geschrieben wurden.

Mittwoch, 12. April 2017

Die Geschichte vom Zappel-Philipp

Die Geschichte vom Zappel-Philipp

In der Geschichte vom Zappel-Philipp geht es um einen Jungen, der bei Tisch immer wieder mit dem Stuhl kippelt, obwohl es ihm seine Eltern verbieten. Irgendwann kommt es wie es kommen muss, er stürzt nach hinten, packt in Panik das Tischtuch und reißt alles mit sich nach hinten. Die Eltern sind bestürzt, denn ihr Essen liegt nun am Boden.
Gekippelt haben wohl die meisten von uns schon, schließlich ist das in der Schule vor allem in der Grundschule so eine Art Nationalsport. Dass man trotz der Ermahnungen der Lehrer nicht einsah, dass es gefährlich sein könnte und dass durchaus die Möglichkeit bestehen könnte, dass man stürzt, erkennt man als Kind auch noch nicht an. Ich hatte sogar einen Mitschüler, der mit seinem Stuhl kippte, aber dennoch wurde weiter gekippelt in meiner Klasse. Weshalb ich dieses Verhalten durchaus nachvollziehen kann und auch glaube, dass es durchaus realistisch ist, dass der Junge nach hinten fällt und dass er auch die Ermahnungen seiner Eltern nicht hört.
In der heutigen Rezeption wurde anscheinend immer wieder thematisiert, dass es sich auch hier um ein aufmerksamkeitsgestörtes Kind handeln könnte. Ob dies stimmt, weiß ich nicht, denn danach wäre mindestens die Hälfte aller Grundschüler aufmerksamkeitsgestört, was ich mir nicht vorstellen kann. Natürlich könnte es an der Schulstruktur liegen, dass Schüler einfach gelangweilt sind, sodass sie sich versuchen abzulenken, denn kippeln erfordert durchaus Konzentration, wenn auch auf andere Dinge als das Geschehen an der Tafel.
Interessant ist hier auch wieder das Frauenbild, denn – obwohl ich geschrieben habe, dass die Eltern es verbieten – ist es hauptsächlich der Vater, der sowohl seinen Sohn ermahnt als auch am Ende wütend wird. Die Mutter scheint eher unbeteiligte Zuschauerin zu sein. Vielleicht weil sie ihren Sohn nicht ausschimpfen will, vielleicht weil er ohnehin nicht hört (unter Umständen nicht mal nur nicht auf sie hört, sondern sie sieht, dass er auch auf den Vater nicht hört, sodass sie meint, sich die Mühe sparen zu können). Wie man dies alles interpretieren kann, überlasse ich den entsprechenden Stellen.
Die Geschichte vom Zappel-Philipp von Heinrich Hoffmann hat also Potenzial und es gibt sicherlich einige Ansatzpunkte, mit denen man an diese Geschichte herangehen kann. Ob sie didaktisch viel ausrichten kann, weiß ich nicht, aber ich vermute mal, dass sie das nicht kann, dennoch würde ich sie weiterempfehlen.

Sonntag, 9. April 2017

Rezension: Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll



Rezension: Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann von Heinrich Böll

Die Inhaltsangabe des Berichts „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll findet ihr oben.
Besonders interessant an diesem Werk ist natürlich, dass es gerade erst – zumindest für literarische Verhältnisse – geschrieben wurde und damit auf politische Ereignisse Bezug nimmt, die noch gar nicht so lange her sind, auch vom Stil her, gefällt es mir recht gut, denn ich stehe auf einen moderneren Stil – zumindest meistens.
Dass der Bericht aus einer Retrospektive geschrieben wurde, macht ihn auch interessant, denn der Erzähler weiß schon wie er endet und offenbart es gleich zu Anfang dem Leser. Diese Erzählweise verschiebt den Blick nicht so sehr auf das Ende, sondern darauf wie es soweit kommen konnte und dafür um diese Erklärung möglichst authentisch bringen zu können, sind die Zeitungsartikel beziehungsweise Ausschnitte aus diesen und die Kopfzeilen und Überschriften oder Schlagworte besonders geeignet.
Die Mischung aus dem nüchternen Erzählstil eines Berichts und den polarisierend Passagen der Zeitung und des Erzählers, der auch eine gewisse Zuneigung zu Katharina zu haben scheint, wirken im Gesamtkonzept der Erzählung wirklich spannungsgeladen. Nicht, dass dieser Stil den Leser aus dem Fluss bringt oder ihn unruhig macht, das gar nicht mal, aber er bringt eine Spannung und einen Witz in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, den man dort nicht erwarten würde und der durchaus zu einem Schmunzeln führt, obwohl es das Thema eigentlich nicht erlaubt. An Katharina mochte ich, dass sie eine Figur war, in die man sich reinfühlen konnte, obwohl sie auch ihre negativen Seiten hat und auch weil man weiß, dass sie sich am Ende an dem Journalisten rächen wird.
Insgesamt war das einer der Punkte, die mir besonders gut gefallen haben und ich habe große Lust ein weiteres Werk von Heinrich Böll zu lesen, denn dieser Autor gefällt mir von seinem Stil her und auch die Konzeption der Figuren und der Geschichte, aber auch des Erzählers geben sicherlich viel her, was man analysieren könnte, sodass ich diesen Bericht beziehungsweise diese Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll sehr gerne weiterempfehle.

Mittwoch, 5. April 2017

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann beschreibt einen Jungen, der ein bisschen dick ist und auf einmal beschließt, dass er seine Suppe nicht mehr essen mag, sodass er über die Tage immer mehr abnimmt bis er nur noch ein Strich in der Landschaft ist. Am fünften Tag ist der Suppen-Kaspar schließlich tot.
Dass ein Junge, der ein bisschen übergewichtig ist, nach fünf Tagen fasten stirbt, ist sehr unwahrscheinlich, sodass ich diese Übertreibung irgendwie doof fand, da sie den Kindern nur zeigen soll, dass man entweder ist, was auf den Tisch kommt, oder eben hungrig ins Bett geht und am Ende stirbt. Natürlich müssen Kinder lernen, dass es Arbeit kostet und Geld wenn man kocht, aber diese drastische Zuspitzung fand ich unverhältnismäßig. Mich persönlich hätte noch interessiert, warum der Junge so empfindlich auf die Suppe reagiert. Warum mag ein Junge, der offensichtlich nicht ungern gegessen hat, so scheint es zumindest am Anfang, auf einmal seine Suppe nicht mehr essen? Dies wurde, meiner Ansicht nach, überhaupt nicht geklärt, was ich sehr schade fand, weil die ganze Geschichte für mich ohne Erklärung keinen Sinn ergibt.
Das Verhalten des Kindes könnte auf eine Aufmerksamkeitsstörung hinweisen, wie es in der heutigen Literatur öfter interpretiert worden scheint. Diese Deutung erscheint mir irgendwie sinnvoll und dass man früher nicht wusste, wie man mit diesen Kindern am Besten umgeht, ist auch kein Geheimnis, von daher scheint dieses Geschichte große Differenzen in der Erziehung deutlich zu machen.
Seltsam war auch, dass die Eltern nichts taten dagegen, dass ihr Sohn nichts essen wollte, denn wenn ich merke, dass mein Kind seit Tagen nichts mehr isst, würde ich doch mal nachfragen woran es liegt und ob ich nicht irgendwas dagegen tun kann und würde dann eventuell etwas anderes kochen (lassen).
Letztendlich ist die Geschichte vom Suppen-Kaspar also nicht gerade mein Liebling dafür hat sie einfach zu viele Schwächen, deshalb würde ich sie tendenziell nicht weiterempfehlen.


Sonntag, 2. April 2017

Inhaltsangabe: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson

Inhaltsangabe: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson

'Du solltest dich mal Folgendes fragen. Meinst du, du hast Glück gehabt? Na, sag schon, Bengel.' […] 'Ja, das meine ich', sagte er. 'Ich bin ein äußerst glücklicher Bengel.'“

In diesem Roman „Das muss Liebe sein“ von Rachel Gibson geht es um die ein wenig abgedrehte Gabrielle Breedlove und den Detective Joe Shanahan. Gabrielle überwältigt den verdächtigen Mann, den sie für einen Stalker hält und der sie schon seit einigen Tagen verfolgt im Park. Er schafft es dennoch sie zu verhaften und ist auch von der quirligen Rothaarigen nicht wirklich angetan. Im Verhör findet sie heraus, dass sie verdächtigt wird an mehreren Diebstählen beteiligt zu sein, denn ihr Laden wurde im Zusammenhang mit einem großen Kunstraub von einem Dieb genannt. Gabrielle weiß von nichts und kann sich auch nicht vorstellen, dass ihr Geschäftspartner Kevin Carter damit etwas zu tun haben soll, schließlich kennt sie ihn und arbeitet seit Jahren mit ihr zusammen. Gemeinsam besitzen sie einen Laden für Kuriositäten, angefangen bei Antiquitäten über Kristallnippes zu ätherischen Ölen. Um sowohl ihre als auch die Unschuld ihres Geschäftspartners zu beweisen, lässt Gabrille als geheime Informantin Joe Shanahan in ihrem Laden arbeiten, obwohl sie den griesgrämigen Detective gar nicht gerne in ihrer Nähe hat, denn er besitzt eine schwarze Aura. Mit den komischen Dingen, die Garbrielle über Meditation, Seele, Karma und Aromatherapie sagt, verunsichert sie den Detective, der seinerseits mit ihr und ihren Weltansichten nicht viel anzufangen weiß. Als Gabrielles Freund getarnt soll Joe einige Renovierungsarbeiten im Laden übernehmen und dabei ganz heimlich Kevin ausspionieren. Gabrielle, die dabei ein furchtbar schreckliches Gewissen hat, muss sich immer wieder einreden, dass sie ja schließlich nur versucht auch Kevins Unschuld zu beweisen. Zwischen Joe und Gabrielle knistert es ganz ordentlich und so geben die beiden ihren Gefühle in Form von leidenschaftlichen Küssen hin und wieder nach, allerdings darf nicht mehr zwischen den beiden geschehen, da Joe sonst Schwierigkeiten kriegen könnte und da er im letzten Jahr in eine tötliche Schießerei verwickelt worden war, darf er sich keinen Patzer erlauben. Bei einer Party in Kevins Haus finden sie schließlich einige der gestohlenen Gegenstände und so müssen sich Joe und Gabrielle heimlich aus dem Haus schleichen. Joe meldet die Fundstücke und so wird Kevins Haus durchsucht und er wird verhaftet. Joe hingegen hält sich bei Gabrielle auf um endlich mit ihr zu schlafen, da sie nicht mehr seine Informantin ist. Wütend über sich und dass er die Verhaftung verpasst hat, kommt er abends zurück zu Gabrielle. Sie sagt ihm, dass sie ihn liebt, er allerdings sagt nur, dass der Sex ein Fehler war und dass er sie nicht liebt. Er geht und lässt sie mit gebrochenem Herzen zurück. Gabrielle, nachdem sie sich einen Monat zurückgezogen hatte, kommt zurück um mit Kevin, der in Untersuchungshaft sitzt, zu sprechen, außerdem geht sie zu einer Party, auf die auch Joe eingeladen ist. Dort treffen sich die beiden und Gabrielle hofft dadurch endlich einen Schlussstich unter die Sache mit Joe zu setzten, zumal sie herausfindet, dass er sich während sie sich noch kannten mit einer anderen Frau traf. Joe versucht zwar die Sache zu erklären, aber Gabrielle hat keine Ohren für ihn und so ist sie besonders überrascht als sie am nächsten Tag nicht nur drei Rosensträuße von Joe überreicht bekommt...

Freitag, 31. März 2017

Das Tagebuch der Anne Frank II

Das Tagebuch der Anne Frank II

'Wir dürfen kein Urteil haben! […] Man kann sagen, Du sollst den Mund halten, aber kein Urteil haben, das gibt es nicht. Niemand kann einem anderen verbieten, ein Urteil zu haben, und wenn der andere noch so jung ist.' S. 126

Anne regt sich an dieser Stelle darüber auf, dass die Erwachsenen meinen, dass sie die Wahrheit gepachtet haben, sie geben Elli, der es nicht gut geht, Tipps und verstehen nicht, dass die Jugendlichen genauso gut Tipps geben könnten. Sie gehen davon aus, dass diese Kinder ohnehin nichts verstehen würden und selbst wenn könnten sie ihr keine Tipps geben, denn sie haben ohnehin keine Ahnung worum es geht und verstehen nichts davon. Anne macht das nicht nur wütend, gleichzeitig zeigt sie ihre große Reife, auch weil sie sagt, dass man sich nicht kein Urteil bilden kann. Auch deshalb konnte ich mich mit ihr identifizieren. Ich denke nämlich auch, dass es schwierig ist, sich kein Urteil zu bilden. Denn irgendwie ist es ja auch ein Urteil, wenn man sich denkt, dass man sich kein Urteil bildet, denn es hat ja einen Grund warum man sich kein Urteil bildet. Man bildet sich kein Urteil, weil man denkt, dass die Idee zu komplex ist oder weil man davon ausgeht, dass einem irgendwelche Details fehlen um sich wirklich ein richtiges Urteil bilden zu können, aber auch damit hat man sich ein Urteil gebildet und natürlich macht man sich dennoch Gedanken in die Richtung: wenn sich dies und jenes herausstellt, dann denke ich, dass so und so, oder man denkt eben das Gegenteil. Für mich ist es so, dass man nicht nicht kommunizieren oder denken kann und so verhält es sich mit dem Urteil. Aber ich werde mich hüten mir an dieser Stelle in Urteil über das Buch zu erlauben...

Mittwoch, 29. März 2017

Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann
 
In Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann geht es um einen Jungen, der von seiner Mutter alleine zuhause gelassen wird. Bevor sie das Haus verlässt, verbietet sie ihm am Daumen zu lutschen, doch sobald sie das Haus verlassen hat, lutscht er auch schon am Daumen. Die Drohung der Mutter, dass dann der Schneider mit seiner Schere komme und ihm die beiden Daumen abschneidet, fruchtet also nicht und wird sehr schnell war, denn da steht auch schon der Schneider vor ihm und schneidet ihm die Daumen ab. Die Mutter, die später nach hause komme, findet ihren traurigen Sohn.
Diese recht blutige Geschichte von Heinrich Hoffmann vermittelt Kindern sehr deutlich wie ungezogen es ist, am Daumen zu lutschen. Ob diese erzieherische Maßnahme heute noch aktuell ist? Wohl eher nicht, sodass ich nicht wirklich verstehe, wieso man diese Geschichte seinen Kinder vorlesen sollte und wovon ich auch abraten würde, schließlich gibt es viele andere Möglichkeiten Kinder vom Daumenlutschen abzuhalten. Warum die Mutter ihrem Sohn so etwas androhnt und der Schneider dann auch sobald der Junge die Daumen um Mund hat, hereinstürmt und ihm die Daumen abschneidet, verstehe ich nicht so ganz. Mir stellen sich dabei folgende Fragen: Warum lässt die Mutter ihren Sohn mit einer solchen Drohung zurück? (vielleicht wollte sie ihn einfach vom Daumenlutschen abhalten, aber sind ihre da keine anderen Möglichkeiten eingefallen?) Woher weiß der Schneider von dem Daumenlutschen des Jungen? (vielleicht ist er einfach direkt nach dem Herauskommen der Mutter hineingestürmt, weil er wusste, dass es nicht lange dauern würde bis der Junge mit dem Daumenlutschen anfängt?) Was hat der Schneider eigentlich mit dieser Familie zu tun und mit der Bestrafung? Warum hat er das Recht den Jungen zu bestrafen? (darauf fällt mir wirklich keine Antwort ein)
Viel interessanter wäre es doch für die Mutter, herauszufinden, warum ihr Sohn am Daumen lutscht. Vielleicht liegt es daran, dass sie aus dem Haus geht und ihn alleine lässt? Aber vielleicht macht er es auch immer und sie weiß sich einfach nicht mehr anders zu helfen, als ihm zu drohen, wobei ich dies natürlich nicht gutheißen kann. So kann ich weder die Mutter, noch den Sohn und erst recht nicht den Schneider verstehen, denn das Verhalten der drei scheint mir absolut unverständlich.
Alles in allem war mir Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann zu brutal, mir gehen viele Details nicht in den Kopf, sodass diese Geschichte insgesamt inkonsistent wirkt, was auch dazu führt, dass ich diese Geschichte nicht weiterempfehlen kann.

Dienstag, 28. März 2017

Steckbrief: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Steckbrief: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Titel: Die Physiker
Autor: Friedrich Dürrenmatt
Reihe: -
Originaltitel: -
Genre: Drama (eine Komödie in zwei Akten)
Verlag: Arche
Seitenanzahl: 79
Uraufführung: Februar 1962
Preis: ?
ISBN: 3-7160-1150-9
Protagonisten: Dr. Mathilde von Zahnd, Herbert Georg Beutler (Newton), Ernst Heinrich Ernesti (Einstein) und Johann Wilhelm Möbius

Sonntag, 26. März 2017

Rezension: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson

Rezension: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson 
 
Die Inhaltsangabe zum Roman „Das muss Liebe sein“ von Rachel Gibson findet ihr oben.
Am Anfang waren mir sowohl Joe als auch Gabrielle noch recht sympathisch, aber das hat mit der Zeit immer mehr abgenommen. Joe tritt eine Katze zur Seite! Okay, sie ist nicht verletzt, aber trotzdem. Das war irgendwie...mehr als einfach nur unschön. Außerdem mag er keine Eichhörnchen. Auch Gabrielle ist ganz cool angelegt am Anfang. Sie hat ihren eigenen Glauben. Sie glaubt an die Teile der Religionen, die ihr am meisten zusagen, was ich persönlich nicht verwerflich, sondern gut finde. Ich achtete ein bisschen mehr darauf, was man zur Entspannung tun kann, denn sie nimmt Bäder mit ihren ätherischen Ölen, und meditiert. Das hat mir ganz gut gefallen, aber das war es dann leider auch schon. Sie ist eine unabhängige Frau und lässt sich immens von dem beeinflussen, was Joe ihr sagt, denn auf einmal ist es gar nicht mehr so schlimm, dass er eine Frau sucht, die für ihn putzt und kocht und ihm die Wäsche wäscht. Das war noch so ein Punkt, den ich an ihm nicht leiden konnte. Was sind das denn für antiquierte Ansichten? Aber Gabrielle, obwohl sie das am Anfang echt doof fand, scheint am Ende damit total zufrieden zu sein. Was man Joe zugutehalten muss ist, dass er ein Familienmensch ist und sich gut um seinen Vogel kümmert, denn auch, dass er eine andere Frau besucht und überlegt mit ihr zusammen zu kommen und vielleicht sogar sie zu heiraten, da sie ja seinem Ideal einer guten Ehefrau entspricht, fand ich irgendwie schwierig.
Wie immer hat mir der Thrill-Faktor bei Rachel Gibson ein bisschen gefehlt und der Roman hat meiner Ansicht nach einiges in diese Richtung hergegeben, aber dieses Potenzial blieb ungenutzt, was wohl – hoffentlich – beabsichtigt war, mir aber nicht gefiel und gefällt. Aber so langsam sollte ich es wohl lernen, mir sollte man aber zugutehalten, dass ich beim Klappentext dachte, dass er Roman so etwas ja durchaus hergeben wird und dass ich deshalb fest mit einem Thrill-Anteil rechnete.
Auch zog sich der Roman irgendwann ziemlich in die Länge und ich wollte auch nicht mehr wirklich weiterlesen, was damit zu tun hat, dass ich die Charaktere und auch die Story echt doof fand.
Insgesamt ein schwacher Roman von Rachel Gibson, denn „Das muss Liebe sein“ überzeugt weder mit tollen Charakteren, noch mit einer guten Geschichte oder besonderem Witz, denn im Vergleich zu anderen Romanen fand ich diesen Roman ausgesprochen humorlos und kann, weil ich so wenig finde, weshalb ich ihn gut fand, diesen Roman einfach nicht weiterempfehlen.

Freitag, 24. März 2017

Feh

Feh 
 
Das Substantiv „Feh“ ist mir auch nicht einfach so in meinem normalen Alltag über den Weg gelaufen, sondern es hoppelte mir über den Weg als ich ein anderes Wort im Kluge nachschlug. Und damit sind wir auch schon bei der Wortbedeutung angelangt, naja fast zumindest. Ein Feh ist kein Fabelwesen, das mit einem Zauberstab durch die Lüfte fliegt und Glitzer verteilt, sondern ein weißes oder graues Eichhörnchen, das aus Sibirien kommt oder eben aus Nordwesteuropa kommendes, entweder lang- oder kurzhaariges Pelztier. Nennt mich die Königin der Überleitungen.
Das ist keine besonders präzise Beschreibung, die ich aus Duden-online entnommen habe, aber die Beschreibung, die ich im Kluge las, klang eigentlich recht eindeutig. Da stand, dass „Feh“ ein sibirisches Eichhörnchen sei. Ich bin zwar relativ sicher, dass ich dieses Wort nicht in meinem aktiven Wortschatz verwenden werde, aber ich finde es klingt doch trotzdem ganz gut, oder?

Mittwoch, 22. März 2017

Die Geschichte vom wilden Jäger von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom wilden Jäger von Heinrich Hoffmann
 
In Die Geschichte vom wilden Jäger von Heinrich Hoffmann geht es um einen Jäger, der ausgeht um einen Hasen zu schießen, als er müde wird, macht er Rast und ein Nickerchen, das ihm zum Verhängnis wird, denn der Hase kommt und nimmt ihm das Gewehr und die Brille. Nun macht der Hase jagt auf den Jäger, als er auf ihn schießt, springt der Jäger in einen Brunnen, das Hasenkind bekommt den heißen Kaffee und die Tasse der Jägersfrau ab, sodass sich der Hase keinen großartigen Gefallen damit getan hat, dass er auf den Jäger seinerseits geschossen hat.
Diese Geschichte von Heinrich Hoffmann endet für den Hasen selbst gar nicht so schlecht und ich hoffe und denke, dass es dem Hasenkind auch nicht allzu schlecht erging, allerdings leider der Jäger an seine Schießwut, da er im Brunnen endet. Der Frau des Jägers wird ein gehöriger Schreck eingejagt, obwohl sie nichts getan hat. Sie leidet also unter dem Fehler ihres Mannes, genau wie das Hasenkind, das unter dem Fehler des Elternteils (man erfährt nicht wirklich, ob es die Mutter oder der Vater ist, allerdings würde ich aufgrund der archaischen Rollenbilder davon ausgehen, dass es sich um den Vater handelt) leiden muss. Wir lernen aus dieser Geschichte also, dass es nicht gut ist, wenn man Schwächeren Unrecht tut, allerdings ist es auch nicht gut, wenn man sich als Schwächerer insofern wert als das man gewalttätig wird und auf den „Bösen“ los geht. Ich denke, es wäre in Ordnung gewesen dem Jäger sein Gewehr abzunehmen. Die Brille ist schon grenzwertiger, so kann es für den Hasen ganz lustig sein, den Jäger halbblind heim stolpern zu sehen, da er sich ohne Brille nicht allzu gut zurechtfindet, aber davon abgesehen noch auf ihn loszugehen und damit zu verursachen, dass sich der Jäger verletzt, ist nicht gerade die netteste Art. Andererseits ist es auch nicht besonders nett auf Schwächere zu schießen – auch wenn es sich in dieser Geschichte „nur“ um Tiere handelt.
Alles in allem kann man auch aus dieser Geschichte Die Geschichte vom wilden Jäger von Heinrich Hoffmann ein bisschen was lernen, was nicht heißt, dass ich es gut finde, dass der Jäger auf die Hasen Jagd gemacht hat, von daher, kann ich es verstehen, dass der Hase sich nicht nur gewehrt und verteidigt hat, sondern vielleicht auch auf Angriff ging, schließlich wollte er ja nicht nur sich, sondern auch seine Familie schützen, sodass ich diese Geschichte gerne weiterempfehle.

Dienstag, 21. März 2017

Steckbrief: The Fjord Murder von Stephen Speight

Steckbrief: The Fjord Murder von Stephen Speight

Titel: The Fjord Murder
Autor: Stephen Speight
Reihe: -
Originaltitel: -
Genre: Englischer Teen Krimi
Verlag: Easy Readers Egmont
Seitenanzahl: 53
Erscheinungsjahr: 1992
Preis: ?
ISBN: 978-8723900425
Protagonisten: Paul und Jackie Robinson

Sonntag, 19. März 2017

Inhaltsangabe: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Inhaltsangabe: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt


In diesem Drama "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt geht es um eine Nervenheilanstalt in der drei Männer sitzen. Der erste dieser Drei ist ein Mann namens Herbert Georg Beutler hält sich selbst für Newton, er wohnt neben einem anderen Patienten namens Ernest Heinrich Ernesti, der sich für Einstein hält. Außerdem wohnt dort Johann Wilhelm Möbius. Am Tag an dem das Theaterstück spielt, wird eine Krankenschwester tot im Salon der Nervenheilanstalt gefunden. Die Polizei ist dort um die Anstaltsleiterin und die anderen Schwestern zu befragen. Die Leiterin gibt vor, dass sie sich das Verhalten ihrer Patienten nicht erklären kann, denn vor drei Monaten wurde schon einmal eine Krankenschwester in der Anstalt ermordet. Damals war es ein anderer der drei oben beschriebenen Patienten, der seine Krankenschwester erdrosselte. An diesem Nachmittag wird die dritte Krankenschwester ermordet. Möbius, der von seiner Exfrau und seinen drei jugendlichen Söhnen besucht wurde bevor diese zusammen mit dem neuen Ehemann der Mutter auswandern zum Arbeiten, besucht wurde, tötet die Krankenschwester, die ihm gerade zuvor ihre Liebe gestanden hat. Sie sagt ihm, dass sie ihn liebt, dass sie die Leiterin darum bat, dass er entlassen wird und dass sie heiraten dürfen. Diese erlaubt das alles, sodass nun Möbius handeln muss. Um zu verhindern, dass die Menschen seine wissenschaftlichen Erkenntnisse missbrauchen, hatte er sich damals in diese Anstalt verkrochen. Nicht nur lebte er dort die letzten 15 Jahre in Frieden, sondern soll er jetzt seine Erkenntnisse der Welt mitteilen. Dies kann er nicht zulassen, sodass er sich entschließt die Frau, die er liebt umzubringen. Am Ende stellt sich erhaus, dass die beiden anderen Patienten gar nicht verrückt zu sein scheinen und nur so taten um an Möbius und sein Wissen zu gelangen, da sie für ausländische Geheimdienste arbeiten, welche sein Wissen für sich nutzen wollen.



Freitag, 17. März 2017

Das Tagebuch der Anne Frank I

Das Tagebuch der Anne Frank I
 
'Reichtum, Ansehen, alles kannst Du verlieren, aber das Glück des Herzens kann höchstens einmal verhüllt sein und wird Dich doch immer aufs neue glücklich machen, solange Du lebst.' S. 124

Unglaublich wie reif eine Jugendliche sein kann, das wird ja auch schon in meiner Rezension deutlich. Anne macht deutlich, dass Glück besser und wichtiger ist als Reichtum oder Ansehen, obwohl sie manchmal recht oberflächlich erscheint. Gerade deshalb wirkt ihre Aussage so schön und so wichtig. Auch gebe ich ihr recht mit dem was sie sagt. Vielleicht ist sie so reif wegen der Sache, die sie durchmachen musste. Es könnte sein, dass es daran liegt, dass sie als Jüdin verfolgt wurde oder am Krieg ganz allgemein, es könnte aber auch an ihrem Versteck und daran liegen, dass sie für so lange Zeit eingesperrt war. Oder es liegt daran, dass sie es einfach aus erster Hand erfahren hat, dass Ansehen und Reichtum endlich sind, im Gegensatz zum Glück, das ein Mensch empfinden kann. Daraus schließt sie, dass Glück das Größte ist, das ein Mensch fühlen kann und dass es etwas ist, das den Menschen antreibt und ihm Kraft gibt in schweren Zeiten, sodass hier eine Lebensphilosophie ableitbar wird. Dennoch ist Anne Frank klar, dass dieses Glück einmal nicht gefühlt ist, aber dass es dennoch irgendwo ist, sodass es dich glücklich machen kann, auch wenn du es gerade nicht fühlen magst.

Mittwoch, 15. März 2017

Die Geschichte von den schwarzen Buben von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte von den schwarzen Buben von Heinrich Hoffmann
 
In Die Geschichte von den schwarzen Buben von Heinrich Hoffmann geht es um drei Jungs, Ludwig, Kaspar und Wilhelm, welche einen „kohlpechrabenschwarzen Mohr“ ärgern und deshalb von dem großen Nikolas in ein Tintenfass geworfen werden, aus diesem kommen sie noch schwärzer als der andere Junge, sodass sie dann zusammen mit dem Jungen spielen.
Aus dieser Geschichte von Heinrich Hoffmann kann man natürlich einiges entnehmen. Ganz klar stehen hier die Themen Respekt, Toleranz und Rassismus im Vordergrund, denn zum Einen ärgern die weißen Jungen den „Mohr“, welcher nichts tut als vor ihren Augen entlang zu laufen. Interessant finde ich es, dass diese Themen damals schon aktuell gewesen sind und die Strafe für die drei Jungs, die den „Mohr“ geärgert haben, fand ich nun nicht besonders schlimm, sodass ich von diesem Standpunkt aus, diese Geschichte weiterempfehlen kann.
Bezeichnungen wie „Mohr“ sind, denke ich, nicht als rassistisch seitens des Autors zu werten, denn das würde nicht in meine Interpretation passen, vor allem haben sich Konnotationen bezüglich solcher Worte verändert, sodass diese unter Umständen früher nicht so bewertet waren wie sie es heute sind.
Fragwürdig ist natürlich, warum die weißen Jungs schwarz werden müssen um den Jungen zu akzeptieren. Geht es vielleicht darum, dass wir alle gleich sind unter unserer Oberfläche? Oder darum, dass das Äußere absolut nichts über uns aussagt? Diese Ideen finde ich auf der einen Seite auf jeden Fall sinnvoll, auf der anderen natürlich fragwürdig, denn mich würde interessieren, warum man Menschen nicht nur akzeptieren kann, wenn sie anders sind, sondern diese Unterschiede nicht vielleicht sogar gut finden kann, weil sie unser Denken erweitern können.
Alles in allem fand ich Die Geschichte von den schwarzen Buben recht unterhaltsam, kurzweilig und lehrreich, sodass ich sie gerne weiterempfehle.

Dienstag, 14. März 2017

Steckbrief: Die Maske im See - Eine Erzählung aus der frühen Eisenzeit von Gabriele Beyerlein

Steckbrief: Die Maske im See - Eine Erzählung aus der frühen Eisenzeit von Gabriele Beyerlein

Titel: Die Maske im See – Eine Erzählung aus der frühen Eisenzeit
Autor: Gabriele Beyerlein
Reihe: -
Originaltitel: -
Genre: Kinder- und Jugendliteratur
Verlag: Arena
Seitenanzahl: 182
Erscheinungsjahr: 1988 (1. Auflage)
Preis: ?
ISBN: 3-401-04238-6
Protagonisten: Gentius, Nennius, Diviciacus, Addedus und Larthia

Sonntag, 12. März 2017

Rezension: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Rezension: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Die Inhaltsangabe zu dem Drama „die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt findet ihr oben.
Obwohl dieses Drama, wie Friedrich Dürrenmatt am Anfang explizit schreibt, sehr tektonisch ist. Es spielt alles innerhalb von einem Nachmittag bzw. Abend, es spielt alles an einem Ort, die Handelnden sind allerdings keine Adeligen, Götter oder Könige, sondern von Krankenschwestern und Geisteskranken, außerdem spielen Musikinstrumente eine wichtige Rolle, denn der Mann, der sich für Einstein hält, spielt immer wenn er aufgeregt ist auf seiner Geige, so hört man ihn zwar, sieht ihn aber nicht, denn er ist noch in seinem Zimmer.
Interessant finde ich es, dass zwei der drei Männer mehrere Identitäten haben, sodass diese Identitäten miteinander verschwimmen. Diese Tatsache macht es eigentlich notwendig das Drama mehrfach zu lesen oder zumindest sehr aufmerksam bei der Auflösung des Falles zu sein.
Dürrenmatt teilt sein Drama in zwei Teile auf, was auch wieder gegen ein streng tektonisches Stück spricht und damit gegen die Lehre von Aristoteles spricht.
Es ist recht schwierig eine Figur zu finden mit der man von vorne bis hinten mitfiebern kann, interessant ist in diesem Zusammenhang, dass alle drei Männer nacheinander eingeführt werden und insgesamt eine recht ähnliche Geschichte haben. Irgendwie wirkt das ganze sehr mystisch-mysteriös am Anfang und ich persönlich dachte mir, dass es nach Spuk aussieht, denn die Nervenheilanstalt ist in einer alten Villa untergebracht und damit absolut prädestiniert für eine Spukgeschichte. Aber die finden wir hier nicht, am Ende kommt die absolut rationale Auflösung der Fälle, auch wenn es nach einem sehr großen Zufall aussieht und sehr unwahrscheinlich wirkt, was wieder dafür spricht, dass die Männer doch wirklich krank sind, und nicht wie es zwischendurch scheint Agenten für Organisationen.
Alles in allem fand ich auch dieses Drama von Dürrenmatt total spannend und ich kann es gerne weiterempfehlen, erinnert hat es mich ein bisschen an Hoffmann, aber das ist weder besonders schlecht, noch gut, außer man hat bereits eine Meinung zu Hoffmann. Dürrenmatt versteht es, Kanonliteratur spannend und interessant zu präsentieren.

Freitag, 10. März 2017

Intelligibel

Intelligibel 
 
Das Adjektiv intelligibel habe ich natürlich auch nicht aus meinem privaten, sondern aus meinem universitären Alltag. Das Wort kommt aus der Philosophie und bedeutet laut Duden-online (Ja, ich verwende oft Duden-online, weil ich das nebenbei einfach aufhaben kann und dann direkt digital arbeiten kann und nicht erst ans Bücherregal muss...das ist ja soooo weit weg. =D ) „nur durch den Intellekt und nicht durch die sinnliche Wahrnehmung erkennbar“. Okay, aufgrund des Wortes konnte man sich ja irgendwie denken in welche Richtung die Wortbedeutung gehen könnte, aber ich hatte dieses Wort auch bisher noch nie gehört. Interessant, was man im Studium alles so lernt...

Mittwoch, 8. März 2017

Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug von Heinrich Hoffmann

Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug von Heinrich Hoffmann

In der gar traurigen Geschichte mit dem Feuerzeug von Heinrich Hoffmann geht es um Paulinchen, die alleine zuhause ist mit ihren beiden Katzen. Sie entdeckt ein Feuerzeug, welcher herumliegt, allerdings hatten ihre Eltern ihr verboten mit dem Feuerzeug zu spielen, woran sich das junge Mädchen aber nicht hält. Sie zündet sich eine Kerze an und tanzt mit dem Feuer in der Hand durch das Zimmer, dabei gerät ihr Kleid in Brand. Die Katzen, die sie zuvor immer wieder ermahnt hatten, nicht mit dem Feuer zu spielen, weinen über das in Flammen aufgegangene Mädchen, von dem nur noch ein Häufchen Asche und ein paar feine Schuhe übrig geblieben sind.
Diese Geschichte von Heinrich Hoffmann kannte ich sogar noch aus meiner Kindheit und ich muss sagen, auch bei dieser bin ich nicht sicher, ob ich die wirklich meinen Kindern vorlesen wollen würde, wobei ich interessante finde, dass hier das weibliche Mädchen ihren Fehler in der Weise bezahlen muss, dass sie stirbt, wohingegen Friedrich, der ja nun nicht sich selbst, sondern anderen geschadet hatte, nicht stirbt, sondern nur verletzt im Bett liegt. Hier könnte eine Deutung aus feministischer und historischer Perspektive sinnvoll sein. Auch inwieweit hier einem Erziehungsideal von damals und heute entsprochen wird, ist interessant. Natürlich macht es Sinn Kindern das zündeln, vor allem, wenn sie alleine sind, zu untersagen, aber eventuell wäre es Paulinchen besser ergangen, wenn ihre Eltern ihr erklärt hätten, warum sie es ihr verbieten und an dieser Stelle natürlich auch: Kindern, die diese Geschichte lesen oder hören, wissen jetzt warum ihnen verboten wird, mit Feuer zu spielen, aber ob diese drastische Darstellung zu einem größeren Lern- und Abschreckungseffekt führt ist fraglich. Alles in allem finde ich die Geschichte sehr nett gestaltet, wobei der phantastische Anstrich (sprechende Katzen) der Geschichte etwas von ihrer Plausibilität und damit vielleicht auch von ihrem Schrecken nimmt, wodurch ein erzieherischer Effekt untersucht werden muss, was mich nicht davon abhält diese Geschichte – vermutlich auch aus nostalgischen und subjektiven Gründen – weiter zu empfehlen.

Dienstag, 7. März 2017

Steckbrief: Die Katze auf dem heißen Blechdach von Tennessee Williams

Steckbrief: Die Katze auf dem heißen Blechdach von Tennessee Williams

Titel: Die Katze auf dem heißen Blechdach
Autor: Tennessee Williams
Reihe: -
Originaltitel: Cat on the hot tin-roof
Genre: Drama (Theaterstücke)
Verlag: Fischer
Seitenanzahl: 96
Erscheinungsjahr: Juni 1956
Preis: ?
ISBN: ?
Protagonisten: Margaret, Brick, Mae, Gooper, Big Mama, Big Daddy

Sonntag, 5. März 2017

Inhaltsangabe: Die Maske im See von Gabriele Beyerlein

Inhaltsangabe: Die Maske im See von Gabriele Beyerlein

In der Erzählung aus der frühen Eisenzeit geht es um den 13-jährigen Nennius, der als Enkel des Bergherrn aus der reichsten und mächtigsten Familie weit und breit kommt. Sein Vater und sein Großvater sind auf einer Reise und so trifft es zwei Fremde schlecht als sie in der Nähe des Hofes von den Wachen aufgegriffen werden. Belgius, Nennius' Cousin und momentaner Bergherr, lässt den Mann in den toten Gang werfen, wo er nichts zu Essen erhalten soll, obwohl er ohnehin schon am Verhungern ist, sein Sohn wird Nennius anvertraut und kriegt etwas zu Essen. Nennius und Gentius, der Sohn des Fremden, entschließen sich Gentius' Vater etwas zu Essen zu bringen, damit dieser nicht verhungert. Das Unternehmen glückt und Nennius wird von Gentius' Mut beeindruckt. Aber danach hält sich Nennius von Gentius fern, denn sein Vater und Großvater kommen zurück. Sie lassen den Gefangenen aus seinem Gefängnis und es stellt sich heraus, dass dieser der Herr von Sticna ist und damit ein Freund von Diviciacus ist. Diviciacus, der Herr des Salzberges, erzählt seinem Enkel eine Geschichte aus seiner Vergangenheit. Sein Onkel war damals Bergherr. Er war ein harter, unerbittlicher, strenger Herrscher, liebte aber seine Frau sehr. Als diese bei der Geburt der Tochter stirbt, ist Bellinus wahnsinniger vor Trauer und lässt in einer Kurzschlussreaktion seine Tochter aussetzen. Diviciacus kann das nicht zulassen und rettet die Kleine, dabei wird ihm von einer wirklich armen Salzträgerfamilie geholfen, vor allem der Sohn und dessen Urma, also Urgroßmutter, helfen ihm weiter, denn sie sorgen für ihn und seine kleine Cousine. Addedus, der Sohn, bringt die beiden wieder zurück, dort wo sich Diviciacus auskennt, allerdings bleiben die beiden Freunde. Diviciacus weiß nicht wo er mit seinen kleinen Cousine hin soll, denn niemand würde ihm helfen und er kann sie nicht alleine versorgen. Er trifft Larthia eine Etruskerin, deren Vater und Mutter in das Tal des Salzberges kamen um dort Handelsbeziehungen zu knüpfen. Larthia nimmt ihn und die Kleine mit zu ihrer Mutter, diese, gerade selbst ein Kind geboren, füttert die Kleine durch und sie kommen überein, dass das Mädchen, das von nun an den Namen Ati trägt, bei Larthia und ihrer Mutter bleiben kann um geschützt zu werden, allerdings darf Diviciacus seinem Onkel nichts erzählen. Eine Maske, die Bellinus geschenkt wurde, scheint Unheil über den Salzberg zu bringen. Karawanen, die losgeschickt worden waren um im Süden Salz gegen andere Güter einzutauschen, bleiben aus, sodass der Bergherr selbst loszieht um herauszufinden was mit den Karawanen geschieht. Diviciacus weiß, dass sein Onkel ohne seine Hilfe nicht zurückkehren wird und so bittet er Addedus ihm zu helfen und Larthia bietet den beiden Jungen ihre Hilfe an, obwohl diese sie nicht mitnehmen wollen, kommt sie mit und rettet so alle Männer. Am Ende kehrt die Erzählung in die Gegenwart zurück. Diviciacus, inzwischen in die Jahre gekommen, bietet dem Herrn von Sticna seine Hilfe beim Aufbau von Sticna an, sodass nach den Plünderungen das Leben dorthin zurückkehren kann.

Freitag, 3. März 2017

Effi Briest von Theodor Fontane

Effi Briest von Theodor Fontane 
 
'das ist ein zu weites Feld' S. 293

Diese Aussage kommt öfter von Effis Vater Briest, wenn er über etwas nicht sprechen möchte. Eigentlich macht er mit diesem Satz immer deutlich, dass er von einer Sache nichts versteht oder dass er von der Sache, über die gesprochen wurde, nicht sprechen will. Ein zu weites Feld meint, dass eine Sache einfach zu weitläufig ist, dass man sie nicht komplett überblicken kann oder dass sie einfach zu komplex ist. Ich bin nicht wirklich sicher wie man Vater Briest einzuschätzen hat, denn ich weiß nicht, ob er einfach meint, dass er sich keine Meinung bilden sollte, da er mit seinem eingeschränkten Horizont ohnehin nicht dazu in der Lage wäre, alles zu erfassen oder ob er einfach keine Lust hat über alles zu sprechen um vielleicht seine Unwissenheit nicht zu offenbaren oder ob es wirklich schlichtweg die Lustlosigkeit ist.

Donnerstag, 2. März 2017

Feh 
 
Das Substantiv „Feh“ ist mir auch nicht einfach so in meinem normalen Alltag über den Weg gelaufen, sondern es hoppelte mir über den Weg als ich ein anderes Wort im Kluge nachschlug. Und damit sind wir auch schon bei der Wortbedeutung angelangt, naja fast zumindest. Ein Feh ist kein Fabelwesen, das mit einem Zauberstab durch die Lüfte fliegt und Glitzer verteilt, sondern ein weißes oder graues Eichhörnchen, das aus Sibirien kommt oder eben aus Nordwesteuropa kommendes, entweder lang- oder kurzhaariges Pelztier. Nennt mich die Königin der Überleitungen.
Das ist keine besonders präzise Beschreibung, die ich aus Duden-online entnommen habe, aber die Beschreibung, die ich im Kluge las, klang eigentlich recht eindeutig. Da stand, dass „Feh“ ein sibirisches Eichhörnchen sei. Ich bin zwar relativ sicher, dass ich dieses Wort nicht in meinem aktiven Wortschatz verwenden werde, aber ich finde es klingt doch trotzdem ganz gut, oder?

Mittwoch, 1. März 2017

Die Geschichte vom bösen Friedrich von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom bösen Friederich von Heinrich Hoffmann

In der Geschichte vom bösen Friederich von Heinrich Hoffmann geht es um den Jungen, namens Friedrich, der Katzen und Vögel erschlägt, außerdem auch Stühle und anderes Mobiliar. Auch eine junge Frau wird geschlagen. Er peitscht sie. Als er dann an einen Brunnen kommt und dort einen Hund trinken sieht, nimmt er die Peitsche und schlägt den jaulenden Hund, welcher sich das aber nicht gefallen lässt und den Jungen ins Bein beißt. Der Hund nimmt die Peitsche mit und frisst Friedrichs reich gedeckten Tisch leer, während Friedrich mit seiner Verletzung im Bett liegt und bittere Medizin zu löffeln bekommt.
Die Geschichtensammlung Der Struwwlpeter von Heinrich Hoffmann, fängt mit einer sehr brutalen Geschichte an. Wir haben hier einen Jungen, der nicht nur leblose Gegenstände zerstört, sondern auch Tieren weh tut und dies nicht billigend in Kauf nimmt, wie man es vielleicht von einem Kind erwarten würde, das einfach noch nicht darüber nachdenkt, dass seine Handlungen Konsequenzen haben (was nicht heißt, dass ich ein solches Verhalten auch nur akzeptieren kann). Nein, er erschlägt Katzen und Vögel ohne dabei auch nur ein schlechtes Gewissen oder Reue zu verspüren. Und auch den Hund peitscht er, welcher ihm die Peitsche dann abnimmt und ihn insoweit bestraft, dass er ihm sein Essen wegfrisst und er gleichzeitig mit einer Verletzung im Bett liegen muss und die bittere Medizin schlucken muss. Er hatte zuvor noch ein junges Mädchen mit der Peitsche geschlagen, nach all diesen Missetaten kann ich wirklich nicht verstehen wie diese Bestrafung auch nur annähernd angemessen sein sollte. Zu beachten ist hier eventuell der historische Kontext, denn diese Geschichten sind alle um 1844 geschrieben worden. Alles in allem würde ich es mir wohl zwei Mal überlegen, ob ich diese Geschichten wirklich meinen drei bis sechs jährigen Kindern zu lesen geben würde oder ihnen vorlesen würde, aber davon abgesehen, sind sie zumindest als Kulturgut von nicht zu unterschätzender Relevanz und somit haben sie zumindest einen gewissen Daseins- und Rezeptionsberechtigung.