Freitag, 31. März 2017

Das Tagebuch der Anne Frank II

Das Tagebuch der Anne Frank II

'Wir dürfen kein Urteil haben! […] Man kann sagen, Du sollst den Mund halten, aber kein Urteil haben, das gibt es nicht. Niemand kann einem anderen verbieten, ein Urteil zu haben, und wenn der andere noch so jung ist.' S. 126

Anne regt sich an dieser Stelle darüber auf, dass die Erwachsenen meinen, dass sie die Wahrheit gepachtet haben, sie geben Elli, der es nicht gut geht, Tipps und verstehen nicht, dass die Jugendlichen genauso gut Tipps geben könnten. Sie gehen davon aus, dass diese Kinder ohnehin nichts verstehen würden und selbst wenn könnten sie ihr keine Tipps geben, denn sie haben ohnehin keine Ahnung worum es geht und verstehen nichts davon. Anne macht das nicht nur wütend, gleichzeitig zeigt sie ihre große Reife, auch weil sie sagt, dass man sich nicht kein Urteil bilden kann. Auch deshalb konnte ich mich mit ihr identifizieren. Ich denke nämlich auch, dass es schwierig ist, sich kein Urteil zu bilden. Denn irgendwie ist es ja auch ein Urteil, wenn man sich denkt, dass man sich kein Urteil bildet, denn es hat ja einen Grund warum man sich kein Urteil bildet. Man bildet sich kein Urteil, weil man denkt, dass die Idee zu komplex ist oder weil man davon ausgeht, dass einem irgendwelche Details fehlen um sich wirklich ein richtiges Urteil bilden zu können, aber auch damit hat man sich ein Urteil gebildet und natürlich macht man sich dennoch Gedanken in die Richtung: wenn sich dies und jenes herausstellt, dann denke ich, dass so und so, oder man denkt eben das Gegenteil. Für mich ist es so, dass man nicht nicht kommunizieren oder denken kann und so verhält es sich mit dem Urteil. Aber ich werde mich hüten mir an dieser Stelle in Urteil über das Buch zu erlauben...

Mittwoch, 29. März 2017

Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann
 
In Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann geht es um einen Jungen, der von seiner Mutter alleine zuhause gelassen wird. Bevor sie das Haus verlässt, verbietet sie ihm am Daumen zu lutschen, doch sobald sie das Haus verlassen hat, lutscht er auch schon am Daumen. Die Drohung der Mutter, dass dann der Schneider mit seiner Schere komme und ihm die beiden Daumen abschneidet, fruchtet also nicht und wird sehr schnell war, denn da steht auch schon der Schneider vor ihm und schneidet ihm die Daumen ab. Die Mutter, die später nach hause komme, findet ihren traurigen Sohn.
Diese recht blutige Geschichte von Heinrich Hoffmann vermittelt Kindern sehr deutlich wie ungezogen es ist, am Daumen zu lutschen. Ob diese erzieherische Maßnahme heute noch aktuell ist? Wohl eher nicht, sodass ich nicht wirklich verstehe, wieso man diese Geschichte seinen Kinder vorlesen sollte und wovon ich auch abraten würde, schließlich gibt es viele andere Möglichkeiten Kinder vom Daumenlutschen abzuhalten. Warum die Mutter ihrem Sohn so etwas androhnt und der Schneider dann auch sobald der Junge die Daumen um Mund hat, hereinstürmt und ihm die Daumen abschneidet, verstehe ich nicht so ganz. Mir stellen sich dabei folgende Fragen: Warum lässt die Mutter ihren Sohn mit einer solchen Drohung zurück? (vielleicht wollte sie ihn einfach vom Daumenlutschen abhalten, aber sind ihre da keine anderen Möglichkeiten eingefallen?) Woher weiß der Schneider von dem Daumenlutschen des Jungen? (vielleicht ist er einfach direkt nach dem Herauskommen der Mutter hineingestürmt, weil er wusste, dass es nicht lange dauern würde bis der Junge mit dem Daumenlutschen anfängt?) Was hat der Schneider eigentlich mit dieser Familie zu tun und mit der Bestrafung? Warum hat er das Recht den Jungen zu bestrafen? (darauf fällt mir wirklich keine Antwort ein)
Viel interessanter wäre es doch für die Mutter, herauszufinden, warum ihr Sohn am Daumen lutscht. Vielleicht liegt es daran, dass sie aus dem Haus geht und ihn alleine lässt? Aber vielleicht macht er es auch immer und sie weiß sich einfach nicht mehr anders zu helfen, als ihm zu drohen, wobei ich dies natürlich nicht gutheißen kann. So kann ich weder die Mutter, noch den Sohn und erst recht nicht den Schneider verstehen, denn das Verhalten der drei scheint mir absolut unverständlich.
Alles in allem war mir Die Geschichte vom Daumenlutscher von Heinrich Hoffmann zu brutal, mir gehen viele Details nicht in den Kopf, sodass diese Geschichte insgesamt inkonsistent wirkt, was auch dazu führt, dass ich diese Geschichte nicht weiterempfehlen kann.

Dienstag, 28. März 2017

Steckbrief: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Steckbrief: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Titel: Die Physiker
Autor: Friedrich Dürrenmatt
Reihe: -
Originaltitel: -
Genre: Drama (eine Komödie in zwei Akten)
Verlag: Arche
Seitenanzahl: 79
Uraufführung: Februar 1962
Preis: ?
ISBN: 3-7160-1150-9
Protagonisten: Dr. Mathilde von Zahnd, Herbert Georg Beutler (Newton), Ernst Heinrich Ernesti (Einstein) und Johann Wilhelm Möbius

Sonntag, 26. März 2017

Rezension: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson

Rezension: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson 
 
Die Inhaltsangabe zum Roman „Das muss Liebe sein“ von Rachel Gibson findet ihr oben.
Am Anfang waren mir sowohl Joe als auch Gabrielle noch recht sympathisch, aber das hat mit der Zeit immer mehr abgenommen. Joe tritt eine Katze zur Seite! Okay, sie ist nicht verletzt, aber trotzdem. Das war irgendwie...mehr als einfach nur unschön. Außerdem mag er keine Eichhörnchen. Auch Gabrielle ist ganz cool angelegt am Anfang. Sie hat ihren eigenen Glauben. Sie glaubt an die Teile der Religionen, die ihr am meisten zusagen, was ich persönlich nicht verwerflich, sondern gut finde. Ich achtete ein bisschen mehr darauf, was man zur Entspannung tun kann, denn sie nimmt Bäder mit ihren ätherischen Ölen, und meditiert. Das hat mir ganz gut gefallen, aber das war es dann leider auch schon. Sie ist eine unabhängige Frau und lässt sich immens von dem beeinflussen, was Joe ihr sagt, denn auf einmal ist es gar nicht mehr so schlimm, dass er eine Frau sucht, die für ihn putzt und kocht und ihm die Wäsche wäscht. Das war noch so ein Punkt, den ich an ihm nicht leiden konnte. Was sind das denn für antiquierte Ansichten? Aber Gabrielle, obwohl sie das am Anfang echt doof fand, scheint am Ende damit total zufrieden zu sein. Was man Joe zugutehalten muss ist, dass er ein Familienmensch ist und sich gut um seinen Vogel kümmert, denn auch, dass er eine andere Frau besucht und überlegt mit ihr zusammen zu kommen und vielleicht sogar sie zu heiraten, da sie ja seinem Ideal einer guten Ehefrau entspricht, fand ich irgendwie schwierig.
Wie immer hat mir der Thrill-Faktor bei Rachel Gibson ein bisschen gefehlt und der Roman hat meiner Ansicht nach einiges in diese Richtung hergegeben, aber dieses Potenzial blieb ungenutzt, was wohl – hoffentlich – beabsichtigt war, mir aber nicht gefiel und gefällt. Aber so langsam sollte ich es wohl lernen, mir sollte man aber zugutehalten, dass ich beim Klappentext dachte, dass er Roman so etwas ja durchaus hergeben wird und dass ich deshalb fest mit einem Thrill-Anteil rechnete.
Auch zog sich der Roman irgendwann ziemlich in die Länge und ich wollte auch nicht mehr wirklich weiterlesen, was damit zu tun hat, dass ich die Charaktere und auch die Story echt doof fand.
Insgesamt ein schwacher Roman von Rachel Gibson, denn „Das muss Liebe sein“ überzeugt weder mit tollen Charakteren, noch mit einer guten Geschichte oder besonderem Witz, denn im Vergleich zu anderen Romanen fand ich diesen Roman ausgesprochen humorlos und kann, weil ich so wenig finde, weshalb ich ihn gut fand, diesen Roman einfach nicht weiterempfehlen.

Freitag, 24. März 2017

Feh

Feh 
 
Das Substantiv „Feh“ ist mir auch nicht einfach so in meinem normalen Alltag über den Weg gelaufen, sondern es hoppelte mir über den Weg als ich ein anderes Wort im Kluge nachschlug. Und damit sind wir auch schon bei der Wortbedeutung angelangt, naja fast zumindest. Ein Feh ist kein Fabelwesen, das mit einem Zauberstab durch die Lüfte fliegt und Glitzer verteilt, sondern ein weißes oder graues Eichhörnchen, das aus Sibirien kommt oder eben aus Nordwesteuropa kommendes, entweder lang- oder kurzhaariges Pelztier. Nennt mich die Königin der Überleitungen.
Das ist keine besonders präzise Beschreibung, die ich aus Duden-online entnommen habe, aber die Beschreibung, die ich im Kluge las, klang eigentlich recht eindeutig. Da stand, dass „Feh“ ein sibirisches Eichhörnchen sei. Ich bin zwar relativ sicher, dass ich dieses Wort nicht in meinem aktiven Wortschatz verwenden werde, aber ich finde es klingt doch trotzdem ganz gut, oder?

Mittwoch, 22. März 2017

Die Geschichte vom wilden Jäger von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom wilden Jäger von Heinrich Hoffmann
 
In Die Geschichte vom wilden Jäger von Heinrich Hoffmann geht es um einen Jäger, der ausgeht um einen Hasen zu schießen, als er müde wird, macht er Rast und ein Nickerchen, das ihm zum Verhängnis wird, denn der Hase kommt und nimmt ihm das Gewehr und die Brille. Nun macht der Hase jagt auf den Jäger, als er auf ihn schießt, springt der Jäger in einen Brunnen, das Hasenkind bekommt den heißen Kaffee und die Tasse der Jägersfrau ab, sodass sich der Hase keinen großartigen Gefallen damit getan hat, dass er auf den Jäger seinerseits geschossen hat.
Diese Geschichte von Heinrich Hoffmann endet für den Hasen selbst gar nicht so schlecht und ich hoffe und denke, dass es dem Hasenkind auch nicht allzu schlecht erging, allerdings leider der Jäger an seine Schießwut, da er im Brunnen endet. Der Frau des Jägers wird ein gehöriger Schreck eingejagt, obwohl sie nichts getan hat. Sie leidet also unter dem Fehler ihres Mannes, genau wie das Hasenkind, das unter dem Fehler des Elternteils (man erfährt nicht wirklich, ob es die Mutter oder der Vater ist, allerdings würde ich aufgrund der archaischen Rollenbilder davon ausgehen, dass es sich um den Vater handelt) leiden muss. Wir lernen aus dieser Geschichte also, dass es nicht gut ist, wenn man Schwächeren Unrecht tut, allerdings ist es auch nicht gut, wenn man sich als Schwächerer insofern wert als das man gewalttätig wird und auf den „Bösen“ los geht. Ich denke, es wäre in Ordnung gewesen dem Jäger sein Gewehr abzunehmen. Die Brille ist schon grenzwertiger, so kann es für den Hasen ganz lustig sein, den Jäger halbblind heim stolpern zu sehen, da er sich ohne Brille nicht allzu gut zurechtfindet, aber davon abgesehen noch auf ihn loszugehen und damit zu verursachen, dass sich der Jäger verletzt, ist nicht gerade die netteste Art. Andererseits ist es auch nicht besonders nett auf Schwächere zu schießen – auch wenn es sich in dieser Geschichte „nur“ um Tiere handelt.
Alles in allem kann man auch aus dieser Geschichte Die Geschichte vom wilden Jäger von Heinrich Hoffmann ein bisschen was lernen, was nicht heißt, dass ich es gut finde, dass der Jäger auf die Hasen Jagd gemacht hat, von daher, kann ich es verstehen, dass der Hase sich nicht nur gewehrt und verteidigt hat, sondern vielleicht auch auf Angriff ging, schließlich wollte er ja nicht nur sich, sondern auch seine Familie schützen, sodass ich diese Geschichte gerne weiterempfehle.

Dienstag, 21. März 2017

Steckbrief: The Fjord Murder von Stephen Speight

Steckbrief: The Fjord Murder von Stephen Speight

Titel: The Fjord Murder
Autor: Stephen Speight
Reihe: -
Originaltitel: -
Genre: Englischer Teen Krimi
Verlag: Easy Readers Egmont
Seitenanzahl: 53
Erscheinungsjahr: 1992
Preis: ?
ISBN: 978-8723900425
Protagonisten: Paul und Jackie Robinson

Sonntag, 19. März 2017

Inhaltsangabe: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Inhaltsangabe: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt


In diesem Drama "Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt geht es um eine Nervenheilanstalt in der drei Männer sitzen. Der erste dieser Drei ist ein Mann namens Herbert Georg Beutler hält sich selbst für Newton, er wohnt neben einem anderen Patienten namens Ernest Heinrich Ernesti, der sich für Einstein hält. Außerdem wohnt dort Johann Wilhelm Möbius. Am Tag an dem das Theaterstück spielt, wird eine Krankenschwester tot im Salon der Nervenheilanstalt gefunden. Die Polizei ist dort um die Anstaltsleiterin und die anderen Schwestern zu befragen. Die Leiterin gibt vor, dass sie sich das Verhalten ihrer Patienten nicht erklären kann, denn vor drei Monaten wurde schon einmal eine Krankenschwester in der Anstalt ermordet. Damals war es ein anderer der drei oben beschriebenen Patienten, der seine Krankenschwester erdrosselte. An diesem Nachmittag wird die dritte Krankenschwester ermordet. Möbius, der von seiner Exfrau und seinen drei jugendlichen Söhnen besucht wurde bevor diese zusammen mit dem neuen Ehemann der Mutter auswandern zum Arbeiten, besucht wurde, tötet die Krankenschwester, die ihm gerade zuvor ihre Liebe gestanden hat. Sie sagt ihm, dass sie ihn liebt, dass sie die Leiterin darum bat, dass er entlassen wird und dass sie heiraten dürfen. Diese erlaubt das alles, sodass nun Möbius handeln muss. Um zu verhindern, dass die Menschen seine wissenschaftlichen Erkenntnisse missbrauchen, hatte er sich damals in diese Anstalt verkrochen. Nicht nur lebte er dort die letzten 15 Jahre in Frieden, sondern soll er jetzt seine Erkenntnisse der Welt mitteilen. Dies kann er nicht zulassen, sodass er sich entschließt die Frau, die er liebt umzubringen. Am Ende stellt sich erhaus, dass die beiden anderen Patienten gar nicht verrückt zu sein scheinen und nur so taten um an Möbius und sein Wissen zu gelangen, da sie für ausländische Geheimdienste arbeiten, welche sein Wissen für sich nutzen wollen.



Freitag, 17. März 2017

Das Tagebuch der Anne Frank I

Das Tagebuch der Anne Frank I
 
'Reichtum, Ansehen, alles kannst Du verlieren, aber das Glück des Herzens kann höchstens einmal verhüllt sein und wird Dich doch immer aufs neue glücklich machen, solange Du lebst.' S. 124

Unglaublich wie reif eine Jugendliche sein kann, das wird ja auch schon in meiner Rezension deutlich. Anne macht deutlich, dass Glück besser und wichtiger ist als Reichtum oder Ansehen, obwohl sie manchmal recht oberflächlich erscheint. Gerade deshalb wirkt ihre Aussage so schön und so wichtig. Auch gebe ich ihr recht mit dem was sie sagt. Vielleicht ist sie so reif wegen der Sache, die sie durchmachen musste. Es könnte sein, dass es daran liegt, dass sie als Jüdin verfolgt wurde oder am Krieg ganz allgemein, es könnte aber auch an ihrem Versteck und daran liegen, dass sie für so lange Zeit eingesperrt war. Oder es liegt daran, dass sie es einfach aus erster Hand erfahren hat, dass Ansehen und Reichtum endlich sind, im Gegensatz zum Glück, das ein Mensch empfinden kann. Daraus schließt sie, dass Glück das Größte ist, das ein Mensch fühlen kann und dass es etwas ist, das den Menschen antreibt und ihm Kraft gibt in schweren Zeiten, sodass hier eine Lebensphilosophie ableitbar wird. Dennoch ist Anne Frank klar, dass dieses Glück einmal nicht gefühlt ist, aber dass es dennoch irgendwo ist, sodass es dich glücklich machen kann, auch wenn du es gerade nicht fühlen magst.

Mittwoch, 15. März 2017

Die Geschichte von den schwarzen Buben von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte von den schwarzen Buben von Heinrich Hoffmann
 
In Die Geschichte von den schwarzen Buben von Heinrich Hoffmann geht es um drei Jungs, Ludwig, Kaspar und Wilhelm, welche einen „kohlpechrabenschwarzen Mohr“ ärgern und deshalb von dem großen Nikolas in ein Tintenfass geworfen werden, aus diesem kommen sie noch schwärzer als der andere Junge, sodass sie dann zusammen mit dem Jungen spielen.
Aus dieser Geschichte von Heinrich Hoffmann kann man natürlich einiges entnehmen. Ganz klar stehen hier die Themen Respekt, Toleranz und Rassismus im Vordergrund, denn zum Einen ärgern die weißen Jungen den „Mohr“, welcher nichts tut als vor ihren Augen entlang zu laufen. Interessant finde ich es, dass diese Themen damals schon aktuell gewesen sind und die Strafe für die drei Jungs, die den „Mohr“ geärgert haben, fand ich nun nicht besonders schlimm, sodass ich von diesem Standpunkt aus, diese Geschichte weiterempfehlen kann.
Bezeichnungen wie „Mohr“ sind, denke ich, nicht als rassistisch seitens des Autors zu werten, denn das würde nicht in meine Interpretation passen, vor allem haben sich Konnotationen bezüglich solcher Worte verändert, sodass diese unter Umständen früher nicht so bewertet waren wie sie es heute sind.
Fragwürdig ist natürlich, warum die weißen Jungs schwarz werden müssen um den Jungen zu akzeptieren. Geht es vielleicht darum, dass wir alle gleich sind unter unserer Oberfläche? Oder darum, dass das Äußere absolut nichts über uns aussagt? Diese Ideen finde ich auf der einen Seite auf jeden Fall sinnvoll, auf der anderen natürlich fragwürdig, denn mich würde interessieren, warum man Menschen nicht nur akzeptieren kann, wenn sie anders sind, sondern diese Unterschiede nicht vielleicht sogar gut finden kann, weil sie unser Denken erweitern können.
Alles in allem fand ich Die Geschichte von den schwarzen Buben recht unterhaltsam, kurzweilig und lehrreich, sodass ich sie gerne weiterempfehle.

Dienstag, 14. März 2017

Steckbrief: Die Maske im See - Eine Erzählung aus der frühen Eisenzeit von Gabriele Beyerlein

Steckbrief: Die Maske im See - Eine Erzählung aus der frühen Eisenzeit von Gabriele Beyerlein

Titel: Die Maske im See – Eine Erzählung aus der frühen Eisenzeit
Autor: Gabriele Beyerlein
Reihe: -
Originaltitel: -
Genre: Kinder- und Jugendliteratur
Verlag: Arena
Seitenanzahl: 182
Erscheinungsjahr: 1988 (1. Auflage)
Preis: ?
ISBN: 3-401-04238-6
Protagonisten: Gentius, Nennius, Diviciacus, Addedus und Larthia

Sonntag, 12. März 2017

Rezension: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Rezension: Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Die Inhaltsangabe zu dem Drama „die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt findet ihr oben.
Obwohl dieses Drama, wie Friedrich Dürrenmatt am Anfang explizit schreibt, sehr tektonisch ist. Es spielt alles innerhalb von einem Nachmittag bzw. Abend, es spielt alles an einem Ort, die Handelnden sind allerdings keine Adeligen, Götter oder Könige, sondern von Krankenschwestern und Geisteskranken, außerdem spielen Musikinstrumente eine wichtige Rolle, denn der Mann, der sich für Einstein hält, spielt immer wenn er aufgeregt ist auf seiner Geige, so hört man ihn zwar, sieht ihn aber nicht, denn er ist noch in seinem Zimmer.
Interessant finde ich es, dass zwei der drei Männer mehrere Identitäten haben, sodass diese Identitäten miteinander verschwimmen. Diese Tatsache macht es eigentlich notwendig das Drama mehrfach zu lesen oder zumindest sehr aufmerksam bei der Auflösung des Falles zu sein.
Dürrenmatt teilt sein Drama in zwei Teile auf, was auch wieder gegen ein streng tektonisches Stück spricht und damit gegen die Lehre von Aristoteles spricht.
Es ist recht schwierig eine Figur zu finden mit der man von vorne bis hinten mitfiebern kann, interessant ist in diesem Zusammenhang, dass alle drei Männer nacheinander eingeführt werden und insgesamt eine recht ähnliche Geschichte haben. Irgendwie wirkt das ganze sehr mystisch-mysteriös am Anfang und ich persönlich dachte mir, dass es nach Spuk aussieht, denn die Nervenheilanstalt ist in einer alten Villa untergebracht und damit absolut prädestiniert für eine Spukgeschichte. Aber die finden wir hier nicht, am Ende kommt die absolut rationale Auflösung der Fälle, auch wenn es nach einem sehr großen Zufall aussieht und sehr unwahrscheinlich wirkt, was wieder dafür spricht, dass die Männer doch wirklich krank sind, und nicht wie es zwischendurch scheint Agenten für Organisationen.
Alles in allem fand ich auch dieses Drama von Dürrenmatt total spannend und ich kann es gerne weiterempfehlen, erinnert hat es mich ein bisschen an Hoffmann, aber das ist weder besonders schlecht, noch gut, außer man hat bereits eine Meinung zu Hoffmann. Dürrenmatt versteht es, Kanonliteratur spannend und interessant zu präsentieren.

Freitag, 10. März 2017

Intelligibel

Intelligibel 
 
Das Adjektiv intelligibel habe ich natürlich auch nicht aus meinem privaten, sondern aus meinem universitären Alltag. Das Wort kommt aus der Philosophie und bedeutet laut Duden-online (Ja, ich verwende oft Duden-online, weil ich das nebenbei einfach aufhaben kann und dann direkt digital arbeiten kann und nicht erst ans Bücherregal muss...das ist ja soooo weit weg. =D ) „nur durch den Intellekt und nicht durch die sinnliche Wahrnehmung erkennbar“. Okay, aufgrund des Wortes konnte man sich ja irgendwie denken in welche Richtung die Wortbedeutung gehen könnte, aber ich hatte dieses Wort auch bisher noch nie gehört. Interessant, was man im Studium alles so lernt...

Mittwoch, 8. März 2017

Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug von Heinrich Hoffmann

Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug von Heinrich Hoffmann

In der gar traurigen Geschichte mit dem Feuerzeug von Heinrich Hoffmann geht es um Paulinchen, die alleine zuhause ist mit ihren beiden Katzen. Sie entdeckt ein Feuerzeug, welcher herumliegt, allerdings hatten ihre Eltern ihr verboten mit dem Feuerzeug zu spielen, woran sich das junge Mädchen aber nicht hält. Sie zündet sich eine Kerze an und tanzt mit dem Feuer in der Hand durch das Zimmer, dabei gerät ihr Kleid in Brand. Die Katzen, die sie zuvor immer wieder ermahnt hatten, nicht mit dem Feuer zu spielen, weinen über das in Flammen aufgegangene Mädchen, von dem nur noch ein Häufchen Asche und ein paar feine Schuhe übrig geblieben sind.
Diese Geschichte von Heinrich Hoffmann kannte ich sogar noch aus meiner Kindheit und ich muss sagen, auch bei dieser bin ich nicht sicher, ob ich die wirklich meinen Kindern vorlesen wollen würde, wobei ich interessante finde, dass hier das weibliche Mädchen ihren Fehler in der Weise bezahlen muss, dass sie stirbt, wohingegen Friedrich, der ja nun nicht sich selbst, sondern anderen geschadet hatte, nicht stirbt, sondern nur verletzt im Bett liegt. Hier könnte eine Deutung aus feministischer und historischer Perspektive sinnvoll sein. Auch inwieweit hier einem Erziehungsideal von damals und heute entsprochen wird, ist interessant. Natürlich macht es Sinn Kindern das zündeln, vor allem, wenn sie alleine sind, zu untersagen, aber eventuell wäre es Paulinchen besser ergangen, wenn ihre Eltern ihr erklärt hätten, warum sie es ihr verbieten und an dieser Stelle natürlich auch: Kindern, die diese Geschichte lesen oder hören, wissen jetzt warum ihnen verboten wird, mit Feuer zu spielen, aber ob diese drastische Darstellung zu einem größeren Lern- und Abschreckungseffekt führt ist fraglich. Alles in allem finde ich die Geschichte sehr nett gestaltet, wobei der phantastische Anstrich (sprechende Katzen) der Geschichte etwas von ihrer Plausibilität und damit vielleicht auch von ihrem Schrecken nimmt, wodurch ein erzieherischer Effekt untersucht werden muss, was mich nicht davon abhält diese Geschichte – vermutlich auch aus nostalgischen und subjektiven Gründen – weiter zu empfehlen.

Dienstag, 7. März 2017

Steckbrief: Die Katze auf dem heißen Blechdach von Tennessee Williams

Steckbrief: Die Katze auf dem heißen Blechdach von Tennessee Williams

Titel: Die Katze auf dem heißen Blechdach
Autor: Tennessee Williams
Reihe: -
Originaltitel: Cat on the hot tin-roof
Genre: Drama (Theaterstücke)
Verlag: Fischer
Seitenanzahl: 96
Erscheinungsjahr: Juni 1956
Preis: ?
ISBN: ?
Protagonisten: Margaret, Brick, Mae, Gooper, Big Mama, Big Daddy

Sonntag, 5. März 2017

Inhaltsangabe: Die Maske im See von Gabriele Beyerlein

Inhaltsangabe: Die Maske im See von Gabriele Beyerlein

In der Erzählung aus der frühen Eisenzeit geht es um den 13-jährigen Nennius, der als Enkel des Bergherrn aus der reichsten und mächtigsten Familie weit und breit kommt. Sein Vater und sein Großvater sind auf einer Reise und so trifft es zwei Fremde schlecht als sie in der Nähe des Hofes von den Wachen aufgegriffen werden. Belgius, Nennius' Cousin und momentaner Bergherr, lässt den Mann in den toten Gang werfen, wo er nichts zu Essen erhalten soll, obwohl er ohnehin schon am Verhungern ist, sein Sohn wird Nennius anvertraut und kriegt etwas zu Essen. Nennius und Gentius, der Sohn des Fremden, entschließen sich Gentius' Vater etwas zu Essen zu bringen, damit dieser nicht verhungert. Das Unternehmen glückt und Nennius wird von Gentius' Mut beeindruckt. Aber danach hält sich Nennius von Gentius fern, denn sein Vater und Großvater kommen zurück. Sie lassen den Gefangenen aus seinem Gefängnis und es stellt sich heraus, dass dieser der Herr von Sticna ist und damit ein Freund von Diviciacus ist. Diviciacus, der Herr des Salzberges, erzählt seinem Enkel eine Geschichte aus seiner Vergangenheit. Sein Onkel war damals Bergherr. Er war ein harter, unerbittlicher, strenger Herrscher, liebte aber seine Frau sehr. Als diese bei der Geburt der Tochter stirbt, ist Bellinus wahnsinniger vor Trauer und lässt in einer Kurzschlussreaktion seine Tochter aussetzen. Diviciacus kann das nicht zulassen und rettet die Kleine, dabei wird ihm von einer wirklich armen Salzträgerfamilie geholfen, vor allem der Sohn und dessen Urma, also Urgroßmutter, helfen ihm weiter, denn sie sorgen für ihn und seine kleine Cousine. Addedus, der Sohn, bringt die beiden wieder zurück, dort wo sich Diviciacus auskennt, allerdings bleiben die beiden Freunde. Diviciacus weiß nicht wo er mit seinen kleinen Cousine hin soll, denn niemand würde ihm helfen und er kann sie nicht alleine versorgen. Er trifft Larthia eine Etruskerin, deren Vater und Mutter in das Tal des Salzberges kamen um dort Handelsbeziehungen zu knüpfen. Larthia nimmt ihn und die Kleine mit zu ihrer Mutter, diese, gerade selbst ein Kind geboren, füttert die Kleine durch und sie kommen überein, dass das Mädchen, das von nun an den Namen Ati trägt, bei Larthia und ihrer Mutter bleiben kann um geschützt zu werden, allerdings darf Diviciacus seinem Onkel nichts erzählen. Eine Maske, die Bellinus geschenkt wurde, scheint Unheil über den Salzberg zu bringen. Karawanen, die losgeschickt worden waren um im Süden Salz gegen andere Güter einzutauschen, bleiben aus, sodass der Bergherr selbst loszieht um herauszufinden was mit den Karawanen geschieht. Diviciacus weiß, dass sein Onkel ohne seine Hilfe nicht zurückkehren wird und so bittet er Addedus ihm zu helfen und Larthia bietet den beiden Jungen ihre Hilfe an, obwohl diese sie nicht mitnehmen wollen, kommt sie mit und rettet so alle Männer. Am Ende kehrt die Erzählung in die Gegenwart zurück. Diviciacus, inzwischen in die Jahre gekommen, bietet dem Herrn von Sticna seine Hilfe beim Aufbau von Sticna an, sodass nach den Plünderungen das Leben dorthin zurückkehren kann.

Freitag, 3. März 2017

Effi Briest von Theodor Fontane

Effi Briest von Theodor Fontane 
 
'das ist ein zu weites Feld' S. 293

Diese Aussage kommt öfter von Effis Vater Briest, wenn er über etwas nicht sprechen möchte. Eigentlich macht er mit diesem Satz immer deutlich, dass er von einer Sache nichts versteht oder dass er von der Sache, über die gesprochen wurde, nicht sprechen will. Ein zu weites Feld meint, dass eine Sache einfach zu weitläufig ist, dass man sie nicht komplett überblicken kann oder dass sie einfach zu komplex ist. Ich bin nicht wirklich sicher wie man Vater Briest einzuschätzen hat, denn ich weiß nicht, ob er einfach meint, dass er sich keine Meinung bilden sollte, da er mit seinem eingeschränkten Horizont ohnehin nicht dazu in der Lage wäre, alles zu erfassen oder ob er einfach keine Lust hat über alles zu sprechen um vielleicht seine Unwissenheit nicht zu offenbaren oder ob es wirklich schlichtweg die Lustlosigkeit ist.

Donnerstag, 2. März 2017

Feh 
 
Das Substantiv „Feh“ ist mir auch nicht einfach so in meinem normalen Alltag über den Weg gelaufen, sondern es hoppelte mir über den Weg als ich ein anderes Wort im Kluge nachschlug. Und damit sind wir auch schon bei der Wortbedeutung angelangt, naja fast zumindest. Ein Feh ist kein Fabelwesen, das mit einem Zauberstab durch die Lüfte fliegt und Glitzer verteilt, sondern ein weißes oder graues Eichhörnchen, das aus Sibirien kommt oder eben aus Nordwesteuropa kommendes, entweder lang- oder kurzhaariges Pelztier. Nennt mich die Königin der Überleitungen.
Das ist keine besonders präzise Beschreibung, die ich aus Duden-online entnommen habe, aber die Beschreibung, die ich im Kluge las, klang eigentlich recht eindeutig. Da stand, dass „Feh“ ein sibirisches Eichhörnchen sei. Ich bin zwar relativ sicher, dass ich dieses Wort nicht in meinem aktiven Wortschatz verwenden werde, aber ich finde es klingt doch trotzdem ganz gut, oder?

Mittwoch, 1. März 2017

Die Geschichte vom bösen Friedrich von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom bösen Friederich von Heinrich Hoffmann

In der Geschichte vom bösen Friederich von Heinrich Hoffmann geht es um den Jungen, namens Friedrich, der Katzen und Vögel erschlägt, außerdem auch Stühle und anderes Mobiliar. Auch eine junge Frau wird geschlagen. Er peitscht sie. Als er dann an einen Brunnen kommt und dort einen Hund trinken sieht, nimmt er die Peitsche und schlägt den jaulenden Hund, welcher sich das aber nicht gefallen lässt und den Jungen ins Bein beißt. Der Hund nimmt die Peitsche mit und frisst Friedrichs reich gedeckten Tisch leer, während Friedrich mit seiner Verletzung im Bett liegt und bittere Medizin zu löffeln bekommt.
Die Geschichtensammlung Der Struwwlpeter von Heinrich Hoffmann, fängt mit einer sehr brutalen Geschichte an. Wir haben hier einen Jungen, der nicht nur leblose Gegenstände zerstört, sondern auch Tieren weh tut und dies nicht billigend in Kauf nimmt, wie man es vielleicht von einem Kind erwarten würde, das einfach noch nicht darüber nachdenkt, dass seine Handlungen Konsequenzen haben (was nicht heißt, dass ich ein solches Verhalten auch nur akzeptieren kann). Nein, er erschlägt Katzen und Vögel ohne dabei auch nur ein schlechtes Gewissen oder Reue zu verspüren. Und auch den Hund peitscht er, welcher ihm die Peitsche dann abnimmt und ihn insoweit bestraft, dass er ihm sein Essen wegfrisst und er gleichzeitig mit einer Verletzung im Bett liegen muss und die bittere Medizin schlucken muss. Er hatte zuvor noch ein junges Mädchen mit der Peitsche geschlagen, nach all diesen Missetaten kann ich wirklich nicht verstehen wie diese Bestrafung auch nur annähernd angemessen sein sollte. Zu beachten ist hier eventuell der historische Kontext, denn diese Geschichten sind alle um 1844 geschrieben worden. Alles in allem würde ich es mir wohl zwei Mal überlegen, ob ich diese Geschichten wirklich meinen drei bis sechs jährigen Kindern zu lesen geben würde oder ihnen vorlesen würde, aber davon abgesehen, sind sie zumindest als Kulturgut von nicht zu unterschätzender Relevanz und somit haben sie zumindest einen gewissen Daseins- und Rezeptionsberechtigung.