Sonntag, 30. April 2017

Inhaltsangabe: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist

Inhaltsangabe: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist


In diesem Drama „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist geht es um den Prinzen Friedrich, der im Garten in der Nacht liegt und träumt, er findet einen Handschuh, der ihn zu Tagträumen verleitet, sodass er die militärische Besprechung verträumt und nicht zuhört, als besprochen wird, wie in den nächsten Tagen in der Schlacht gegen Schweden verfahren werden soll. So macht Homburg einen folgenschweren Fehler und handelt ohne die Erlaubnis des Kurfürsten abzuwarten. Er gewinnt zwar die Schlacht, aber da er gegen einen direkten Befehl einen Angriff befahl, verstößt er gegen Kriegsrecht, sodass dieses fordert, dass er zum Tode verurteilt wird. Das Todesurteil wird zwar nicht vollstreckt, allerdings versucht der Prinz sich selbst zu retten und bettelt die Kurfürstin an, um sein Leben zu bitten. Diese sagt ihm, dass sie es bereits versuchte, dass es allerdings nichts gebracht hat. Auch Nathalie die Nichte der Kurfürstin, die von dieser aufgezogen wurde, bittet um das Leben Homburgs. Der Kurfürst lässt Homburg sein Leben, allerdings erkennt dieser, dass er gegen das Kriegsrecht verstoßen hat und dass er den Tod verdient hat. Auch seine Soldaten versuchen mithilfe einer Unterschriftensammlung zu verhindern, dass Homburg getötet wird. Am Ende wird Homburg doch verschont als er schon glaubt, dass er jetzt sterben müsse, sodass sie erneut gegen die Schweden in den Krieg ziehen, um dieses Mal nicht nur die Schlacht, sondern den gesamten Krieg zu gewinnen.

Mittwoch, 26. April 2017

Die Geschichte vom fliegenden Robert

Die Geschichte vom fliegenden Robert

In Die Geschichte vom fliegenden Robert von Heinrich Hoffmann geht es um einen Jungen namens Robert, der bei Sturm mit einem Regenschirm draußen herumläuft. Er wird von einer Windböe erfasst und davon getragen, weshalb er schon seit einiger Zeit nicht mehr gesehen wurde.
Ich wüsste nicht, was ich dazu hier groß schreiben sollte. Was soll man aus dieser Geschichte lernen? Man soll nicht bei Sturm und Regen raus gehen? Na gut, das mache ich ohnehin recht selten, aber ich achte darauf. Vielleicht war das früher eher Thema, da Kinder nicht wussten, wie sie sich zuhause im Wohnzimmer oder im Kinderzimmer beschäftigen sollten und heute sind Kinder vielleicht ohnehin mehr drin, mehr daran gewöhnt, wissen wie sie sich drin auch mal alleine beschäftigen können. Das wäre zumindest eine Erklärung, die für mich auf den ersten Blick recht schlüssig erscheint. Schade ist natürlich, dass das Kind nicht ermahnt wurde. Anscheinend gibt es keinen Erwachsenen, der sich a) dafür interessiert, dass das Kind bei Regen rausgeht, noch b) dafür interessiert, wo das Kind nach dem Regen hin ist. Man erfährt auch nicht, ob der Junge überlebt hat oder nicht, denn man erfährt nur, dass er nicht mehr gesehen wurde, das kann natürlich zweierlei bedeuten. Ich finde, es ist aber eine recht grausame Bestrafung für das Kind, egal, ob es nun tot ist, oder nur sehr weit weg von zuhause, denn damit wäre es ja auf sich selbst gestellt. Dieses lockere, offene Ende, lässt natürlich Spielraum für Interpretationen und würde heutzutage auch eine Fortsetzung möglich machen und wäre heute vermutlich sogar so verwendet worden.
Ansonsten weiß ich leider wirklich nicht, was ich dazu noch schreiben soll und so endet unsere letzte Struwwelpeter-Geschichte Die Geschichte vom fliegenden Robert von Heinrich Hoffmann, bei der ich wirklich nicht weiß, ob ich sie speziell empfehlen würde, aber tendenziell fällt mir nichts an, was absolut dagegen sprechen würde.

Sonntag, 23. April 2017

Rezension: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist

Rezension: Prinz Friedrich von Homburg von Heinrich von Kleist


Die Inhaltsangabe des Dramas „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist findet ihr oben.
Am Anfang fand ich das Drama sehr langatmig und ich hatte das Gefühl, obwohl ich ungefähr wusste, worum es geht, dass ich keine Ahnung habe, was gerade passiert und ich wollte Kleist eigentlich keine neue Chance gehen, obwohl ich die Marquise von O... gar nicht mal so schlecht fand.
Wie oben bereits angedeutet ist der Anfang ein bisschen verworren, undurchsichtig und düster, allerdings wird alles, jede Unklarheit im Laufes des Dramas aufgeklärt, sodass es durchaus dramaturgisch sinnvoll sein kann, dass man den Anfang so offen lässt. Homburg erlebt etwas im Traum, sodass die Grenzen zwischen Realität und Phantasie verschwimmen, was ich ja ganz gerne mag, seitdem ich Hoffmann kennen gelernt habe.
Sehr ironisch fand ich es, dass der Prinz am Anfang um sein Leben fleht, dann aber seinen Fehler einsieht und dann um seinen Tod bittet und sich auch von seinem Grab nicht mehr abschrecken lässt. Homburg ist bereit sein Leben zu lassen um seinen Fehler wieder gutzumachen, der eigentlich aber zu einem Sieg führte. Seine Soldaten setzen sich, obwohl sie ja eigentlich auch dem Kriegsrecht unterstellt sind, für ihn ein und versuchen ihn von seinem Schicksal zu bewahren, obwohl sie ja durch sein unbedachtes Handeln in Gefahr gebracht wurden. Nicht nur die Ironie, sondern auch die Unklarheit und die Verschwommenheit der Ebenen, der Strafe und des Rechts, haben diese Verwicklungen für mich sehr interessant gemacht.
Letztendlich gehört das Drama „Prinz Friedrich von Homburg“ von Heinrich von Kleist nicht zu den besten, klassischen Werken, die ich jemals gelesen habe, aber da man am Ende eine halbwegs kluge Auflösung erhält und Kleist nuneinmal zu den Klassikern gehört, muss bzw. sollte man dieses Drama wohl lesen – und man kann, aufgrund der enthaltenen Gesellschaftskritik, es auch gut lesen, wenn man sich vom Anfang nicht abschrecken lässt.

Mittwoch, 19. April 2017

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft

Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft von Heinrich Hoffmann beschreibt einen Jungen, der nicht darauf achtet wohin er geht und ständig Löcher in die Luft starrt, vor allem den Himmel findet er besonders interessant. Auf dem Schulweg sieht er den Bach einmal nicht und stürzt mitsamt seiner Mappe hinein. Glücklicherweise sehen dies zwei Männer, die ihn herausfischen, allerdings schwimmt seine Mappe weg, sodass er dann betröppelt am Ufer steht.
Man kennt das ja, dass man mal vor sich hin träumt, aber dass man dermaßen versunken ist, dass man den Bach nicht sieht, das erscheint mir doch sehr komisch. Natürlich kann ich mir dies durchaus vorstellen, schließlich kann es schon mal passieren, dass man eine Sekunde zu spät aus seinen Tagträumen erwacht und so die Haltestelle verpasst, aber dass man im Straßenverkehr rumläuft ohne darauf zu achten, wohin man läuft? Das kenne ich eigentlich nur von Menschen, die auf ihr Handy schauen und deshalb nicht auf Autos, Busse und Bahnen achten. Vielleicht sind die Handys die neuen Tagträume?
Interessant ist hier, dass der Junge von zwei Männern gerettet wird, und deshalb keine schlimmeren Folgen zu befürchten hat, als dass er Ärger bekommt, weil seine Mappe weg ist. Dass der Ärger mit den Eltern, ob der verschlampten Mappe und mit dem Lehrer, nicht nur weil die Mappe weg ist, sondern vielleicht auch weil die Hausaufgaben darin waren, schlimm genug sein kann, kennt wohl jeder. Aber interessant wäre es mal eine Hierarchie der Werte von Heinrich Hoffmann, die er in seinen Geschichten erwähnt und wie sie bestraft werden, aufzustellen.
Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft ist durchaus realistisch, denn jeder kennt es wohl, dass man aus Müdigkeit oder aus Langeweile vor sich hin träumt und daraus negative Konsequenzen erwachsen, sodass man sich mit Hanns durchaus identifizieren kann. Die verhältnismäßig milde Strafe, die Heinrich Hoffmann hier beschreibt, sei an dieser Stelle noch erwähnen, denn nicht nur deshalb, empfinde ich diese Geschichte als durchaus lesenswert und kann sie weiterempfehlen.


Sonntag, 16. April 2017

Inhaltsangabe: Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll

Inhaltsangabe: Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann von Heinrich Böll

Katharina Blum kommt aus einem nicht besonders guten Elternhaus, über ihre Mutter kursieren Gerüchte im Ort, ihr Vater war griesgrämig und arbeitete sich zu Tode, der Bruder wird kriminell. Katharina versucht aus diesem Sumpf herauszukommen indem sie einen Mann heiratet. Als ihr Mann aber zudringlich wird, entscheidet sie sich sich scheiden zu lassen und wird schließlich schuldig geschieden. Katharina wird zur Fastnacht auf eine Party bei ihrer Patentante, auf dieser Feier tanzt sie mit einem Ludwig Götten von dem sie bis zum Schluss behauptet nicht zu wissen wer er ist, außerdem sagt sie, dass sie ihn vorher nicht kannte und ihn erst dort kennen lernte. Diese Ereignisse werden von einem Erzähler in einem Bericht rückblickend dargestellt, sodass dieser schon weiß, wie dieser Bericht ausgeht und dies auch an den Leser weitergibt. Innerhalb weniger Tage muss Katharina sich nun den Verhören der Polizei stellen, denn diese glauben am Anfang, dass sie nicht nur wusste, wer Götten war, sondern auch wenn kein Umschlagplatz oder Treffpunkt in ihrer Wohnung war, so war sie doch an den Überfällen beteiligt. Auch die ZEITUNG verunglimpft Katharina. Diese Zeitung verdreht die Aussagen der Beteiligten, behauptet, dass Katharina am Tod ihrer Mutter Schuld sei und bezeichnet sie als habgierig, kaltblütig und so weiter. Außerdem behauptet diese Zeitung, dass Katharina Herrenbesuch gehabt haben soll, was diese aufgrund ihrer Persönlichkeit aus der Fassung bringt.
Auch Katharinas Arbeitgeber werden in diesen Skandal verwickelt, da der Ehemann des Paares, für das sie arbeitet, Anwalt ist und versucht Katharina zu helfen und sie zu befreien. Da sie an Katharinas Unschuld glauben und ihr helfen wollen, werden sie von Freunden und Bekannten der gehobeneren Gesellschaft gemieden, außerdem vernachlässigt der Anwalt sein Äußeres, sodass er bald in Verruf gerät, auch zwischen den Eheleuten kommt es zu Konflikten, da das Gerücht gestreut wurde, dass die beiden sich scheiden lassen wollen.
Am Ende tötet Katharina den Journalisten, der für all die schändlichen Dinge verantwortlich war, die über sie geschrieben wurden.

Mittwoch, 12. April 2017

Die Geschichte vom Zappel-Philipp

Die Geschichte vom Zappel-Philipp

In der Geschichte vom Zappel-Philipp geht es um einen Jungen, der bei Tisch immer wieder mit dem Stuhl kippelt, obwohl es ihm seine Eltern verbieten. Irgendwann kommt es wie es kommen muss, er stürzt nach hinten, packt in Panik das Tischtuch und reißt alles mit sich nach hinten. Die Eltern sind bestürzt, denn ihr Essen liegt nun am Boden.
Gekippelt haben wohl die meisten von uns schon, schließlich ist das in der Schule vor allem in der Grundschule so eine Art Nationalsport. Dass man trotz der Ermahnungen der Lehrer nicht einsah, dass es gefährlich sein könnte und dass durchaus die Möglichkeit bestehen könnte, dass man stürzt, erkennt man als Kind auch noch nicht an. Ich hatte sogar einen Mitschüler, der mit seinem Stuhl kippte, aber dennoch wurde weiter gekippelt in meiner Klasse. Weshalb ich dieses Verhalten durchaus nachvollziehen kann und auch glaube, dass es durchaus realistisch ist, dass der Junge nach hinten fällt und dass er auch die Ermahnungen seiner Eltern nicht hört.
In der heutigen Rezeption wurde anscheinend immer wieder thematisiert, dass es sich auch hier um ein aufmerksamkeitsgestörtes Kind handeln könnte. Ob dies stimmt, weiß ich nicht, denn danach wäre mindestens die Hälfte aller Grundschüler aufmerksamkeitsgestört, was ich mir nicht vorstellen kann. Natürlich könnte es an der Schulstruktur liegen, dass Schüler einfach gelangweilt sind, sodass sie sich versuchen abzulenken, denn kippeln erfordert durchaus Konzentration, wenn auch auf andere Dinge als das Geschehen an der Tafel.
Interessant ist hier auch wieder das Frauenbild, denn – obwohl ich geschrieben habe, dass die Eltern es verbieten – ist es hauptsächlich der Vater, der sowohl seinen Sohn ermahnt als auch am Ende wütend wird. Die Mutter scheint eher unbeteiligte Zuschauerin zu sein. Vielleicht weil sie ihren Sohn nicht ausschimpfen will, vielleicht weil er ohnehin nicht hört (unter Umständen nicht mal nur nicht auf sie hört, sondern sie sieht, dass er auch auf den Vater nicht hört, sodass sie meint, sich die Mühe sparen zu können). Wie man dies alles interpretieren kann, überlasse ich den entsprechenden Stellen.
Die Geschichte vom Zappel-Philipp von Heinrich Hoffmann hat also Potenzial und es gibt sicherlich einige Ansatzpunkte, mit denen man an diese Geschichte herangehen kann. Ob sie didaktisch viel ausrichten kann, weiß ich nicht, aber ich vermute mal, dass sie das nicht kann, dennoch würde ich sie weiterempfehlen.

Sonntag, 9. April 2017

Rezension: Die verlorene Ehre der Katharina Blum von Heinrich Böll



Rezension: Die verlorene Ehre der Katharina Blum oder: Wie Gewalt entstehen und wohin sie führen kann von Heinrich Böll

Die Inhaltsangabe des Berichts „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll findet ihr oben.
Besonders interessant an diesem Werk ist natürlich, dass es gerade erst – zumindest für literarische Verhältnisse – geschrieben wurde und damit auf politische Ereignisse Bezug nimmt, die noch gar nicht so lange her sind, auch vom Stil her, gefällt es mir recht gut, denn ich stehe auf einen moderneren Stil – zumindest meistens.
Dass der Bericht aus einer Retrospektive geschrieben wurde, macht ihn auch interessant, denn der Erzähler weiß schon wie er endet und offenbart es gleich zu Anfang dem Leser. Diese Erzählweise verschiebt den Blick nicht so sehr auf das Ende, sondern darauf wie es soweit kommen konnte und dafür um diese Erklärung möglichst authentisch bringen zu können, sind die Zeitungsartikel beziehungsweise Ausschnitte aus diesen und die Kopfzeilen und Überschriften oder Schlagworte besonders geeignet.
Die Mischung aus dem nüchternen Erzählstil eines Berichts und den polarisierend Passagen der Zeitung und des Erzählers, der auch eine gewisse Zuneigung zu Katharina zu haben scheint, wirken im Gesamtkonzept der Erzählung wirklich spannungsgeladen. Nicht, dass dieser Stil den Leser aus dem Fluss bringt oder ihn unruhig macht, das gar nicht mal, aber er bringt eine Spannung und einen Witz in „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“, den man dort nicht erwarten würde und der durchaus zu einem Schmunzeln führt, obwohl es das Thema eigentlich nicht erlaubt. An Katharina mochte ich, dass sie eine Figur war, in die man sich reinfühlen konnte, obwohl sie auch ihre negativen Seiten hat und auch weil man weiß, dass sie sich am Ende an dem Journalisten rächen wird.
Insgesamt war das einer der Punkte, die mir besonders gut gefallen haben und ich habe große Lust ein weiteres Werk von Heinrich Böll zu lesen, denn dieser Autor gefällt mir von seinem Stil her und auch die Konzeption der Figuren und der Geschichte, aber auch des Erzählers geben sicherlich viel her, was man analysieren könnte, sodass ich diesen Bericht beziehungsweise diese Erzählung „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ von Heinrich Böll sehr gerne weiterempfehle.

Mittwoch, 5. April 2017

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar von Heinrich Hoffmann beschreibt einen Jungen, der ein bisschen dick ist und auf einmal beschließt, dass er seine Suppe nicht mehr essen mag, sodass er über die Tage immer mehr abnimmt bis er nur noch ein Strich in der Landschaft ist. Am fünften Tag ist der Suppen-Kaspar schließlich tot.
Dass ein Junge, der ein bisschen übergewichtig ist, nach fünf Tagen fasten stirbt, ist sehr unwahrscheinlich, sodass ich diese Übertreibung irgendwie doof fand, da sie den Kindern nur zeigen soll, dass man entweder ist, was auf den Tisch kommt, oder eben hungrig ins Bett geht und am Ende stirbt. Natürlich müssen Kinder lernen, dass es Arbeit kostet und Geld wenn man kocht, aber diese drastische Zuspitzung fand ich unverhältnismäßig. Mich persönlich hätte noch interessiert, warum der Junge so empfindlich auf die Suppe reagiert. Warum mag ein Junge, der offensichtlich nicht ungern gegessen hat, so scheint es zumindest am Anfang, auf einmal seine Suppe nicht mehr essen? Dies wurde, meiner Ansicht nach, überhaupt nicht geklärt, was ich sehr schade fand, weil die ganze Geschichte für mich ohne Erklärung keinen Sinn ergibt.
Das Verhalten des Kindes könnte auf eine Aufmerksamkeitsstörung hinweisen, wie es in der heutigen Literatur öfter interpretiert worden scheint. Diese Deutung erscheint mir irgendwie sinnvoll und dass man früher nicht wusste, wie man mit diesen Kindern am Besten umgeht, ist auch kein Geheimnis, von daher scheint dieses Geschichte große Differenzen in der Erziehung deutlich zu machen.
Seltsam war auch, dass die Eltern nichts taten dagegen, dass ihr Sohn nichts essen wollte, denn wenn ich merke, dass mein Kind seit Tagen nichts mehr isst, würde ich doch mal nachfragen woran es liegt und ob ich nicht irgendwas dagegen tun kann und würde dann eventuell etwas anderes kochen (lassen).
Letztendlich ist die Geschichte vom Suppen-Kaspar also nicht gerade mein Liebling dafür hat sie einfach zu viele Schwächen, deshalb würde ich sie tendenziell nicht weiterempfehlen.


Sonntag, 2. April 2017

Inhaltsangabe: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson

Inhaltsangabe: Das muss Liebe sein von Rachel Gibson

'Du solltest dich mal Folgendes fragen. Meinst du, du hast Glück gehabt? Na, sag schon, Bengel.' […] 'Ja, das meine ich', sagte er. 'Ich bin ein äußerst glücklicher Bengel.'“

In diesem Roman „Das muss Liebe sein“ von Rachel Gibson geht es um die ein wenig abgedrehte Gabrielle Breedlove und den Detective Joe Shanahan. Gabrielle überwältigt den verdächtigen Mann, den sie für einen Stalker hält und der sie schon seit einigen Tagen verfolgt im Park. Er schafft es dennoch sie zu verhaften und ist auch von der quirligen Rothaarigen nicht wirklich angetan. Im Verhör findet sie heraus, dass sie verdächtigt wird an mehreren Diebstählen beteiligt zu sein, denn ihr Laden wurde im Zusammenhang mit einem großen Kunstraub von einem Dieb genannt. Gabrielle weiß von nichts und kann sich auch nicht vorstellen, dass ihr Geschäftspartner Kevin Carter damit etwas zu tun haben soll, schließlich kennt sie ihn und arbeitet seit Jahren mit ihr zusammen. Gemeinsam besitzen sie einen Laden für Kuriositäten, angefangen bei Antiquitäten über Kristallnippes zu ätherischen Ölen. Um sowohl ihre als auch die Unschuld ihres Geschäftspartners zu beweisen, lässt Gabrille als geheime Informantin Joe Shanahan in ihrem Laden arbeiten, obwohl sie den griesgrämigen Detective gar nicht gerne in ihrer Nähe hat, denn er besitzt eine schwarze Aura. Mit den komischen Dingen, die Garbrielle über Meditation, Seele, Karma und Aromatherapie sagt, verunsichert sie den Detective, der seinerseits mit ihr und ihren Weltansichten nicht viel anzufangen weiß. Als Gabrielles Freund getarnt soll Joe einige Renovierungsarbeiten im Laden übernehmen und dabei ganz heimlich Kevin ausspionieren. Gabrielle, die dabei ein furchtbar schreckliches Gewissen hat, muss sich immer wieder einreden, dass sie ja schließlich nur versucht auch Kevins Unschuld zu beweisen. Zwischen Joe und Gabrielle knistert es ganz ordentlich und so geben die beiden ihren Gefühle in Form von leidenschaftlichen Küssen hin und wieder nach, allerdings darf nicht mehr zwischen den beiden geschehen, da Joe sonst Schwierigkeiten kriegen könnte und da er im letzten Jahr in eine tötliche Schießerei verwickelt worden war, darf er sich keinen Patzer erlauben. Bei einer Party in Kevins Haus finden sie schließlich einige der gestohlenen Gegenstände und so müssen sich Joe und Gabrielle heimlich aus dem Haus schleichen. Joe meldet die Fundstücke und so wird Kevins Haus durchsucht und er wird verhaftet. Joe hingegen hält sich bei Gabrielle auf um endlich mit ihr zu schlafen, da sie nicht mehr seine Informantin ist. Wütend über sich und dass er die Verhaftung verpasst hat, kommt er abends zurück zu Gabrielle. Sie sagt ihm, dass sie ihn liebt, er allerdings sagt nur, dass der Sex ein Fehler war und dass er sie nicht liebt. Er geht und lässt sie mit gebrochenem Herzen zurück. Gabrielle, nachdem sie sich einen Monat zurückgezogen hatte, kommt zurück um mit Kevin, der in Untersuchungshaft sitzt, zu sprechen, außerdem geht sie zu einer Party, auf die auch Joe eingeladen ist. Dort treffen sich die beiden und Gabrielle hofft dadurch endlich einen Schlussstich unter die Sache mit Joe zu setzten, zumal sie herausfindet, dass er sich während sie sich noch kannten mit einer anderen Frau traf. Joe versucht zwar die Sache zu erklären, aber Gabrielle hat keine Ohren für ihn und so ist sie besonders überrascht als sie am nächsten Tag nicht nur drei Rosensträuße von Joe überreicht bekommt...