Mittwoch, 31. Mai 2017

Maler Klecksel eine lustige Bildergeschichte von Wilhelm Busch

Maler Klecksel eine lustige Bildergeschichte von Wilhelm Busch

In der lustigen Bildergeschichte Maler Klecksel von Wilhelm Busch geht es um einen Jungen, der schon als Säugling fasziniert von Licht und Schatten und Farben war, immer mehr lernt er und malt, sodass er dann in der Schule sein Können unter Beweis stellen möchte, der Lehrer ist nicht so begeistert, sodass der Maler den Lehrer mit roter Farbe bespritzt. Maler Klecksel bemalt für sein Leben gerne Tiere, was seinem Chef bei der Arbeit nicht so besonders gut gefällt und ihn bestraft. Später rächt sich Klecksel bei ihm. Er zieht weiter und findet einen Kunstkritiker, mit dem er auch in Streit gerät. Danach will er eine ältere Dame zeichnen, die zu ihm kommt, als er gerade Besuch von einer Freundin hat. Dann wird der Spitz auf die hinter der Staffelei sitzende Freundin von Klecksel aufmerksam und wirft die Staffelei um.
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich mit dieser Geschichte nicht so wirklich viel anfangen konnte. Maler Klecksel scheint eine nicht so bekannte Geschichte von Wilhelm Busch zu sein, außerdem ist auch hier das Ende jeder Begebenheit sehr dramatisch. Denn so frech wie der Maler ist, rächt er sich an jedem, der seine Kunst nicht zu schätzen weiß, was ich auf der einen Seite natürlich nachvollziehen kann. Jeder will für die Sachen, die er besonders gerne hat, anerkannt werden. Andererseits ist es natürlich nicht besonders nett, jemanden im Bett mit Klebstoff und Federn zu bekleben oder jemanden mit Farbe zu bespritzen oder jemanden in den Popo zu pieksen mit einem Bleistift. Allerdings scheint er dafür nicht die gerechte Strafe zu erhalten. Auch muss ich sagen, dass ich nicht sicher bin, wie die Geschichte ausgegangen ist, ob ich sie also richtig verstanden habe. Alles in allem ist die Bildergeschichte Maler Klecksel von Wilhelm Busch nicht die lustigste, aber vielleicht im historischen Kontext nicht unkomisch, weshalb ich sie weiterempfehle.

Sonntag, 28. Mai 2017

Inhaltsangabe: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Inhaltsangabe: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

In diesem Reiseroman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne geht es um den Professor Otto Lidenbrock, der zusammen mit seinem Neffen Axel und seiner Haushälterin in einem Haus wohnt. Der Professor ist berühmt-berüchtigt für seine Wutausbrüche. Allerdings kommt Axel mit seinem Oheim relativ gut klar bis er eines Tages von ihm relativ dringend gerufen wird. Axel läuft zu ihm ins Arbeitszimmer, dort sprechen sie über ein geheimnisvolles, altes Buch, das Lidenbrock gefunden hat. Aus diesem Buch fällt ein altes Blatt Papier auf dem eine geheime Nachricht steht, nach langem Rätseln finden sie heraus, dass dort ein Hinweis darauf vermerkt ist mit dessen Hilfe sie in das Innere der Erde hinabsteigen können. Lidenbrock und Axel machen sich gleich auf den Weg nach Island, dort mieten sie sich einen Führer, der sie zu einem erloschenen Vulkan führt, in diesen müssen sie steigen um den Weg in das Erdinnere zu finden, allerdings müssen sie dafür das richtige Loch finden, welches sie nach einem Warten ermitteln können. Dann steigen sie zu dritt hinab an einem langen Seil, unten angekommen müssen sie durch lange Tunnel und kommen an eine Weggabelung. An dieser Gabelung gehen sie in die falsche Richtung, was der Professor allerdings nicht wahrhaben will. Sie gehen also weiter bis auf eine Sperre auf dem Weg finden, von dort an müssen sie zurück, allerdings gehen ihnen die Wasservorräte aus. Axel wird ohnmächtig, weshalb sich Hans auf den Weg macht um Wasser zu finden, er findet es, aber hinter einer dicken Steinwand. Nachdem sie es mit einer Spitzhacke freigelegt haben, können sie sich erfrischen und folgen dem Hansbach. Axel verirrt sich und schafft es mithilfe von akustischen Phänomenen unter der Erde zurück zu seinem Oheim und Hans zu gelangen. Sie finden nach einiger Zeit eine riesige Blase, in dieser finden sie ein Meer und einen Wald aus Pilzen, als sie das Meer überfahren haben finden sie dort einen Strand mit einem Friedhof, einen riesigen Menschen und eine Herde mit urzeitlichen Elefantentieren. In dem Meer schwammen riesige Ungeheuer und sie mussten einem gefährlichen Sturm und Unwetter trotzen. Axel und der Professor finden bei einem Erkundungsgang die Initialien von Arne Saknussem, dem Mann, von dem sie den Hinweis gefunden haben wie man in das Innere der Erde kommt. Sie verfolgen seinen Weg weiter und werden geradewegs in den Grater eines noch aktiven Vulkans gespült.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Inhaltsangabe: Max und Moritz eine Bubengeschichte in sieben Streichen von Wilhelm Busch

Inhaltsangabe: Max und Moritz eine Bubengeschichte in sieben Streichen von Wilhelm Busch

Die Bubengeschichte Max und Moritz von Wilhelm Busch ist, wie im Titel beschrieben, in sieben Streiche aufgeteilt, welche teilweise Auswirkungen aufeinander haben, aber im Grunde in sich abgeschlossen sind. Im ersten Streich Witwe Bolte, füttern die beiden Jungs drei Hühnern und einem Hahn jeweils ein Stückchen Brot, das an einer Schnur festgebunden ist. Diese Schnüre sind miteinander verbunden und sorgen dafür, dass sich die Hühner selbst an einem Baum erdrosseln. Im zweiten Streich beschließt die Witwe ihre Hühner zu braten, als sie gerade im Keller ist um noch eine Portion Sauerkohl zu holen, angeln sich Max und Moritz, die auf dem Dach sitzen die Hühner durch den Schornstein. Der Spitz der Witwe bellt zwar, aber dennoch denkt diese, dass sich der Spitz an ihrem Herd bedient hat und sie bestraft ihn. Im dritten Streich sägen Max und Moritz die Brücke an, die über den Fluss zu Meister Böcks Haus führt. Die Jungs locken ihn raus, dieser geht über die Brücke, welche seinem Gewicht nicht stand hält und so bricht sie ein und der Schneider landet im Wasser und wird von seiner Frau mit dem Bügeleisen aufgewärmt. Im vierten Streich stopfen Max und Moritz Pulver in den Pfeifenkopf des Lehrers Lämpel. Als dieser seine Pfeife anzündet explodiert sie und der Lehrer wird verletzt, er überlebt aber. Der fünfte Streich endet nicht gut für Onkel Fritz, denn ihm stecken die beiden Käfer in sein Bett. Als Onkel Fritz nun ins Bett geht, fängt es an ihn zu krabbeln und als er aus dem Bett springt, schlägt er auf alles ein, das sich bewegt. Im sechsten Streich brechen Max und Moritz in eine Backstube ein, dort werden sie erst voller Rus und dann voller Mehl, als sie dann Gebäck vom Regal stehlen wollen, fallen sie in den fertigen Teig. Der Bäcker verarbeitet die Jungs zu Brot und steckt sie in den Ofen. Aus dem Brotmantel können sich die Jungs herausknabbern, doch dann folgt der letzte Streich. Im letzten Streich schneiden Max und Moritz Getreidesäcke auf, sodass dort Weizen herausrieselt. Als der Bauer dies merkt, packt er die Übeltäter in einen Sack und bringt sie dem Müller, dort werden die beiden geschrotet und werden von Enten aufgepickt.

Sonntag, 21. Mai 2017

Rezension: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Rezension: Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

Die Inhaltsangabe zum Reiseroman „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne findet ihr oben.
Die Charaktere von Professor Lidenbrock und Axel kamen mir ein wenig bekannt vor, denn man kann in ihnen leicht Phileas Fogg und Passepartout zumindest ansatzweise wiedererkennen. Professor Lidenbrock ist auch ein verschrobener, seltsamer bisweilen sogar verrückter Kerl, Axel ist sein teuer Gehilfe, manchmal ein wenig ängstlich doch meistens doch recht wacker und immer darauf bedacht seinen Oheim dazuzubewegen umzukehren. Aber ein paar Unterschiede gab es dann doch. Axel zum einen ist ein richtiger Hasenfuß, zumindest kam er mir meistens so vor und erst am Ende der Reise wird er immer mutiger. Er ist es auch der meistens irgendwie angeschlagen ist, was vermutlich daran liegt, dass Hans es nicht sein durfte, da er ja der Hoffnungsträger dieser Reise war und der Professor durfte es nicht sein, weil er ja der war, der immer weiter auf das Vorwärtskommen drängen musste. Axel verletzt sich ständig, fällt in Ohnmacht, hat Angst und drängt darauf zurückzukehren. Diese Darstellung ernscheint mir sehr unwacker, weshalb ich nicht verstehe, warum er denn mitgefahren ist, wenn er sich ein solches Unternehmen nicht zutraut und nicht glaubt, dass das Unternehmen mit Erfolg gekrönt sein könnte. Daraus kann man wohl entnehmen was ich von den Charakteren der Reisegruppe hielt.
Die Geschichte hingegen gefiel mir wirklich gut, was auch daran lag, dass sie nicht abgekupfert ist. Noch nie davor hat jemand soetwas geschrieben, was diesem Roman eine gewissen Pionierrolle zusichert. Auch die Tatsache, dass viele bis dahin als wissenschaftlich anerkannte Tatsachen über den Haufen geworfen wurden, gefiel mir gut. Denn es zeigt, dass man niemals von Tatsachen ausgehen kann und man immer wieder zweifeln sollte wie es schon Descartes tat.
Letztendlich gilt, dass man an einem Roman von Jules Verne großen Spaß haben kann umso größeren wenn man seine bekannteren Bücher einmal liest und mit eventuell bekannteren Verfilmungen vergleicht und Gemeinsamkeiten und Unterschiede festzustellen vermag, sodass ich diesen Roman „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ von Jules Verne mit gutem Gewissen weiterempfehle.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Rezension: Max und Moritz von Wilhelm Busch

Rezension: Max und Moritz von Wilhelm Busch

Die Inhaltsangabe zur Geschichte Max und Moritz von Wilhelm Busch findet ihr oben. 

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich durch meine Kindheit eine enge Verbindung zu Wilhelm Busch habe, und auch die Geschichte von Max und Moritz öfter auf Kassette gehört habe, sodass ich Max und Moritz sehr gerne habe. Natürlich ist das Ende von Max und Moritz nicht wirklich gut für Kinder geeignet, sodass ich vorsichtig damit wäre, es Kindern zu empfehlen, allerdings gehört Wilhelm Busch und vor allem seine Bildergeschichten zur deutschen Geschichte und zur deutschen Kultur, gerade deshalb würde ich diese Geschichte weiterempfehlen. Aber natürlich gibt es noch andere Gründe, warum man sie weiterempfehlen sollte, so zum Beispiel, die einzelnen Streiche, die die beiden Jungs den anderen spielen beispielsweise ihrem Lehrer Lämpel, ihrem Onkel Fritz, einem Müller und einem Bäcker. Interessanterweise überleben sie, dass sie vom Bäcker in einem Brotteig gebacken werden, aber nicht, dass der Bauer sie beim Müller zerschroten lässt, und dann werden sie auch noch aufgefressen vom Federvieh. Auch dass Max und Moritz nicht nur drei Hühner und einen Hahn auf ziemlich gemeine Weise töten und sie dann als sie gebraten werden, stehlen und essen, fand ich ziemlich gemein. Alles in allem empfehle ich die Bubengeschichte in sieben Streichen Max und Moritz von Wilhelm Busch sehr gerne unter gewissen Einschränkungen weiter.

Sonntag, 14. Mai 2017

Inhaltsangabe: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

Inhaltsangabe: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

In diesem Roman von Jules Verne „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ geht es um den reichen Londoner Phileas Fogg und seinen Diener Passepartout. Passepartout ist gerade erst zu Herrn Fogg gestoßen als der mit seinen Freunden aus dem Reformclub eine Wette eingeht. Er behauptet, dass man in 80 Tagen um die Welt reisen könne, nachdem er dies in einer Zeitung gelesen hatte. Daraufhin wird eine Wette durch Handschlag besiegelt, die Fogg dazu veranlasst postwendend nachhause zurückzukehren um sämtliche Vorbereitungen zu treffen London noch am selben Abend zu verlassen. Zusammen verlassen sie die Insel in Richtung Paris und weiter mit dem Orientexpress in Richtung Osten. Unterwegs werden ihnen immer wieder Unwegsamkeiten in den Weg gestellt. So wird Phileas Fogg eines Bankraubes bezichtigt und von dem Kommissar der londoner Polizei verfolgt, dieser versucht die Reise von Herrn Fogg noch auf englischem Boden zu beenden, da er den Haftbefehl braucht um Fogg versetzen zu können, dieser wird ihm aber von Station zu Station hinterher geschickt, sodass er sich an Foggs Fersen heftet, denn zu damaliger Zeit gehörten Indien und auch Hongkong noch zur englischen Kolonie und waren damit englischer Grund und Boden.
Auch werden die Reisepläne Herrn Foggs durcheinander gebracht, da er das ein oder andere Transportmittel nicht rechtzeitig erreicht, was Gift für seinen Plan ist, denn sollte er einer Abfahrt verpassen so muss er auf seinen Anschluss verzichten und kann die 80 Tage unmöglich einhalten. In Indien begegnen sie einer Prozession, die zu einer gewollten Tötung führt. Eine Frau wird mit ihrem toten Mann auf dem Scheiterhaufen bei lebendigem Leibe verbrannt. Die Frau hat allerdings keine große Wahl, denn die Alternative wäre, dass sie von ihrer Familie verstoßen wird und so ein trostloses Leben fristen müsste. Sie retten diese Frau, was sie ihren Vorsprung kostet. Passepartout will einen Tempel erkunden, allerdings weiß er nicht, dass er als Christ diesen Tempel gar nicht besuchen dürfte, außerdem muss man eigentlich seinen Schuhe und Socken ausziehen um diesen Tempel von ihnen betrachten zu können, auch dies versäumt er. Diese Versäumnisse führen dazu, dass er später mit seinem Herrn und Frau Auda, die sie gerettet haben, festgesetzt werden. Auch ein Überfall auf der Bahnlinie quer durch die USA hält die Reisegesellschaft auf, sodass sie den Dampfer von New York nach London in ernsthafte Gefahr gerät und die Wette kaum noch gewonnen werden kann. Allerdings wäre Phileas Fogg nicht Phileas Fogg wenn er so einfach aufgeben würde, so chartert er ein kleineres Dampfschiff und übernimmt es bald ganz und lässt den Kapitän einsperren. Damit haben sie noch eine geringe Chance pünktlich zu kommen, allerdings schwindet diese als die Kohlen mitten auf dem Atlantik ausgehen.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Erster Post Wilhelm Busch

Erster Post Wilhelm Busch

Wilhelm Busch schreibt in seinem Vorwort zu meiner Auflage etwa zwei Seiten über sich, er beschreibt darin seinen Lebensweg. Darunter auch, dass er im April 1832 in Wiedensahl geboren wurde, dass er der Älteste von sieben Kindern war und dass sein Vater heiter und arbeitsfroh und seine Mutter still und fromm war. Außerdem schreibt er, dass er zu seinem Onkel kam, und nach der Schule an die polytechnische Schule in Hannover kam, auch von seiner Weiterentwicklung zum Maler schreibt er. Außerdem beschreibt er, wie er auf die Geschichte mit Plisch und Plum kam und wie er zu Schnurrdiburr kam, wobei er diese Anreize nur andeutet.
So viel also aus dem Vorwort. Ich mochte Wilhelm Busch schon früher und habe eine Verbindung zu ihm schon seit meiner Kindheit, so wurde mir zum Beispiel schon in meiner Kindheit Wilhelm Busch vorgelesen und vor allem an sein – ich würde es durchaus so nennen – Hauptwerk kann ich mich noch gut erinnern. Ich mochte die Geschichte von Max und Moritz, wobei mir natürlich nicht nur die Hühner und der Hahn, sondern auch die Menschen leid taten, die unter den Streichen der beiden ungezogenen Buben zu leiden hatten. So erklärt sich also meine Verbindung zu diesem Sammelband, der immerhin sechs der Bildergeschichten mitsamt der Verse abbildet, welche es möglich machen, dass man einzelne Passagen, oder vielleicht sogar ganze Geschichten besser auswendig zu lernen. Diese Technik hat man schließlich schon vor mehreren tausend Jahren angewendet um sich die Geschichten besser merken und weitererzählen zu können.
Und warum sollte es dieses Blogprojekt gerade jetzt geben? Naja, die Antwort darauf ist denkbar einfach und genauso pragmatisch: Ich habe das Buch beim Ausmisten gefunden und da es mir schon so zufällig in die Hände fiel und ich damit so viel verband, brachte ich es einfach nicht über 's Herz es wegzuwerfen, weshalb ich mich entschloss es mir noch einmal anzuschauen und mich damit auseinanderzusetzen.
Da die Geschichten meistens, obwohl sie in meiner Sammlung alle jeweils 20 Seiten umfassten, nicht besonders lang und damit nicht besonders ergiebig waren, habe ich es dieses Mal so gemacht, dass die Inhaltsangabe und die Rezension nur ein Post umfasst, außer bei Max und Moritz, welche auch bei mir eine Ausnahme machen, sodass dieses Blogprojekt sieben Posts zu den Geschichten umfasst.
Auch wenn Wilhelm Busch als Mensch vielleicht nicht der netteste und beste Mensch war, den es jemals gab – das weiß ich schließlich nicht, ich kenne ihn ja nicht persönlich – gehört er zu den Helden meiner Kindheit und ich hoffe, dass ich auch euch damit eine Freude machen kann.

Sonntag, 7. Mai 2017

Rezension: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne



Rezension: Die Reise um die Erde in 80 Tagen von Jules Verne

Die Inhaltsangabe zum Roman „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ von Jules Verne findet ihr oben.
Dieser Roman von Jules Verne „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ thematisiert die Reise von Phileas Fogg und Passepartout um die Welt. Tatsächlich und weil es kein Zeil außer die Rückreise nach London gibt, welches den beiden Reisenden ja bekannt ist, dreht es sich in dem Roman wirklich hauptsächlich um die Reise selbst. Auch die Länderbeschreibungen treten in den Hintergrund. Fogg zum Beispiel hat überhaupt kein Auge für die Landschaft und die Besonderheiten der Länder durch die sie reisen, Passepartout hat im Gegensatz dazu aber Spaß daran die Länder, Städte und Häfen zu durchstreifen und zu erkunden. Bei einer seiner Erkundungen geht er in eine Pagode, allerdings ist ihm nicht bewusst, dass er dies eigentlich nicht darf, da er Christ ist und davon abgesehen müsste auch ein Hindu seine Schuhe ausziehen, was Passepartout auch nicht weiß und deshalb versäumt er es zu tun, dieser Zwischenfall führt später auf der Reise dazu, dass sie also er und sein Meister verhaftet werden. Gerade diese Hindernisse werden immer wieder relativ detailiiert beschrieben. Im Gegensatz dazu werden dann Wegstrecken auf denen nicht viel passiert, sehr stark gerafft.
Diese Erzählweise kam mir recht unbekannt vor und ich fand sie durchaus sehr interessant und bemerkenswert.
Phileas Fogg ist wirklich ein seltsamer Kerl. Er kümmert sich zwar um seinen Diener und rettet eine vollkommen fremde Frau, aber er schaut sich in den fremden Ländern nicht mal um und scheint keinerlei Interesse an den Kulturen dieser Länder zu haben, andererseits ist er ein sehr ruhiger Charakter, was bedeutet, dass er nicht sehr viel redet aber auch seine Ruhe behält, wenn irgendwelche Unwegsamkeiten sich ihm und seinen Kameraden in den Weg stellen.
Passepartout fand ich eigentlich recht sympathisch, aber warum er seinem Herrn nicht erzählt, dass ein Polizist hinter ihnen her ist, verstand ich leider nicht, da es Herrn Fogg möglich gewesen wäre sich auf die Verhaftung vorzubereiten, wenn er vorher davon gewusst hätte.
Alles in allem war mir weder Fogg noch Passepartout richtig sympathisch, da ich bei beiden nicht wusste wie ich sie einschätzen soll. Die Parallelen zwischen Verne und Hoffmann sind offensichtlich, da beide in den Mittelpunkt ihrer Erzählungen verschrobene, beinahe verrückte Charaktere stellen. Wer mit diesen komischen Charakteren klarkommt und auch über die bisweilen seltsame Erzählweise und Wortwahl nicht stolpert, sollte sich mal an eines der bekanntesten Werke von Jules Verne machen, denn man kann mit diesem Reiseroman „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ auf jeden Fall ein paar spannende Stunden füllen.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Letzter Post

Letzter Post

Heinrich Hoffmann bringt in seiner Geschichtensammlung Der Struwwelpeter ganz verschiedene Geschichten zusammen, in denen Kinder erzogen werden oder eben auch nicht. Alle Kinder begehen eine Verfehlung wie zum Beispiel seine Suppen nicht zu essen, bei Sturm hinaus zu gehen oder mit Streichhölzern zu spielen. Dieses "schlechte" Verhalten wird bestraft entweder mit einer Verletzung oder sogar mit dem Tod oder Verschwinden.
Daran ist ja schon zu sehen wie alt diese Sammlung ist, denn heute würden die wenigstens Geschichten für Kinder solch tragische Enden haben. Die Geschichten werden heute verschieden interpretiert und in verschiedenen Disziplinen betrachtet, so haben die Texte vermutlich ihren Platz genauso in der Literaturwissenschaft wie auch in der Pädagogik, wenn auch unter Umständen als Negativbeispiele. Was man aus den Geschichten herausholt ist also ganz verschieden. Und gerade das gefällt mir an ihnen, auch, dass ich eine emotionale Bindung an die meisten habe, da ich sie noch aus meiner Kindheit kenne, hat dieses Projekt für mich so reizvoll gemacht. Aber diese romantische Erinnerung an diese Geschichten sorgt nicht dafür, dass ich sie uneingeschränkt weiterempfehle. Manche von ihnen sind wirklich toll und man kann vielleicht sogar über sie schmunzeln, wenn man sie nicht als realistische Erziehungsratschläge versteht. Wer dies allerdings tut, sollte wirklich vorsichtig sein, denn eine Hierarchisierung konnte ich bei den Vergehen und den darauf folgenden Strafen der Kinder nicht erkennen. Man sollte also vorsichtig sein, diese Geschichten seinen Kindern zu erzählen und man sollte mit ihnen darüber reden, warum diese Strafen gewählt wurden, und vielleicht auch, dass Erziehung früher anders gesehen wurde und dass es strengere Regeln gab.
Alles in allem ist der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann wohl vielen ein Begriff und so verbindet jeder etwas anderes mit ihm, aber man muss darauf achten, die Geschichten im historischen Kontext zu betrachten und darauf zu achten, dass die Erziehungsmethoden nicht mehr eins zu eins umsetzbar sind, um es mal ganz vorsichtig zu formulieren. Ich empfehle das Geschichtenbuch der Struwwelpeter also weiter, allerdings mit einem Verweis auf meine obigen Ausführungen.