Sonntag, 27. August 2017

Rezension: Lenz von Georg Büchner

Rezension: Lenz von Georg Büchner

Die Inhaltsangabe zur Novelle „Lenz“ von Georg Büchner findet ihr oben. 

Genau wie der Charakter des Lenz ist auch die Novelle von Büchner sehr unstet, was dazu führt, dass man viele Dinge nur im Ansatz versteht, allerdings ist es auch ein sehr interessanter Kniff, dass der Charakter und die Novelle zusammenpassen. Die damit einhergehenden Ortswechsel nervten mich aber ein bissen, denn wenn man diese Novelle nicht am Stück liest, kann man bei der Art wie sie geschrieben ist und den damit einhergehenden Ortswechseln leicht verwirrt sein. 
Was mir wiederum sehr gut gefiel war, dass Lenz auf der Suche nach Ruhe ist. Mir gefallen meistens die Protagonisten, die auf der Suche nach Glück sind und für Lenz scheint die Ruhe, die er sucht unumgänglich mit dem Glück verbunden zu sein. 
Schade fand ich es, dass Lenz nicht ausführlicher beschrieben wird und sein Innenleben nicht ausreichend dargestellt wird, denn das wäre, meiner Ansicht nach für Georg Büchners Aufgabe gewesen, damit man Lenz besser versteht und auch klar wird, dass er anscheinend an einer Geisteskrankheit leidet. 
Alles in allem ist diese Novelle „Lenz“ von Georg Büchner sehr nah am Woyzeck dran, der ja auch auf einer wahren Person beruht und sich mit dem Thema Geisteskrankheit befasst, sodass ich diese Novelle unter Vorbehalt empfehlen kann, denn die Naturbeschreibungen und die Sinnsuche haben mir gut gefallen.

Freitag, 25. August 2017

Polemisch

Polemisch

Das Adjektiv polemisch ist mir auch in meinem universitären Alltag in letzter Zeit unter gekommen, wobei ich finde, dass man es gerne auch in seinem „normalen Alltag“ ab und zu verwenden kann. Polemisch bedeutet (laut Duden-online) „in der Art, in der Form einer Polemik; als Polemik gemein; scharf, unsachlich“ und so würde ich es dann auch aktiv verwenden so im Sinne: „Deine Argumente sind aber polemisch.“ Irgendwie klingt das Adjektiv schöner als aggressiv, bissig oder feindselig, obwohl es genau das bedeutet.

Sonntag, 20. August 2017

Inhaltsangabe: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury

Inhaltsangabe: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury

In dem dystopischen Roman „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury geht es um den Feuerwehrmann Guy Montag. Er lebt in einer Welt, in der es keine Bücher mehr gibt, man lernt mithilfe von Lehrfilmen und Bücher, die in der Vergangenheit geschrieben wurden, werden verbrannt. Die Feuerwehr verbrennt alle verbotenen Bücher, nachdem die Leute zuvor bei dieser angezeigt wurden. Guy Montag trifft Clarisse McCellan auf der Straße. Die 17-Jährige geht nicht in die Schule und streift stattdessen durch die Natur, sie weiß, dass Löwenzahn das Kinn färbt, wenn man verliebt ist. Guy fängt an über seine Arbeit bei der Feuerwehr nachzudenken und darüber, dass er Bücher verbrennt. Sie sammeln die Bücher zusammen und werfen sie auf einen Haufen, dann werden sie zusammen verbrannt. Irgendwann steckte Guy in den letzten Jahren, die er bei der Feuerwehr arbeitete Bücher ein, diese zeigt er in einem Wutanfall seiner Frau Mildred, die er meistens Millie, nennt. Millie ist systemhörig, sie schaut immer nur in riesige Wände, die so eine Art interaktives Fernsehen sind. Diese Wände zeigen „die Familie“, mit welcher man enger verbunden scheint als mit der eigenen Familie. Als Guy eines Abends krank ist, macht sie die Familie nicht leiser, damit er sich ausruhen kann, auch die Freundinnen, die seine Frau für einen Abend eingeladen hat, scheinen keine Gefühle für ihre Kinder zu haben, allerdings lieben diese auch ihre Mutter nicht, so behauptet es zumindest die Frau. Und auch Ehen werden anscheinend nur zum Spaß eingegangen, denn eine der Frauen war drei Mal verheiratet, ihr erster Mann verließ sie und der zweite starb, was ihr beides nichts ausmacht. Dann bricht der Krieg über das Land hinein, aber Montag, der zu diesem Zeitpunkt schon mitten in der Sache drin steckt, kann sich damit noch nicht auseinander setzen. Er hatte sich zuvor mit einem Mann getroffen, den er vor einiger Zeit einmal traf und mit dem er sich lange Zeit in einem Park unterhielt. Guy wusste, dass dieser Mann, Literaturprofessor, Bücher liebte und bittet ihn ihm zu helfen, denn Guy will jetzt selbst herausfinden, ob diese verhassten Bücher wirklich so schädlich sind und will sich seine eigene Meinung bilden. Am Ende tötet Montag sogar einen seiner Kollegen aus Notwehr, damit er fliehen kann. Er schafft es aus der Stadt raus und trifft auf ein paar Landstreicher, die seine Ansichten teilen. Zusammen entschließen sie sich, in die vom Krieg zerstörte Stadt zurückzukehren.

Freitag, 18. August 2017

Ische

Ische

Das Substantiv Ische ist umgangsprachlich und veraltet, allerdings verwende ich es in letzter Zeit öfter mal. Es ist natürlich abwertend gemeint und ich sollte es wohl nicht verwenden, aber natürlich kommt es immer auf das Konnotat an. Duden-online sagt, dass das Substantiv „Mädchen oder junge Frau (aus der Sicht eines Jungen, jungen Mannes)“ heißt, wobei ich nicht weiß, warum das Wort nur aus der Sicht eines jungen Mannes oder Jungen Mädchen oder junge Frau bedeuten kann.

Sonntag, 13. August 2017

Rezension: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury

Rezension: Fahrenheit 451 von Ray Bradbury

Die Inhaltsangabe zum Roman „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury findet ihr oben. 

Dieser dystopische Roman „Fahrenheit 451“ von Ray Bradbury ist einer der großen Klassiker. Alleine deshalb lohnt es sich schon diesen mal zu lesen. Aber davon abgesehen ist der Roman recht kurz, was natürlich den unzweifelhaften Vorteil hat, dass man ihn mal eben zwischendurch lesen kann, aber es ist natürlich auch schwierig in so wenigen Zeichen einen konsistenten Roman zu konzipieren, was dem Autor, allerdings, meiner Ansicht nach, in weiten Strecken gut gelungen ist. Was ich gar nicht leiden kann, ist, wenn man am Ende offene Fragen hat, die zurückbleiben. So fragte ich mich am Ende zum Beispiel, warum diese Stadt in Asche gelegt wurde? Okay, das hatte offensichtlich irgendwas mit dem Krieg zu tun. Aber wer hat diese Stadt zerbombt? Das wurde mir zum Beispiel nicht klar. Warum geht Guy Montag nicht nach St. Louis? Ist Clarisse wirklich tot? Warum überprüft er das nicht? Und da es einige Grundsatzfragen waren, die mir nicht beantwortet wurden, wurde ich ein bisschen unruhig zurückgelassen. Sich in Guy Montag hineinzuversetzen fiel mir auch schwer, da er sich teilweise irrational verhält. Und wohin genau der Roman gehen sollte, war mir auch nicht klar. Was ist das Ziel? Welche Lösung streben Guy und Faber an? Aber abgesehen von diesen Dingen, die mich ein bisschen gestört haben, fand ich den Roman sehr gelungen, ich würde ihn daher jedem geneigten Leser gerne weiterempfehlen.

Freitag, 11. August 2017

Pimpf

Pimpf

Okay, das Substantiv Pimpf ist sicherlich nicht bildungssprachlich und es ist mir auch in meinem Privatleben begegnet. Ich verwende das Wort gerne hin und wieder, weil ich es im Vergleich recht harmlos finde. Neulich lief mir ein Pimpf über den Weg, der auf dicke Hose machte, aber wirkte wie ein zwölfjähriger Sunny-Surfer-Boy. Dieses Verhalten fand ich einfach so lustig, dass ich ihn unwillkürlich als Pimpf bezeichnen wollte. Natürlich habe ich das so nicht ausgesprochen. Aber auch in Film und Fernsehen habe ich das Wort bereits gehört.

Sonntag, 6. August 2017

Inhaltsangabe: Buddenbrooks von Thomas Mann

Inhaltsangabe: Buddenbrooks von Thomas Mann

In diesem Gesellschaftsroman „Buddenbrooks“ von Thomas Mann geht es um die angesehene Kaufmannsfamilie Buddenbrook. 1835 beginnt der Roman, der die Entwicklung der Familie über drei Generationen hinweg erzählt. Zu Anfang lernen wir noch Johann Buddenbrooks kennen zusammen mit seiner Gattin bilden sie die Elterngeneration der Familie, im Laufe der Handlung sterben sie, während deren Kinder zu Anfang Johann Buddenbrook der Jüngere die Firma übernimmt. Außerdem lernen wir dessen Frau Elisabeth und die drei Kinder Thomas, Antonie genannt Tony und Christian kennen. Die Kinder dieser Generation wachsen heran und heiraten. Tony, welche sich immer etwas auf ihren Wohlstand einbildete und sich selbst für eine kleine Prinzessin hält, heiratet einen Mann namens Grünlich. Die beiden kriegen eine Tochter namens Erika, welche später heiratet. Tony ist nicht glücklich damit, dass ihre Eltern sie zu dieser Ehe drängen, denn viel lieber würde sie einen anderen Mann heiraten, den sie aber schnell zu vergessen scheint, nachdem sie einmal verheiratet ist. Allerdings verläuft die Ehe nicht glücklich und nach einigen Jahren stellt sich heraus, dass die Bücher von Grünlich gefälscht waren, er ist hoch verschuldet und bittet seinen Schwiegervater ihm aus der Klemme zu helfen, allerdings ist dieser nicht bereit dazu, denn seine Tochter gesteht ihm, dass sie sich lieber scheiden lassen würde und so zieht Antonie samt Tochter wieder zurück in ihr Elternhaus. Ein zweites Mal heiratet Tony, zieht zu ihrem Mann nach München, ist aber auch dort nicht glücklich, denn sie fühlt sich an eine Stelle verpflanzt, an der sie keine Wurzen schlagen kann. Nach einem Streit mit ihrem Mann kehrt sie zurück, denn sie hatte ihr Kind verloren und ihr Mann trauerte nicht lange genug um das Totgeborene, wie Tony fand und so wurde auch die zweite Ehe von Tony Buddenbrook geschieden. Thomas hingegen ist mit Gerda verheiratet, einer Jugendfreundin von Tony, mit dieser ist er auch glücklich, sie kriegen den lange erwarteten Sohn, den sie Justus Johann Kaspar taufen lassen, allerdings nur Hanno nennen. Tony ist ganz vernarrt in den Kleinen. Nachdem Johann, das Familienoberhaupt starb, übernahm der ältestes Sohn Thomas die Firma. Einige Jahre später stirbt Clara, die jüngste Schwester und veranlasst, dass das Erbe, das sie von ihrer noch lebenden Mutter erhalten hätte, an ihren Mann übergeht, als ihre Mutter einige Jahre später stirbt, erhält Claras Mann das Erbe, worüber niemand sonderlich glücklich ist, allerdings kann man sich gegen das Testament der Mutter auch nicht wehren. Thomas baut ein neues Haus, in das sie, Gerda samt Hanno und Thomas ziehen. Christian beschließt eine Frau zu heiraten, die unter seiner Würde ist und wird kurze Zeit später in eine psychiatrische Klinik in Hamburg eingeliefert. Thomas spürt, dass es mit der Familie abwärts geht, was Tony aber nicht wahr haben will. Die Geschäfte laufen nicht sonderlich gut, außerdem scheint sein Sohn kein würdiger Nachfolger zu sein, außerdem vermutet er, dass seine Frau ihn betrügt und er verwünscht, dass er das neue Haus hat bauen lassen. Nach einem Zahnarztbesuch bricht Thomas auf offener Straße zusammen und stirbt, zwei Jahre später stirbt Hanno, womit die direkte Linie der Familie Buddenbrook beendet ist, denn da Christian zwar ein Kind, aber nur eine Tochter hat und auch Tony hatte nur eine Tochter geboren, stirbt der Name Buddenbrook mit Hanno.

Freitag, 4. August 2017

Sublim

Sublim

Ich muss sagen, das Adjektiv sublim ist mir schon vor einigen Monaten mal über den Weg gelaufen. Nun habe ich das Wort aber noch einmal gehört und bringe es deshalb gleich mal in einem Beitrag. Es bedeutet (laut Duden-online) „nur mit großer Feinsinnigkeit wahrnehmbar, verständlich; nur einem sehr feinen Verständnis, Empfingen zugänglich“ oder „von Feinsinnigkeit, einem feinen Verständnis, Empfinden zeugend“. Ein schönes Wort, dessen Synonyme wir in unserem aktiven Sprachgebrauch verwenden, welches die wenigsten aber direkt verwenden.

Dienstag, 1. August 2017

Steckbrief: Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody

Steckbrief: Nicht ohne meine Tochter von Betty Mahmoody

Titel: Nicht ohne meine Tochter
Autor: Betty Mahmoody
Reihe: -
Originaltitel: Not withour my Daughter (1987)
Genre: Erfahrungsbericht
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 538
Erscheinungsjahr: 1. Auflage von 1988; 1990
Preis: 16,80DM
ISBN: 3-404-61130-6
Protagonisten: Betty Mahmoody mit ihrer Tochter Mahtab und ganz vielen mutigen Menschen, außerdem ihr Ehemann Moody